Samstag, 22. Januar 2011

Es ist kalt und man hat zu tun...

...veröffentlicht mit Verspätung, 28.12.2010...

Um aus dem Haus heraus zu kommen, muss man sich erst herausbuddeln. Was aber noch nicht heißt, dass man weiter kommt.

Die Stadtverwaltung hat kein Konzept für den Schnee, der "übrig" bleibt - die Straßen werden für einspurig erklärt und die Haufen bleiben auf der nicht gesäuberten Hälfte liegen - oder der Schnee wird einfach auf den Bürgersteig geschoben.Wir können auf den Straßen nicht mit dem Schlitten fahren - es scheint alles kaputt und unorganisiert zu sein. Wir gingen lieber zum Wald. Dort kann Johanna nichts anstellen und unterwegs ist sie meistens gut gelaunt. Das ist für mich zurzeit nicht unwichtig, da wir je alleine sind und manchmal zuviel voneinander bekommen :-)
Ich habe Johanna zu diesem Spaziergang damit bewegen können, dass wir vielleicht "ihr" Pferdchen besuchen. Mit einer Möhre und einem Apfel war sie bereit, den ganzen Weg zu laufen. Und... wer kommt da uns entgegen?
Johanna war hin und weg!
Weiter ging es nicht einfach, sie zum Laufen zu motivieren. Wenn man sich die Bilder anschaut, denkt man, dass das Kind so schön ruhig und gelassen mit einem Schlitten durch den Wald läuft...

Das dauert höchstens wenige Minuten, dann ist wieder eine Diskussion oder Action angesagt... Nun muss sich Mama in den Schlitten hinsetzen...
Die Mama samt Schlitten ist zu schwer... sie wird zurückgelassen...
Während unseres abendlichen Spazierganges zu unserem "Pflegehaus" entdeckten wir viele neu erschaffene "Schneeberge" auf den Straßen - Hilfe! Die Stadtverwaltung weiß nicht weiter!!!

Ein Managerschlaf

von dem Augenarztbesuch wurde gehalten...


...veröfentlicht mit Verspätung, 18.01.2011...


Ich wollte Johanna nicht schlafen legen, weil ich mit den Augentropfen rechnete und uns allen danach einen kurzen Abend wünschte. Dieser Termin liegt sehr pässlich, da wir seit ca. 10 Tagen beobachten, dass Johanna mit dem linken Auge leicht schielt...

Die Ergebnisse des Arztbesuchs:
- Johannas leichte Weitsichtigkeit bleibt. Eine Brille wird empfohlen.
- Das Schielen in unserem Fall ist eine sporadische Sache, aber eine Brille wird noch dringender empfohlen.
- Wie sie die Brille annimmt, ist unklar, aber es muss versucht werden.
- In drei Monaten soll Johanna zu der Sehschule erscheinen, die zum Glück in der gleichten Praxis angeboten wird.

Tja, dann legen wir jetzt mit diesem Thema noch los...

Freitag, 21. Januar 2011

Ein warmer Tag, an dem

man einen Schneemann bauen kann.

...veröffentlicht mit Verspätung... 27.12.2010...

Mit diesem Vorschlag habe ich einige Menschen angesprochen... Ich stelle fest, dass es hier in Deutschland, in dieser Gegend, nicht jedem klar ist, welcher Schnee und welches Wetter für einen Schneemann tauglich sind. Man hat hier irgendwie vergessen, wann man letztes mal Schnee hatte... Aber heute werden wir diese Chance nutzen. Johanna und Mama bauen einen ... na, man kann sich ja herausfantasieren, dass dies doch ein Schneemann ist.Danach gibt es noch ein paar "Engels"-Abdrücke...
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Diesen Tag bezeichne ich als einen äußerst mislungenen Tag, und das ist noch sehr zurückhaltend ausgedrückt.

Als Krönung des Tages versteckte Johanna, die sich über Mamas Plaudern mit einer anderen Mutter ärgerte, alle Schlüssel von Mama... (das hat sie sonst NIE gemacht!!!)
So konnte die Mama den Besuch nicht nach Hause fahren, lief durch das Haus und suchte in Panik die Schlüssel - auch draußen, wo man den Schnee ja schon schön zertrampelt hat...
In dieser Zeit veranstaltete Johanna eine besondere Sauerei in der Küche...
Als das Gastkind dann nach 40 Minuten Suche mitteilte, dass die Schlüssel ja unter dem Sofa versteckt sind, zog Johanna, ziemlich zerknierscht, diese heraus...
Und so weiter...

Donnerstag, 20. Januar 2011

Etwas muss ich nachholen,

und zwar diesen Artikel in unserer regionalen Zeitung:

http://www.noz.de/artikel/48511682/ich-bin-gegen-diese-aussonderung

Die junge Frau, die dort auf dem Foto lächelt, war das erste I-Kind im Johannas KiGa.
Und jetzt ist sie die erste I-Praktikantin, die im Küchenbereich tätig ist.

Bald werden wir uns treffen und wir hoffen, von den Erfahrungen, die die ganze Familie auf Lenas Schulweg gemacht hat, mehr zu verstehen, um unseren Weg für Johanna später gestalten zu können. Ich berichte, wenn ich eine Erlaubnis dafür bekomme.

Sonntag, 16. Januar 2011

Unser Einstieg

in die KG.

...Veröffentlicht mit Verspätung...

12.01.2011
Johanna kann kaum abwarten: wann sind wir endlich da? Als ich kurz vor der Praxis in einen kleinen Stau gerate, ärgert sich Johanna: "Mama! Fahren! Weiter fahren!"

Aber, in der Praxis angekommen, zeigt sie die alten Nein-Muster wieder...

Sie rutscht wohl, aber alleine!

...sie geht zum "Übungspferdchen", aber nur zum putzen...
Ich muss vielleicht nach Alternativen für körperliche Betätigung suchen, hier ist sie aktiv, aber nicht besonders kooperativ... jo...

Ab zwei dabei... mit 50 Monaten...

...veröffentlicht mit Verspätung... 13.11.2011

Heute ist Johannas 50. Monatsgeburtstag.
Unser Mädchen ist 4 Jahre und 2 Monate alt geworden. Messen-wiegen - das machen wir im nächsten Monat, aber ich kann schon jetzt sagen: gewachsen ist Johanna zum heutigen Tag nicht...

Zufällig hat Mama heute nachmittag frei. Das ist unsere Chance! Heute,- weil nur donnerstags - können wir in das Puppentheater gehen und dort ein ganz neues Stück sehen, das das Theater seit Neuestem für die Kleinsten anbietet. Ich habe bereits einige Male die Programmhefte des Theaters in der Hand gehabt, aber bis jetzt habe mich nicht getraut, mit Johanna zu gehen.

Jetzt aber! Das Stück erzählt von einer kleinen Maus, die auf den Winter wartet und alles Mögliche in das Mauseloch schleppt. Wortschatzmäßig habe ich Johanna vorbereitet, den Schnee hat sie genug gesehen, Mäuse auch, aber ob sie sich ordentlich benehmen wird?
Und nun, mit einem roten Streifen Papier, den ich aus Erinnerungen an Marias Theaterbesuche noch kenne, steigt mein kleines Mädchen die Treppe hinauf... INS THEATER!!!
Ich konnte keine Fotos machen.
Ich kann nur berichten, dass Johanna sich absolut vorbildlich benommen hat. Viel besser, als eine Menge der anwesenden Kinder. Sie sprang nicht auf und ging nicht zur Bühne und redete nur sehr leise, wenn überhaupt. Die Geschichte hat sie verstanden - sie konnte zu Hause Einiges erzählen. Am Ende bot die Schauspielerin an, dass sich die Kinder von der Maus und ihren Freunden verabschieden. Ohne zu zögern, ging Johanna nach vorn, in die Menge, (sie ist dort mit einer hellblauen Jacke zu sehen)

und schüttelte allen "Darstellern" die Hand.
Sie war glücklich!
Zu Hause hat sie erzählt und erzählt...

Ich kann mir vorstellen, auch Stücke für die 4-jährigen mit Johanna bald besuchen zu können. Das machen wir.

Wir spielen

oder zumindest versuchen, zu spielen...

...veröffentlicht mit Verspätung... 11.01. 2011


Gesellschaftsspiele sind keine Große Liebe von Johanna. Und von mir auch nicht... ich kann damit gut leben, aber Johanna muss (und kann und soll) in solchen Spielen Geduld, das Handeln in der Reihenfolge, das Warten als solches üben...

Sie muss einfach loslegen mit dem Spielen, oder, genauer gesagt, sie muss dazu erst motiviert werden... na ja... so ist das bei uns...

Also muss sie erst spielen lernen... Es fielen uns 2 Spiele in die Hände.

Hier ist Colorama.Wir erklären immer wieder die Reihenfolge, Johanna akzeptiert sie mit wechselndem Erfolg. Was uns wundert - Johanna nennt bereits Formen und ohne groß zu diskutieren setzt die Figuren sogar in die richtigen Felder. Es sein denn, sie will Maria ärgern... jo...

Hier ist das Schnecken-Spiel, altbekanntes Schätzchen. Es ging etwas besser, aber so richtig spielen... das können wir noch nicht... wenn man die Würfel eine Runde Reihe nach geworfen hat, war das schon ein Erfolg...
Johanna will nicht mehr spielen. Sie nimmt sich die Tafel und... sagt mir eben, dass hier ein A ist.
Soll ich das glauben?

Samstag, 15. Januar 2011

Ostern?

Vor einiger Zeit sprachen wir am Frühstückstisch von den Osterferien, die in noch fast drei Monaten sind...


In einem Korb warten und warten Blumenzwiebeln... die Baustelle will nicht enden, die Zwiebeln können nicht in die Erde... sie fangen schon an, zu wachsen... nicht gut...

Mädchen, wollen wir jetzt zusammen einige Zwiebeln in die Töpfe setzen? - die Erde habe ich ja bereits geholt.

- na dann - an die Arbeit!

Die ersten Töpfe sind bepflanzt. Wir zeigen Johanna die kleinen blassen Triebe. Sie darf sie streicheln, aber nur ganz leicht. Johanna, bald wachsen sie ganz groß und blühen vielleicht, wenn wir uns gut kümmern.

- Ostern? - fragt Johanna. Hat sie sich das Wort vor einigen Wochen gemerkt?

Ein zufällig freier Tag...

...veröffentlicht mit Verspätung... 10.01.2011

Alle Termine und Therapien haben noch nicht wirklich angefangen... unerwartet haben wir, drei Frauen im Haus, einen freien Nachmittag. Maria kümmer sich um das Essen, Mama holt Johanna ab.

Johanna will aber nicht angeholt werden. Sie will zeigen, dass sie das große Dreirad fahren kann. Und kann sie ein wenig, mit einer kleinen Nach-(schub)-hilfe...Unterwegs muss Mama noch etwas besorgen und Johanna wird erlaubt, in der Kinderecke zu bleiben. Nur jetzt will sie nicht einfach so dort herunklettern. Sie hat letztes Mal gesehen, dass kleine Münzen (übrigens, so klein sind sie auch wieder nicht) Wunder bewirken. Sie will auch Wunder haben und fragt:
- Mama? Geld?
Tja, jetzt geht es auch bei diesem Kind los...
Dieses Wackeln und die Geräusche und Lichter, dachte ich, werden sie für immer und ewig abschrecken und als Garantie für Mamas Geldbeutel in Zukunft dienen. Nichts davon. -Mama? Mehr Geld!

Johanna schaute in den Ferien das Märchen vom Schneeweißchen und Rosenrot, vom Sim-sala- Grimm. Der böse Zwerg hat sie beeindruckt. Nun malt sie den Zwerg, der noch einen langen Bart besitzt.


Der Abend kommt immer so früh und Johanna ist bereits am späten Nachmittag müde. Wird sie jetzt einschlafen, ist abends nur Chaos angesagt... ich überrede die Mädchen, nach draußen zu gehen.
Johanna, wir gehen Hasen suchen.
Das kauft sie uns noch ab.

Hasen haben wir nicht gesehen, aber Johanna durfe einen lieben Hund streicheln und war ganz zufrieden. Noch im Wald schlug Maria vor, heute abend einen Obstsalat zu machen. Als wir unsere Jacken abgelegt haben, kam Johanna an: " Mama? Obstsalat?" - natürlich machen wir einen!

Als Papa endlich das Haus betritt, wird laut gerufen: - Papa! Obstsalat! Obstsalat essen!

Der kleine König

...veröffentlicht mit Verspätung...

26.12.2010

Kennt man noch Johannas Kleinen König von Spiegelburg? Auf unserer Asienreise hat er uns begleitet und wurde nirgendwo vergessen, wurde danach mehrmals gewaschen, verliert langsam seine roten Wangen... aber er ist immer DER König...

Jetzt sitzt der Kleine König neben Johanna und sie malt sein Portrait.

Ich überlege mir, ob ich mich schon nach einer neuen König-Puppe umschauen muss - wenn dieser verloren geht, wird das für Johanna ganz traurig sein... soll man da vielleicht einen Ersatz-König haben?

Freitag, 14. Januar 2011

Ein Freitag voller Überraschungen

Ich setze mich hin und versuche, die Beiträge der vergangenen Wochen nachzuarbeiten.

Es ist viel geschehen. Wir, Johannas Eltern, haben eine neue spannende (Lebens) aufgabe, deren Umsetzung Einiges an Einsatz kostet. Johanna, nach einer ziemlich schweren Trotzphase, erlebt (und wir mir ihr) einen massiven Entwicklungsschub. Sie redet und redet und redet... es vergeht kein Tag, an dem wir einige Male nicht mit dem offenen Mund stehen bleiben. Heute hat sie nicht nur uns, sondern einige anwesenden Erzieherinnen überrascht. Johanna saß mit den großen Kindern, die sich gerade im Schreiben geübt haben. Johanna konnte bei ihnen mitschauen. Sie nahm sich auch ein Blatt... das ich beim Abholen überreicht bekam. Da es bereits vorkam, dass sie ihre besonders gelungenen Bilder überkritzelte, wurde ihr das Blatt vorsichtshalber ( :-) ) abgenommen und in einer sicheren Ecke bis zu meinem Eintreffen aufbewahrt.
In der oberen linken Ecke zeichnete sie P und t und nannte diese, oben rechts erkennt man MAMA. Natürlich haben wir das schon ein paar Tausend Mal ihr vorgezeichnet, aber es kam bisher noch nie zu einer selbständigen Aktion. Wir nahmen das Bild mit - der Papa soll es ja gleich auch bewundern - und wollten etwas besorgen. Johanna entdeckte eine Rutsche. Eher ich mich versah, drehte sie sich auf den Bauch - und
zack! - ist sie schon unten! Beim zweiten Mal kletterte sie etwas schneller, die Rutsche bewegte sich...
- Wackelig!
- sagte Johanna.
Ihre Mütze ließ sie neben der Rutsche liegen. Maria erledigte die Besorgungen, wir wollten gehen. Am Ausgang rief Johanna: Mama! Mütze!! Mütze da! Mensch, ich habe sie vergessen, Maria hat nicht bemerkt, aber Johanna hat sich erinnert!!! Es wäre auch Schade, das ist ja ihre Everest-Mütze...

Wir sind im Auto. Maria macht den CDPlayer an und wird von Mamas CD überrascht... Smetana. Jo, wie kann man das freiwillig hören? Johanna schreit auch von hinten: Mama!!!! Andere Musik!!! Mädels, ich kann Anne Kaffeekanne nicht mehr hören! Und Vogelhochzeit kann sogar Johanna nicht mehr hören! Doch! Kann! - hören wir von hinten.

Wir fahren nach Hause. Schon im Auto fing Johanna an, mich zu bearbeiten.
- Mama? Lauras Stern gucken?

- Nein, Johanna, jetzt doch nicht, am Abend vielleicht...

Im Briefkasten sind zwei dicke Umschläge. Mamas eb-- - nächtliche Funde, die endlich angekommen sind. Mädchen, wollt ihr auspacken? Johanna will immer etwas auspacken. Lauras Stern! Laura und der kleine Drache...! - Mama? Lauras Stern gucken? ... na, was sagt man da... es regnet wie aus dem Eimer... weich geklopft...

Dutzende von Blumenzwiebeln warten auf das Ende der Baustelle... Mädchen, wollen wir vielleicht einige Zwiebeln in die Töpfe setzen, wir werden sie wachsen sehen... Johanna, willst Du mit mir zum Gartenhäuschen gehen, Töpfe holen? - Nein, zu nass!... ok, ich gehe alleine und bringe eine Schüssel Erde mit. Das Wort Erde ist in der letzten Zeit nich present bei uns gewesen. Johanna schaut neugierig in die Schüssel. - Erde? Wo hat sie das Wort her? Meine Schuhe sind ganz schmutzig, die Terrasse ist ja noch eine Baustelle... Ich putze die Schuhe ab, Johanna schaut zu. Im Sommer, Johanna, da ist alles wieder sauber, dann sitzen wir auf der Terrasse... und grillen - fügt Johanna hinzu. Was hast Du gesagt? Grillen! hmmm...

Am Abend habe ich die beiden Mädchen doch überredet, spazieren zu gehen. Maria steht mit einem Regenschirm vor der Tür. Ich auch Schirm!

An einem der Weihnachtstage gab es den Film Nussknacker zu sehen. Aus Marias alten Zeiten stand im Regal schon zehn Jahre ein Buch mit der Nussknacker- Geschichte. Johanna zog das Buch zufällig aus dem Regal heraus und schaute sich das Buch einige Minuten an. Mama! Buch! Nuss-nacker! Vorlesen!

Natürlich reichte ihre Aufmerksamkeit für nur wenige Absätze aus... und beim Spazierengehen hatte ich Streß, dass sie mit dem Schirm fremde Autos beschädigt... und sie stellte sich total quer, als ich ihr im Auto nicht ihre Musik angemacht habe... und sie wollte beim Aufräumen überhaupt nicht helfen... und Maria wurde "Dummi" genannt, als sie den Fernseher endgültig ausgeschaltet hat... auch das gehört zum Alltag und gleicht die "weißen" Steinchen der Weisen der Antike aus...

Aber jetzt ist Johanna im Bett - und ich habe diesen Bericht abgeschlossen...

Montag, 10. Januar 2011

Wenn die Türen offen sind,

dann kann man ja leichter hineingehen...

"Tage der offenen Tür" an einer relativ nah liegenden freien Schule, wo die s.g. Kinder mit GB als einer der Schwerpunkte unterrichtet werden. Weitere Schwerpunkte sind sozial-emotionale Integration und Lernschwäche.
Das Letztere haben wir bereits sowieso, zusammen mit dem Ersten. Das Mittlere macht und machte mir immer schon Sorgen, die Gedanken habe ich aber vorerst schön verdrängt... das heißt für mich, wie gesagt, "das schwächste Kind in den stärksten Wind zu setzen"...

Was wünschen wir uns für Johanna? Welche Schule soll sie besuchen? Mit ihren 4 Jahren machen wir uns schon jetzt Gedanken...

Bis jetzt hat sie das Glück gehabt, sich unter den 46-er Kindern bewegen zu können, von ihnen zu lernen und mit ihnen auszukommen. Das entspach unserem Wunsch nach gemeinsamen Leben, das wir uns für Johanna auch in ihrer Zukunft vorstellen.

Unter diesen 46-er Kindern gab es zu Johannas Glück keine besonders auffällige oder agressive Kinder... Was würde sie lernen, wenn sie sich in einer Klasse einfinden wird, die gerade aus solchen Kindern zum grössten Teil besteht? Und viele Jahre damit auskommen muss, weil sie - und wir - keine andere Wahl haben? ... da muss man echt ein Verdrängungskünstler sein, um nach einer DS-Geburt überhaupt schlafen zu können :-)))...

Heute, als ich die Einladung diese offenen Türen zu betreten wahrgenommen habe, bat ich um einen oder zwei Hospitationstermine. Und ich habe diese bekommen!!!

In den nächsten Tagen werde ich einige Unterrichtsstunden in einer älteren Klasse miterleben dürfen und in einer jungen Klasse. Na, man versteht sich: es ist besser, ein Mal zu sehen...

Ich berichte dann.

Einige meiner neuen Lebensaufgaben nehmen aktuell viel meiner Zeit in Anspruch. Viele Berichte lauern als Entwürfe oder nur als Aufzeichnungen... Schade für mich und für Johanna, da einige Momente verblassen, wenn man erst später davon berichtet... aber es ist jetzt so.

Donnerstag, 6. Januar 2011

Groß bin!

Es lauern viele Entwürfe und warten auf mich und meinen Zeiteinsatz.

Aber diesen heutigen Satz muss ich ganz schnell festhalten. Johanna verbrachte einen Nachmittag, wie immer am Donnerstag, in einer Familie, wo ein Baby zu Besuch war. Sie konnte lange das Baby beobachten, was es kann und was noch nicht kann und sie hat sich darüber Gedanken gemacht... Als ich kam, sagte Johanna zu mir: "Groß bin!"
Das ist das erste Mal, dass sie diese Verbform benutzt.

Sonntag, 26. Dezember 2010

"Unser" Winterurlaub...

Wir haben hier nämlich auch einen richtigen Winter...


wir sind ein wenig begrenzt in unserer Mobilität - und das ist gut so.
Ich will auch nirgendwohin fahren.Wir nehmen uns Zeit - zum Malen, Backen, Basteln... Ich habe eben Johanna gezeigt, wie man Schneeflöckchen ausschneidet. Das Lied von den Schneeflöckchen musste ich dabei ein Dutzend Mal vorsingen.
Jo! Zerschnitten ist das hübsche Ding.
Egal, dann ist da ein Loch mehr!
Unser Pflegehaus brauchte nach dem Schneefall in der Nacht schon wieder unseren Einsatz - Johanna half schon bewusster mit. Sie hat sich gestern gemerkt, wo die Bürste lag, und hat sich diese heute selber geholt und damit geputzt.
Und am frühen Abend durften wir in einem gantfreundlichen Haus sitzen, liebe Menschen um uns herum genießen - und für Johanna gab es sogar etwas zum Auspacken!


...da auf dem Foto sitzt jemand unter dem Tisch...
Wird es vielleicht noch etwas zu berichten geben...???

Samstag, 25. Dezember 2010

Wieder stressfrei...

Der erste Weihnachtstag ist da und ich habe immer noch keinen Streß.

Johanna und ich haben in den Morgenstunden noch einige lieben Menschen begrüßt und beschenkt und genossen den sonnigen Tag draußen.So schön kann Osnabrück aussehen...
...und unser Haus auch - ich freue mich schon auf den Blick ohne Gerüst...
...die Punkte haben wir ganz richtig gesetzt, sie glänzen in der Sonne und wirken wie kleine Spiegelsplitter...
Diesmal haben wir noch ein "Pflegehaus", das ganz im Schnee zu versinken droht...
Nun ist es wieder frei, Johanna hat super mitgeholfen.

Und jetzt, nach getaner Arbeit, freuen wir uns auf einen stressfreien weihnachtlichen Abend. Zum Essen gibt es Kartoffeltaschen und Fischstäbchen, alles im Backofen in 15 minuten fertig, einen Joghurt bekommt Johanna auch. Keine fettigen Bleche von dem gestrigen Braten, keine voll gestellte Küche und keine Reste, die man aufessen muss. Dafür viel Zeit zum Stricken, Kuscheln und Vorlesen.

Nerve ich einen oder anderen Leser
mit meinen stressfreien Bemerkungen? :-))))))))
- von solchen Tagen kann ich nie genug bekommen...

PS. Leider ist mir heute ein Missgeschick passiert... die Stimmung ein wenig betrübt... diese kleinen doofen Zufälle...

Freitag, 24. Dezember 2010

Unser Weihnachts - Posting für Papa -

damit er weiß, was wir an diesem Weihnachtstag alles erlebt haben.

Die Schneedecke vor der Haustür hat uns zum Enschluß geführt, dass wir nicht einkaufen fahren. Und wenn wir etwas nicht haben, dann... haben wir eben nicht.

"Liebe Kinder bekommen heute Geschenke!"
Komisch, mit diesem Satz konnte ich bei Johanna Vieles bewegen.
Sie aß vorbildlich ihr Frühstück und half beim Abräumen.

Da es in den Geschäften keinen Schlitten mehr zu kaufen gab, haben wir einen Schlitten ausgeliehen, und wollten ihn sofort ausprobieren.
So sieht man die Straßen in Osnabrück nicht oft. Es gab schon Frühlingswetter mit Schneeglöckchen zu Weihnachten - aber diesmal wird es richtig weiß!
Die Einfahrt wurde wieder von einem Schneewulst blockiert, den mussten wir beseitigen, damit wir nicht fest sitzen, den Wagen haben wir vorsichtshalber auch frei bekommen...
Und hier ist ein Rezept für einen stessfreien Weihnachtstag:
ein Spaziergang im Schnee,
ein hungriges Kind
und zwei Kartoffelpuffer mit Apfelmuß. Ich bin SOOOOO froh, dass ich keine Gans/Ente/sonstwas im Backofen habe!!! Muss man sie überhaupt haben? Diese Frage muss ich meiner Familie unbedingt stellen.

Danach gab es eine ruhige Stunde mit Stiften und Maltafel.
Ich musste GANZ genau, nach Johannas Wünschen, malen, was sie machen möchte, wenn Maria und Papa wieder zurück sind.

Man kann die Tassen mit Kakao nicht verwechseln, oder?

Im Gespräch mit Papa sagt Johanna immer wieder, dass er und Maria nun nach Hause kommen sollen... Sie bekommt das Wort "Urlaub" nicht auf die Reihe... bei jeder Türbewegung fragt sie nach den beiden... Oh je...
Aber jetzt werden die Geschenke ausgepackt!
Eine Bescherung wird es nochmal geben, wenn die ganze Großfamilie wieder zurück ist - im Neuen Jahr. Heute habe ich für Johanna drei Sachen unter den Baum gelegt, damit sie sich in den Ferien mit dem neuen Buch und einem neuen Spiel beschäftigt.

Na dann - Frohe Weihnachten,
absolut stress- und druckfrei,
nicht aufwändig oder arbeitsintensiv...
wie ich es mir schon ewig gewünscht habe.

Eben ein ganz besonderes Weihnachtsfest!