Johanna steigt in den Kindergarten ein

Lilypie Fourth Birthday tickers

Montag, 20. Juli 2009

Unser letzter Tag in Seoul

Heute ist Montag, es ist schwül, warm und nebelig. Nur ein Palast ist heute geöffnet, der kleinste auf dem Stadtplan, aber da darf man überall und ohne führung laufen - das ist das, was wir wollten.Der Plan sah übersichtlich aus - so naiv dachten wir, dass wir am Nachmittag für etwas anderes noch Zeit hätten...
Bei unserer Ankunft wurden wir von dieser Parade überwältigt - solch eine Augenweide... kein Foto kann das Gesamtbild darstellen...
Die seidenen Kleider sehen wirklich schön aus, die Soldaten darin eher bedrohlich... Sie machen auch entsprechende Gesichter. Die Bärte sind nicht echt, aber da muss man gaaanz gebau hinschauen...
Man durfte sich neben einem der Soldaten fotografieren lassen. Erst zupfte johanna an seinem Kleid, als ich ihr das verboten habe, wurde er plötzlich uninteressant...
Wir liessen Johanna auf dem Platz vor dem Palast laufen - siewurde sofort als ein "herrenloses" Kind von Sicherheitsdienst angesprochen. Da! Mama! - ah so, dann ist alles klar, sie wird schon nicht schnell verloren gehen...
Die Dächer des ersten Gebäudes verdeckten weitere Dächer, es ging immer weiter, immer neue Mauern und Bauten und Türme konnten wir sehen uns bewundern.
dahinter waren wunderschöne Gärten - so groß, dass Papa mit Johanna uns verloren haben.
Egal, wohin man nur schaute, gab es tolle Ausblicke, jede Ecke war einer Aufnahme wert.

Erst kurz vor 18:00 haben wir den Palast verlassen. Ich versuche die schönsten Bilder in eine Diareihe, wenn es mir gelingt.
Morgen stehen wir um 3:45 auf, der weg zum flughafen ist ca. 1 Stunde, um 9:00 fliegen wir nach Peking, dort sind wir bereits um 10 Uhr... etwas zu schnell für meine Vorstellung... Das werden wir dann sehen.
Wir haben vor Monaten ein schönes Hotel in Peking gebucht, erst für 3 Tage. Von dort sol uns unser Weg nach Tibet führen. Hier in den Nachrichten und in den Zeitungen wurde berichtet, dass es Vertreibungen und Unruhen in den nördlichen Tibetgegenden gibt, da sich die Uyguren benachteiligt fühlen. wir wissen nicht, ob wir eine Erlaubnis bekommen werden und wir wissen nicht, ob ich morgen berichten kann - wegen des Zuigangs zum Internet. Ich hoffe, wir werden sie haben.

PS. Johanna hat heute in den Gärten den sitzenden Papa aufgefordert, mit ihr zu gehen, mit einer folgenden Aussage: Papa!Auf! - man braucht nicht zu raten, in wievielen Sekunden er aufgesprungen war. Als Maria und Papa spät abends noch etwas trinken gehen wollten und ich Johanna eigentlich ins Bett bringen wollte, ging sie zur tür, setzte sich, zog sich die Schuhe an, und rief: Mama hier! Janna Papa! (Mama soll also wohl hier bleiben, Johanna kommt aber mit Papa mit!) An dieser Stelle hat es aber mit ihrer "Überredugskunst"
nicht geklappt. Gute Nacht!

Etwas zu Preisen hier...

Wir hoch das Einkommen hier durchschnittlich ist, wissen wir noch nicht, aber man sieht hier wenig, sehr wenig Bettler oder Obdachlose, eigentlich kaum. Es gibt bestimmt eine Menge einfacher Jobs, die nur ein schlichtes Leben erlauben können. Da wir ein einfaches Hotel haben, sind wir hier "mitten im Leben" - eine Menge kleiner Cafes, Geschäfte, Karaoke-Cafes etc. Einen Meter von unserer Tür befindet sich ein Puff, ein Püffchen, vielleicht, da es im kleinen Keller "versteckt" ist.
Morgens geht Maria einkaufen. ein Trinkjoghurt 300 ml - ca. 80 cent, eine Zimtschnecke - um 50 Cent, 1 L Milch 1€ 30 Cent, das Leckerste - eine Portion HANDGEMACHTER frisch zubereiteter Teigtaschen, ca. 2 €.
1Kg Fisch im supermarkt - ca 7 €, 1 Kg Fleisch ca. 13 €. Das Essen im resaurant dagegen ist viel billiger, es lohnt sich offensichtlich nicht, für einen Single-Haushalt zu kochen, so kaufen viele junge Menschen eben eine Trocken-Suppe im Pappbecher (70-90 Cent) oder eine Sushi-Rolle (80 Cent). Milchprodukte sind intensiv in der Werbung, das ist etwas neues hier. Man wirbt auch für Käse mit allen Möglichkeiten der hochwirksamen Nahaufnahmen, mit lecker ziehenden geschmolzenen Käsefäden auf Nudeln...
Den hochprozentigen Alkohol kann man überall kaufen und ausgeschenkt bekommen, am Freitag abend haben wir eine Menge Betrunkener gesehen, die ihr schönes Abendessen offensichtlich so richtig zutiefst genossen haben, aber in der Woche geht es zünftiger zu, auch vor der Tür des Püffchens ist nichts los...
Ein Busticket in der Stadt kostet so um 60 Cent, UBahn 1 bis 2 €, eine Eintrittskarte für ein Museum um 1 €. Ein teueres Hotelzimmer wäre um 100 000 Won, also 65 €. Sonst haben wir nicht viel in Erfahrung bringen können, da wir im Moment keine anderen Anhaltspunkte hatten.
Ich berichte heute abend weiter. Irina.

Sonntag, 19. Juli 2009

Wie johanna alles mitmacht...

Irina schreibt:
Unser 13. reisetag ist vorbei. Wir sind in Seoul. Wir haben nicht berichtet, obwohl die Möglichkeit theoretisch da war. Seit gestern haben wir internet sogar im Zimmer, aber die Müdigkeit war nicht zu überwinden... Auch die zimmergröße erlaubt nicht, sich zurückzuziehen und zu schreiben: das aktuelle zimmer ist gerade vielleicht 12 qm groß. Hier gibt es ein Doppelbett und ein koreaniches Bett (eine Decke für den Boden). Wir bezahlen dafür 50 000 Won, das sind 32 € für uns vier. Erst, als wir hier in der Nacht vom Freitag auf Samstag und im Regen ankamen, waren wir enttäuscht und wollten hier nur weg, das ging aber schon wegen der müden Kinder nicht, Am nächsten Morgen haben wir uns überlegt, dass noch ein neuer Umzug nur viel Kraft und einen halben Tag wieder kosten wird. So blieben wir hier und versuchen, uns auf der kleinen Fläche zu organisieren. Das Hotel liegt wirklich zentral, und da wir gut zu Fuss sind, haben wir heute verstanden, dass die Stadt, in der 8 Millionen wohnen, gar nicht sooo groß sind.
Im heutigen Bericht möchte ich Johannas Entwicklung und die Umstellung kurz beschreiben. Wenn dies ein "einfacher" Familienurlaub wäre, würden wir heute an die Heimfahrt denken. Wir haben aber noch einiges vor...
Der Flug war für Johanna nicht sehr schwer, das kennt sie schon - schön angeschnallt sitzen bleiben, nicht den Tisch immer wieder aufklappen, nicht die nachbarn belästigen, nach Möglichkeit schlafen... das hat sie mitgemacht, auch brav gegessen, sogar alleine. Der Anschlussflug Peking-Tokyo fand sie schon etwas schlechter, die Tage danach waren gar nicht einfach. Sie fiel aus ihrem Tagesrahmen heraus, sie hatte ihre Spielsachen nicht dabei, sie musste lernen, abends nicht in ihrem eigenen Bett einzuschlafen. Sie stellte das Hotelzimmer auf den Kopf, untersuchte ale Tische im Frühstücksraum auf Kippsicherheit, verbrannte sich die Finger am Heisswasserspender, kein Restaurantessen war stressfrei möglich, überall haute sie uns nur ab. Da es in Japan, wie auch in Korea keine Hochstühle im Einsatz sind (nur bei McDo... und Co gibt es sie manchmal), versteht man, dass wir nicht immer so richtig unser Essen genießen konnten, da das Kind nicht im Hochstul "gesichert" werden konnte... Wir lassen Johanna in ihrem Kinderwagen sitzen oder auf dem normalen Stuhl, aber das ist für sie nicht hoch genug... Hier kann man aber nichts ändern. IK-- - Tassen und Utensilien sind hier im Gebrauch, aber die 10-€-Hochstühle nehmen einfach viel zu viel Platz...
Der Kinderwagen war für Johanna nur ein selten gebrauchtes Ding, da wir zu Hause Vieles mit dem Auto erledigen mussten. Hier MUSS sie lernen. diszipliniert darin zu sitzen, wenn es nötig ist. Und darin zu schlafen... und zu essen...
Es ist nicht einfach, Johanna zu beschäftigen. Sie mag im Moment keine Bücher. Wir singen viel, das hilft. Als kleine Ablenkung kann sie mal ein filmchen im Fernseher schauen, das klappt manchmal - aber dann muss man neben ihr sitzen.
Die Busfahrten. Es klappte langsam schon ganz prima, sie saß auf ihrem Sitzt, sie stand nicht auf (auch wenn sie erst alles versucht hatte und verärgert war, als der Papa nicht erlaubte).
Das Duschen. Jedesmal ein neues Zimmer, neue Dusche, neuer Wasserhahn. Klappt langsam super, keine Probleme beim Duschen,
Das Essen. Eine Packung Kekse haben wir für einen unerwarteten Hunger immer dabei, davon wird mal etwas genommen... Sonst probiert sie die Sachen gern, sie hat neue Vorlieben entdeckt. Milch und Joghurte sind hier überall in der Werbung und im Verkauf, das bekommt sie zum Frühstück und ist super zufrieden dabei. Wir nehmen alles lieber ins Zimmer, so kann sie sogar alleine essen, was woanders nicht immer möglich ist (das TShirt ziehe ich ihr aus, das Waschen und das Trocknen hier sind viel zu mühsam).
Am Anfang der Reise dachte ich ein paar Mal, dass es mit iht und mit der gewissen nötigen Disziplin nicht zu schaffen sei, heute aber überraschte sie mich mit dem aufmerksamen Zuschauen bei einer Vorstellung einer Kampftanzgruppe - mit dem Klatschen und allem, was dazu gehört. Das Warten von 30 Minuten musste Papa mit seiner Beschäftigung überbrücken, abenr danach saß sie brav auf den Stufen einer Arena und machte wunderbar mit.
Es gibt noch einigige Dinge, die ich festhalten möchte, aber ich sehe, dass meine Nacht zu kurz sein wird. Ich schreibe morgen an dieser Stelle weiter...
Montag, 08.20.
Ich versuche, weiter zu schreiben.
Das Trotzen. Geht weiter, aber nicht sehr heftig.
Die Sauberkeitserziehung. Ich habe es damit für einige Tage aufgehört, wir haben mehr Windeln gekauft, basta. Gestern, als wir in einen Bus gestiegen sind und weit voneinander standen, teilte sie Papa mit, sie muss wohl. Papa winkte mir, wir steigen sofort aus. Ok, sind wir. In einer westlichen Kette gab es eine Toilette - und bitte schön, sie hat mit Papa alles erledigt. Das Gleiche kam schon mal vor dem Schlafen und nach dem Aufstehen - also hoffentlich hat sie nichts verlernt...
Kontakte mit uns. Es geht ihr gut mit uns, obwohl wir 24 Stunden zusammen sind. So wie wir, hat sie auch keine großen Möglichkeiten, sich zurckzuziehen. Maria bekommt von ihr oft die Zunge herausgestreckt, wenn sie sich mit Maria streitet. Papa ärgert sich immer, Johanna weiss das und macht dann alles heimlich. Sonst, wenn es um selbständiges Essen geht oder etwas Freiheit, versucht sie, dies nach Möglichkeit durchzusetzen.
Kontakte mit anderen Menschen. Johanna braucht sie. In Japan wirkte die Umwelt oft freundlich, aber neutral - die Menschen dort sind so erzogen, sie können es nicht anders. Das war für Johanna kein Problem, sie hat gewunken, und wenn es nicht beantwortet blieb, war es auch ok. Im kleinen japanischen Restaurant, wo wir alle, auch die kellnerin, knien mussten, und somit auf der gleichen Augenhöhe mit der stehenden Johanna waren, hat Johanna die junge Kellnerin zum Abschied umarmt - was sie sehr, sehr selten tut und was die junge Frau sehr berührt hat. Hier in Korea erleben wir die Kontakte anders. Johanna wurde oft angesprochen, es wurde ihr die Hand gereicht, sie wurde von fremden Menschen auf den Arm genommen, fotografiert, auch ohne uns zu fragen, gefüttert, im Bus auf den Schoss genommen, von ganz jungen Menschen, sogar Jugendlichen, begrüsst. Wir wissen nicht, was die menschen verstehen oder wahrnehmen. Johanna wird als BABY eingeschätzt, da sie ihre ersten Schritte zu machen scheint. dafür ist sie offener, als 1- 1,5-jährige Kinder, für die sie gehalten wird. Sie ist groß - aber alle schauen auf den hier überdimensionalen Papa und denken vielleicht, dass europäische Babys einfach gross sind. Sie hat eine helle Hautfarbe und rosige Wangen, was hier schön sein soll. Sie hat ein flaches Gesicht, was hier keine besonderheit ist. Sie hat aber eine kleine nase - und hier sind die Nasen lang. Unseren Zettel mit der Erklärung ihrere Situation haben wir nicht gebraucht, da es in der hektik der Großstadt wenig Raum für längere Gespräche mit Unbekannten gibt.

So, nun ist es langsam 09:00 Uhr morgens, in unser Fenster kommt KEIN tageslicht hinein, aber ich denke, es wird Zeit, meine Familie zu wecken. Bis dann, Irina.

Freitag, 17. Juli 2009

Ein Tag in Pungsan...

ich erzähle mal davon... am 05.02.2010 :-)

Wenn ich schon einen ganzen Tag schulfrei bekommen habe, habe ich mich entschieden, ein wenig meine "to do" - Liste abzuarbeiten... Der Alltag ist sonst so voll, dass man kaum Zeit hat, das Notwendigste zu erledigen, die Reiseberichte habe ich erst "aufs Eis" gelegt... schade...
Unsere Erinnerungen an die Asien-Reise sind aber eigentlich sehr, sehr frisch, auch wenn die Reise ein Stück zurück liegt...

Dieser Bericht gehört zum Datum 16.07.2009, da werde ich ihn nach einiger Zeit platzieren.


***
Das war unser Tag 11 der Reise, wir kamen im kleinen Ort Pungsan an und wollten gerade unseren ersten Morgen anfangen. Die noch verschlafene Verkaufsstraße, ganz im Nebel, versprach noch keine Sehenswürdigkeiten... am gestrigen Abend haben Maria und ich uns hier verlaufen - es ist kein Wunder, alles sah und sieht hier gleich aus...Der Supermarkt bot viele unbekannte Dinge an, so kam der Papa auch mit. Wir kauften uns etwas Brot und Joghurte und leider keine unbekannten Dinge und wollten ins Hotel gehen. Johanna hatte noch den Oberteil von ihrem Schlafanzug an. Erst wurden wir auf der Straße von drei älteren Frauen angesprochen - sie wollten das Baby sehen und ALLES wissen - wieviele Kinder wir sonst hätten, wo sie sind, wie alt etc. Die Familienangelegenheiten scheinen hier eine wichtige Sache zu sein... Wohl gemerkt, sie sprachen kein Englisch und wir - kein Koreanisch... Die Hand von Johanna schien einer Frau ziemlich dick zu sein - sie griff nach meiner Hand, untersuchte sie, dann schaute auf Papas Hände - und war offensichtlich zufrieden...

Eine männliche Stimme sprach uns von hinten an - ein Mann begrüsste uns auf Englisch, stellte sich vor und berichtete, dass er hier weit und breit der Einzige sei, mit dem wir Englisch sprechen können. Er arbeitet als Steuerbeamter. Er freut sich immer, wenn er die Möglichkeit hat, Englisch zu sprechen. Wenn wir warten würden, wird er uns zu zwei Sehenswürdigkeiten dieser Gegend mit seinem Auto fahren, seine kleine Aufgabe für heute dauert nur noch eine halbe Stunde.
Wir haben uns über sein Angebot sehr gefreut und setzten uns zum Frühstück im Garten der Stadtverwaltung hin.
Ins Hotel wollten wir nicht gehen, meine Baby-Tasche war wie immer dabei - den Rest... brauchten wir nicht, am Tag 12 außer Zuhause waren wir etwas ruhiger, auch wenn etwas fehlte. Dass Johanna immer noch im Schlafanzug war, war unwichtig: es verwischten sich hier viele Grenzen und Unterschiede...

In einer halben Stunde war unser Mr. Lee da. Sein Chef war auch dabei, Mr. Lee stellte uns ihm vor - nun konnte er in seiner Arbeitszeit die seltenen Ausländer begleiten.

Der Weg durch die Reisfelder brachte uns zu einem Berg, auf dem eine Klosterschule sein sollte. Mr. Lee besuchte in seiner Kindheit diese Schule, die jetzt leider nur ein Museum ist. Die Straßen waren weich und zum Teil unterspült, da staunten wir noch. Klar, nach den gepflegten japanischen Straßen war das ein desolater Zustand... wir wussten noch nicht, was in Tibet auf uns zukommen wird. :-)

Hier ist er, unser Mr. Lee - er ist 40 Jahre alt, ein Staatsbeamter, hat zwei Kinder, 9 und 11 Jahre. Wir haben viel gesprochen, und das Thema Kinder und die Erziehung war für ihn ganz wichtig. Als er erfuhr, dass wir bereits ältere Kinder haben, fragte er uns nach den pubertären Entwicklungszügen, nach der Wichtigkeit der traditionellen Erziehung, nach Autoritäten in der Familie... Wir verstanden, dass er und seine Familie - wie das ganze Land vielleicht - an einer Schwelle stehen - zwischen den Traditionen, hier noch ländlich und mit mehr Stabilität, und der ganzen globalen Welt, die durch alle modernen Medien hineinströmt, die Traditionen bedroht und die Kinder "verseucht".

Tja, in seiner Kindheit, als er hier gesessen hatte und dem Lehrer zugehört hatte, war es hier alles ganz anders... Die Gründer dieser Konfuzianischen Klosterschule haben sich wohl überlegt, dass man hier schon als stiller Beobachter viel lernen kann: der Fluß, der Himmel, die Berge und die Weite - das Bewegliche, das Ewige, das Unerreichbare - alles in einem und alles von einem Punkt im Klassenzimmer zu sehen...

Die alten Holzdielen sind 6 bis 7 cm dick, sie sind aufpoliert von vielen Generationen der Schüler, die hier natürlich nur barfuß laufen durften...



Mr. Lee erzählte uns, was in den einzelnen Häusern war. Die Anlage gehört jetzt zum Weltkulturerbe und wird gut gepflegt.
Man kann natürlich nichts gegen die Feuchtigkeit tun, die Kletterpflanzen würden hier schnell alles erobern...

Johanna, die die Erlaubnis bekam, mit ihren Schuhen herum zu laufen, genoss die Freiheit. Ich genoss sie auch: alles ist wunderbar sauber, überschaubar und weit weg kann sie sowieso nicht laufen.


Diese schwarzen Aufsätze auf den Dachrinnen vermutete ich aus Gußeisen zu sein - nein, das ist alles Keramik, schwarze schwere Keramik, aus der auch große Tontöpfe gemacht werden, in denen Koreaner ihr eingelegtes Gemüse zubereiten.



Es fing an zu regnen. Man musste sich ein wenig überwinden, um nicht anzufangen, sich vom Regen zu schützen - und dann fühlte man sich viel besser.
Mr. Lee verstand nichts von Johannas Besonderheit, er fand sie einfach hübsch.

In der Zwischenzeit belegte eine Bildungs -Reisegruppe den zentralen "Vorlesungssaal" - nur ein Haufen Schuhe aller möglichen Marken zeigte, dass wir uns hier in einer sehr globalisierten Welt bewegen.

Leider war unsere Zeit hier in der Klosterschule schnell vorbei. Ich wäre gern länger geblieben, aber Mr. Lee wollte uns noch zur zweiten Sehenswürdigkeit fahren und dann sich verabschieden.
Er erklärte uns, dass Unesco hier in der Gegend einige Projekte unterstützt, so entstand ein Museumsdorf. Es ist nicht viel los zu dieser Jahreszeit, aber wir können trotzdem viel sehen. Den Weg zurück mit dem Bus können wir leicht organisieren...

So blieben wir im Regen vor diesem Schild stehen:

Schon der erste Blick versprach viel: egal, ob es nur für Touristen alles gebaut wurde, die Menschen um uns herum waren das Interessanteste.

Es regnete. Johanna hatte keinen Regenschutz, dafür den Pijama an, wir erlaubten ihr ohne Schuhe zu laufen. Sie fand das toll - bis eine Asphaltdecke kam, die nicht so fußfreundlich war... Aber sonst läuft sie gut, wenn man bedenkt, dass sie zur Zeit, mit 2,5 Jahren, ihre ersten Schritte macht, noch sehr unbeholfen manchmal...Unter einem Dach saßen vier Frauen und aßen Obst. Sie riefen Johanna zu sich. Wir beobachteten, was sie wohl machen wird -
sie ging.

Und schon saß sie bei einer Frau auf dem Schoß und eine Honigmelone wurde für sie geholt und aufgeschnitten.

Wir blieben unter dem Dach sitzen. Die Frauen, die im Stehen kleiner waren als Maria, meinten erst, dass Maria die Mutter des Babys wäre. Marias noch kindliche Gesichtszüge haben sie nicht wahrgenommen - wir merkten, dass sie unsere Gesichter nicht "aufnehmen" können - so wie wir die ihren... Die Frauen - davon drei Schwestern - wollten auch ALLES wissen, dazu kam noch die 90-jährige Mutter und wollte ebenso ihre Fragen stellen. Wir erfuhren, dass ihnen eines der Restaurants hier gehört - und wir haben uns vorgenommen, bei ihnen in der Mittagszeit zu essen...

Aber erst wollten wir uns das Dorf anschauen. Wie jedes Freilichtmuseum, hatte es alles, was ein Menschenleben früher herstellen konnte...

Eine Reisegruppe war im Dorf unterwegs. Das "Küchen - Team" der Gruppe war fleißig: es ist offensichtlich gar nicht unüblich, dass man sich selbst aufwändig verpflegt - mit einem Ofen, mit einem Grill, mit einem Riesentopf, in dem man eine frische Suppe aus frischen Zutaten zauberte... Ich fragte mich nur, wieviele Personen diese Töpfe aufessen sollten...

Die anderen Besucher saßen in solchen kleinen Häuschen und speisten gemütlich - das wollten wir später auch machen.

Es regnete stärker. Ein Gebäude, das als Maskenmuseum ausgeschildert wurde, bot uns Schutz an - und zeigte uns Masken aus aller Welt...









Nach dem Museum hatten alle Hunger. Wir gingen zu "unseren" Frauen.
Was für ein Essen!
In der Mitte ist eine Platte aus Hänchen mit Gemüse,

Um die Platte herum stehen 7 Arten der Vorspeisen: eingelegte Algen, trockene Tintenfischstreifen, das Helle da unten sind ein Paar Tausend kleinster trockener Fische, eingelegte Knoblauchzehen, Omelett mit Zitronengras, eingelegte Aubergine und eingelegte Zitronengrasstengel. Dazu bekamen wir Reis.


Die Oma des Hauses beobachtete von ihrem als Podest gefertigtem Sitzplatz, wie Johanna aß. Es war ihr zu langsam. Sie stand auf, ging zu uns und ohne uns groß zu fragen, fing an, Johanna zu füttern. Hier auf dem Foto sieht man, wie klein die Dame ist - sie ist vielleicht doppelt so groß wie Johanna damals, so um 1, 40 m...
Alle vier Frauen winkten uns lange, als wir gingen...

Die Regenzeiten fingen vor kurzem an, alles blüht - auch diese Mimosenbüsche,

die die schönsten Schmetterlinge anlocken.





Wir warteten auf unseren Bus - an der Haltestelle ist auch ein Häuschen auf Stelzen aufgebaut worden, die Menschen ziehen ihre Schuhe aus und gehen dorthin schlafen oder warten und ruhen sich aus. Die dünnen Liegematten gehören zu Aussatttung jedes Touristen hier. Sie kommen immer wieder zum Vorschein - dick, dünn, gerollt, aber immer etwas dabei. Wir hatten natürlich nichts mit, aber das Holz war auch ohne Matten angenehm trocken und warm.

Diese junge Frau aus dem Touristenbüro sprach uns während unseres Ganges an. Jetzt sah sie uns dort sitzen, wartete eine Weile mit uns und wollte uns verabschieden. Erstaunlicherweise gehörte sie plötzlich zum Kreis der "Auserwählten" bei Johanna - Johanna wollte sie umarmen, was sie sonst sehr, sehr selten macht. Kann die Frau "Engel sehen?" Kann Johanna "Engel sehen?"


Auf dem Weg nach Pungsan sahen wir aus dem Bus viele Schulkinder, die gerade nach Hause gingen. In einer Gruppe bemerkte ich zwei behinderte Schüler, die mit der gleichen Uniform aus dem gleichen Schulbus ausgestiegen sind.



Mein Auge fixierte automatisch kleine Cafes, in denen wir unser Abendessen bekommen könnten - diese ungewollte Funktion meiner Augen hat sich im Laufe der Reise immer wieder eingeschaltet, ich konnte sie nicht abstellen :-)

Und als der Abend kam und wir nach einem langen Tag etwas essen wollten, kauften wir uns eine koreanische Spezialität: gebackene mit Fleisch gefüllte Teigtaschen, frischen Kohlsalat, eingelegte Rettich-Scheiben und eine würzige Soße - soetwas gibt es in unserer häuslichen Umgebung nicht.

Der Papa hat in der Zwischenzeit versucht, Nachrichten zu hören. Nein, keine Möglichkeit. Nur koreanische Kanäle, viele historische Filme, viele Kochprogramme, viele Sportkanäle. Den Kanal 2 bat er Maria, nicht anzuschalten - das war schon ein wenig komisch, sehr freizügige Filme mitten am Tag...
Johanna klickte nach der Dusche auch ein wenig durch - und fand sich ein "passendes" Programm - beruhigende Yogaübungen für Frauen.

Sie machte auch fleißig mit - da bei ihr diese Fähigkeiten ja sowieso vorhanden sind... So endete unser Tag in Pungsan.

Morgen fahren wir nach Seoul und lassen uns von dieser Stadt überraschen. Ein Hotel haben wir noch nicht, aber eine gewisse Angst, keine Unterkunft zu bekommen, verlieren wir langsam - irgendwo wird schon ein Hotelzimmer für uns geben. Vor der Fahrt brauchen wir morgen noch Windeln - mal sehen, was der Supermarkt hier bietet...


Donnerstag, 16. Juli 2009

Ein Bericht nach Hausfrauenart

Klar, dass es Irina ist, die schreibt...
Nun sitzen wir beide in einem verrauchten Raum im 1. Stock und geniessen einen Moment die Naehe zum Sprachraum, der uns vertraut ist und in welchem man nicht mit Haenden und Fuessen sprechen muss... Ein kleiner Frosch springt durch den Raum...
Ich erzaehle mal, wie es mir so geht, wenn ich als Mutter auf reisen bin. Da ich eigentlich es vergessen habe, wie es war, nicht als Mutter zu reisen, ist es mittlerweile eine Selbstverstaendlichkeit geworden. Eine Prise Improvisation ist auch nicht schlecht...
Also packen wir erstmal den Koffer, na, den Rucksack. Wir sind nur soweit Rucksacktouristen, dass wir einen solchen besitzen.
Die Reiseapotheke. Viel darf es nicht sein, aber wenn jemand krank ist, muss schnell geholfen werden. Eine lange Diskussion mit unserem Apotheker. Durchstoebern meiner Kenntnisse aus dem Pharmazie-Kurs aus den Uni-Zeiten. Alle Krankheiten, die wir schon hatten, durch den Kopf gehen lassen. Habe ich etwas doch nicht mit? Es kam eine tolle Idee mit Trockenfruechten aller Wirkungen - vielen Dank an dieser Stelle nochmal, sie wurden schon mal eingesetzt.
Ein Baby-Bag gehoert immer schon zu den Gewichten, die ich permanent mitfuere. Etwas zu essen (Plaetzchen), zu trinken (Wasser und Saft oder Milch), am besten auch noch fuer das aeltere Kind etwas mitnehmen, eine Tuete zum Wickeln plus Feuchttuecher, eine leichte Fliessdecke fuer alle Faelle, eine Jacke fuer den ploetzlichen Temperaturwechsel... Jedesmal, wenn ich zum zigsten mal im Wagon der U-Bahn/Bus/sonstwo das Kind an/ausziehe, schaut mich der Papa skeptisch an (weich gesagt). Das kann er gern machen, wir sind es nicht gewohnt, diese Kaelteschauer sind kaum gesund... Nachdem uns in Peking beim Umsteigen und in Korea bei den Passkontrollen Fieber gemessen wurde, kaempfe ich bei Johanna fuer eine einigermassen ausgewogene Koerpertemperatur. Die Japaner haben auch gemessen, aber mit Ultrarot, wir selber haben das nicht direkt mitbekommen, die anderen Messgeraete sahen aber wie kleine Pistolen aus lol... viele Kinder haben Panik bekommen... nicht lol... Eine Qarantaene in einem fremden Flughafen, und dann natuerlich fuer uns vier, moechte ich lieber nicht erleben...
Unsere Sauberkeitserziehung... erleidet einen Rueckschlag nach dem anderen... Ich muss jetzt einfach locker lassen und nicht so verbissen kaempfen, sage ich mir dann so... Nun muss ich mich immer um den Windelvorrat kuemmern... Kleine Packungen immer wieder besorgen, wobei sie nicht ueberall angeboten werden.
Die Flaschen sauber halten. Dises Bisschen-Haushalt ist nicht immer so leicht zu machen. Jeden Abend die Flaschen ausspuelen, trocknen lassen, eine Flasche fuer die nacht bereit halten. In der Hitze in Japan ist die Saftschorle schon ab Mittag umgekippt, man musste sich unterwegs mit dem Auswaschen helfen.
Die Kleidung. Wir haben ja wenig Kleidung mit, und trotzdem war es offensichtlich zuviel. Einige Sachen sind noch nicht angefasst worden. Die leichten Blusen aus duenner Baumwolle und Viscose trocknen in den Klimaanlagen schnell, in einer Nacht fast immer fertig, aber bei dieser Waerme kann man die Sachen auch halb nass anziehen, das konnte ich mir zu Hause NIE vorstellen. Es sieht schlechter mit den TShirts aus, sie besitzt nur der Papa. Auf vielen Bildern haben wir einige Tage hintereinander gleiche Kleidung - sie trocknete wirklich schnell.
Die Schuhe. Nur Johanna und ich haben je 2 Paar Schuhe. Die anderen muessen tragen, was sie haben, und dann nach Bedarf neue Schuhe kaufen, da sie auch zu Hause kaum noch etwas brauchbares besitzen... lol...
Die Hotelzimmer, die immer anders gestaltet sind. Jo... Johannas Entdeckungslust brachte mich erst auf die Palme. Jetzt versucht sie, sich mit uns zu arrangieren. Es gibt Dinge, die sie NIE darf (Steckdosen, Telefon etc.), die sie nur ein wenig darf (Toilettespuellung, Wasserhahn, Klimaanlagen) und die sie darf (Fernseher). Deshalb beginnt unser "Beziehen" eines neuen Zimmers erst mit einem Anschalten des Fernsehers, dann stelle ich alles weg, was nicht noetig ist, dann geht es einigermassen... Erstaunlicherweise kam sie ohne Hilfe mit allen moeglichen Fernsteuerungen, die ihr in die Haende geraten sind, klar. Da mussten wir aber aufpassen, dass nicht alle Kanaele, wie jetzt in Korea, jugedfrei sind...
Die Lichtschalter... Als Erwachsener muss man sich immer merken, welcher Lichtschalter wo und wofuer sei - sonst weckt man ploetzlich in der Nacht die ganze Manschaft... Schade, das kann ich mir beim besten Willen nur schlecht merken...
Neue Preise, neue Umrechnungskurse, neue Verhaltensregel... Das ist nicht einfach, sich schnell umzuorientieren und alles stressfrei zu gestalten. Die erste Woche, die auch eine Umstellungswoche fuer uns war, war nicht einfach. Aber wir arbeiten daran.
Soviel zu meinem Bisschen-Haushalt. Und da ich gleich keine Waschmaschine auszurauemen habe und keinen Abwasch in der Kueche liegen gelassen habe, kann ich ruhig und mit gutem Gewissen ins Bett gehen. LOL. Bis dann! Irina.
PS. Ich sehe, dass Josef seinen Bericht gerade durchliesst. Dann bin ich doch die erste mit dem "Veroeffentlichen"!

Rueckblick Japan

Josef schreibt:
Ich haenge noch gedanklich in Japan. Ein Resumee ist schwierig. Aber stichpunktartig Einiges:
In Japna gibt es eine interessante Subkultur. Die Globalisierung hat zwar auch hier Vieles egalisiert, aber es gibt weitere Aspekte:
ㅡ Die Japaner lassen fast keine Auslaender ins Land (ausser Touristen), die Bevoelkerung ist ueberaltert, Kindern wird mit Sehnsucht hinterhergeschaut... aber fast nur geschaut.
ㅡ Es entstand eine Hochkultur, die sich z.B. krass von SuedKorea unterscheidet: Perfektionismus, Schlichtheit, Zurueckhaltung, Hoeflichkeit, Eleganz, Effizienz, keine Verschwendung, Sauberkeit und Reinheit, Disziplin, keine Kriminalitaet spuerbar aber ueberall Sicherheitsdienste verschiedener Ebenen, oeffentlicher Kamera/Kontrollwahn wie in Deutschland (also erheblich weniger als in den USA) ... aber auch Anzeichen fuer Nationalismus, freiwillig gewaehlte Isolierung, Gewalt, Fremendfeindlichkeit und Kuehle waren spuerbar. Die einzelnen Stichworte koennte ich spaeter mit Ereignissen und Bildern belegen.
ㅡ Wir waren nur ein paar Tage in Tokyo und Fukuoka, so dass alle Stichworte nur unter diesem kurzen Eindruck entstanden, andererseits haben wir ziemlich genau hingeschaut :-) . Wir haben nicht die Toristenrouten eingeschlagen, sondern versucht, Begegnungen mit dem heutigen Japan zu erreichen... wie ? Wir waren in Kaufhaeusern, Strassen, Hotels (auch Cabin-Hotel nur fuer Maenner), "lebenden" Tempelanlagen, U-bahn, wir haben uns helfen lassen, Essen auf der Strasse besorgt etc.
- Aus dem Bauch heraus habe ich Angst um die Zukunft Japans, denn es kommen einige Vorzeichen zusammen, dass ein Nationalismus groesseren Aussmasses droht. Fuer mich war er spuerbar. Wenn sich Japan nicht bald offenherzig auf die Nachbarlaender einstellt, dann drohen Probleme fuer Japan und die Nachbarlaender. Eine Reflektion bzgl. der Verbrechen im 2. Weltkrieg scheinen nicht so tief wie in Deutschland gegangen zu sein. Leider kann ich das hier nicht tiefer ausfuehren (... flache Aspekte: weisse Handschuhe an Bauarbeiterhaenden, kein Papierkorb (noetig!) im gesamten Subwaysystem, Uniformierung vom Kindergarten bis zur Toilettenfrau usw.)
- Die Highlights: Cabin-Hotel (der tiefere Blick in die Privatsphaere); Schintoismus (Kloester und die ganz andere Rolle des Geldes); Oragnisationen (Strassenbauarbeiten, Hotelbewirtschaftung, U-Bahn, Strukturierung der oeffentlichenAnlagen) zeigen ein langfristiges, konsequentes institutionelles Denken); (... in der Oekonomie hatte ich mal gelernt, dass Japan am langfristigsten wirtschaftet (Zyklus 20 Jahre), dann kommt Deutschland und Europa (4-5 Jahre) und schliesslich die USA (1-2 Jahre; Bilanzierungsintervall). Das ist so dermassen klar im institutionellem Bereich sichtbar, ich bin fasziniert und begeistert von diesem Land. Japan braucht die Touristen und die Touristen koennen viel dort lernen. Es wird eine eigene Kultur mit unverestehbaren Festen und Riten intensiv gelebt. Ich wuerde gern diese Feste mal besuchen, leider sind wir 3 Tage zu frueh gefahren, um wenigstens ein besoneres Fest erleben zu koennen.
- Stichworte fuer eine Reise: Rynair heisst dort praktisch Skymarker und ist billiger als der Shinkansen (ICE), es gibt nicht mehr den Nikan kyodo kippu (ehemals guenstige Verbindung nach SuedKorea). Wir haben fuer 6 Tage ( 2EW 1 Kind, Johanna) 1400Euro gebraucht incl. Reise nach SuedKorea, man zahlt zwar erheblich mehr pro Tag als in SuedKorea, aber weniger als in Deutschland fuer alles ausser Hotel (unter 80-90 Euro ging da nichts). Die Fahrt von Tokyo bis Busan (Bahn ca 7 tsd yen , Flug 42 tsd yen, Schiffahrt 23 tsd yen) hat fuer uns alle insgesamt 550 Euro ausgemacht, Hotelkosten ca. 90-100 Euro pro Nacht. Der Rest fuer Essen, Trinken Besichtigungen etc.

Da sind wir wieder...

Es hat wieder mal geklappt, ich sitze wieder im "PC-room", wie das hier heisst. Maria sagte gestern, dass wir voellig fehl am Platz hier waren, es sitzen Maenner und Jugendliche und spielen Baller-Spiele, es ist ein Maenner-Reich, meine Kleidung kann ich gleich wieder waschen, da es viel geraucht wird. Egal, einen Faden zu Johannas Blog habe ich wohl, und werde versuchen, unseren Tag zu beschreiben. Leider wieder ohne Bilder.
Gestern haben wir uns (Maria und ich, mit meinem schwer ausgepraegten Orientierungssinn lol)in der Dunkelheit verlaufen, der Papa machte sich schon Sorgen und ging uns suchen. Wir haben uns durchfragen muessen, fuenf junge Leute waren bereit, mit uns unser Hotel zu suchen, wobei sie kaum Englisch sprachen. Aber sie haben uns geholfen und nicht alleine in der Dunkelheit gelassen. Sie fragten uns, was wir hier "in country" machen wuerden. Wir antworteten, dass wir ein Museum und eine Schule besuchen wollten, die zu Nationalschaetzen Koreas gehoeren. Sie lachten. Wir waren irritiert. Den Morgen starteten wir also nicht so motiviert, vorbei es wie aus dem Eimer regnete.
Wir gingen heraus, um uns etwas zum Fruestueck zu kaufen. Die Supermaerkte sind voll von zum Teil unbekannten Lebensmitteln, es war auch Interesse, das uns alle im Regen aus dem Hotel trieb. Wir und Johanna wurden immer wieder angesprochen, vor allem von aelteren Frauen, sie wollten wissen, ob das unser Kind waere, wunderten sich ueber Johannas dicke Fingerhen, ohne grosse Beruerungsaengste nahmen meine Hand und vergliechen mit Johannas Hand... lol... Wir waren fertig mit dem Einkaufen, als ich sah, das Josef von einem jungen Mann angesprochen wurde. Er sagte, dass er hier bei der Stadtverwaltung arbeitet, sein Buero fuer Steuereinnahmen ist um die Ecke, und wenn wir wollen, wird er uns in 20 Minuten zu unseren Zielen mit seinem eigenen Auto bringen, da er gern Menschen begleitet und die Moeglichkeit nutzt, sein Englisch aufzufrischen (auch waehrend seiner Arbeitszeit).
Ich war ein wenig ueberrascht, da ich das Kind noch mit dem Schlafanzug im Kinderwagen hatte, Marias Haare brauchten Pflege... Aber eine solche Moeglichkeit werden wir doch uns nicht entgehen lassen! Und wir wollten ja endlich jemanden sprechen, der Englisch kann und uns ein wenig vermitteln kann!
So assen wir schnell im Hof der Stadtverwaltung unser Fruestueck und warteten nicht lange - der junge Mann war da. Na, so jung war er doch nicht, er ist 40, hat zwei Kinder und weiss im Moment nicht, was man machen soll, damit die Kinder auf ihn hoeren. Als ich antwortete, dass es toll ist, dass sie nicht immer gehorchen, da sie selbstaendiger werden, war er ueberhaupt nicht einverstanden, es gehoert sich hier so nicht... Aber was kann er machen, die modernen Kinder sind wohl auch Produkte der Werbung und der ganzen globalen Entwicklung, die auch hier an jeder Ecke zu sehen ist.
Die Fahrt auf der Strasse zur Konfuzianischen Schule, die bis vor kurzem als Grundschule noch agierte, war schon interessant: alles war aufgeweicht, an manchen Stellen gab es Unterspuelungen. Die Schule mit ihren alten Gebaueden aus dicken Holzbalken gehoert zu wichtigen Sehenswuerdigkeiten dieser Region. Ich machte nicht viele Fotos, ich hoffe, dass Josef einige gemacht hat. Ich musste naemlich aus der Schule heraus, da Johanna - wie immer ganz puenktlich - gewickelt werden musste. In D. wuerde ich mich in einer Kirche in einer Ecke verstecken uns alles erledigen, aber man weiss ja nicht, ob eine solche Aktion hier als Beleidigung gesehen wird... Also - Treppe herunter, zum Parkplatz, gewickelt, kein Muellkorb gefunden, wieder Treppe hoch... Und da war die Zeit schon um... Weil unser neuer Bekannter uns noch zu einem Museumsdorf bringen wollte und dann schnell zurueck fahren musste.
Es regnete wieder. Im Dorf mussten wir einen Platz suchen, wo wir - das Kind ja immer noch mit Schlafanzug - dem Regen entfliehen koennen. Erst versuchten wir, Johanna barfuss laufen zu lassen, aber es regnete immer mehr...
Drei Frauen sassen unter einem Dach am Restauranteingang. Sie haben uns freundlich zugewunken und zu ihrem Sitzplatz eingeladen. Johanna ging zu ihnen. Und schon sass sie bei einer Frau auf dem Schoss, die andere Frau schaelte ein uns unbekannte Frucht und schnitt sie bereits in Scheiben. Das sah aus wie eine Honigmelone, nur klein. Johanna schmeckte sie vorzueglich, die Frauen waren entzueckt, es wurde fuer uns noch eine Melone gebracht und geschaelt. Eine alte Frau kam heraus, die Mutter einer der Frauen, die das Restaurant fuert. Die Frauen wollten ALLES wissen - wieviele Kinder, wie alt, wo wohnen wir, wohin und wann fahren wir etc. Sie sprachen KEIN Wort Englisch, wir sprechen noch kein Koreanisch, versteht sich. Aber mit Malen, Zeichnen, Haenden und sonstwas konnten wir uns gut unterhalten. Wir verabschiedeten uns und haben uns vorgenommen, hier spaeter zu essen.
Das Dorf zeigt typische Haeuser und Bauten aus den alten Zeiten, es ist sehr gepflegt, Johanna konnte ueberall laufen. Es gibt dort auch ein Maskenmuseum, einige Fotos sind sehenswert.
Unser Mittagessen - ein Foto muss ich hier spaeter unbedingt platzieren - bestand aus einem Hauptgericht und vielen Vorspeisen. Es gibt hier in jedem restaurant eine kleine Auswahl an gerichten, es wird meistens eine-zwei Sorten Fisch oder Fleisch abgeboten, was aus den Bildern zu sehen ist, und kleine Variationen, die im Menue stehen. Da wir nicht lesen koennen, bestellten wir auf gut Glueck... das war wieder mal ein Maerchen... HIER SPAETER>>> Johanna wurde von der Oma des Hauses liebevoll gefuettert und machte bei allen scharfen Sachen mit!!
Die Besitzerin wollte uns die Homepage des restaurants nennen, aber sie hatte sie nicht parat, so gaben wir ihr Johannas Blogadresse - wenn sie mal Johanna und unsere Reise sehen moechte. Am Ausgang des Dorfes fanden wir ein Tourisik Buero. Ein Maedchen sprach gut Englisch, ich bat, uns einige Saetze zu schreiben. Nun haben wir sie zur Hand, wenn wir merken, dass die Menschen irritiert sind und Johannas Emtwicklungsstand nicht zuordnen koennen. Ich habe auch davon ein Foto und zeige dann spaeter diese uns unbekannte Schrift.
Nun ist meine Zeit hier zu Ende.
Leider sehe ich kaum Moeglichkeit, morgen nochmal zu dieser Konfuzianischen Schule zu fahren... Wir brechen auf Richtung Seoul, dort bleiben wir drei Tage, am 21. 07. fliegen wir nach Beijing(Peking).
Ich verabschiede mich, da ich nicht weiss, wann ich wieder im Netzt sein kann. Irina.
(da ich nicht sicher bin, ob ich alle Namen richtig schreiben werde, schreibe ich lieber keine und trage die geographischen Namen spaeter ein. lol)

Mittwoch, 15. Juli 2009

Andong, wir kommen!

Der Bericht ist am 03.10.2009 zusammengestellt worden.
Er gehört zum Datum Mittwoch, 15.07.09,
Tag 10 unserer Reise.

Der Morgen war regnerisch, warm und nebelig. Kein gutes Wetter für einen Tag, den wir unterwegs verbringen mussten. Während des Frühstücks sahen wir aus dem Cafe diese leere verregnete Strasse und wollten nicht hinaus... Hier im Cafe haben wir uns viel über Religionen in Korea unterhalten. Wen es interessiert, kann selber nachlesen: es wird behauptet, dass ein großer Teil der Bevölkerung immer noch an Schamanismus glaubt. Leider hatten wir an diesem Tag und an den folgenden Tagen keine Möglichkeit gehabt, dies zu prüfen. Das bleibt für uns eine offene Frage - für irgendwann mal...

Die Sachen haben wir schnell gepackt, Johanna wartete im Buggy unten. Als ich auch unten war, fand ich eine Art Fotosession vor: eine Gruppe junge Männer, Bergsteiger, mit viel Ausrüstung im Gepäck, wartete auf die Zimmer, die bald frei werden. Mit Johanna waren sie alle offensichtlich längst per Du, sie war in deren Mitte und wurde mit allen möglichen Objektiven fotografiert. Sie machte das ganz professionell, sie lächelte brav in die Kameras, schüttelte Hände und winkte. Mich begrüßten die jungen Männer so als ob wir schon bekannt waren - oh, you have a nice Baby! Sorry you must leave the hotel just now - the weather is not well - we also can not fly - we have to stay hier till tomorrow... Sie wussten bereits, wie Johanna heisst. "Janna" - das hat sie ihnen gesagt.
Diesen Tag merkte ich mir als einen Anfang für Johanna, sich selbst und später uns der Umwelt vorzustellen.

Der Hotelbesitzer brachte uns bis zur Kreuzung mit seinem Regenschirm und wollte uns den Schirm sogar schenken. Wir lehnten ab, aber diese Geste wussten wir wohl zu schätzen.

Der Weg zum Bahnhof würde uns eigentlich nur 20 Minuten kosten, laut Stadtplan. Auf dem Weg lag ein kleines Reisebüro, in dem wir uns vergewissern wollten, ob unsere Wahl der Gegend, in der wir eine Pause anlegen wollten, richtig war. Im Reisebüro habe ich diese Sicht der Weltkarte fotografiert, die wir bereits in Japan erlebt haben:
An solchen Schaufenstern bleibe ich immer länger stehen, die Regenbogenfarben auf den Ständen im Laden konnte man leider nicht mit auf das Foto nehmen...
Wer schon mal versucht hat, eine kleine Stickerei anzufertigen, wird wissen, was für Arbeit dahinter steckt...
Auf einem smalen Stück Bürgersteig überholte uns plötzlich, und sehr unsanft, ein Motorrad. Später werden wir immer wieder erleben, dass diese Transportmittel alle möglichen Wege nutzen, diesmal waren wir nur unangenehm überrascht.
Am Bahnhof waren wir wieder in einer "globalisierten" Welt - alles gepflegt und mit viel Elektronik organisiert. Die Menschen hier im Saal warteten auf einen Schnellzug nach Seoul, ein Markenzeichen des Zuges und des Services waren die beiden Damen, die die Passagiere beim Durchgang zum Bahnsteig begrüßten - mit eingeübten Verbeugungen, die aber, musste man sich zugestehen, nicht so elegant und selbstverständlich waren, wie die Verbeugungen der japanischen Kollegen...

Nach einigen Recherchen haben wir uns entschieden, lieber mit dem Bus zu fahren, der Weg zum Busbahnhof war nicht weit - aber schon wieder musste man erst den Knoten der Linien entziffern. Auch hier stand ein Rentner als freiwilliger Helfer.
Hier in Wagon Metro knipste ich einige wenige Bilder. Johanna nahm sehr schnell Kontakt mit ein- und aussteigenden Passagieren auf, immer wieder gab es einen Händedruck, ein Lächeln, eine winkende Hand... Eine junge Frau gab Johanna einen Hörer von ihrem Player - und die Kleine wusste genau, was sie damit machen soll und "tanzte", na, hüpfte in ihrem Buggy.
Der nächste Passagier, ein alter Mann, wollte Johannas Hand nicht lassen... - so saßen dann die beiden einige Haltestellen...
In den Momenten, in denen der Zug oben fuhr, merkten wir, dass sich das Wetter nur verschlechtert... Monsun...
Der Blick durch den Wagon war immer spannend: hier sitzt eine Reihe Menschen, alle in verschiedenen Altersgruppen, und alle sind mit ihren Handys beschäftigt...
Wir wissen, dass jede logistische Entscheidung viel Zeit kostet. Heute ist der Tag 10 der Reise, und meine Blicke fixieren überall kleine Läden, in denen wir unser und vor allem Johannas Essen organisieren können -andere Möglichkeiten mit kleinen Büdchen mit exotischen Speisen möchten wir im Moment nicht wahrnehmen... Einen Joghurt bekommen wir am Busbahnhof, und einige abgepackte Brötchen... eben um die Zeit zu überbrücken...
Für dieses Foto habe ich einen passenden Platz gesucht: so weit das Auge reicht... stehen die Busse, in zwei Reihen...
Jetzt sind wir soweit: Pusan, wir verabschieden uns!
Wir fahren nach Norden, Richtung Seoul, in drei Stunden sind wir in der Mitte des Landes, in Andong, und steigen dort aus.
Erst sehen wir den Schnellzug, der gerade startet. Mensch, in Deutschland diskutiert man über solche Züge, hier gehören sie schon lage zur Landschaft.


Die ersten Minuten im Bus waren etwas kritisch. Johanna fand es toll, zu fahren und viel Platz zu haben, sie hampelte bei Papa und ich hatte die Befürchtung, es eskaliert hier alles... Jemand zog mich am Ärmel. Eine Frau reichte mir einen Joghurt und einen Plastiklöffel !!! und zeigte auf Johanna. "For the Baby!" - sagte ihr erwachsener Sohn. Johanna verputzte den Joghurt zum größten Entzücken der Frau. Die Mittagszeit "arbeitete" für uns, Johanna wurde müde und schlief ein. Hurra! Kein Stress, keine Eskalation, kein Geschrei - alles "wie es sich gehört"!
Nun waren wir auf dem Weg zu diesem Ziel - hier im Kreis:
Am Abend davor haben wir uns lange mit der Karte beschäftigt, danach gab es eine Beratung beim Toristeninfobüro - das Ziel stand fest: Andong. Von dort fahren wir weiter nach Pongsan - hier im Kreis.
Der Blick über die Landschaft, wenn auch im Nebel, war einfach schön. Die Tage in Tokyo ließen uns das Grüne sehr vermissen.
Die Flüsse, die wir sahen, waren voll - bestimmt wegen der Regenfälle...
Unsere Diskussion über die Religionen und Atheismus in Korea konnten wir nicht weiter führen, wir beobachteten, wie oft in den Ortslandschaften buddistische Klöster oder Tempel zu sehen waren und wie oft andere Kirchen vorkamen - solche Türme sind übrigens gar nicht so selten gewesen...
Die urbanen Landschaften haben uns durch die Maßstäbe beindruckt. Die Felder und - wie hier - die Treibhäuser kamen ganz dicht an die neuen Bauten, eins höher als das andere, und alles ziemlich neu.
In jedem Ort, an dem wir vorbei gefahren sind, konnten wir die gleichen Bilder sehen: wachsender Wohlstand der Stadtbevölkerung, Baumaßnahmen ohne Ende... die Gegenden wirkten freundlicher, weil die Sonne endlich da war!



Johanna hat fast die ganze Fahrt wunderbar geschlafen, deshalb vielleicht fand ich diese Zeit unterwegs sehr entspannt.
Der Bus ist von der Autobahn abgefahren, wir waren endlich in den Vororten von Andong, einer ca. 200 000-Stadt.
Eine solche Hauptstraße konnte auch in einem spanischen Ort gewesen sein, aber einen Wandermönch würde man dort nicht sehen...
Hier in Andong mussten wir umsteigen, mit einem regionalen Bus wollten wir noch heute abend Pongsan erreichen, ein Dorf mit einigen Sehenswürdigkeiten. Auf der Suche nach einem Restaurant mussten wir wieder ins kalte Wasser springen.
Wir wussten, dass die Restaurants oft nur einige Speisen im Menü haben, sie sind meistens auf den Fotos draußen abgebildet. Hier sprach man kein Wort Englisch, wir mussten zeichnen, gestikulieren etc. Josef bekam sein Schweinekotelett mit Reis - dafür zeichnete ich ein freundliches Schweinchen und eine Pfanne, den Reis zeigten wir - auf dem Sushi-Tisch stand eine Schüssel. Maria, ich und Johanna aßen Nudeln - das Foto im Eingangbereich. Für "nicht scharf" mussten wir ein wenig Pantomime einsetzen, die Köchin lachte, aber verstand.
Dann wurde uns noch ein nicht bestelltes Gericht auf den Tisch gereicht - diese überdimensionale koreanische Sushi-Rolle. Da ich ja am Sushi-Tisch war und dort den Reis zeigte, meinte die Sushi-Meisterin, ich möchte auch davon etwas kosten und machte uns eine Rolle mit XXL-Reisschicht, und zwar von außen. lol.
Wir durften beobachten, wie man das hier macht. Die koreanische Rolle ist viel dicker und bunter, in die Mitte kommt Lemongras oder eingelegter Spinatstengel, ein Streifen Omelett, ein Streifen Rettich, Möhren und Paprika. Eine solche Rolle kostet 1000 Won (60 Cent) und wird oft und gern gekauft - die fertigen Rollen gingen hier ganz schnell weg.
Es ist bereits 18:00, unser Bus nach Pongsan fährt in einigen Minuten.
In den anderen Berichten habe ich bereits erzählt, dass wir uns in dem regionalen Buss nicht besonders wohl fühlten. Zwei Mädchen, die in den Handys Englischprogramme hatten, wollten uns fragen, was wir in Pongsan suchen. Unsere Antwort, dass wir dort eine Schule und ein historisches Dorf sehen wollten, brachte sie aus der Fassung - sie lachten. Und unser Wunsch, noch ein Hotel suchen zu wollen, schien ihnen unrealistisch... Wir waren ziemlich verunsichert...

Aber es hat sich mit dem Hotel doch gegeben, die Mädchen waren so freundlich, dass sie an der Bushaltestelle die Passanten fragten - und schon wurde es klar, dass es hier ein Hotel doch zu finden sei. Sie zeigten uns sogar die Richtung und begleiteten uns ein Stückchen.
Unser Zimmer in einem Hotel in "Pampa", wenn jemand es sehen möchte. Das Bett war auch ganz lustig, es lohnt sich, das Foto zu vergrössern. lol.
An diesem Abend bekam Johanna einen Joghurt als Abendessen. Dieses Foto ist für mich wichtig, weil dies das erste Mal war, dass Johanna einen Joghurtbecher alleine geöffnet und vollständig aufgegessen hat.
Das Zimmer hatte ein Bett und sonst Matten als "koreanische Betten". Für das Badezimmer gab es wiederum extra Badelatschen. Alles war ziemlich zusammengewürfelt. Der Fernseher verfügte über einen Videorecorder, im Flur stand ein Regal mit Filmen zur freien Verfügung... auch in unserem Recorder steckte noch einer... Wir mussten aber ganz schnell alles ausmachen und herausnehmen, da sich die Wahl der Filme offensichtlich auf gelangweilte Männer orientierte... tja...