Johanna steigt in den Kindergarten ein

Lilypie Fourth Birthday tickers

Dienstag, 12. Juli 2011

Für Mia

Da war ein bunter Schmetterling......und eine Steinwüste...


...Die Steine der Erinnerung sind immer noch da...

Brummbärs Erbe...

Vor 10 Jahren war Maria in einer Trotzphase. Eine kurze Fahrt mit dem Bus war schon eine Herausforderung.
Ich bat sie, nicht herumzuhampeln.
Das 3,5-jährige Kind sprach laut und deutlich aus: Du bist eine Frau! Und alle Frauen sind böse!
Wer Disneys Schneewittchen kennt, weiß, wann, von wem und in welchem Zusammenhang dieser Satz gesagt wird.

Man braucht nicht drei Mal zu raten, wohin wohl die ganzen Passagiere geschaut haben - in den Blicken viele Fragen, u.a. nach dem gestörten Verhältnis Mutter- Tochter etwa? Na super...

Nun ist es Johannas Zeit, das Märchen vom Schneewittchen für sich zu entdecken. An Trotzphasen mangelt es bei uns nicht. Wir bekamen den Film ausgeliehen und Johanna wurde verpflichtet, sich den Film vor der Aufführung im Kindergarten anzuschauen. Das hat sie gemacht. Drei Mal in einer Woche.

Ich bringe Johanna ins Bett. Sie hampelt und will trinken, spielen, Buch lesen... Ich versuche, ihre soziale Ader zu treffen: Johanna, ich bin heute sooooo müde, ich muss nun endlich auch eine Pause machen können...!
Johanna, mein 4,5-jähriges Kind, schaut mich an.
- Weiber!



...Nun hat man was davon...

Montag, 11. Juli 2011

Sie kann!

Als ich Johanna abholen wollte, sprach mich ein Junge an, dessen Mutter uns ein kleines Laufrad ausgeliehen hat.
Suchts Du Johanna? Sie ist mit dem Laufrad unterwegs! Jaaa (weil ich ungläubig schaue)! Sie kann das!

Eine Erzieherin kommt mir entgegen. Johanna kann Laufrad fahren!

Mensch, das ist ja eine tolle Nachricht!

Johanna, wir fahren ganz schnell nach Hause, Du kannst allen zeigen, was Du gelernt hast!

Leider schlief das Kind ein, man musste sich gedulden, aber dann... dann konnte sie es plötzlich!

Sonntag, 10. Juli 2011

Dieses Altglas...

Das Foto ist nicht spektakulär. Wir hatten schon bessere Umgebung gehabt.
Für Johanna und für uns ist das ein Meilenstein: sie ist schon so groß, dass sie die Flaschen alleine reinwerfen kann!Das Sortieren müssen wir noch üben...

Samstag, 9. Juli 2011

Klein und groß...

Es gab einen spontanen Ausflug in den Zoo. Zwei Stunden Zeit und drei Jahreskarten - was braucht man sonst?
Im Streichelzoo kann man Nachwuchs bewundern,etwas wirklich noch ganz kleines... Johanna war entzückt und lerne das Wort Zicklein.

Natürlich waren die zwei Stunden für Johanna viel zu wenig, sie wollte nicht weg gehen und protestierte ganz massiv... Wir konnten sie mit einem sehr großen Tier locken...

Plötzlich sah ich Johanna ein Kind grüßen. Mein Gesicht mit meiner Verwunderung war bestimmt ziemlich transparent - die Mutter des Kindes grüßte uns. Natürlich kennen sie Johanna - aus dem KiGa. Ich konnte mich nur entschuldigen - wir sind bekannt wie ein bunter Hund, aber selber sind wir offensichtlich nicht in der Lage, uns alle Kinder- und Elterngesichter zu merken...

Nicht getroffen...

In einem Cafe in Osnabrück, haben wir gesagt bekommen, können wir einen jungen Mann nit DS erleben, der als Kellner arbeitet. Das Cafe wurde als eine Stelle für s.g. ausgelagerte Arbeitsplätze der Heilpäd. Hilfe Osnabrück geöffnet.

An diesem Morgen war Keiner mit einem gewissen Extra im Dienst...
Dann müssen wir wohl noch einmal kommen...

Aber ohne Eis gehen wir nicht weg.
Johanna bekommt ein Eis, wie es hier serviert wird: eine Kugel liegt im Schälchen, daneben liegt eine Waffel. Johanna griff nach dem Waffelhörnchen. Es war leer! Die Kugel blieb ja liegen. Kurzerhand setzte Johanna die Waffel auf die Kugel und drückte kräftig drauf.
Zack!
Die Kugel wurde in die Waffel gepresst -
ein feierlicher Blick -
und .... es wird genossen!Unsere Blicke fixieren Bodenfliesen, die ziemlich rutschig sind, eine nicht besonders gepflegte Toilette, kahle Wände, einfache Tischläufer, einfache Menükarte... Wofür man sich so interessiert...

Betreut

09.04.2011

Als Johannas Großtante plötzlich mit einem gebrochenen Bein nicht mehr zur Verfügung stand, bekam ich Panik: wie soll ich an diesem Samstag das angekündigte Seminar in der Schule leiten, wenn keine Betreuung da ist?
- Warum melden Sie Johanna nicht bei der Kinderbetreuung, die für die teilnehmenden Eltern angekündigt wurde?
... Ja, warum eigentlich nicht?
Kurzerhand ließ ich Johanna in die Interessenten-Liste eintragen.

Am Morgen standen wir, zwei Frauen, vor den Räumlichkeiten, in denen die Betreuung stattfinden sollte. Zeit für einen großen Abschied und eine längere Eingewöhnung hatten wir nicht. Die jungen Damen, drei Oberschülerinnen, kamen wenige Minuten vor dem Beginn. Also, Johanna, ab ins kalte Wasser!

Es ging alles ganz toll. Johanna fand einen kleinen Mitspieler und verbrachte die ganze Zeit in der Spielküche. In der Mittagspause ging ich mit Johanna in die Schulküche. Sie verputzte einen ordentlichen Teller Risotto und fühlte sich so, als ob sie immer schon dort heimisch wäre.Danach spielte sie auf dem Spielplatz des Kindergartens und verbrachte mit anderen Kindern eine schöne Zeit während der weiteren Stunden des Seminars...
Ganz zufrieden kamen wir beide nach Hause: das Seminar wurde "gerettet", Johanna zeigte eine große Flexibilität und Anpassungsfähigkeit, sie zeigte ihre guten Umgangsformen und ihre sozialen Kompetenzen.

Johannas Status zum heutigen Tag...

02.05.2011

Einige kleine Momente zeigen, was Johanna wirklich wahrnimmt und was sie schon kann...

Johanna ist wach und kommt nach unten. Papa ist schon länger wach, er hat seinen Helm in der Hand. Johanna sagt: "Ich auch Brötchen holen!" - sie ordnet Papas Vorhaben zu.

Sie ist bereit, sich ganz schnell umzuziehen, um mitzufahren. Es ist kalt, und die Fahrt mit dem Roller fällt aus - Johanna hat heute morgen leider ein dickes rotes tränendes Auge. Sie will trotzdem mit, sie möchte einen Keks bekommen (es gibt noch Bäckereien mit einem umsonst-Keks für den jungen Kunden). Leider sagt sie in der Bäckerei ganz laut und fordernd, dass sie einen Keks will. Und bekommt keinen. :-(

Als Papa mit ihr zum Auto geht, sagt sie plötzlich "andere Seite!" und zieht ihn dorthin. Der Papa hat übersehen, dass der Kindersitz woanders ist.

Es muss entschieden werden, wie man heute dem Auge helfen kann... Natürlich gibt es einen Notdienst... Wir versuchen erst mit einer klassischen Spülung: mit dem frischen Schwarztee. Es hilft ein wenig, wir warten ab. Am Nachmittag wird alles nur schlimmer, wir müssen zum Arzt. Zum Augenarzt? - fragt Johanna.

Die Praxis liegt in einem anderen Stadtteil. Man spricht auch türkisch... Es gibt kein Spielzeug im Sprechzimmer. Johanna fragt: " Mama? Buch? Buch vorlesen?" Nein, Bücher gibt es auch nicht... Johanna benimmt sich bei der Untersuchung vorbildlich, hält ihr Tshirt hoch, als die Lunge angehorcht wird. Wir bekommen ein Rezept und müssen in einer Notapotheke (schon wieder in einem andern Stadtteil) die Augentropfen holen. Als ich Johanna ins Auto packen möchte, ruft sie laut: "Mama! Nicht fahren! Da! Da! Apotheke!" Ich drehe mich um - tatsächlich, auf der anderen Straßenseite steht eine "A" für Apothekenparkplatz. Ich habe sie gelobt, dass sie richtig erkannt hat - aber fahren mussten wir trotzdem...

Nachdem die Operation "Keks" am Morgen gescheitert war, wollte Johanna diesmal nichts dem Zufall überlasssen. Sie wollte an der Apotheke aussteigen und war bereit, mit mir vorbildlichst an der Hand über die Straße zu gehen. Sie wollte unbedingt das Rezept selber ins Fenster reichen und sagte "Bitte!" . Sie war für dieses vorbildliche Benehmen reich belohnt. Leider war der Weg nach hause viel zu lang, die Schwester bekam nichts ab...

Zwei Mal am heutigen Tag ging Johanna alleine in die Toilette, schloß sich dort ein (man hofft ja immer, dass sie auch aufschließen kann) und rief nach uns, als sie Hilfe beim Anziehen brauchte. Sonst geht es mit unserer Sauberkeitserziehung eher holprig...

Am Nachmittag hat Johanna eine Idee. "Mama? Fahrrad! Fahrrad fahren! Stadt fahren! Sitzen. (zeigt, wie sie im Kindersitz hinter mir sitzen würde). Fahrad stellen. Zack! Abschließen! Dann... Dann... Eiscafe... Ein Schälchen! Vanilleeis! Papa auch! Maria auch! Alle fahren!" Tja, leider mit einem solchen roten Auge und daraus resultierenden Schnupfen will ich mit ihr gar nicht in den windigen Nachmittag hinaus... Ich muss sie erstmal vertrösten... Das rote Auge bleibt. Mit viel Gewalt leider müssen wir die Tropfen geben. Aber im Moment geht es bei alles Dingen so: ob Kämmen, ob Fönen, ob Haare schneiden...

Am Abend, bei einem Spaziergang "um den Pudding", ist sie plötzlich verschwunden. Ohne sich etwas dabei zu denken, ist sie durch das halboffene Tor eines Gartens gegangen - und verschwand hinter den Büschen... Jo... Papa musste Johanna "festnehmen" und erklärte ihr, dass alle Grundstücke GRENZEN haben. Er zeigte ihr einige Vorgärten, bei denen die Grenze gut sichtbar war. Auf Papas Schultern ging es weiter. Johanna schaute immer nach unten. Sie zeigte auf die Pflastersteine: Papa? Da Grenze? Da auch?

Gute Besserung, rotes Auge!

Frühe Brötchenbäckerei

20.04.2011

Die letzten Tage vor Ostern sind immer aufregend. Egal, wie tief oder religiös man diesem Fest begegnet, - es hat etwas aus der ursprünglichen, menschlichen Freude über den Frühling mitgenommen. Es wird gefeiert, ob christlich oder anders...

Am frühesten Morgen duftete es schon in unserem Haus - und nun haben die Brötchen kleine Reisen zu machen, bevor sie "mitfeiern" dürfen.

Ein Korb Brötchen wurde schnell verputzt - am Nachmittag zeigt mir Johanna den leeren Korb.

Sie nimmt in der letzten Zeit ihre Puppe mit - man sieht, ohne Kleider etc. - sie ist schon ziemlich alt, das Waschen bringt nicht mehr viel - aber Johanna will sich von der Puppe nicht trennen...
und vom Kindergarten will sie sich auch nicht trennen. Am liebsten wäre sie noch ein Stündchen geblieben - das Abholen ist jedesmal etwas problematisch...
Ich muss mich ja freuen, dass sie so gern dort ist - sage ich mir immer, wenn ich ein weinendes Kind doch endlich ins Auto packen muss...

Heute ging es etwas leichter: ich habe versprochen, dass wir basteln werden, und es wurde alles Notwendige am Vormittag besorgt. Nun schmückt eine Menge bunter Kücken unser Zimmer, Ostern kann kommen!

PS. Johanna ist momentan in einer Trotzphase, diese ist noch nicht so lang und zermörbend und ich hoffe, dass sie nicht so werden wird.

Frohe Ostern!

veröffentlicht mit Verspätung
24.04.2011

Die Sonne ist noch nicht wirklich hoch, es ist sehr früh - aber der Papa hat heute Dienst, deshalb werden wir heute sehr früh frühstücken. Die Hasen waren schon reichlich da, sie brachten viel zu viel mit :-)Die "Eier-Kämpfe" finden wieder mal statt...
Am Nachmittag gab es eine Fahrradtour. Zu diesem Gebäude... Diese Tür wird wohl bald anders aussehen, aber sie wird viele Jahre das Ziel unserer täglichen Fahrten werden.

Werkspionage und etwas zum Lächeln

08.04.2011

Am frühen Nachmittag sind Mama und Papa mit vielen technischen Dingen beschäftigt gewesen, was Johanna sehr langweilig vorkam. Es ging um Lichter und Leuchten... Die Firma ist auf einem neuesten Stand im Energiesparen. Um einigermaßen ruhig sprechen zu können, musste ich Johanna beschäftigen... womit denn..? ah, nimm´ doch Papas Handy... Während wir uns unterhielten, schaltete sie die Kamerafunktion und machte einige Aufnahmen der Ausstattung, was dem Firmenchef eher nicht passte. Ich habe versichert, dass wir alles sofort löschen werden.
Dass wir Johanna dafür extra mitgenommen haben, glaubte er uns nicht. :-)))))

Aus dem Fenster der Firma hat Johanna eine Lichtwerbung gesehen und hat diese, ganz richtig, als eine Eis-Cafe-Werbung zugeordnet. Das war eine willkommene Abwechslung nach den langweiligen Firmenräumen... Das Cafe hatte eine Kinderecke und einen "Parkplatz" für die Kinderfahrräder. Johanna ging dorthin...
Tja, man merkt, dass sie das nicht so genau nimmt - meins, deins... - sie nahm sich einen Roller, wie sie dies im KiGa tut...
Natürlich mussten wir sofort verbieten etc. - leider kann Johanna überhaupt nicht mit einem Roller fahren - und schon gar nicht wegfahren, wie die Besitzer sich dachten...

Wir kamen nach Hause. Wir standen im Eingangsbereich und ich half Johanna, die Jacke auszuziehen.
Sie schaute mich an.
Sie hat sich an etwas erinnert!
Heute Morgen stand ich an der gleichen Stelle und knöpfte die gleiche Jacke zu. Ich sagte, ich muss schnell zum Arzt, deshalb geht sie mit Papa in den KiGa. Sie hat sich erinnert!
- Mama? Arzt? Du? Gut?
Ohne alle Familienmitglieder sofort der Nicht-Aufmerksamkeit zu bezichtigen, muss ich sagen, dass Johanna die einzige war, die mir diese Fragen gestellt hat. Soviel zum Thema soziale Kompetenzen.


Johanna gehört zu der Hälfte der Bevölkerung, die ihre Zungen rollen kann. Papa kann auch, Maria kann es, Oma kann es... Nur Mama kann es nicht...

Johannas schwarzhaarige Puppe heißt Juana, sie spricht Spanisch oder Deutsch mit Akzent. Johanna verabschiedet sich, sie spricht auch für ihre Puppe:
-Hasta la vista!


???????

Was brachte es, dass Maria im Spanischunterricht die richtige Form gelernt hat? - die Stimme vom Terminator hat sich offensichtlich tiefer eingeprägt, bei allen...

Inklusion in Niedesachsen

...veröffentlicht mit Verspätung...

22.06.2011


Unsere älteren drei Kinder bekamen und bekommen eine exklusive Schulbildung. So kann man die Sache ja auch sehen. Auserwählt/abgesondert, genossen sie im geschlossenen Rahmen ihr auf weitere akademische Wege ausgerichtetes Programm. Die Gymnasien kann man so gesehen auch als eine Art Sonderschulen betrachten.

Bei Johanna ist eher eine andere Art Sonderschule in Sicht. Nur welche und in welcher Form, wissen wir noch nicht.

Der letzte Stand zum heutigen Mittag: die zu uns nah liegende Schule mit einigen Integrationserfahrungen war am Anfang des Jahres noch im Gespräch, ob und welche Behinderungen dort aufzunehmen wären. Dies wollten wir zum Ende des Schuljahres in Erfahrung bringen. An unserem Vorhaben, Johanna für 1 Jahr zurückzustellen, halten wir fest.

Aus einem kurzen Gespräch mit der Mutter eines anderen Integrationskindes habe ich erfahren, dass das Kind nach dem 5. Geburtstag kurzerhand bei der nächsten Grundschule vorgestellt wurde und innerhalb einer Woche seine Rückstellung bewilligt bekam. Ohne längere Diskussionen mit der Schulbehörde etc.

Aus den Gesprächen mit anderen Eltern erfuhr ich, dass die Schulen zum 30.September die Schulaltersgrenze gesetzt haben, so wird Johanna mit ihrem Geburtstag am 13.November sowieso nicht sofort eingeschult. Und ein Jährchen bekommt sie dann noch von uns... erkämpft? - sehen wir dann mal... dass sie schon jetzt sehr weit zurückliegt, sehen wir ja auch.

Freitag, 8. Juli 2011

Wenn es in der Generalprobe

viel zu gut geht, geht es bei der Premiere mal etwas daneben...

Heute stimmte für Johanna diese Theater-Weisheit...

Im Stück mit vielen Zwergen fiel das nicht besonders auf, dass einer der Zwerge nicht gern aus dem "Berg" herausging und nicht bei allen Szenen dabei war...

Und wenn er dann doch dabei war, kommunizierte er lieber MIT dem Publikum als VOR dem Publikum...

Das Wort "Enttäuschung" müssen wir anders definieren. ;-)

Donnerstag, 7. Juli 2011

Dornröschen-Schlaf, Auf-der-Erbse-Schlaf...

Johanna freute sich so sehr über das Spielen im "kleinen Land" - aber der heiße Tag hatte seine Wirkung: sie war nicht aufzuwecken... Ein sehr kinderfreundliches Möbelhaus bietet auch für solche Fälle eine Lösung, ein Kissen inklusive!



Unser Dornröschen wurde wach, als die Gerüche aus dem Restaurant deutlicher wurden: Mama! Das riecht!

Na dann - der Nase nach!
Wir merkten, dass Johanna jetzt nicht einfach so weggeht, wie früher. Sie kommt tatsächlich zurück und einen kleinen Auftrag kann man ihr auch erteilen.

Nach dem Essen mussten einige Entscheidungen getroffen werden.
Johanna blieb in einer Abteilung hängen, in der wir eigentlich nichts wollten - aber für sie war es hier viel interessanter, als bei unserem Ziel...
Und nun prüft ein kleines Prinzesschen, wie es sich auf vielen Betten schlafen lässt... Die Tage sind lang, man kann jetzt viel schaffen, das tun wir auch. Es ist ein spannender Sommer.

Assistenz...

Dieses Wort bekommt eine andere Bedeutung...

Es haben schon viele Wörter in meinem persönlichen Wortschatz neue Bedeutungen bekommen... Unter Integration verstand ich früher, beruflich bedingt, Integration von Jugendlichen mit Migrationshintergrund... Und als Assistentin eines Professors musste ich schon ein paar Jährchen des Studiums mitbringen...

Ein komisches Wort "Beschulung" muss neu definiert werden, ein Assistenz-Arzt wird sich wundern, was Andere unter Assistenz verstehen...

Ein Artikel in der Zeitung ließ uns schon wieder die Pläne ändern und wir verbrachten eine Stunde im Gespräch über Johannas zukünftige berufliche Perspektiven.

Hier kann man erfahren, worum es im Gespräch in etwa ging:
http://www.grone-arbeitsassistenz.de/

Besonders spannend ist, dass es hier um eine Niederlassung Nummer ZWEI in ganz Niedersachsen handelt, und diese befindet sich gerade bei uns!

Mittwoch, 6. Juli 2011

Spannend? Und wie!

Man muss das nur für spannend erklären!

26.04.2011


Einige Pflastersteine sind neu gelegt worden, nun müssen die Spalten dazwischen mit Sand aufgefüllt werden... Man sieht, wie der trockene Sand in die Spalten "fließt", und hilft mit einer Bürste ein wenig nach. Spannend!
Johanna kennt nicht viele Märchen. Umso interessanter zu beobachten, wie sie plötzlich zu einer "Hex" wird und durch das Haus fliegen möchte!
Da wird einer oder anderen Vase ein kurzes Ende gemacht...

Fast sommerlich

war es an diesem Ostermontag...

25.04.2011

Der Papa war an diesem Tag im Dienst, die Frauen des Hauses mussten sich alleine beschäftigen... Wir sind nicht am Strand, das ist nur eine warm gewordene Sandfläche auf dem Spielplatz - man kann heute wirklich ohne Schuhe laufen!Auf der Wiese mit Pusteblumen waren wir jedes Jahr - nur diesmal haben wir auf die Blumenkränze verzichtet...


Als der Papa wieder da war, haben wir "unsere" Gräber besucht... Es ist im vergangenen Jahr noch eines dazu gekommen... Johanna ist hier auch mal ohne uns gewesen, sie weiß, wo alles liegt, sie durfte diesmal die Kerze anzünden...

Ostermontag...

es ist ein Weilchen her...
Ich ordne meinen Blog und finde die alten Entwürfe, die dort schon lange lauern...

25.April 2011

Johanna bekam einen "Besuch" vom Osterhasen. Glaubt sie noch? Eigentlich sah er ziemlich menschlich und erwachsen aus und bekannt war er auch ;-) Egal, sie freut sich!An unserem Frühstückstisch sind wieder bunte Eier - diese Bilder stammen aus einem russischen Laden, in diesem jahr haben bereits viele Menschen diese bunten Aufkleber bewundert.
Einerschlagen, Wer gewinnt?
Maria hat gewonnen. Wird sie auch gegen Johanna gewinnen?
Ooooooooooooooooh.... Maria hat gewonnen....
Johanna kann man damit weder beeindrucken noch betrüben - da hat das Extra-Chromosom vorgesorgt...

Verabschiedet

hat sich Johanna heute von ihrem Reiterhof - es gibt Ferien, auch für die Pferde.

Es ist für uns sehr schade, denn wir verzichten in diesem Jahr auf einen großen Urlaub und bleiben hier in der Gegend...

Heute kam auch der Papa zu unserem Termin, Johanna wollte zeigen, was sie kann.
Und dann ging es weiter, immer schneller, sie musste sich festhalten und das Gleichgewicht halten.
Es klappt bei Johanna alles ziemlich gut, auch wenn sie mit den Gleichaltrigen nicht mithalten kann. Das letzte halbe Jahr brachte viel an Fortschritten, in allen Richtungen.

Das Putzen übernimmt sie leider nicht besonders gern, macht das eher symbolisch... wie bei vielen Aufräumarbeiten im Haus auch. Hm. Habe ich das nicht etwa bei allen anderen Kindern bereits erlebt? ... woran mag das wohl liegen? ;-)

Dienstag, 5. Juli 2011

Im trüben Wasser Fische fangen...

so sagt man in meiner Muttersprache, wenn man meint, sich in einer Grauzone zu bewegen oder bewegen zu müssen... Am Abend des 22. Juni waren wir, Johannas Eltern, in einer Sitzung und hörten uns zwei Vorträge an, die mich, Johannas Mutter, an dieses trübe Wasser denken ließen...

Der kleine Artikel in der Zeitung zwang uns, den Plan für den Abend zu ändern... Nun saßen wir im großen Saal... Alle Anwesenden sind super wichtig... Der Redner aus dem Kultusministerium nannte viele spannende Richtungen, in denen jetzt im Land Niedersachsen gearbeitet wird. Die Gesetztgebung für das Schuljahr 2011/12 existiert noch nicht, man erwarte zum Ende des Jahres 2011 eine klare Regelung. Bis dahin - trübes Wasser... Die Schulen sollen sich entscheiden, welche Wege in der Inklusion sie gehen wollen, und sollen dann auch dahinterstehen. Wenn nicht... wieder trübes Wasser? In diesem Jahr dürfen die Eltern ihre Kinder tatsächlich überall anmelden und das tun sie auch. Die Anmeldezahlen für die Förderschulen sind drastisch gefallen. Es sieht so aus, dass die frei werdenden Förderlehrer mobile Unterstützung leisten sollen und sich in Zukunft zwischen vielen Schulen bewegen sollen, um ihre Erfahrung bei Bedarf einzusetzen (und ihre Stunden zusammen zu bekommen ). Die "normalen" Grundschullehrer dagegen haben zum grössten Teil gar keine Erfahrung und die Studiumgänge für Sonderpädagogik/Heilpädagogik werden als erste gekürzt, wenn eine Uni Geldnöte hat. Also... trübes Wasser...

Der zweite Redner, ein Schulleiter mit schwarzem Humor, berichtete aus seiner Erfahrung... Deutschland hat die Konvention unterschrieben? Pech! Nun müssen wir das auslöffeln... Inklusive Schule? Wir geniessen ja schon lange eine Art exklusive Schule... die Gymnasien... wie soll man da inkludieren?

Oh je, Familie Stührenberg, schande, Ihre Kinder sind ja ihr Schul-Leben lang exklusiv unterrichtet worden,.. na, beschult worden,... und jetzt denken Sie an eine Schule für alle... Tja, verehrte Herren von all den Ausschüssen, Gremien etc., gern hätten wir auf diesen Sinneswandel verzichtet... können aber nicht...

Gerade der zweite Redner, der ja aus der Praxis sprach, meinte, dass viel mehr Kinder mit DS ein besseres Bildungsniveau erreichen können, als sie dies an den Sonderschulen erreichen... Aha... Johanna zählt immer noch: eins, drei, vier... ohne "zwei" also... Sie ist schon jetzt, mit 4,5 Jahren, um zwei Jahre zurück...

Wir kamen damals mit gemischten Gefühlen nach Hause... Was ich mitgenommen habe, war dieses Gefühl für das "trübe Wasser": was bringt es einem Elternteil und dem Kind die jetzt frei gewordene Schulwahl, wenn es keine Grundlage gibt?

Heute, am 05.07.11, kam endlich ein Bericht aus der Sitzung...
Ein wenig blass und knapp gehalten... aber, wer weiß, man hofft ja bis zuletzt...

...ein Jahr Rückstellung werden wir für Johanna noch hinbekommen, aber was wird wohl weiter sein?

Sie träumt noch...

Gestern abend, nach einem Tag mit Fieber, sagte Johanna: bin fit! Morgen Kindergarten!
Na dann...
Aber jetzt, am Morgen, will sie nicht wach werden... Wir haben für diesen Tag soooo viel vor...

Sonntag, 3. Juli 2011

Johanna zeichnet...

oder, sagen wir mal,
sie kritzelt,
dann überlegt, was das sein könnte,
dann nennt...
und alle denken, sie habe das gezeichnet ;-)))

Dieses Bild in der oberen Ecke ist ein Gespenst.Und dieses Bild in der unteren Ecke ist ein schlafendes Baby, das man in eine Decke eingewickelt hat.
Da sie das alles ziemlich gut beschreibt, denkt man sich als Zuschauer etwas mehr dazu, als eventuell dahinter steckt...

Aber Johanna hat uns schon so oft überrascht, dass man doch lieber nicht zu früh müde lächeln sollte...