Johanna steigt in den Kindergarten ein

Lilypie Fourth Birthday tickers

Sonntag, 31. Oktober 2010

Irgendwann

hat man genug von Krankheiten.
Aber es ist mir bewusst, dass der Winter uns noch bevorsteht, und dass alle Viruserkrankungen, im Wellen rollend, gerade im Anmarsch sind. Bis vor Kurzem schlief Johanna in einem Zimmer mit einem offenen Fenster. Wir dachten, dass wir Einiges für ihre Abhärtung gemacht haben. Hoffentlich wird das auch so sein...





Samstag, 30. Oktober 2010

Tja. Notdienst.

Was will man machen?
In der Nacht beklagte sich Johanna über Ohrenschmerzen. Das rechte Ohr zeigt sie und sagt: "Weh tut!"
Ohne Notdienst wird unser Wochenende nicht gut verlaufen...

In der Praxis, die den Notdienst heute anbietet, ist man nie froh über die Besucher. Als ich nach telefonischer Vereinbarung dort ankam, habe ich mich sofort entschuldigt und mich bedankt, dass wir kommen durften. Den Wind aus den Segeln genommen, fertig.

Johanna hat keine Lungenentzündung, aber eine Bronchitis.
Ein Ohr ist entzündet.
Ohne Antibiotika werden wir nicht auskommen.

Wir sitzen zu Hause und schauen uns die Bücher an, ohne Ende.
Ein neues Buch, das ich für einen solchen Tag bereits besorgt habe, wird ausgepackt. Pferde.
Johanna sieht ein kleines Fohlen.
- Süß!
Ein anderes Pferd wurde verärgert.
- Böse!
Auf der nächsten Seite ein Pferd, das wiehert, die Zähne sind zu sehen. Johanna, ist es auch böse?
- Nein, beißt nicht!
Ich merke, dass Johanna mit der "Pferde-Körpersprache" schon ein wenig vertraut ist. Das finde ich spannend, da ich mich selber mit diesem Thema nie beschäftigte.

Aber erstmal wünsche ich Johanna gute Besserung. Sie mag den Geschmack vom Antibiotikum-Saft. Sie sagt "Bonbon-Saft" und will "Mehr!". Na ja.

Freitag, 29. Oktober 2010

Was hat sie denn?

In der Nacht schlief Johanna schlecht. Sie atmete laut.
Es geht nicht weiter: wir müssen zum Arzt.

Zum Glück gab es sofort einen Termin.

Der Papa begleitete Johanna. Der KiArzt (nich unserer) stellte einen Zustand fest, der sich in 2-3 Stunden zu einer Lungenenzündung entwickelt... zwei Flaschen Antibiotika wurden verschrieben und vom Papa besorgt, man soll zu Hause das Fieber abwarten - und mit den Medikamenten anfangen. Die Blutprobe, die erst in einigen Tagen als Termin geplant war, hat man sofort erledigt. Das war schon erstmal gut - und Johanna war nicht besonders traurig darüber und erzählte von der Spritze, aber ziemlich gelassen :-)

Als ich nach Hause kam, hatte Johanna noch kein Fieber. Am Abend auch nicht. Ich wollte nicht Antibiotika geben, es würde schon wieder die ganze Mund/Darmflora zerstört werden, wie bei der Lungenentzündung im letzten Jahr...

Es ist schon Nacht, ich weiß nicht, ob Johanna es diesmal schafft, ohne "Nachhilfe" gesund zu werden.

PS. Wir kaufen unsere Medikamente in einer bestimmten Apotheke. Dort bekommt Johanna immer zwei Traubenzuckertabletten : für eine Hand und für die andere. Für die Schwester bekommt auch etwas mit, dafür ist eine Jackentasche immer da. :-) Diesmal war eine unbekannte Mitarbeiterin im Dienst. Johanna, die bei Papa auf dem Arm saß, bekam einen Traubenzucker. Sie streckte die zweite Hand. Die Apothekerin hat nichts gesagt, aber der Papa konnte im Gesicht lesen, dass das Kind wohl ... na... wohl nicht gut erzogen sei...

Donnerstag, 28. Oktober 2010

Es geht ihr nicht gut...

Es wird nicht besser. Sie ist einfach nicht wie immer. Einen Husten hat sie schon länger, aber er ist nicht trocken und nicht sehr stark. Nur stabil ist sie irgendwie nicht.

Der Papa blieb mit ihr zu Hause am Vormittag, am Nachmittag blieb ich mit ihr... ich ging also nicht zu Konferenz - und Johanna hatte keine Chance, in ihre "Konferenz-Betreuung" zu gehen. Schade für Johanna, sie bekommt dort immer neue Impulse.

Mittwoch, 27. Oktober 2010

Hat sie doch etwas mitbekommen?

Wer den Bericht vom letzten Mittwoch gelesen hat, hat mitbekommen, dass Johanna total überfordert war.

Heute stand wieder die Luftburg da, wir waren aber pünktlich zu unserem Termin gekommen und nicht zum fremden.

Was sehe ich da? Johanna, ohne aufgefordert zu werden, machte die Dinge nach, die die Kinder letztes Mal gemacht haben! Natürlich mit Abstrichen, natürlich nicht alles. Aber wir merkten, dass sie sich die Bewegungen abgeguckt hat und auch zeigen wollte, was sie macht. Es kann sein, dass sie meine Enttäuschung von der letzten Woche mitbekommen hat und diesmal etwas "besser" stehen wollte.

Was lerne ich daraus?
Die Latte meiner Erwartungen und Aufgaben an Johanna immer schön hoch aufzuhängen, aber so, dass es nicht hoffnungslos hoch ist.

Dienstag, 26. Oktober 2010

Kein Kindergarten, dafür aber das Reiten!

Es ist vielleicht ein Fehler, aber wir wollten nicht Johanna schon beim ersten Termin abmelden... ich sehe, dass Johanna nicht ganz fit ist, aber... man hofft, dass es alles schon gut gehen wird... Da es eine Möglichkeit da war, Johanna zu Hause zu lassen, haben wir uns für einen Vormittag zu Hause entschieden.

Seit zwei Tagen wissen wir, dass sie an einer Kinderreitgruppe teilnehmen darf, und haben den Termin für Dienstag zugesagt...

Das Wetter ist nicht gut, aber... ah, egal, wir gehen!

So. Johanna ist nicht die jüngste, aber die kleinste unter 6 Kindern, das Alter der Gruppe ist von 3,5 bis fast 7.

Johanna war überfordert. Sie konnte weder sprachlich noch körperlich mithalten.

Der Reitunterricht verlief nach einem klaren Plan, der den älteren Kindern bereits bekannt war und bei dem ein anderes neues, auch junges Kind, schnell "einsteigen" konnte - nur Johanna nicht.

Ein Islandpony mit dem Namen Zöpa ist im Einsatz. Die Kinder steigen Reihe nach in den Sattel, sie bekommen ein wenig Hilfe, müssen sich aber kräftig hoch ziehen... bei Johanna "sitzen" solche Bewegungen noch gar nicht, da dies ja nie geübt wurde... "Arme hoch, das Bein anwinkeln, festhalten hoch ziehen, zack!" ......jooooo.....

Dann rezitieren die Kinder ein kleines Gedicht, einen Dialog zwischen dem reitenden Kind, dem "Fischer", und den anderen Kindern "am Ufer"
- Fischer, Fischer, wie tief ist das Wasser?
- Fürf Meter!
- Und wie kommt man darüber?
- Wie ein Hund/Pinguin/ Elefant etc .-
die Kinder "am Ufer" bewegen sich im kleinen Kreis wie die genannten Tiere... auch das war für Johanna noch zu schwer...

Irgendwann war Johanna an der Reihe, auf das Pferd zu steigen. Es ging NICHT. Sie wollte nicht. Fünf Kinder schauten mir zu, wie ich versucht habe, Johanna auf das Pferd zu bekommen... Das hat der ganze Wald gehört.

"Aber wenn sie nicht will, warum bringst Du sie hierher?"- fragte eine super weise 6-Jährige...


Ja, warum...
Dass ich Johanna schon einige Male zu ihrem eigenen Glück "helfen" musste, wissen die Kinder nicht. Aber wer will schon als eine gewalttätige Erwachsenen auftreten... ich war alles andere als positiv gestimmt...

Ein einziges Bild konnte ich knipsen - es waren wenige Sekunden, in denen ich dachte, dass sie sich doch beruhigt... Nein. Sie sagte immer "nach Hause!". Aber nach Hause durften wir erst gehen, wenn Zöpa gepflegt wurde und ein leckeres Essen bekam.

Ein Mädchen hat Johanna eingeladen, das Futter zu holen. Hier sollen die Kinder das Pferd nicht aus der Hand füttern - wegen der kleinen Finger. :-) Eine Schüssel trockenes Futter hat Johanna mitgetragen, mitgebrachte Möhren wurden beigelegt - das war dann das Belohnungsessen. Für Johanna wurde aber eine Ausnahme gemacht: heute, zum Einstieg, durfte sie ein Pferdeplätzchen aus der Hand geben.

In der Zwischenzeit fragte mich eine Mutter, "wie fit Johanna ist". Ich bezeichnete Johanna als "ziemlich fit". Was jede von uns darunter versteht und verstand, wird wohl nie geklärt sein.

Wir, Johanna und ich, gingen nach Hause mit gemischten Gedanken... Meiner war: wird sie je mithalten können?

Montag, 25. Oktober 2010

Nicht besonders fit...

Nun haben wir etwas davon...
Johanna ist weder gesund noch krank, sie ging in den KiGa, abe ich hatte ein schlechtes Gefühl dabei. Als ich sie abholen wollte, fand ich mein Kind mit tränenden Augen vor. Am Abend wurde alles noch instabiler und am späten Abend, schon im Schlaf, bekam sie Fieber... Ein Virus?

Sonntag, 24. Oktober 2010

Kindergeburtstag!

Bei einem anderen der Kinder hätte ich heute gesagt: ah, es werden noch so viele Kindergeburtstage geben! ... und das Kind würde zu Hause bleiben... weil ich mich weder klonen noch sonst wie verdoppeln kann, um meine und des Kindes Pläne unter einen Hut zu bringen... aber Johanna kann ich einen Geburtstag nicht verwähren.

Pläne und Zeit überschneiden sich. Papa und Maria sind bereits unterwegs. Sie warten 200 km von Osnabrück auf mich, um mit mir zusammen am Abend etwas vor vielen Jahren Geplantes zu unternehmen... Die Karten sind dafür bereits gekauft und keiner will sie zurück geben... und am gleichen Tag ist auch ein Kindergeburtstag, zu dem Johanna eine herzliche Einladung bekam!

Der Geburtstag findet in einem Indoorspielplatz statt, ein Erwachsener soll bei Johanna bleiben, da die Mutter des Geburtstagskindes drei eigene Kinder beaufsichtigen muss und natürlich viel Unterstützung bei den anderen kleinen Gästen braucht. Nur... ich will ja dann schon im Zug sitzen... was tun?

Zum Glück fanden wir einen lieben Menschen, der bereit war, mit Johanna die Stunden des Kindergeburtstags zu verbringen, die Lautstärke einer Indoor-Halle zu ertragen und mit Johanna zu toben. Johanna war ganz aufgeregt, sie wollte schon ab Mittag "zum Buuuur-tag" gehen und das Lied ein paar Tausend Mal geübt....und der Rest der Familie verbrachte seinen Abend ganz woanders :-)...
... ausschlafen werden wir alle morgen!...

Samstag, 23. Oktober 2010

Zählen

Johanna lernt das Zählen.
Sie kann bis 10 die Wörter nennen, ohne dass sie vielleicht eine klare Vorstellung von der genauen Anzahl hat. Aber das Ganze hört sich bei ihr lustig an. Wir zeigen ihr auf den Fingern, wie als sie ist. Bald wird sie ja 4... Sie ist aber überzeugt, dass sie 5 wird - die beste Freundlin im KiGa zeigt bereits eine ganze Hand... wie kann da bei Johanna anders sein - geht doch gar nicht!

Freitag, 22. Oktober 2010

Happy birthday wieder mal...

Heute feiert Johannas Cousine ihren Geburtstag nach.
Seit dem Frühstück übt Johanna das Lied. Immer wieder fängt sie an, manchmal wird das Lied schon ziemlich "vorsingbar". Immer wieder haben wir neue Namen von zukünftigen Geburtstagskindern "eingebaut", damit Johanna versteht, wie und an welcher Stelle die Anrede zustande kommt.
Am Nachmittag, als sie mit dem Gratulieren und Singen an der Reihe war, konnte Johanna die Aufmerksamkeit aller nicht aushalten.
Plötzlich sang mein Kind mit der Hand von dem Mund... ganz schüchtern und leise, aber eigentlich richtig.

Tja... Singen bei Down Syndrom... die Stimmbänder sind beeinträchtigt, manchmal nicht elastisch genug, manchmal nicht "stramm" genug, die Mundmotorik stimmt nicht, die Aussprache leidet... was ist mit dem Gehör?
geht das Singen überhaupt?

Donnerstag, 21. Oktober 2010

Immer genauer und immer rechtzeitiger

wird es bei Johanna, wenn es um Sauber-Werden geht.
Zum heutigen Tag sind das wieder fast drei Wochen, in denen wir keine schmutzigen Windeln hatten.

Schade, dass es kein Sommer ist und dass sie nicht ohne Kleidung und natürlich ohne Windeln im Haus laufen darf... wir hätten ihre Sauberkeitserziehung vielleicht schon hinter uns gehabt...
Aber jetzt, im Winter, kann und will ich weder mir noch den Erzieherinnen das permanente Umziehen und die Wäscheberge zumuten.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Überfordert...

Ich meide dieses Wort und meide nach Möglichkeit die Situationen, in denen sich Johanna total überfordert fühlt. All das wird sie im Leben früh genug und schmerzvoll genug und natürlich oft genug erleben...

Heute habe ich bei meiner Tagesplanung einen Fehler gemacht: wir kamen 30 Min. zu früh zur Krankengymnastik... Zwei gleichaltrige, uns bekannte Kinder wollten gerade mit ihrer Einheit beginnen. Es wurde uns angeboten, wenn wir ja schon da sind, zu bleiben und mitzumachen...

Die Luftburg wurde aufgebaut. Die beiden Kinder bekamen verschiedene Aufgaben - auf einer Linie zu laufen, von einer Farbe zur anderen zu springen, rückwährts zu laufen, über die Linie rückwährts zu springen etc. - alles auf einem wackeligen Boden, versteht sich...

Johanna war überfordert. Einerseits wollte sie mitmachen und das Quitschen der Kinder war einfach ansteckend. Aber es fehlte ihr an Fähigkeiten - ob im Körperlichen, ob in der Umsetzung der erklärten Aufgaben, ob einfach an Mut...

Ich weiß nicht, was in ihrem Kopf vorgeht und ob sie das bereits als eigene Mängel merken kann.
Eltern von jüngeren Kindern, die hier eventuelll mitlesen, sollen sich keine Illusion machen, "dass es doch alles wird". Der Spalt zwischen Johanna und den Gleichaltrigen wächst mit einer enormen Geschwindigkeit.

Dienstag, 19. Oktober 2010

Letztes Mal reiten...

Heute wird der liebe Anton zum letzten Mal für Johanna von der Koppel geholt und gesattelt. Johanna muss unbedingt bei der Hufpflege helfen - wer weiß, wann sie das nächstes Mal machen kann...Es hat vor einer Stunde noch geregnet, es ist matschig und rutschig, es ist nicht einfach, im Sattel sitzen zu bleiben.
Ich fotografiere nur von hinten und ohne Blitz, da Anton in der Dunkelheit Angst bekommen kann.Johanna darf sich bei Anton "ausruhen"...
Da es schon ganz spät ist, darf Johanna Anton in seinen Stall begleiten und alle anderen Pferde auch.
Eine tolle Zeit hat nun ein Ende...

Ich hoffe für Johanna auf einen guten Neuanfang.

Montag, 18. Oktober 2010

Das Partizip...

wie oft habe ich schon diese Überschrift an der Tafel in der Schule geschrieben...

Nun ist es an der Zeit, Johannas "Erfahrungen" mit Partizipien zu notieren.
Johanna benutzt einige davon, auch wenn die Aussprache nicht ganz perfekt ist:
g´macht heißt wohl "gemacht",
g´ssssaft heißt "geschafft",
abg´holt heißt "abgeholt".

An der Straße von dem KiGa-Tor setze ich Johanna in den Kindersitz.
Sie sagt: "Mama abg´holt"
Ja, Johanna, heute hat dich Mama abgeholt. Und wer hat dich gestern abgeholt?
- Papa! Papa abg´holt!
Und heute?
-Mama!
Und wer ist abgeholt?
-Nanna!

Ich wollte ihr Verständnis noch weiter testen.
- Und wer wird abgeholt?
Johanna schaut aus dem Auto und sieht die Mutter von ihrer Freundin Gretha, die gerade das Tor aufmacht.
Johanna antwortet: - Gretha!

Na dann... hat sie wohl mich verstanden und verstanden, was ich wissen möchte. Ich werde sie in den kommenden Tagen mit solchen Fragen noch ein wenig nerven :-)

Sonntag, 17. Oktober 2010

Die Kapitänsmütze passte

nicht nur Mama - Johanna passte sie ja auch :-)Und so versuchte unser kleiner Kapitän das Boot zu steuern, genauer gesagt, am Ruder die Hand zu halten. Ein Hinweis für das Jugendamt und die Wasserschutzpolizei: es waren zwei Berechtigte an Board und deren Hände waren in 10 cm Entfernung :-))))))) Das Boot wollen wir ja behalten und so sollen die Kinder ganz früh das Gefühl für das Fahren und Rudern bekommen und entwickeln. Man muss nur ein wenig seitenverkehrt denken können, was nicht bei jedem Menschen der Fall ist... Was bei Johanna bereits der Fall ist, ist ihre gute Feinmotorik und die gute Griffhaltung der Finger. Als wir beim Regen in einem Cafe verweilten, bekam Johanna etwas zum Ausmalen und beschäftigte sich mit Stiften wie ein gleichaltriges Kind - mit Abstrichen natürlich, da sie noch nicht gezielt und konturenbewusst ausmalen kann.

Und so beenden wir unseren Ausflug zum Wasser, Johanna ist fit, die vielen Fließjacken halten die Wärme hervorragend, sie genießt die letzten Stunden vor der Fahrt...
... die Boote werden für die nächsten etwa 7 Monate eingepackt...
Es fängt eine kuschelige Zeit mit Plätzchen, Winterjacken und Kaminfeuer.

Samstag, 16. Oktober 2010

Ein wenig vergleichen...

Unsere schlichte, etwas verschlafene Ferieninsel, die nur dank des Bestandschutzes nicht abgetragen wird, kann mit den modernen Anlagen nicht mithalten.

Hier, in der Nähe von Rheinsberg, entstand vor einigen Jahren ein kleiner Luxus-Hafen mit Ferienhäusern. Hier ist ein Bild von oben, die Planer haben alles gut bedacht.
http://www.holiday-home.org/obimages/obimages350/DEBBGA00280B.jpg

Von dichtem Wald umgeben, bietet die Siedlung alle möglichen Annehmlichkeiten, viele Träume hat man hier verwirklichen können...:-) Unsere Träume sind das nicht, aber wir gehen gern hier spazieren, bewundern die gepflegten Häuschen in warmen Tönen und klettern hoch auf den Leuchtturm...

Na, was ist denn von oben zu sehen? ein nettes Cafe und ein Spielplatz... da es noch nicht regnete, gingen wir erst zum Spielplatz.


Ich war gespannt, wie Johanna diese "Brücke" meistert. Zu meinem Staunen ging sie vorsichtig, aber ziemlich sicher darauf, ich habe mich für Johanna sehr gefreut. Sonst muss sie erst ermuntert werden, überredet werden...
Wer die Brücke überquert hat, darf auch rutschen - aber das kann Johanna schon länger, ohne Hilfe... Auf diese Wippe hat sich Johanna früher nicht getraut - aber heute, mit Papa, hatte sie viel Spaß!Wann bekommt man ein solches Lächeln zu sehen?
Man braucht nicht drei Mal zu raten, das magische Wort "Eiscafe" hat es in sich... Es fing an zu regnen, die beste Zeit, sich eine Kugel Eis zu bestellen.
Das kleine Cafe bot etwas besonderes an - "twisted" Pommes - natürlich mussten wir dies probieren!
Japan und Korea haben das schon längst entdeckt, eine Schneidemaschine dafür bekommt man schon für 29 Dollar, in Deutschland geniesst man noch Pommes als Stäbchen. Wie lange noch?

Es ist kalt und windig draußen, aber es regnet nicht. Ich hoffe, Johanna wird diese Extremwetterlagen, rauen Wind und längere Aufenthalte in der Kälte verkraften.

Freitag, 15. Oktober 2010

Feuer, Rauch und Wind

und keine Sonne... das sind unsere Abende und Tage - kalt und windig, morgens nebelig, aber man macht das beste daraus :-)

Unsere Jacken riechen nach Rauch - am Abend hat man sich mit einem Lagefeuer aufgewärmt.

Am Morgen sind wir an diesen Ofen vorbei gegangen - und konnten nicht wiederstehen...
Diese zwei Fische landeten auf unseren Tellern. Irgendwie haben wir NIE diese Art der Nahrungszubereitung getestet - nun warten wir, bis der Ofen im nächsten Herbst wieder den Betrieb aufnimmt :-)
Johanna hat auch probiert und ein wenig davon gegessen - na dann ist sie ein paar Jahrzehnte uns voraus.
Und ein wenig Wind hat diesmal nicht geschadet: Papa hat sich das Segeln beigebracht.

Es gibt kein gelungenes Foto vom abendlichen Lagerfeuer und Johanna davor. Für sie war das in diesem Jahr ein unvergessliches Erlebnis. Sie kann ganz deutlich "Feuer" sagen und hat es genossen, einfach zu sitzen und zu schauen. Wir brauchten uns keine Sorgen zu machen, da Johanna ganz genau weiß, das alles "heisssss" ist.
Sonst machten wir Erwachsenen unsere weiteren Beobachtungen, was Johannas Benehmen angeht: während Papa die Boote zusamenbaute, lief Johanna herum und erkundete die Umgebung und die Anlage und natürlich den großzügigen Spielplatz. Sie entfernte sich wohl ein Stück, aber sie kam immer wieder zurück, ohne dass jemand sie suchen oder rufen musste. Sie protestierte zwar gegen die Rettungsweste, musste sie diese aber doch hinnehmen: ohne Weste kein Boot, basta.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Guten Morgen Tietzowsee!

Gestern bei der Ankunft war es schon so dunkel, dass wir nichts sehen konnten. Am Morgen ist die Sonne (noch) nicht da, aber wir freuen uns trotzdem: jeder Tag ohne Regen ist schon toll! Von unten können wir Wasser hier gern haben, aber wenn es gleichzeitig von oben kommt... neeee...Johanna kennt sich bereist aus. Tisch decken, Treppe steigen, Fernseher anmachen, Brot schmieren... alles will sie und alles alleine und auch gleichzeitig...

Nach dem Frühstück wird Mamas neue Mütze anprobiert. Na, man weiß ja, die Mama will sofort alleine losfahren - das darf sie jetzt nämlich :-)

Und nun hat Mama eine Hand zum Rudern und Steuern, eine Hand für das Kind... nur wenn das Kind schläft, ist eine Hand zum Fotografieren frei. Auf die neue Mütze wird wegen des Windes verzichtet :-)))))

Maria ist ja schon seit vier Tagen hier unterwegs. Endlich kann Johanna mit Maria spielen!
Was für ein toller Tag - hier im Wald und am Wasser ist es wohl kalt, aber still und ruhig, der Herbst riecht gut, die Grillwürstchen noch besser...

Mittwoch, 13. Oktober 2010

Noch einen Monat -

und wir werden Johannas 4. Geburtstag feiern! Heute morgen habe ich ganz vergessen, sie zu wiegen... egal, das machen wir im nächsten Monat.

Aber die Körpergröße haben wir geprüft.
Kein Millimeter größer -
das wird unser wichtiges Thema für die nächsten Monate sein. In zwei Wochen ist die Blutprobe dran, wir werden eventuell mit Jodeinnahme wieder beginnen.

Ihr passen Hosen in der Größe 98, Pullover und Jacken kaufte ich in 104 und 110, sie passen auch gut.

Ihr passen Schuhe in 25-26, einige geschenkte Schuhe mussten wir aussortieren bevor sie sie tragen konnte.

Der Kopf ist auch nicht gewachsen, wir haben also einen "leeren" Monat hinter uns, was körperliche Veränderung angeht.
Wo sie aber wieder große Fortschritte machte, war die kognitive Entwicklung. Basteln, zählen, nennen, komplexe Wörter bilden (wie Mülleimer, Kaffeekanne), Buchstaben nennen, zuordnen, schneiden, sprechen - in allen Bereichen ist sie SEHR GUT vorangekommen. Ein ausführlicher Bericht wird im kommenden Monat wohl fällig.

Ein Bericht von der Ergotherapie mit dem gestrigen Datum liegt uns vor, hier ist ein kleiner Abschnitt:Dann müssen wir erst in den nächsten Monat schauen, was er uns wohl bringt.

Aber heute sind wir unterwegs, wir fahren nach Osten, zu den Seen und Kanälen, an denen kaum Häuser stehen und wo man die Natur direkt aus einem kleinen Märchenhäuschen heraus genießen kann.

Dienstag, 12. Oktober 2010

Noch ezwei Mal

reiten darf Johanna mit Anton.

Auch wenn sie heute nicht super ausgeschlafen war und vielleicht nicht bestens gelaunt war - man muss einfach das genießen, was man in diesem Moment machen darf... Das Extra-Chromosom hat bei Johanna diese "Genuss-Einstellung" nicht unbedingt bewirkt, man muss ihr oft zu ihrem eigenen Glück helfen :-)

Nun sitzt sie doch drauf, der Helm sitzt auch - und plötzlich macht das Reiten wieder Spaß!

Diese Disziplin, sich auf die Situation einzustellen und sich anzupassen, erwarten wir von Johanna. Wenn sie sich unter den 46-er Menschen im Leben aufhalten und bewegen will, muss sie sich anpassen können, basta.Nun sitzt sie daruf ...und macht Quatsch... tja, zum Thema Disziplin...
...und noch mehr Quatsch... was eigentlich nicht erlaubt ist und ihre Kenntnisse und körperlichen Fähigkeiten noch übersteigt... es wird ihr gesagt, dass sie sofort absteigen muss. Und das Pferd bleibt einfach stehen... das ist eine vorbildliche Pferdedisziplin! - das muss man noch suchen gehen!

Nun sitzt sie weieder gut, es kann weiter gehen. Mit diesen Übungen ist sie zurzeit aber am besten beschäftigt, das reicht dann schon mal... Die Bewegung und der Haltung der Beine zeigen ein gutes Gleichgewichtgefühl, sie kann sich gut aufrichten, sie fühlt selber, wenn sie zur Seite abrutscht und kann ihre Position selber korrigieren.
Da wir sowieso eine Änderung bald haben werden, werden wir uns auf einen anderen Unterricht und ein anderes Pferd und natürlich andere Regel einstellen müssen... aber diese gewisse Disziplin im Umgang mit dem Pferd und mit sich selbst muss für Johanna bleiben.

Montag, 11. Oktober 2010

Eine Einladung!

Noch eine Einladung!Ist das nicht toll?
Es ist ja klar, dass sich die Mama mehr freut und sich gern auf die Geschenkideensuche begibt.
Aber Johanna kann auch etwas nachweisen, wenn sie als erfahrener Kindergeburtstagsgast auftreten möche: sie kann das Lied "Happy birthday to you!" singen, und ziemlich deutlich, sodass auch Fremde sie vestehen können. Das muss ich einfach in einem passenden Moment filmen!
Das ist Johannas erstes Lied - das sie als Lied und nicht als Gedicht auch wiedergibt.

Sonntag, 10. Oktober 2010

Wo reiten wir demnächst?

Wir sind einfach losgefahren, wir wollten überall, wo in der Nähe Pferde zu sehen sind, nach den Reitstunden fragen. An diesem Sonntag haben wir nicht viel erreicht, da wir nur Pferde und keine Besitzer ausfindig machen konnten. Johanna war viel zu Fuß unterwegs und spielte selber ein "Pferd" - das Tuch sollte der Sattel sein :-)Der Weg brachte uns, wie es schon so oft war, zu einem Cafe am See. Wie kann man Johanna ein kleines Eis verwehren?
Johanna grüßte die Menschen am Nachbartisch freundlich, allerdings seit Neuestem mit "Morgen!" statt "Hallo!". Sie macht das irgendwie sehr nett, gar nicht aufdringlich. Sie grüßte die Menschen, die uns im Wald begegneten, oder welche, die sie vom Fahrradsitz durch offene Autofensterscheiben an einer Ampel wartend sehen konnte... ein erst hochnäsig wirkender junger Fahrer im offenen Wagen hat das grüne Licht nicht bemerkt, da er mit Johanna Höflichkeiten austauschte... ich wundere mich nur, denn es gelingt ihr immer wieder, die Menschen zum breitesten Grinsen zu bringen.

Samstag, 9. Oktober 2010

Wieder ist eine Woche vorbei

und ich reflektiere über die Situation mit Johannas Sauberkeitserziehung.

In der letzten Woche hat sie sich vorbildlich gemeldet, wir hatten keine schmutzigen Windeln.

Mit den "kleinen" Problemen geht es nicht so einfach, sie meldet sich unregelmäßig und in der Nacht gar nicht. Sie sagt zwar tagsüber ab und zu Bescheid oder sie sagt, dass die Windel "nass" ist, aber von einer Regelmäßigkeit ist noch nicht die Rede.

Trotzdem haben wir im "großen" Bereich einen Riesenerfolg zu verbuchen: im ganzen letzten Monat gab es nur einen "Ausrutscher" im KiGa, und zwar weil sie keinen Ansprechpartner rechtzeitig fand.

Johanna wird im nächsten Monat 4 Jahre alt. Ich weiß nicht, ob wir bis dahin etwas besser stehen, ich lasse mich überraschen.

Freitag, 8. Oktober 2010

Noch zwei mal reiten...

und dann ist unsere "Reitzeit" hier vorerst zu Ende...

Danach werden wir uns etwas anderes suchen, ob weiter oder näher - werden wir sehen. Aber diese letzten Male können wir einfach genießen - das Wetter spielt gut mit, Johanna ist gut zufrieden, der liebe Anton sit wie immer ein Schatz. Leider ist der Termin auch schnell vorbei...Das kleine Pony zum Schluß begrüßen... demnächst werden wir Anton lediglich besuchen kommen können, das mit dem Im-Sattel-Sitzen bleibt nur als Geschichte...

Donnerstag, 7. Oktober 2010

Nur ein paar Sätze...

Ich wurde im KiGa angesprochen zum Thema frühes Lesen. Unsere Erzieherinnnen wissen, dass wir diese Geschichte in unserem Alltag mit Johanna immer wieder einsetzen und immer wieder die Kärtchen, die Fotoalben etc. erstellen.

Vor Kurzem haben die Mitarbeiter im KiGa im Frühstücksbereich einige Schriftzüge für Lebensmittel angebracht.
Johanna war die erste, die das Wort WASSER "gelesen" - na, erkannt hat. :-)

So besonders intensiv betreiben wir das frühe Lesen nicht, aber wir merken, dass die Bedeutung und die Rolle der Buchstaben für Johanna bereits klar ist, und wir hoffen, dass sie diese Vorstellung auch weiter behält.

Mittwoch, 6. Oktober 2010

Oskar leistet Gesellschaft...

Heute kann Mama beim Sport gar nicht mitmachen. Johannas Virus hat sie erwischt.

In der Sport-Stunde ist heute Oskar dabei. Er hat gerade einen Plastikball "erbeutet" - und macht ihn "alle"... Sonst ist er ein lieber und kooperativer Hund, er mag Kinder und mag Streicheleinheiten.Johanna fand seine Gesellschaft total aufregend und machte viele Dinge gern mit, besonders, wenn Oskar mitmachte.

Und die Mama muss nur sehen, dass man die letzten Tage vor den Ferien überlebt und übersteht, die Kraft ist vom Virus wie eingesaugt...

Dienstag, 5. Oktober 2010

Der erste Kindergeburtstag!!!

Johanna durfte doch hingehen! Sie war wieder munter, sie hatte kein Fieber, der Husten war fast weg.

Ich kann kaum Fotos zeigen, da es viele andere Kinder um uns herum gab... aber hier habe ich Johanna, an einem dekorierten Gartentisch, mit einem Stück Geburtstagskuchen - was will man mehr?Der Garten war groß, die Kinder hatten viele Spielplätze, es wurde relativ friedlich gespielt - nach meinen Beobachtungen war Johanna einer der kooperativsten Mitspieler - sie kämpfte nicht um die Schaufel/Eimer/etc., sie überließ das freundlich einem anderen Kind und nahm sich etwas anderes
Danach gab es eine gemeinsame Eltern-Kind-Aufgabe,
die am Ende als eine tolle herbstliche Dekoration aussah...
Ob Bambusbüsche schütteln, schaukeln, rutschen, Regenwürmer beobachten -
bei allen Aktivitäten konnte Johanna gut mithalten. Beim Reden natürlich nicht und beim Rennen auch nicht. Und dazu muss man sagen, dass dies ein dritter Geburtstag war und dass die meisten Gäste drei und jünger waren.
Mit jedem Kind bewege ich mich in einer bestimmtem Mütter-Generation, das ist mit den Jahren nicht seltsam, sondern einfach lustig geworden.

Johanna kam glücklich nach Hause. Es war ein toller, gelungener Kindergeburtstag, mit dem besten Wetter und vielen Kindern und Müttern.

Wer weiß, wieviele Geburtstage es noch geben wird bis Johanna ihre Besonderheit bemerkt...

Montag, 4. Oktober 2010

Ein Virus?

In der Nacht bekam Johanna Fieber. Nicht viel, aber der nächste KiGa-Tag war natürlich gestrichen. Hat sie eine Viruserkrankung?
Johanna darf einen ganzen Stapel Bücher mit ihrer Oma lesen, sie muss viel trinken und am besten in der Mittagszeit lange schlafen... das Letzte hat sie am heutigen Tag nicht gemacht. Für morgen hat sie ja eine Einladung zum Kindergeburtstag. Wird sie gehen können? Das wird schade sein, wenn sie das nicht erleben wird...

Das Fieber war am frühen Abend vorbei, ohne Medikamente. Johanna hat einen Reizhusten, sie bekommt Weleda-Hustensaft, er hat ihr immer schon geholfen.

Hier wollte ich noch ein gebasteltes Kärtchen zeigen, das ich am Freitag nach Hause mitnehmen durfte.
Es geht also auch hier voran.


Sonntag, 3. Oktober 2010

Ein zweiter Sonntag

mit dem Boot - aber jetzt auch im Wasser.
Wir sind soweit: das Boot wird heute ausprobiert! Alle sind gespannt.Nach wenigen Griffen in wenigen Minuten ist es alles so, als ob wir das immer schon gemacht haben...
Johanna darf auch mit:
sie fand das fahren super toll und wollte nicht aus dem Boot heraus.
Das musste sie, da der Papa das Segeln erst alleine ausprobieren wollte.
Mit dem Wind ging das wohl wunderbar, aber gegen den Wind... das werden wir noch lernen... :-)