Johanna steigt in den Kindergarten ein

Lilypie Fourth Birthday tickers

Sonntag, 12. Juli 2009

Unser letzter Tag in Japan

Irina schreibt:
Heute ist Sonntag (gewesen), es ist schwül und warm, eher heiss, sodass man langsamer denkt, und die Ohren sind noch vom gestrigen Flug halb taub. Unerwartet erlebten wir viele unterschiedliche Dinge. Ich wurde eben in einer mail gefragt, was alles hier so kostet, ich kann etwas nennen, wenn interessant.
Im Hotel belegen wir zwei einzelzimmer, da es nichts anderes gab. Dafür zahlten wir gestern für uns vier 10 500 Yen, für 1 € gibt es heute auf dem Markt 121 Yen. Bei unerer Abfahrt waren es 134 Yen - für die Bevölkerung hier unbemerkbar, für uns - schon. Wir müssen viel trinken. An jeder Ecke gibt es Automaten, eine Flasche Wasser-Limo-Cola-etc. kostet um 110-150 Yen, und zwar überall, auch im Restaurant! Da hat sich Deutschland schon viele andere Preise überlegt. Es gibt 100-Yen-Läden, in einem solchen Laden hatten wir in Tokyo unsere Frühstückssachen gekauft - kleine Verpackungen Wurst, Käse, Flaschen Milch, Joghurte- alles vergleichbar mit deutschen Preisen. McDon---- und andere Ketten sind auch überall, unsere gewohnten Preise. Ein Ticket in Metro/Subway/SBahn kostete 120 bis 250 Yen, da viele Linien privat sind und sich selbst die Preise festlegen.
In unserem Hotelpreis war auch ein Frühstück dabei. Wir erwarteten ein paar Scheiben Fluffybrot mit etwas Butter und Marmelade, aber wir erlebten ein richtig reichhaltiges japanisches Buffet. Vielleicht zeige ich das mal später, wie das alles so aussieht... Danach, während der Spaziergangs in der Stadt, entschieden wir uns die Erwachsenen zahlen voll, die Kinder bis 12 - die Hälfte, bis 4 - nichts. Das gilt übrigens für alles, auch für Inlandsflüge.
Unsere Busfahrt war eine Mischung aus einem Marathonlauf durch eine alte Klosteranlage, dann zum Glück etwas mehr Zeit in einer funktionierenden Klosteranlage - und mit einigen Elementen deutscher oder türkischer "Butterfahrten", mit einem Gruppenfoto in bester östlicher Tradition, mit einer Reisgebäck Probe, dann einer Einkaufsmöglichkeit in einem Spezialitätenladen und Singen im Bus - alles war dabei.
Den Abend beendeten wir im ersten-besten-am hotel um die Ecke- Restaurant. Unerwartet erlebten wir alles, wovon wir nur gelesen haben - Sitzen auf einem Holzpodest mit Kissen, Tatami, niedriger Tisch, Schuhe bleiben draussen, Schuhe für Toilettenbesuch, kein Englisch, Menü unlesbar, mit Händen und Füssen Schweinefleisch und Fisch bestellen und ALLES war toll! Johanna fand den Fisch besonders schön, den Reis mag sie ab sofort mit Sojasosse! Das schöne Essen kostete für uns vier 2600 Yen, Trinkgeld soll man nich geben, unsere "übungen" in Deutschland waren etwas intensiver...
Heute Nacht bleibe ich mit den Mädchen im gleichen Hotel, wir machen uns einen Fernseher-Abend mit Harry Potter auf Japanisch - Maria übersetzt uns alles, versteht sich, Johanna macht super mit. Unser Papa hat heute die letzte Möglichkeit, in einem s.g. Cabine-Hotel zu schlafen, das grundsätzlich nur für Männer zugänglich ist. Als er sich dort anmeldete, wurde er von Massen halbnackter Männer (Unterkörper mit einem Lendenschutz) in Trachten überrascht, die an einem jährlichen Fest hier morgen und übermorgen teilnehmen werden. Unser Papa hat also eine lustige nacht vor und wird viel sehen und erleben. er hat versprochen,für uns ein paar Bilder zu knipsen... ;-)
Morgen wird er uns hier abholen (40 min zu Fuss) und wir laufen zum Hafen (um 60 Min zu Fuss), wo wir hoffentlich unsere am Freitag reservierten Plätze für eine Fähre nach Korea bekommen. Damit ist Ende unserer Reise durch das teuerste "unserer" Reiseländer, wir hoffen, dass wir in korea und China weniger ausgeben werden. Schade, die erste Woche ist fast vorbei...
Ich habe viel, viel fotografiert. Alles ist uns unbekannt oder neu - Reisfelder, Energieversorgung, Bettwäschewechsel im Hotel, Klöster, zahme Schildkröten, Reisplätzchen, in den Buss einsteigen im 3.Stock, Menschen natürlich - nur so, dass es nicht aufdringlich wirken konnte - alles... Meine Kamera machte am Ende schlapp... Ich werde Vieles zeigen, aber heute muss ich wirklich schlafen. Es ist 23:40... Gruß an alle, die ich heute per mail nicht mehr erreichen werde.

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