Johanna steigt in den Kindergarten ein

Lilypie Fourth Birthday tickers

Sonntag, 31. Januar 2010

Erst kamen die beiden Spots...

die ich hier auch unbedingt festhalten möchte. Keine Ahnung, wie lange sie im Netz zur Verfügung stehen, aber erstmal können sie meinen "Besuchern" einen kleinen Einblick in die - mögliche oder wahrscheinliche - zukünftige Schullandschaft anbieten.


1. Spot:






2. Spot:




Samstag, 30. Januar 2010

Ein Artikel aus dem "Spiegel",

den ich hier auch unbedingt platzieren muss, auch wenn es etwas mühsam ist, alles zu kopieren. In Johannas Leben spielen solche Dinge nun eben eine große Rolle, da sie plötzlich - es scheint so - nicht mehr so leicht "aussortierbar" wird. Die Fristen, die die Politiker setzten, sind auf etwas 2 - 4 Jahre gedacht, wir werden sehen, wie die Schullandschaft in einigen Jahren aussehen wird.

Aber erstmal die aktuelle Lage:

28. Januar 2010, 14:07 Uhr

Lernen mit Behinderung

"Jedes Kind darf auf eine Regelschule"

Bisher wurden Kinder mit einer Behinderung auf Sonderschulen wegsortiert - auch gegen den Willen der Eltern. Dies soll sich in den nächsten Jahren ändern. Völkerrechtsexperte Eibe Riedel erklärt im Interview, wie sich Eltern schon jetzt für einen Platz an einer Regelschule einsetzen können.

SPIEGEL ONLINE: Herr Professor Riedel, verletzt Deutschland das Völkerrecht, wenn Kinder auf Sonder- oder Förderschulen geschickt werden?

Riedel: Die Uno-Behindertenrechtskonvention geht von einem inklusiven Bildungssystem aus, das grundsätzlich niemanden ausschließt, sondern für alle Kinder offen ist, unabhängig von der Form und dem Grad der Beeinträchtigung. Die Kinder sind also grundsätzlich nicht auf Förder- oder Sonderschulen zu unterrichten, sondern auf Regelschulen gemeinsam mit nichtbehinderten Kindern. Deutschland ist der Konvention vor einem Jahr beigetreten und dementsprechend verpflichtet, die Vorgaben innerstaatlich auch umzusetzen. Da die Fragen größtenteils der Kulturhoheit der Länder unterliegen, sind die Bundesländer gefordert.

SPIEGEL ONLINE: Was müssen die Bundesländer denn tun?

Riedel: Die Schulgesetze der Länder sind zu ändern oder neu auszulegen: Jedes Kind muss zunächst einen automatischen Zugang zu einer Regelschule bekommen. Gegen den Willen der Eltern dürfen Kinder nur noch zu einer Sonder- oder Förderschule geschickt werden, wenn es anders nicht geht.

SPIEGEL ONLINE: Die meisten Bundesländer aber haben noch nicht viel unternommen. Was können Eltern denn machen, solange die Gesetze nicht verändert sind - nur hoffen und warten?

Riedel: Nein, das ist die zentrale Erkenntnis meines Gutachtens: Auf der Grundlage der Uno-Behindertenrechtskonvention gibt es schon jetzt einen Rechtsanspruch darauf, dass ein Kind grundsätzlich eine Regelschule besuchen kann, wenn die Eltern dies wollen. Diesen Anspruch gibt es seit dem Tag, an dem die Konvention in Deutschland in Kraft getreten ist, also schon seit dem letzten Frühjahr.

SPIEGEL ONLINE: Die Behindertenrechtskonvention ist aber doch nur ein völkerrechtlicher Vertrag. Kann ich mich wirklich unmittelbar vor einem deutschen Gericht darauf berufen?

Riedel: Grundsätzlich bindet die Konvention als völkerrechtlicher Vertrag zunächst nur die Bundesrepublik insgesamt. Allerdings müssen die Länder, die ja dem Vertrag einstimmig zugestimmt haben, die in ihren Zuständigkeitsbereich fallenden Umsetzungsschritte unternehmen...

SPIEGEL ONLINE: ...was aber bisher noch nicht geschehen ist. Worauf sollen sich behinderte Schüler und ihre Eltern denn nun bereits stützen?

Riedel: Betroffene Schüler und Eltern können sich auf das Grundgesetz stützen mit seinem Diskriminierungsverbot und dem Erziehungsrecht der Eltern. Das Grundgesetz ist völkerrechtsfreundlich auszulegen, selbstverständlich auch von den Bundesländern. Und bei wirtschaftlichen, sozialen und kulturellen Rechten, wie denjenigen aus der Behindertenrechtskonvention, gibt es mittlerweile eine Staatenpraxis, dass sie zumindest in ihrem Kernbereich des Diskriminierungsschutzes vor nationalen Gerichten direkt geltend gemacht werden können. Aus der Konvention ergibt sich ein sogar ausdrücklich garantiertes Recht auf diskriminierungsfreien Zugang zu einem inklusiven Schulsystem. Jedes Kind hat dementsprechend erst einmal einen Anspruch darauf, eine Regelschule zu besuchen.

SPIEGEL ONLINE: Solche völkerrechtlichen Versprechungen sind nach gängigem Verständnis nicht sofort zu erfüllen, sondern nur schrittweise umzusetzen. Die Behindertenrechtskonvention gilt in Deutschland erst seit letztem Jahr. Wie kommen Sie darauf, dass Eltern schon jetzt klagen können?

Riedel: Da muss man sehr genau unterscheiden. Die schrittweise Umsetzung betrifft die Makroebene, also das Schulsystem: Der Staat muss nicht sofort sein ganzes System ändern und die Gesetze neu schreiben, sondern lediglich zügig und zielgerichtet handeln; mir erscheinen etwa zwei bis vier Jahre als eine vernünftige Frist. Davon zu unterscheiden ist die Mikroebene, also der Anspruch des Einzelnen. Im Rahmen des bestehenden Systems können die Eltern verlangen, dass ihrem Kind der Besuch einer Regelschule ermöglicht wird. In völkerrechtsfreundlicher Auslegung des Grundgesetzes müssen die Bundesländer folglich diesen Anspruch im Prinzip schon jetzt anerkennen.

SPIEGEL ONLINE: Was genau dürfen Eltern denn verlangen: nur den Zugang zur normalen Schule oder zusätzlich auch besondere Unterstützung, die ihr Kind benötigt?

Riedel: Der Anspruch zielt nicht nur auf den Zugang zur Schule, sondern geht weiter. Der Staat muss angemessene Vorkehrungen treffen, damit ein Kind an der Schule lernen kann.

SPIEGEL ONLINE: Ist es nicht ein bisschen viel verlangt, wenn für jeden Behinderten an jeder Schule eine gesonderte Lösung gefunden werden muss?

Riedel: Der Staat muss nicht mehr leisten, als er zu leisten imstande ist. Aber er kann keinesfalls einfach darauf verweisen, dass ein Kind ein bisschen mehr Betreuung braucht, und dann behaupten, dass es deshalb auf einer Sonder- oder Förderschule besser aufgehoben wäre. Entgegen der Praxis, wie sie vielfach noch zu beobachten ist, hat also der Besuch einer Regelschule den Vorrang. Nur wenn es unzumutbar ist, dass ein Kind eine solche Schule besucht, müssen sich die Eltern auf eine andere Lösung einlassen.

SPIEGEL ONLINE: Gelten für körperlich Behinderte andere Maßstäbe als für geistig Behinderte?

Riedel: Nein, die Behindertenrechtskonvention unterscheidet grundsätzlich nicht zwischen verschiedenen Formen der Beeinträchtigung. Sie bezieht alle Menschen ein, die langfristige körperliche, seelische, geistige oder Sinnesbeeinträchtigungen haben. Auch Menschen mit Lernbehinderungen zählen dazu, sie dürfen nicht anders behandelt werden.

SPIEGEL ONLINE: Was passiert, wenn die Bundesländer die Uno-Vorgaben ignorieren und sich nicht zügig genug bewegen?

Riedel: Die Behindertenrechtskonvention sieht keine Sanktionen auf völkerrechtlicher Ebene vor, und es gibt auch keinen Weltmenschenrechtsgerichthof, vor dem Deutschland zur Rechenschaft gezogen werden könnte. Die Feststellung des Uno-Behindertenrechtsausschusses, dass Deutschland seinen Vertragspflichten nicht nachkommt, hätte aber eine Prangerfunktion, und kein Staat steht gern am Pranger der Staatengemeinschaft. Andere Uno-Vertragsausschüsse, wie etwa derjenige, dem ich angehöre, würden wohl ähnlich vorgehen und im Staatenberichtsverfahren empfehlen, dass Deutschland die erforderlichen Schritte unternimmt, um die Vertragsverletzung zu beseitigen.

Das Interview führte Markus Verbeet


Freitag, 29. Januar 2010

Ein Artikel aus "Die Welt",

und ich muss diesen Artikel hier unbedingt kopieren und mit allen Quellenangaben platzieren, da ich möchte, dass er so in der Johannas "Lebensgeschichte" bleibt. Was aus diesen politischen Anstrengungen sein wird, werden wir erleben, aber es ist viel, viel mehr, als das, was wir uns nach Johannas Geburt je vorstellen können. Es geht plötzlich alles schnell. Das Wort "einklagen" in der Überschrift macht mir nicht viel Mut, aber ... so sind viele Dinge am Anfang...

Lesen unter:
http://www.welt.de/die-welt/politik/article6022831/Gutachten-Behinderte-koennen-sich-in-Standardschulen-einklagen.html

Gutachten: Behinderte können sich in Standardschulen einklagen

Von Robin Alexander und Kristian Frigelj
29. Januar 2010, 04:00 Uhr

Bundesländer setzten UN-Konvention nicht um
Behinderte Kinder haben ab sofort das Recht, gemeinsam mit nicht behinderten Kindern eine allgemeine Schule zu besuchen. Zu diesem Schluss mit weitreichenden Folgen für das deutsche Schulsystem kommt ein Gutachten des renommierten Mannheimer Völkerrechtlers Eibe Riedel, das gestern in Berlin vorgestellt wurde.

Hintergrund ist die UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen, die Deutschland im Mai vergangenen Jahres unterzeichnet hat. Darin hat die Bundesrepublik das Recht behinderter Kinder anerkannt, nicht eine Sonder- oder Förderschule, sondern eine gewöhnliche Schule, eine sogenannte Regelschule, zu besuchen. Bisher wurde dieses Recht jedoch oft mit dem sogenannten Ressourcenvorbehalt verwehrt: Die Schulbehörde oder der Rektor erklärten einfach, sie könnten aus Geld- oder Stellenmangel eine angemessene Betreuung nicht gewährleisten. Dies wird künftig dem Gutachten zufolge nicht mehr möglich sein - auch wenn die für Schulpolitik zuständigen Bundesländer die UN-Konvention noch nicht in ihren Schulgesetzen umgesetzt haben: "Der Anspruch besteht auf Individualebene", so Riedel. Der Präsident des Sozialverbandes Deutschland, Adolf Bauer, der das Gutachten gemeinsam mit zwei Elterninitiativen in Auftrag gegeben hatte, kündigte an: "Mit einem Musterprozess ist zu rechnen."

Dass alle Schüler mit Behinderungen das Recht auf den Besuch einer Regelschule haben, bedeute nicht die Abschaffung aller Sonder- oder Förderschulen. Vielmehr sollten diese zu Kompetenzzentren umgebaut werden, von denen aus die Betreuung in den anderen Schulen mitorganisiert wird. "Zum Nulltarif wird das nicht gehen", erklärte Bauer. Insbesondere gelte es, Gebäude zugänglich zu machen, Organisation und Methode des Unterrichts anzupassen und geeignete Lehr- und Lernmittel anzuschaffen. Auch Schüler ohne Behinderung könnten von den Neuerungen profitieren und im Umgang mit behinderten Mitschülern lernen.

Dem Gutachten zufolge dürften Kinder schon jetzt nur noch in Ausnahmefällen gegen den Willen ihrer Eltern in eine Sonderschule eingewiesen werden. "Die Beweislast, dass der Besuch einer Regelschule nicht möglich ist, liegt beim Staat", so Riedel: "Bisher haben es sich die Behörden viel zu leicht gemacht." Aktuell werden ungefähr 70 000 Kinder eines jeden Jahrgangs in Sonderschulen eingewiesen. Diese Schule verlassen 60 Prozent ohne jeden Abschluss. Unter Experten gilt die UN-Konvention als umgesetzt, wenn 80 Prozent der behinderten Schüler in einer Regelschule unterrichtet werden. Die aktuelle Quote in Deutschland beträgt 15,7 Prozent - die geringste aller Staaten der EU.

Bei der Umsetzung der Konvention hakt es freilich überall. Zuletzt in Nordrhein-Westfalen, wo der Landtag im vergangenen Dezember nach langen Vorbereitungen einen fraktionsübergreifenden Entschließungsantrag verabschieden sollte, mit dem die schwarz-gelbe Landesregierung aufgefordert wird, zum Schuljahr 2010/2011 einen Aktionsplan zu erarbeiten. Der geplante Antragstext, der dieser Zeitung vorliegt, war behutsam formuliert: Behinderte Kinder sollten künftig vorrangig am allgemeinen Schulunterricht teilnehmen können. Doch die FDP verabschiedete sich aus dem gemeinsamen Projekt und zwang auch ihren Koalitionspartner CDU, die Resolution nicht zu verabschieden. Ausgerechnet die Liberalen warnten vor "schrankenloser Wahlfreiheit" und bemängelten vor allem einen fehlenden Bestandsschutz der Förderschulen; zudem argwöhnten sie, SPD und Grüne wollten damit durch die "Hintertür" die "Einheitsschule" einführen. Die Vorsitzende der Bundesarbeitsgemeinschaft "Gemeinsam leben - gemeinsam lernen" betonte jedoch gestern bei der Vorstellung des Gutachtens: "Es geht nicht um einen pädagogischen Richtungsstreit, sondern um ein Menschenrecht."

In NRW fand Schwarz-Gelb schließlich nur eine gemeinsame Sprachregelung, um keine offene Flanke für den heraufziehenden Landtagswahlkampf zu bieten: Ein grundsätzliches Wahlrecht für Eltern behinderter Kinder soll gewährt und auch die Förderschulen erhalten bleiben. NRW-Schulministerin Barbara Sommer (CDU) traf sich am vergangenen Montag zu einem Gespräch mit den Landtagsfraktionen, kommunalen Spitzenverbänden, Kirchen, Eltern und Lehrern. Danach erklärte sie, es sei "ihre Absicht, das gemeinsame Lernen von Kindern und Jugendlichen mit und ohne sonderpädagogischen Förderbedarf deutlich auszuweiten". Der Sozialverband urteilt jedoch über NRW knapp: "Politischer Wille nicht erkennbar."

Die Umsetzung der UN-Konvention wurde jedoch parteiübergreifend zögerlich angegangen. "Auf gutem Weg" sieht der Sozialverband lediglich Schleswig-Holstein (Schwarz-Gelb regiert) und Bremen (Rot-Grün). "Erste Schritte" seien noch in Hamburg (Schwarz-Grün) und Rheinland-Pfalz (SPD-Alleinregierung) zu erkennen. Auch der Behindertenbeauftragte der Bundsregierung, Hubert Hüppe, kritisiert: "Das Gutachten stellt klar, dass es nicht mehr um das Ob, sondern um das Wie eines gemeinsamen Unterrichts von behinderten und nicht behinderten Kindern geht - nicht in ferner Zukunft, sondern jetzt."

Lesen unter:
http://www.welt.de/die-welt/politik/article6022831/Gutachten-Behinderte-koennen-sich-in-Standardschulen-einklagen.html

Ohne Streß

und ohne Widerspruch und ohne sonst etwas bekam Johanna die Pflegestufe I, das geht aus der Mitteilung der KK hervor. Außerdem bekommen wir die Möglichkeit durch eine uns eingeräumte Summe, im Falle unserer Krankheit/Abwesenheit/dringender Termine Johanna von einem Pflegedienst betreuen zu lassen. Viele Engpässe gab es schon in den letzten 3 Jahren, da ich ab Johannas 8. Lebenswoche wieder berufstätig war. Es ist mir bewusst, dass ich, keine junge Mutter, bei Johanna noch ein paar Jährchen "mithalten" muss, um sie ins Leben zu begleiten. Solche Gedanken kommen jetzt im Winter immer öfter, besonders wenn man sieht, dass man (na klar, frau) manche Erkrankungen selbst brav "auf den Beinen" auskuriert und sich keine Zeit zur Heilung geben kann...
Diese entkräftenden Steßsituationen wollen wir versuchen, durch ein Betreuungsangebot zu mindern.

Nun werden wir uns auf die Suche begeben.

- Papa Tasche Garten!

Mit diesen Worten wurde Johanna am Nachmittag wach. Sie schlief im Auto auf dem Weg aus dem KiGa ein und wurde vom Papa schlafend ins Haus gebracht.
Aber eine wichtige Mitteilung hatte sie für mich, und zwar sobald sie die Augen wieder auf hatte:
Papa Tasche Garten!

Ich habe so getan, dass ich alles verstehe, obwohl ich nur vermutete, dass da irgendeine Tasche im Spiel sein könnte.
Ich sagte Johanna, dass wir uns gleich die Tasche anschauen werden.

Und wirklich - im Eingangsbereich hing ein Stoffbeutel, den der Papa noch gar nicht ausgepackt hat.
Darin waren Johannas Kunstwerke, die sie im KiGa gemacht hat. Stolz breitete sie alles auf dem Sofa aus.
Sie wollte uns DIESES Bild zeigen:Sie sagte mehrmals, dass Laura (eine KiGa - Freundin) bei dem Bild auch "dabei" war - danach muss ich die Erzieher fragen. Aber egal, wer an dem Bild wieviel mitgewirkt hat - das Bild haben wir an der besten Stelle im Eingangsbereich angebracht, jetzt laufen wir alle ein paar Tausend Mal am Bild vorbei. :-)

Die anderen Kunstwerke hat sie natürlich auch anbringen wollen, aber so viel Platz hatten wir doch nicht :-)

Maria musste auch alles bewundern.

Sonst sind das wirklich die ersten Blätter, die Johanna selbst als "Kunst" versteht - zuvor waren es halt bekritzelte Zettel...

Sprachlich geht es in kleinen Schritten voran.
Als ich Johanna heute für den KiGa anzog, schaute sie mich an und fragte: Mama auch Jacke? - sie wollte sich vergewissern, dass die mit dem Zeitplan etwas groszügigere Mama, und nicht der zack-zack-handelnde Papa sie in den KiGa hinbringt.

Wenn ich wissen möchte, mit wem sie gespielt hat, frage ich nicht etwa "Hast Du mit XY gespielt?", sondern ist Johanna langsam in der Lage, auf die Frage "Mit wem hast Du gespielt?" zu antworten. Es sei denn, ich werde den Namen des Spielkameraden auch erkennen - sonst ist sie natürlich über meine Nicht-Verständnis enttäuscht...

Dienstag, 26. Januar 2010

Theo, spann den Wagen an...

In den letzten Tagen passieren viele interessamte Dinge, die - wer weiß - eines Tages vielleicht die Schullandschaft in Deutschland prägen werden. Zwei kleine Spots der "Eine Schule für alle" sind eine kleine Revolution...
Nur im Moment denken wir an einen anderen Theo, der seinen Wagen nie, nie wieder anspannen wird... Unser bester Nachbar, älterer Freund und Berater, den man sich nur wünschen kann, ist gegangen...

Zu Ehren von Herrn Theodor W. wird es hier eine dreitägige Schweigepause geben.

Montag, 25. Januar 2010

Umwelt- und Arbeitgeberunfreundlich...

war unser heutiger Morgen. Das ganze anstrengende Wochenende, das man am liebsten nur beenden wollte, gab mir kaum Luft, mich auf meine Arbeit vorzubereiten. Johanna war krank. Impfung? Etwas Anderes? Was denn?,- wir haben das Haus nicht verlassen... Hatte sie bereits bei der Impfung etwas "dabei", was sich weiter entwickelte? Keine Ahnung...
Sie verbrachte ihre Zeit bei mir auf dem Schoß und quengelte ohne Pause.
Heute morgen war sie wieder fit. Soll sie in den KiGa gehen?
Wir wollten versuchen.

Nachdem ich, ziemlich gerädert wegen des wenigen Schlafs, nach 40 Minuten Fahrt im Schnee im Lehrerzimmer endlich stand, erreichte mich ein Anruf aus dem KiGa: Johanna geht es doch nicht besonders gut, sie sollte lieber abgeholt werden. Die Vertretung organisiert, die Fahrt zurück angetreten, das müde schlaffe Kind mit tränenden Augen abgeholt...

Nun schläft Johanna zu Hause und ich hoffe, dass sie ihre Krankheit bald überwindet.

Sonst habe ich 1,2 Stunden die Umwelt "umsonst" verschmutzt und die Kollegen zusätzlich belastet... das ist kein großes Output des Tages...


Ich wollte mindestens Einiges organisieren und die Karte eben sichern. Da die Kamera am Eingang (zugänglich) lag, kann ich mir wohl vorstellen, von wem diese Aufnahmen stammen können - diese Perspektive ist in unserem Haus nur für einen (kleinen) Menschen möglich...
Sie hat aber die Kamera wieder ausgeschaltet und zurückgelegt.

Samstag, 23. Januar 2010

Eine Impfung

Diese letzte Impfung brauchte Johanna, um ihren Hepatitis A - Schutz zu festigen.
Die nächste Reise ist zwar nicht geplant, aber wir haben uns zu diesem Schritt entschieden, um später nicht alles wieder neu anfangen zu müssen. Johanna schlief gegen 17:00 nach der Impfung ein, ich dachte, dass sie den Abend und die Nacht dann durchschlafen wird. Nichts davon. Um kurz vor acht stand das Kind unten und wollte am gemeinsamen Abend teilnehmen. Der Abend wurde dann aber etwas länger...

Donnerstag, 21. Januar 2010

Das!

Johanna trifft die Wahl.
Drei Saftpacks stehen auf dem Tisch.
- Johanna, möchtest Du trinken?
- Ja!
- Was denn?
- Das!

Das Wörtchen "Das" wäre schon längst fällig, es fehlte einfach in ihrem Gebrauch.

Sonst geht es mit ihrer Sprachentwicklung jeden Tag ein Stückchen weiter.
An einer roten Ampel sage ich: Es ist rot, Johanna! Die Mama steht. Johanna steht.
Johanna zeigt auf einen Bus. "Bus steht auch!"
Die Artikel sind nicht da. Ich hoffe, dass auch ein Artikel mal zum Vorschein kommt...

Und hier zeigt Johanna, wie eine Oma gehen soll - ich weiß nicht, wo sie das gesehen hat.

Mittwoch, 20. Januar 2010

Das erste Possessivpronomen?

Mein Papa da! - beim Einsteigen ins Auto sah Johanna im hellen Fenster noch den Papa, der heute von Zuhause arbeiten wollte. Mein - das ist doch schon eine ganz andere Dimension. Bin ich da nicht zu spät mit den Überschriften zu ihrem Fotobuch - "Johannas Tasche", "Johannas Jacke"...?

Aber dieses "meine" muss von Johanna kommen, das kann man nicht antrainieren...


Als wir im Eingangbereich des KiGa waren, sagte Johanna: "Nanna Garten! Mama tschüß! Mama arbeiten!".
Auch alles klar.

Dienstag, 19. Januar 2010

Nochmal zur Sprachentwicklung

Ich erklärte Johanna in der letzten Woche die roten und die grünen Ampellichter.

Heute Morgen brachte ich sie in den KiGa, ich war in meinen Gedanken versunken und stoppte automatisch, ohne eine große Ankündigung bei Johanna, an einer roten Ampel.

Mama, da rot! Da auch! Mama stehen!

Alles klar.

Montag, 18. Januar 2010

Nanna Garten!

Johanna will in den KiGa gehen, ich erkläre ihr, dass alle Erzieher noch gar nicht da sind, es ist zu früh... Wir müssen sehen, dass wir die Zeit anders nutzen, aber Johanna will nicht mehr aus dem Eingangbereich weg, sie möchte ja fahren!
Nanna Garten Mama! (Johanna geht in den KiGa mit Mama? - soll man das so verstehen?).

Beim Abholen habe ich etwas seltsames beobachtet. Johanna schubste ein anderes I-Kind, es fing an, zu weinen. Eine Erzieherin sagte, dass dies schon einige Male vorgekommen ist und dass der ängstliche Junge Johanna bereits aus dem Weg geht... Tja, da haben wir zu Hause etwas zu besprechen...

Sonntag, 17. Januar 2010

Ich habe auch einen Hund!

Auch wenn er aus einem Luftballon ist...
Ein neues Familienauto wird gesucht.
Das Autohaus lud zu einem Schautag ein, Kinderbetreuung inklusive.

Einige Momente wollte ich festhalten. Im Autohaus gibt es einen kleinen "Fluss" mit den Koikarpfen. Johanna hat sich das fliessende Wasser und die Fische und Steine angeschaut, alles genannt und uns gezeigt, aber sie ist weder nah zum Wasser gegangen noch hat sie die Fische anfassen wollen noch sonst etwas. Das war ein absolut adequates Verhalten eines 3-jährigen Kindes. Danach ging sie in die Spielecke, zur Rutsche, nahm sich einen Bobbycar. Sie wartete brav in der Schlange, als ein Luftballonkünstler kam und den Kindern etwas herausgezaubert hat. Johanna bekam einen Hund an der Leine, den sie stolz ausgeführt hat.

Samstag, 16. Januar 2010

Sie ist schön!

Ich dachte, es wird jemand anderes gemeint, auf jeden Fall nicht die Johanna. Während wir nach dem Einkaufen noch etwas essen wollten und auf das Bestellte warteten, ging Johanna auf eine kleine Entdeckungstour. Sie stand mit zwei anderen Kindern in der Ecke mit den Schaukelpferdchen und anderen Dingen. Ein dunkelhäutiges Kind sagte zu mir, als ich Johanna mitnehmen wollte : Sie ist schön! - und zeigte auf Johanna und ein anderes, etwa 4 Jahre altes Mädchen. Ich schaute auf das 4-jährige Mädchen mit einer modischen rosa Jacke und langen blonden Haaren. "Ja, Du hast Recht, sie ist wirklich schön", - antwortete ich dem Jungen. "Nein, nicht die! Die da!"- sagte das Kind und zeigte auf Johanna. "Sie ist wie eine Puppe!"
Na wenn Du das sagst...
Das 4-jährige Mädchen war beleidigt. Johanna hat nichts verstanden.

Danach half sie mir bei meinen gebratenen Nudeln und zeigte, dass sie immer besser aus einem Glas trinken kann. Danach durfte sie eine Runde auf dem Pferd "reiten". Vor dem Absteigen streichelte sie das Pferd und klopfte an dem Rücken, wie sie das früher nach dem Reiten gemacht hat.

Donnerstag, 14. Januar 2010

Die ersten Rückmeldungen

zu Johannas neuem Fotobuch:
bereits in der ersten Ergotherapie-Stunde konnte Johanna viel zeigen und dazu "erzählen", auch wenn sie nur die Fragen beantwortet hat.
Für mich ist es interessant zu sehen, wie Johanna reagiert, wenn sie sich auf den Fotos sieht und über die Ereignisse und Situationen reflektiert. Einige alte Fotos haben geholfen, Erinnerungen zu wecken - über Vieles wusste Johanna noch bescheid, was ich längst für Vergessenes hielt.

Mittwoch, 13. Januar 2010

38 Monate. Wachstumsdaten.

Johanna ist 3 Jahre und 2 Monate alt geworden, 38 Monate also.

Sie wiegt 13,7 kg und ist 91 cm groß im Stehen, beide Parameter blieben auf dem letzten Stand.

Der Kopfumfang ist 47 cm, keine Veränderung.
Sie trägt Kleidung in den Größen 86-92, allerdings sind alle Sachen mittlerweile zu kurz, wir müssen langsam in die nächste Größe wechseln.
Sie trägt Schuhe in den Größen 23-24, der Fuß selber hat die Größe 23, aber einige 23-er Schuhe passen immer noch.

Im letzten Monat hat Johanna einen enormen Schub im sprachlichen und im kognitiven Bereich gehabt. Der Wortschatz hat sich verdoppelt? verdreifacht? - das ist im Moment sogar schwer abzuschätzen. Sie begriff viele neue Dinge und Abläufe. Sie hat mit dem ersten bewussten Spiel angefangen, mit Memory, sie hat den Ablauf verstanden, die Karten werden nach und nach aufgedeckt, alles bleibt schön auf dem Tisch liegen, nichts wird geworfen, die Paarenkarten bekommen "ihre" Plätze und nicht irgendwelche... Sie spielt mit großer Begeisterung "Tisch decken" und "Tee servieren". Sie entdeckte ihr Interesse an den Büchern - so wie man sich das bei den kleinen Kindern vorstellt. Abend vor dem Schlafen wird vorgelesen, gesungen, in den Büchern geblättert. Die GUK-Karten (nur Bilder und Wörter) sind jeden Tag im Einsatz, sie fragt nach ("Nanna Karten?") und zeigt oder lässt von uns zeigen und nennen. Die Wörter "Ei", "da", "Teddy" und "Papa" erkennt sie, wir müssen uns an dieser Stelle mehr Gedanken über die Struktur unseres frühen Lesens machen. In diesem Monat bekam sie ihre Schuheinlagen und hat sie gut akzeptiert. In diesem Monat verschwanden ohne unsere große Wirkung ihre aufgerissenen Mundwinkel, wir hoffen, dass dies dabei bleibt. Sie ging zum Friseur und verhielt sich dort vorbildlich. Ihr Sozialverhalten mit uns in der Familie ist bemerkenswert, sie ist sehr aufmerksam und fürsorglich, soweit sie das kann. Sie fing an, Wahl zu treffen, sobald sich Varianten anbieten. Sie fing an, rote und grüne Ampeln zu bemerken und zu kommentieren (natürlich nach mehreren Bemerkungen meinerseits). Das sind die wichtigsten Veränderungen des vergangenen Lebensmonats.

Dienstag, 12. Januar 2010

Ein Geburtstagsgeschenk

zum 38. Monatsgeburtstag.
Johanna ist morgen 3 Jahre und 2 Monate alt. Sie erlebt, dass die Kinder im KiGa viel erzählen - von ihrem Zuhause, von den Geschenken, von den Ferien... Johanna hat auch einen großen Mitteilungswunsch, aber sie kann nichts erzählen.

Sie bekommt morgen ein Buch, das sie ab sofort immer begleiten wird. Das Buch ist dick und schwer, man braucht natürlich einen Buchträger, aber den hat sie bis jetzt immer dabei :-)
So sehen die Seiten aus: alle möglichen Momente aus Johannas Leben als bunte Bilder, unterstützt durch kurze Unterschriften.
Das sind mehr als 100 Seiten, es gibt Bereiche "Familie", "Essen", "Urlaub", "Kindergarten", "Im Haus" etc.
Das Buch soll Johanna helfen, ihren lieben Menschen etwas von ihrem Leben zu berichten, ihre Lieblingssachen zu nennen und zu zeigen oder darüber ins "Gespräch" kommen. Unser Logopäde und die Ergotherapeutin können das Buch natürlich auch einsetzen, um ein "Plauderchen" mit Johanna eventuell zu halten.
Ich berichte dann, was daraus geworden ist.

Ein "langer" Satz...

..., der eigentlich noch kein vollständiger Satz ist, weil nur aus Substantiven besteht...

Im Auto auf dem Weg zum KiGa fragte Johanna:
Mama Nanna Garten Brot Wurst?
Sie fragte wirklich, die Intonation passte unmissverständlich nur für einen Fragesatz. Das letzte Wort war besonders betont.
Sie wollte fragen, ob ich für Johanna für den Kindergarten ein Brot mit Wurst eingepackt habe. Als ich mit "Ja, natürlich!" geantwortet habe, erwiderte sie mit "Oh, Ja!", was für sie in letzter Zeit "wie schön" bedeutet.

Als ich sie aus dem Wagen herausnahm, sagte sie "talt"... ("kalt")
Als sie den netten Praktikanten vor der Gruppe sah, sagte sie "Nannes" (er heißt Johannes)...

Samstag, 9. Januar 2010

Nochmal 12!

Maria hat mit ihrem "ungünstigen" wirklichen Geburtstag immer wieder die Chance, sich mal einen Sommergeburtstag, mal einen Herbstgeburtstag zuzulegen... zum Nachfeiern natürlich... Diesmal gibt es einen Wintergeburtstag.
Den Kuchen hat das große Geburtstagskind selber dekoriert, das Menü wurde abgesprochen und eingekauft - es kann losgehen!Und nun sitzen 13 Mädchen in unserem großen Zimmer, das plötzlich gar nicht so groß vorkommt. Der Schnee wird wohl kaum erlauben eine Rally wie gedacht durchzuführen, aber einen kurzen Spaziergang im Schnee zum Schlittenhügel konnten wir uns vorstellen. Erstaunlicherweise konnten wir mit unseren Mützen-Handschuhen-Schals-Vorräten eine kleine Armee ausstatten, die Schlitten in der Nachbarschaft ausgeliehen - und es ging los!

Auch hier war Johanna dabei.

Danach mussten die Eltern sehen, dass sie schnell nach Hause kommen und den Backofen anschmeißen...
Dieser Schneeoverall Gr. 98 war bereits antik, als unser Riesen-Kleinkind Maria ihn mit 2 Jahren getragen hat - ich fand ihn im Keller. Johanna passt er nur knapp, aber es ging noch. Sonst fand ich diverse Schneesachen in den Größen 110,116,122, 128...........152, 164, 170........... alles ungefähr ein bis zwei Mal getragen - ob man hier überhaupt noch so viel Schnee je sehen wird, dass wir diese Sachen brauchen?

Einen neuen Haarschnitt

bekam Johanna heute dank Papas Einsatz. Er ist mit ihr trotz Schneefall in die Stand gefahren und sie zum Friseur gebracht. Noch gestern sah Johanna viel zu verwachsen aus, die ganzen Pullover ließen die langen Haare zu Berge stehen, es war nicht schön... (hier hat Johanna ihre Krone aus dem Schwarzlichttheater an - sie war ja "der Engel, der brachte das Licht hinein", die Krone durfte sie behalten)Und heute Mittag sieht alles viel organisierter aus:
Nun kan der Tag losgehen: heute feiert Maria ihren Geburtstag nach, die Freundinnen sind schon so groß, dass man das nicht mehr "Kindergeburtstag" nennen kann :-)

Freitag, 8. Januar 2010

Endlich Memory!

Endlich! Johanna entdeckt seit ca. einer Woche das Memory - Spiel. Es wird natürlich in der vereinfachten Form gespielt - die Kärtchen werden nach und nach ausgebreitet, dann werden die Paarenkärtchen herausgeholt und es wird geschaut, wo welches Paar "zusammenkommt".Johanna möchte immer, dass Maria mitspielt. Erst werden die Karten ausgelegt -
- jetzt such die "Ball" - Karte ihren Doppelgänger...
Da liegt jetzt der Ball!
Na, wo ist denn das Schiffchen?
Da ist es! (ganz links ein kleines Segelschiffchen)
Ich verspreche mir, wenn Johanna in einigen Monaten mit diesem "Paar-Prinzip" vertraut wird, unsere Übungen im frühen Lesen auf dieses, etwas höhere Niveau, zu bringen und eine neue Runde zu starten.

Ein "Winterschlaf"?

Das hatten wir noch nicht... Johanna schlief am späten Nachmittag am Donnerstag im Hochstuhl ein. Wir dachten, dass sie nur eine kurze Zeit braucht, deshalb ließ ich sie in der kalten Küche weiter schlafen.
Danach habe ich sie mit ins Zimmer genommen - sie schlief weiter...
Wir konnten sie nicht aufwecken, sie schlief so um 14 Stunden am Stück und ich hatte viele Gründe für Unruhe, ich mag sie nur nicht nennen...

Donnerstag, 7. Januar 2010

Das Kinderbettchen gibt es nicht mehr,

ich habe es abgebaut und wir wollen es verschenken, da die anderen Kinder ihre eigene Geschichte anfangen wollen. Leider hat das umgebaute Bett keinen Schutz vorn, etwas müssen wir uns noch bauen, damit sie nachts nicht herunterkullert.

Nach und nach nimmt Johanna ihr neues Zimmer und das neue Bett in Anspruch. Die Puppen werden schlafen gebracht, dann legt sich die neue Zimmerherrin selber zum Mittagsschlaf hin.
Ich räume nach und nach die Sachen ein, aber ganz vorsichtig, wirklich die Sachen, die sie gern hat. Wir haben Vieles aussortiert und werden das weiter geben, vor allem unser ganzes Förderspielzeug für kleinere.Ein Recorder ist bei Johanna aber eingezogen, da sie sehr gern Kinderlieder hört und dabei tanzt und viel nachahmt. Ihre Sprachentwicklung hat im Moment ein rasantes Tempo - natürlich spielen wir dabei in "unserer" Liga, aber das ist egal: die Wörter Jacke, kalt, Schnee, mehr, trinken, sitzen, Haare, Clara, arbeiten, Barbara, Wurst, Käse, Brot, Kreis, Tasse, Tasche, Bus, auch etc. sind für uns gut zu verstehen (für uns - betone ich, weil ich merke, dass ich selber andere Kinder nicht sofort verstehe, so kann ich von der Umgebung das auch nicht schnell erwarten).

Ist sie gewachsen?

Ich ziehe Johanna für den KiGa an. Die Jeans und die Jacke, beides in der Größe 86-92, sind irgendwie knapp,die Hose ist ein wenig nach unten gerutscht, sonst sieht man die Knöchel...
Viele sagten mir in den letzten Tagen, dass Johanna größer wurde. Ich bin gespannt auf das messen- Wiegen am 13.01., zu ihrem 38. Monatsgeburtstag.

Mittwoch, 6. Januar 2010

Ein paar "Sportbilder"

Johanna lächelt hier freundlich, aber das ist nicht immer so: in der letzten Zeit lebt sie ihre Trotzphase auch während der KG aus, sodass viel Geduld nötig ist, um sie zu gezielten Übungen zu motivieren.
Es werden verschiedene Varianten für den Handstand geübt.
Es könnte langsam besser werden.

Noch zu klein...

Johanna beobachtet in Kindergarten, dass die Kinder ihre Sachen selber holen. Gegen 14:00 kommen die Eltern, die Erzieher sind da, einige Kinder fangen an sich anzuziehen. Johanna wollte das offensichtlich auch tun - ich sah beim Hineingehen, wie sie sich alles zurecht gestellt hat, um an den Haken zu kommen. Erst versuchte sie, die Tasche abzunehmen...Hi Maria!
Wir haben Johanna gelobt, sie wollte es nochmal versuchen, jetzt mit der Jacke -
aber sie muss doch noch ein wenig wachsen... vielleicht schafft sie es im Frühjahr?
In einer Woche hat sie wieder ihren Monatsgeburtstag, dann wird gewogen- gemessen...

Zum Thema Bilder im geschenkten Bastelkalender: das Bild, das man in einem Kasten mit Murmeln und Farbe erstellt, hat sie mit einem Praktikanten gemacht, und zwar Vieles wirklich alleine - das habe ich nachgefragt.
Die nächsten Sätze kann der Leser gern als (Schleich) Werbung verstehen:
In unserem Kindergarten übrigens sind vier männliche Personen tätig :-) - das hat keins unserer Kinder in deren KiGaLaufbahn genossen!

Dienstag, 5. Januar 2010

Ein kleiner Rückblick

zu Johannas aktuellem Stand.

Eine Studie zum Thema Entwicklung soll dies nicht werden, ich beschreibe einige Situationen, die uns überrascht haben. Zum Analysieren/Nachdenken/Überlegen hatte ich kaum Platz in meinem Alltag, ich werde nur meine Notitzen abarbeiten...

Vor drei Jahren saßen wir im Winter mit einem Baby vor dem Kamin, und riefen allen möglichen Menschen im Haus hinterher: "Bitte, die Tür zu!". Die Wärme floß einfach heraus in das kalte Treppenhaus und wir dachten, das DIESES Kind nie verstehen wird, dass man die Tür zumachen muss. Jetzt sind wir drei Jahre weiter. Johanna, Tür zu! - und sie tut es einfach.

Keins der älteren Kinder mochte Dunkelheit. Das dunkle Treppenhaus war in der Nacht ein Hindernis hoch drei. An einem der Tage saßen wir Eltern unten. Kurz vor 12 in der Nacht klopfte es an der Tür. Mama, hi! Johanna wurde wach und ist kurzerhand zu uns nach unten gekommen, das absolut (zu dieser Tageszeit mit Rollos gesichert) dunkles Treppenhaus mit der Rundtreppe und vielen ungleichmäßigen Stufen waren für sie kein Problem. Sie verputzte mit uns einige Mandarinen, kommentierte das Programm über die Geschichte Trojas (Haus, Aua!, kaputt!) und ließ sich wieder ins Bett bringen.

Der Tisch wurde zig mal ab- und eingedeckt, Johanna war immer dabei. Johanna, bringst du vielleicht dieses Weinglas zum Tisch? - und sie tut es einfach.

Wir essen Mandarinen. Ich schäle, teile, alle essen. Johanna bekommt auch ein Stück nach dem anderen. Hast Du schon alles aufgegessen? So schnell? - Nein, das hat sie nicht, sie ist überall hingegangen und allen ihren lieben Menschen ein Stückchen gegeben. Unsere anderen Kinder haben das auch gemacht, aber nicht in dem Maßstab.

Johanna möchte in den KiGa. Es sind aber Ferien... "Nanna Garten! (Johanna möchte in den KiGa!) Mama Nanna Garten! (Die Mama bringt Johanna in den KiGa!)" Johanna geht zur Garderobe, zieht an ihrer Jacke. Als ich zu ihr komme, zeigt sie auf meine Jacke, zieht an meinem Ärmel - "Nanna Garten!". Am letzten KiGa-Ferientag erklärt maria, dass man noch einmal schlafen muss. Nach dem Mittagsschlaf wird Johanna wach. "Nanna Garten?" Wie soll ich ihr schon wieder erklären, dass nur der Nachtschlaf zählt...?

Johanna wiederholt viel. "Spaß", "Teich", "mehr", "Haare", "Mund", "Fuß" - plötzlich kann man nicht mehr hinterher zächlen. Die Sätze werden zahlreicher, sie sind nach wie vor einfach, aber es sind viele. "Hase ist da!" "Mama da" "Nanna auch Prosst!" "Da auch aua!" "Papa arbeitet" "Nanna auch arbeitet" "Garten gehen!" "Mama kitzelt". Der letzte Satz war "Mama lieb!" - das haben wir uns nicht mal träumen können.

Sie macht auch viel Quatsch. Es geht so schnell, dass ich nicht schnell genug aufräumen-putzen-aufwischen kann. Ein kurzes Telefonat bei Mama zum Ende des Frühstücks - Johanna macht sich "an die Arbeit": den Drehverschluß auf der Milchpackung aufgemacht, die Tüte hingelegt und beobachtet, wie sich die Milch unter den noch nicht abgeräumten Tellern verteilt...
Ich habe es noch nicht geschafft, den Milchsee "aufzuarbeiten" - Johanna kommt mit einem "wichtigen" Gesicht. "Mama, da! Da Ei!" - Ja, im Flur liegt auf dem Boden ein ausgelaufenes Ei, daneben liegt ein Löffel - sie hat sich ein Ei geholt und wollte es offensichtlich verspeisen...
Johanna, wir putzen das Ganze weg und gehen malen. Ins Zimmer gekommen, die Stifte ausgepackt - und sofort die Tapete bemalt... Das kann man noch lange aufzählen. Einsichtig ist sie schon. Wenn man schimpft, macht sie dann ein beleidigtes Gesicht, schmollt ein wenig... und es bleibt die Hoffnung, dass sie das mit dem ganzen Quatsch nicht weiter betreibt...

Sie liebt kleine Rituale. Beim Einschlafen werden erst die Sterne auf der Decke angestrahlt, damit sie in der Dunkelheit leuchten. Der Schnuller wird gesucht und gefunden, das Kissen zurechtgemacht... Sie möchte beim einschlafen meine Hand halten - so ist es "sicherer". Und so bleiben wir in der Dunkelheit und beobachten eine Weile die Sterne. "Stern" -das kann sie sogar sagen.

Sie fängt an, eine Wahl bei alternativen Varianten zu treffen. Ich stellte früher zwei Packungen Saft auf den Tisch und sie sollte sagen, welchen sie möchte. Oder aus zwei Wurstsorten, aus zwei Puppen, zwei Büchern wählen. Heute war der endlich der erste Kindergarten - Tag. Eine dickere braune Jacke habe ich morgens ausgelegt. Johanna geht zur Garderobe und zieht am Ärmel ihrer roten Jacke. "Mama, das!"

Johanna hat die Namen der Erzieher wirklich drauf. Sebastian wie "Astia", Heike wie "Keiike" und Maren wie "Aaren" - ich hoffe, die Erzieher werden nicht enttäuscht. Auch einige Kindernamen konnte ich heraushören.

Das sind nun unsere kleinen Schritte.
Heute habe ich das Kinderbett abgebaut. Johanna kann endgültig in ihr neues Zimmer einziehen. Aber es ist so kalt in der Nacht, ich denke, dass ich noch eine Weile die Kleine bei mir haben werde.

Sonntag, 3. Januar 2010

Doch noch eine Chance!

Der Schnee ist nicht geschmolzen, es fiel noch mehr Schnee! Wir gehen nochmal zum Schlittenhügel!... aber jetzt mit zwei Schlitten...
Die Stadt sieht von hier ganz verändert aus, der Schnee ist noch ganz frisch und es schneit weiter!
Nach unten ging es noch einigermaßen munter -
zurück wird ein sehr müdes Kind gezogen...

Zum Ende findet Johanna, in Mamas Handschuhen die Hände versteckt, doch gefallen am Schnee - sie versteht, dass er lecker schmeckt!
Hier nochmal - ausnahmsweise mit Mama, wer weiß, wann ich wieder einen anderen Fotografen finde...
Hier habe ich Johanna einige Minuten beobachtet - wie genau sie andere Kinder beobachtete. Johanna hat eben selber Applause von uns bekommen, als sie alleine mit dem Schlitten herunterfuhr. Jetzt schaut sie auf zwei kleine Mädchen, die alleine mit dem Schlitten unterwegs sind...
...die Mädchen fahren gerade herunter... stoppen...
In der nächsten Sekunde klatschte Johanna mit ihren vereisten Handschuhen und strahlte die Mädchen an. Sie haben Johanna nicht verstanden...

Auf dem Weg nach Hause ist Johanna fast umgekippt vor Müdigkeit. Ich musste sie hinlegen.
Nein, Mama, nicht hinlegen, ich schlafe nicht!
Ich habe eine interessante Sache beobachtet: unser Schlitten hat keine Rückenlehne, es ist schwer, darauf zu sitzen. Die Schnee ist nicht überall gleichmäßig. Johanna hat keine langen Arme, um sich gut festhalten zu können. Vor allem beim Anfahren gab es immer wieder einen Ruck, den sie ausgleichen musste, um sitzen zu bleiben... Das Ganze hat sie körperlich ganz toll gemeistert, die Basis dafür wurde bereits vor drei Jahren in der KG gelegt, ob in einem Tuch hängend oder auf dem Trampolin mit-hüpfend, danach gab es ja noch die Hippotherapie und überall musste man mal "anfahren", mal "bremsen". Jetzt freut man sich, dass man damals alles gemacht hat.