Johanna steigt in den Kindergarten ein

Lilypie Fourth Birthday tickers

Dienstag, 31. August 2010

Eine Baustelle zum Klettern

hat Johanna auf dem Weg von der KG gefunden und wollte nicht nach Hause. Auf den Streben konnte man wunderbar hängen und klettern und und und...In der KG ist Johanna im Moment wieder alleine, ihr "KG-Partner" ist für einen Monat abwesend, so muss man sich immer etwas einfallen lassen, um ihre Motivation aufrecht zu erhalten... Nicht einfach...
Sonst ist sie motorisch ein Stückchen weiter gekommen, sie kann zwar nicht rennen, so wie andere Kinder das tun, aber sie kann schnell gehen, sodass Mama Rücken immer wieder beansprucht , wenn ma Johanna hinterher rennen muss :-)
Sie kann schon ziemlich vorgzeigbar hüpfen. An dem Rest müssen wir noch arbeiten.

Montag, 30. August 2010

Ein paar Notizen...

Johannas Sauberkeitserziehung hat weitere Schritte gemacht. Sie meldete sich 5 Tage nacheinander, wenn sie "groß" zur Toilette musste. Sie ist ja jetzt 3 3/4 Jahr, aber es sieht noch nicht so aus, dass wir diese Geschichte bald abschließen können und die Windeln weglassen können.

Im sprachlichen Bereich ist sie in der nächsten Nachahmungsphase. Sie wiederholt, und gern, die Zeilenendwörter in den bekannten Liedern, sagt sogar manche komplizierteren Wörter nach wie "Fotoapparat" o.Ä. Sie singt zurzeit gern die Lieder aus der "Vogelhochzeit", das Liedchen "Tuck-tuck-tuck" begleitet sie gern mit den Klanghölzchen.

Zum ersten Mal bekam Johanna einen Wespenstisch. Die lieben Erzieherinnen konnten sich nicht erklären, woher das rote Auge kam - Johanna hat sich mit keinem gestritten und wurde auch nicht gehauen... :-) Zum Glück wurde sie eher nur "angestochen", aber am Auge sah das trotzdem nicht schön aus. Ein wenig Tigerbalsam nach dem Einschlafen (sie würde das sonst nicht zulassen oder sofort verschmieren) hat gut geholfen, die Schwellung war weg und die Durchblutung wiederhergestellt. Ob sie eine Allergie hat, werden wir dann wohl beim zweiten Mal sehen...

Sonntag, 29. August 2010

Herr Schüchtermann war kein Doktor...

Jedes Mal bekam mir die Salinenluft nicht ganz gut und jedes Mal sagte man mir, dass "Doktor Schüchtermann sich schon etwas dabei gedacht haben soll". Nun habe ich nachgeschaut - nein, er war kein Mediziner und auch kein Doktor :-) - es ist nicht einfach, für ausländische Mitbürger wie mich alles aus der deutschen Geschichte auseinander zu halten. Aber bei der nächsten Bronchitis muss ich doch wieder kommen und testen.

Der Tag versprach, wieder regnerisch zu sein, aber wir wollten kurz heraus. Die Salinen in Bad Rothenfelde ist ein gutes Ziel. Für das gute Wetter gibt es einen Rosengarten, für das schlechte - ein Eiscafe :-) Letztes Mal war Johanna ganz klein, jetzt läuft sie mit uns und will alles ausprobieren, auch die salzigen Tropfen. Sie sagt, sie sei eine "Oma":
danach war der Regenschirm ihr "Pferd"...

Sie sagt "Ente" und will sogar das Entengeschnatter nachahmen.

Nun haben wir wenige Minuten vor dem Regen, aber keiner will weg.
Die beiden Mädchen sind wirklich schon fast zu groß... :-) Im Rosengarten gibt es noch Rosen, aber sie sind alle vom Regen betroffen und beschädigt, sogar Knospen. Dann müssen wir wohl noch einmal kommen.
Und jetzt aber - zack! - die Kapuze draufsetzen und schnell rennen, wenn man nicht ganz naß werden will! Das Zauberwort "Eiscafe" hilft, an Geschwindigkeit zu gewinnen.

Samstag, 28. August 2010

Nachgeholt -

haben wir Johannas gestrigen Reittermin.

Es hat gestern so geregnet, dass ich mich ohne Weiteres nicht aus dem Haus traute. In Osnabrück ist seit zwei Tagen ein Katastrophenalarm aufgerufen - wegen der Überschwemmungen, man weiß ja nie, ob man nach Hause zurück findet, wenn die Straße plötzlich unter Wasser steht :-). Also blieb ich gesten zu Hause.
Aber heute, bei dem fast schon klaren Himmel, haben Johanna mit Papa das Reiten nachgeholt. Wie es schon oft vorkam, musste man Johanna erst zu ihrem Glück ein wenig helfen, aber als sie dann auf dem Pferd saß, ging alles super. Sie hat wieder bei den kleinen Spielchen mitgemacht - Hände verstecken, Hände zeigen etc....
Es ist natürlich für uns Erwachsenen ein gewisser Zeitaufwand, einen solchen Termin warhzunehmen, aber wir sehen, wie gut sie sich dabei weiter entwickelt - dann tun man ja auch alles dafür...

Körperlich geht es bei Johanna langsam Einiges besser: sie kann springen und hüpfen, sie klettert sicherer und sie kann dabei ihr Gleichgewicht ziemlich gut einschätzen und fällt nicht oft :-)

Donnerstag, 26. August 2010

Alle Schmetterlinge fliegen...

hoch!

Oben
- sagt Johanna.
und "uuu-ten" fliegen sie natürlich auch.
Zu der Schlange, der Spinne und dem Tausendfüßler gesellte sich ein gelber Schmetterling, den Johanna ganz stolz nach Hause brachte und allen zeigte.
Auf dem Werk klebte ein Zettel, dass Johanna das Ausschneiden mit fremder Hilfe gemeistert hat. Das Zusammenkleben und Schmücken hat Johanna ziemlich gut zu Hause "beschrieben", sie hat also bewusst diese "Basteleinheit" aufgenommen.

Am heutigen Tag wurde Johanna im KiGa hingewiesen, dass sie in den Therapieraum gehen soll. Sie ging dorthin, fand dort erst keinen Erwachsenen vor, ging aber nicht weg, nahm sich die Seifenblasentube und pustete fleißig. Als der Therapeut in den Raum kam, sagte sie nur "Tür war auf". :-) Die Kommunikation nimmt zu.

Mittwoch, 25. August 2010

Ein besonderer Besuch

Vor drei Jahren bin ich bei meinen Recherchen auf eine Seite gestoßen, auf der ein junges Mädchen mit DS von ihren Schuljahren an einer integrativen Waldorfschule berichtete und die ihre 8-Klassen-Facharbeit vorstellte. Sie beschäftigte sich mit dem Thema "Mandalas". Die junge Dame hat damals angeboten, ein Mandala auf Bestellung anzufertigen. Ich war gerade auf der Suche nach einem Geburtstagsgeschenk für Johanna und dachte, dass dies ein ganz passendes Geschenk sein würde. Sarah, die junge Künstlerin, machte sich sofort an die Arbeit. Als das Mandala fertig war, stellte man fest, dass das Verschicken keine einfache Sache werden sollte. Wir dachten, wir warten auf eine "Mitfahr-Gelegenheit"... das hat etwas länger gedauert... bis Sarah und ihre Mutter einmal geplant haben, "gen Norden" zu fahren und bei uns in Osnabrück einen Halt zu machen.
Heute war es soweit!

Die folgenden Fotos darf ich hier mit freundlicher Erlaubnis der Künstlerin veröffentlichen:

Sarah zeigt uns gerade ihr Kunstwerk, das bereits vor drei Jahren entstanden war.Johanna darf auch mit ins Bild. Es ist für mich wichtig, dass sie später das Mandala und Sarahs Besuch in Verbindung bringen kann.
Wir waren froh, Sarah und ihre Mutter kennen gelernt zu haben. Sarah, ein selbstbewusstes und sprachgewandtes junges Mädchen, besucht gerade eine Berufschule und macht ein Praktikum in einem Cafe. Wir drücken ihr die Daumen, dass sie einen guten Berufsweg für sich findet.
Wer von Sarah mehr erfahren möchte, kann sie dort "treffen"

http://www.sarah21.de

Nun warten wir auf eine Karte von Sarah und denken, dass wir uns bestimmt nochmal in diesem Leben treffen werden.

Dienstag, 24. August 2010

Ein Abend auf dem Reiterhof

Heute waren wir etwas später, die Sonne war schon ziemlich tief. Es ist warm, Johanna hat ihre Schuhe schon wieder ausgezogen. Aber in der Nähe des Pferdes ist sie hingewiesen worden, die Schuhe anzuziehen. Und dem hat sie auch Folge geleistet! Und ganz alleine!Das hat sich gelohnt: sie durfte zum ersten Mal bei der Hufenpflege mithelfen
und Einiges sogar alleine erledigen.
Es war windig, der ruhige Anton genoss die Zeit ohne Stechfliegen und Johanna genoss seine Gesellschaft.
Zum Schluß auch etwas enger... :-)
Dem lieben Anton schmecken unsere Plätzchen, Johanna hat ihm einige davon ohne "Erwachsenen"-Hilfe in den Mund gegeben (na, man denkt ja da immer an die Finger :-)) und hat ihn ganz lieb gestreichelt. Er ist sehr gelassen und hat keine Emotionen gezeigt, als Johanna, ohne mich groß zu fragen, unter seinem Bauch zur anderen Seite ging.

Sie hat heute zum ersten Mal gut bei den kleinen Spielchen mitgemacht (die Hände hoch halten, den Wind spüren oder die Hände sind hinter dem Rücken verschwunden, wo sind denn die Hände?), hat sich dabei mit den Beinen gut im Sattel gehalten und das Gleichgewicht mit dem Körper ausgeglichen.

Montag, 23. August 2010

Endlich beim Augenarzt

Endlich war es heute soweit. Ich wollte endlich wissen, ob es bei Johanna ein Stereosehen nachzuweisen wäre.

Am heutigen Tag blieb Johanna ca. 40 Minuten länger im KiGa. Als ich sie abholen wollte, fand ich ein tief schlafendes Kind vor. Sie ist eigeschlafen, und zwar beim Kaffeetisch - wie es zu Hause schon mal passierte. Ich ließ sie zu Hause weiter schlafen, da ich wusste, dass der Nachmittag kein Spaß sein wird. Hat sie etwas von unserem letzten Besuch behalten? Ich habe Johanna erzählt, dass wir zum Augenarzt gehen werden. Sie sagte sofort "Nein! Nanna Hause!"(sie bleibt also zu Hause, versteht sich), legte sie Handflächen vor die Augen und sagte "Aua!". Tja, da hat sie wohl recht, aber was soll ich tun... und recht habe ich auch, sie hat etwas davon behalten.

Sie sah die Tür der Praxis und wollte nicht hineingehen. Ich trug sie, ließ sie vor der Anmeldung auf den Boden - sie wollte raus. Aus allen vielen Türen, die in all den Räumen und Fluren dort zu sehen waren, hat sie sich die Eingangstür sicher gemerkt und ging immer wieder dorthin. Na ja...Nichts konnte das Kind ablenken...

Der erste Versuch, sie an ein Gerät zu setzten, hat nichts gebracht. Ihre Gummibärchen hat sie als Vorschuß trotzdem bekommen (in dieser Praxis gibt es reichlich Gummibärchen, sie werden hier vielleicht tonnenweise eingekauft :-))
Weitere Veruche in einem anderen Raum waren etwas erfolgreicher. Sie ließ sich in die Augen schauen, ließ sich eine grün-rote Brille aufsetzen und zeigte alle Bälle und Punkte und Schmetterlinge.
Das räumliche Sehen ist also vorhanden! Es kam nicht zwischen 2 und 3 Jahren, sondern etwa zwischen 3 und 4. Oder es wurde einfach nur erst spät festgestellt ... ... ... ?

Die berühmte kleine graue Tafel wurde ihr auch gezeigt, ohne Ergebnis... aber da waren die Fragen dazu einfach nicht altersgerecht: Johanna, was siehst Du da? - statt Siehst Du da einen Stern? Kannst Du mir einen Stern hier zeigen? - an dieser Stelle ist ja Johannas Kalenderalter nicht von Bedeutung...

Danach gab es sogar eine klassische Kontrolle: an der Wand erschienen Bilderreihen, groß und kleiner, Johanna sollte ein Auge schließen und sagen, was sie sieht. Johanna wurde von der Ärztin ein wenig bestochen: Johanna, denke an die Gummibärchen, denke ganz ganz fest an die Gummibärchen! Das hat gewirkt: Johanna nannte Ente, Auto, Mond... Was wäre hier wohl gewesen, wenn Johanna nicht sprechen konnte?

Weiter mussten wir doch die Tropfen bekommen. 2 Mal gab es Tropfen, 2 mal Bärchen... und eine lange Wartezeig wieder...

Johanna fing an, sich in der Praxis besser zu fühlen. Wir waren die letzten und saßen dort alleine. Sie hat sich Kinderbücher geholt und blätterte darin, wie ein dreijährigen Kind das machen würde.
Als wir dann endlich im Sprechzimmer eingeladen wurden, benahm sie sich plötzlich ganz vornehm, sie setzte sich in den Patientensessel, ganz alleine, und "las" erst weiter ihr Buch. Sie begrüßte den Arzt, sie war sehr kooperativ, hat alles gemacht, was der Arzt wollte - in 1-2 Minuten war alles klar und alles erledigt.
Das Ergebnis hat mich nicht überrascht: leicht weitsichtig, Verkrümmung der Hornhaut...
Soll Johanna jetzt eine Brille bekommen? Was meine ich als Mutter? Einige Eltern würden davon nichts hören wollen...

Tja, ich habe ja selber eine Brille. Und meine ganze Umgebung ist voll von Brillenträgern. Ich habe da keine Probleme... aber Johanna müssen wir mental darauf vorbereiten. Und ihren Papa auch.

Können wir ein halbes Jährchen vielleicht noch warten? Wir feiern erst ihren 4. Geburtstag und sehen weiter, ob sie etwas "erwachsener" geworden ist.

Sonntag, 22. August 2010

Ein Garten braucht Hilfe...

Der heiße Sommer hat einiges bewirkt: viele Rasenflächen sehen sehr mitgenommen aus. Am heutigen Tag wollten wir kurz einem Garten ein wenig helfen. Er wird bald wieder grün werden. Aber erst muss man den Moos herausreißen. Zurück bleibt eine kahle graue Fläche und viel Grünabfall.

Es soll bitte nur kein Eindruck entstehen, dass die arme Johanna ganz alleine die ganze Arbeit verrichten musste :-)


Sie hat über längere Zeit gut mitgeholfen, danach landete sie im Sandkasten, endgültig.

Das ganze Wochenende verbrachten wir mit anderen Menschen und zum Teil ohne Maria, so wollten wir den Abend zusammen ausklingen lassen.

Gäste der Stadt Osnabrück, aufgepasst! Hier sieht man ein Kind in einem Eiscafe und im Pappschälchen EINE Kugel Eis. Die Südurlauber werden sich wohl überlegen, was eine solche "Kugel" in ihren Mediterranen Urlaubszielen gekostet hat. Hier herrscht aber ein ganz sanfter osnabrücker Eispreis. Nur die Kugel hat, wie das Kind am Tisch, offensichtlich einen anderen Chromosomensatz :-)
Zum ersten Mal hat Johanna ihr Eis sehr deutlich und sogar mit einem "Extra" bestellt. Früher musste ich schon ganz genau heraushören, was für Eis es sein sollte. Diesmal sagte sie "Vanilleeis" und "Streusel" und "Bitte!" - na klar, dass sie es bekommt!

Samstag, 21. August 2010

Ein Samstag und ein Geburtstag

Kein Wochenende ohne zu feiern...
Noch ein Geburtstag!
In diesem Jahr wünschte sich das aktuelle Geburtstagskind eine Vielfalt der Kochkünste - und so fingen die Gäste an, nach und nach mit ihren Kreationen den Kaffeetisch zu schmücken. Johanna konnte kaum abwarten - sie blieb neben der Platte mit den Schaumküssen stehen... Endlich darf sie zugreifen!
Sie sagt gerade: "Lecker!"
Dann erinnerte sie sich, dass Papa auch etwas Süßes essen wollte. Sie zeigte nach draußen...
dorthin, wo sie ihn letztes Mal gesehen hat...
dann stand sie auf
und
sagte:
"Gucke, wo Papa ist!"


Jeder, der sich schon mal mit der Sprachentwicklung beschäftig hat, wird sich leicht vorstellen können, wie großartig ich diesen Satz fand. Ein Nebensatz! Ein Nebensatz mit dem Prädikat am Ende! Eigentlich brauchte ich an diesem Tag nichts mehr, weder Essen noch Trinken noch Musik oder Unterhaltung, dieser Tag mit diesem Satz hat sich schon gelohnt!!!

Aber Johanna dachte an viel mehr Unterhaltung und ihr Tag war noch gar nicht zu Ende. Sie gesellte sich zu einer Gruppe jugendlicher Gäste, die gerade nichts zu tun hatten. Als ich nach einiger Zeit nach Johanna schaute, fand ich eine ausgelassene Gesellschaft, in deren Mitte Johanna "ein Eis servierte", "Geld kassierte", "Restgeld herausgab"... Als einer der Gäste sagte, dass er gerade kein Geld hat, hat sie "ihre Gäste" augefordert, einen Bauchtanz vorzuführen (ich wusste nicht, dass sie dieses Wort kennt) - aber keiner traute sich das zu machen :-), dann wollte sie von ihnen, dass sie einen Spagat machen. Als sie sagten, sie solle aber erst vormachen, - hat sie selbstverständlich vorgemacht. Na sowas...

An der Vielfalt des abendlichen Buffets erfreuten sich viele Gäste. Johanna habe ich erst aus der Sicht verloren. Ich fand sie am Tisch mit vielen jungen Gästen, wo sie sich absolut sicher fühlte und sich "unterhielt".

Der Papa wurde gerade gerufen, da Johanna auch eine "Soße" wollte und die jungen Männer nicht wussten, ob solche kleinen Kinder eine scharfe Tomatensoße bekommen dürften :-)


In der eingeladenen Band spielten drei Blasinstrumente. Ich wusste nicht, ob sich Johanna wegen der Lautstärke schon wieder zurückziehen möchte, und suchte sie. Ich fand sie ruhig sitzen und der Musik lauschen. Das ist ja eine Überraschung! Dann kann sie langsam doch die lauten Töne vertragen, ich kann sie nächstes Mal zu Marias Konzerten mitnehmen!

Sie gesellte sich sogar zu einem Grüppchen, das gern tanzte, und "tanzte" mit.
Gegen 23:00 hatte das Kind noch Kraft, zu klatschen, aber im Sitzen.
Es war die höchste Zeit, sich zu verabschieden.

Und ich merke mir den Tag: 21.August 2010, Johanna ist 3 Jahre und 9 Monate und sie hat ihren ersten Nebensatz verwendet, und das war ein lokaler Nebensatz.

Vor dem Eintreffen der Gäste habe ich mit Johanna am Mittag des Tages einen kurzen Spaziergang gemacht, in der Hoffnung, dass sie im Buggy vielleicht einschlafen würde, um den Tag zu überstehen. Wir sahen Brombeerbüsche. Johanna kennt sie bereits und wollte "Beeren essen".

Natürlich habe ich für sie einige gepflückt.
"Mama! Mehr! Mehr Beeren!"


Ich stand am Busch und pflückte die Beeren.

Johanna, was möchtest Du - eine Brombeere oder lieber zwei?
"Zwei!"
Was möchstest Du - zwei Beeren oder lieber drei?
"Drei"

Ich habe dieses Spielchen mehrere Male wiederholt. Es scheint, dass sie die Bedeutung von Zahlen versteht. Wie genau - das werden wir weiter beobachten.

Freitag, 20. August 2010

Freitag, kein 13-er, aber ganz schön unruhig...

Ich habe keine Fotos, aber ein paar Gedanken.

Wenn ich beruflich, in der Nachbarschaft etc. einige Unstimmigkeiten mitbekomme oder erlebe, berühren sie mich nicht oder nicht mehr wie früher.
Das ist Kleinkram. Es sollen sich die Menschen aufregen, die sonst nichts zu tun und zu denken haben. Ich werde an dieser Stelle nichts Pathetisches schreiben, so etwa wie "meine große Lehrerin, die Johanna.....", aber ihre Anwesenheit in meinem Leben hat Einiges zu dieser Haltung beigetragen.

Maria hat heute an einem Konzert teilgenommen, das war ihr erster großer Auftritt. Da Johanna die lauten Töne der Blasinstrumente nicht (noch nicht) gut haben kann, musste ich für sie einen anderen Aufenthaltsort suchen. Während des Konzerts schaute ich mich um. Da waren natürlich lauter 46-er... Wird mein 47-er Kind je an einer solchen oder vergleichbaren Veranstaltung teilnehmen können, und zwar als Gestalter und nicht als Zuschauer?

Donnerstag, 19. August 2010

Ein ganz wichtiger Tag

war für Johanna heute.

Ich hoffe, dass Johanna, während ich an der Schulkonferenz wöchentlich teilnehmen werde, eine liebevolle und aufmerksame Betreuung und Begleitung erleben wird.
Für uns heißt das, über 3,5 Stunden außerhalb von Zuhause zu sein, je 30 Minuten für die Fahrten und 2,5 Stunden für die Konferenz.
Heute war der erste Tag/Versuch.

Leider habe ich nicht viel Zeit für die Vorbereitung/Gewöhnung investiert, Johanna weinte viel und ich musste aus der Konferenz herausgehen. Ich hoffe, dass sie nächstes Mal alles besser verkraftet.

Die Zeit, in der sie ohne mich war, bewerte ich trotz Weinen als sehr wertvoll und positiv. Sie konnte eine neue Umgebung kennen lernen, sie konnte mit einem Kind spielen, sie sah einen Teich mit Fischen und Fröschen, sie hat einen sehr alten Hund kennen gelernt, sie war im Gemüsegarten und durfte Himbeeren und Tomaten pflücken. All diese Dinge kennt sie von Zuhause nicht, alles war eine große Bereicherung. Zum Abendbrot gab es dann die Tomaten und zum Dessert die Himbeeren zu essen.
Eine ganze Reihe Wörter waren nach dieser einen Stunde plötzlich da, sie berichtete zu Hause von Dingen wie "Frösche", "Fisch", "Hund" (nicht Wow-wow!), "Beeren", "Üüss-garten", sie nannte mir den Namen des Kindes, mit dem sie spielte, und sie erzählte stolz von einem "Abendbrot".

Sie weinte, aber sie wollte ihr Bestes geben. Als ich kurz nach ihr schaute und nach ihrem Wohlbefinden fragte, sah ich, dass ihr Gesicht verweint war, aber sie zupfte ein Taschentuch aus der Tasche (wo kam es denn her?), trocknete sich das Gesicht ab und sagte immer wieder "Mama, besser, besser!"

Sie wollte mich nicht enttäuschen, vielleicht?

Dieses Kind gehörte schon immer nicht nur uns oder nur zu uns. Wir mussten früh anfangen, es mit der Welt zu teilen. So souverän wurde sie nun mal mit all den "fremden" Erwachsenen, die sie immer wieder um sich herum hatte und die ihr etwas beigebracht hatten... Und jetzt geht Johanna noch einen Schritt weiter in die (Außen)Welt hinaus.

Mittwoch, 18. August 2010

Sprechen, reden, plappern...

...egal, was sie tut, die Sprache begleitet uns jeden Tag zunehmend intensiver. Sie ist 3 3/4 Jahr alt.
Johanna lief aus dem Haus in den Regen hinaus. "Mama! Barfuß!"
Johanna, was gab es im Kindergarten zu essen? " Milchreis" (na, es gab Spätzle, aber das wusste sie noch nicht zu nennen).
Johanna winkt einem Mädchen aus dem Auto zu. Johanna, wer ist das? "Paula!"
Johanna, was wollen wir singen? "Eisbär!"
Johanna, nach dem Sport gibt es etwas Leckeres! "Oh ja, U-uummi-Bärchen!"
Johanna schaut sich ein Buch von der kleinen Meerjungfrau an. "Meeeeee frrrau!"
Darin findet sie Delfine. "Mama? Hai?"
Ich räume Spielzeuge ein. Johanna will alles und auf einmal haben. "Mama! Das brauche! Brauche ich!"
Johanna, du gehst doch reiten. Wie heißt das Pferd? - "Aaa-ton"
Johanna kann den Reißverschluß an ihrer Jacke nicht aufmachen. "Mama! Helfen!"

Es gibt noch viele Dinge, die ich eventuell noch nicht verstanden habe oder die ich zu Hause noch nicht vernommen habe. Darüber später.

Montag, 16. August 2010

Spinnen-Schlangen...

Zu unserem Tausendfüssler gesellten sich nun eine Spinne und eine Schlange, das sind Johannas letzte KiGa-Bastelversuche. Bei der Spinne malte Johanna den Rücken aus und schnitt ihn einigermaßen gerade aus. Die Füße reichte sie nach und nach der Erzieherin, die diese mit Heißkleber befestigte. Als wir die Spinne nach Hause brachten, zeigte Johanna "Rücken", "Füße", "Kopf" und "Bauch" bei der Spinne und wusste, dass man damit jemanden erschrecken kann. Bei Papa ist es ihr sogar gelungen :-)

Nun ist eine Schlange fertig geworden. Sie wurde während einer Ergo-Therapie-Einheit gebastelt. Johanna hat den Kopf angemalt und ein wenig geschnitten (ich muss noch genauer nachfragen, was genau) und die Körperteile zusammengeklebt. Sie konnte wunderbar "Kopf", "Zunge", "Augen", "Schwanz" zeigen. Egal, wie groß/klein Johannas Anteil am Schneiden war, das Ziel wurde erreicht. Sie hat auf einem anderen Schlangenbild die Körperteile zeigen können.

Sonntag, 15. August 2010

Johanna und Babies

Vor vielen Jahren prägte eine unangenehme Situation meine Vorstellung von DS. Eines unserer Kinder lag im Kinderwagen und konnte sich noch nicht mal drehen. Ein DS-Kind im Grundschulalter wollte mit dem Baby "spielen". So bekam das Baby einen Eimer Sand ins Gesicht geschüttet (Baby schnell herausziehen, abwischen, ausschütteln, den Kinderwagen säubern... und versuchen, ruhig zu bleiben und nett zu lächeln...), einen Lederfußball in den Kopf geschmissen (das Baby beruhigen, Brust geben, etwas Kaltes auf die Wange legen, wieder mal versuchen, schön nett zu bleiben...), den Kinderwagen mit dem eben eingeschlafenen Baby auf den Federn so richtig durchgeschüttelt (wie lange kann man überhaupt nett lächeln?)... Ich habe Flucht ergreifen müssen, da sich die Erziehungsberechtigten nicht schützend vor mir und vor meinem Baby gestellt haben, sondern das Geschehene sich selbst überlassen haben.

Und nun habe ich ein DS-Kind im eigenen Haushalt. Aus der alten Erfahrung schöpfend wollte ich eine Mauer um das Haus ziehen lassen...

Wie wird Johanna mit den Babies umgehen? Diese Frage habe ich mir öfter gestellt. Dabei war sie selber noch ein "Baby". Jetzt, wenn wir Bücher anschauen oder jemanden auf der Straße sehen, nennt Johanna kleinere Kinder "Baby". Das sind für sie Kinder, die von der Körpergröße kleiner sind.

Auf dem Kalender stand ein freudiger Besuch: ein neues Baby unserer lieben Tageseltern. Ich beobachtete Johanna, wie sie mit dem Baby umging. Sie streichelte die Hand und schüttelte sie ein wenig wie zur Begrüßung, dann streichelte sie die Füße, sprach "Hand" und "Füße" aus, dann streichelte den Kopf, dabei sagte sie "viele Haare", dann streichelte sie die weiche Gesichtshaut und war ganz entzückt. Sie sagte "Backe" und "Nase". Sie hat NICHTS getan, was ein anderes 3-jähriges Mädchen bei dem Anblick eines Babies nicht machen würde.
Wir müssen wohl öfter das Baby besuchen, so lernt sie am Besten, wie man damit umgeht.

Vor einer Woche waren wir zum Geburtstag von Johannas "Tagesbruder" eingeladen. Für die Kinder wurde ein extra Tisch gedeckt. Ich traute mich nicht, Johanna alleine zu lassen und setzte mich dazu. Umsonst waren meine Sorgen. Sie saß mit den anderen Kindern am Tisch, sie aß ganz vornehm die Quarkbällchen, sie hat nichts umkippen oder fallen lassen. Sie hätte dort wunderbar alleine sitzen können. Die ganze KiGa-Erfahrung im Gemeinschafts-Essen habe ich in diesem Moment aus dem Blickfeld ausgelassen.

Samstag, 14. August 2010

NÖÖÖÖÖÖÖÖÖ

Die Trotzphase Nr. 4 kann man nicht wegdiskutieren. Wir stehen auf und gehen schlafen mit einem resoluten "Nein" für alle und alles.

Heute wird groß gefeiert, es wird viel fotografiert, aber ich lasse meine Kamera ruhen.
Wenn einer nicht will...Am Tisch wurde Johanna, mit Abstand das jüngste Kind in ihrer Generation, und dazu noch extra-ausgestattet, ganz intensiv beobachtet.

Nachdem sie alle beim Sektempfang ordentlich begrüßt und damit schwer überrascht hat, zeigte sie beim Essen ihr Bestes: sie aß vorbildlich erst ihre Suppe, dann das Hauptgericht, ganz geschickt, mit Messer und Gabel, und trank ohne zu kleckern ihren A-Saft. Sie spielte ein wenig im Vorgarten, dann mit einer Spielzeugkiste aus dem Lokal, dann noch kurz auf dem nahe liegenden Spielplatz. Sie ist nicht weggelaufen o.Ä., ich brauchte sie nicht umzuziehen, sie bewegte sich in und um der Feier-Gesellschaft und betrat nicht "fremde" Gebiete, sie ging ganz vernünftig mit in die Toilette zum Hände waschen, sie bekam zwischendurch einen Lolly für das gute Benehmen etc. Danach wurde sie ganz ganz müde, zu Vorführen des Fingerspiels kamen wir leider nicht, da ein müdes Kind immer ein unkooperatives Kind ist...

Zum Schluß durfte sie mit einem Hi-Tech-Ü-80-Abfahrtski-Sessel spielen. :-)))))))))))))))))))
Im Auto auf dem Rückweg schlief das Kind gegen 18:00 ein. Und wurde wach erst am nächsten Morgen.