Mittwoch, 21. April 2010
Nemo und Johannas Konzentrationsvermögen
Wir schauten uns in Marias Filmesammlung um und fanden "F----t Nemo". Nun ist das der Lieblingsfilm. Auch wenn ich Johanna ungern länger vor dem Fernseher sitzen lasse, beobachte ich gern, wie sie den Film und die Ereignisse darin wahrnimmt. Sie ist absolut konzentriert, sie bleibt sitzen, dann steht sie auf, um nur einen anderen Platz zu nehmen, manchmal bleibt sie stehen, aber immer voll dabei.
Heute hat sie schon ein ziemlich langes Stück geschaut und war so intensiv "drin", dass ich nicht über das Herz brachte, ihr den Film einfach so vor der Nase auszuschalten. Sie wurde aber doch müde... Sie stand auf, kam zu mir und schaute mich an.
Johanna, bist Du müde?
Ja!
Wollen wir eine Pause machen?
Pause!
Dann komm´, wir drücken zusammen den Knopf!
Nein, mehr Nemo!
Es bleibt mir zu hoffen, dass sie davon auch etwas Positives hat und diese gehörte Sprache sie auch weiter bringt.
Donnerstag, 4. März 2010
Noch kein Kindergartentag in Sicht,
Wir bleiben weiterhin zu Hause, sparen unsere Zeit für die Berufstätigkeit zusammen - am Haushalt hier, am Schlaf dort... wir versuchen, am Ball zu bleiben.
Ich habe mir vorgenommen, einige Johannas Fortschritte zu notieren, das mache ich jetzt.
Unsere Türen haben wir mit den Schließhilfen versehen - damit man nicht immer diese unendlichen "Tür zu!" hören muss. Nun gehen sie auch zu. Bei einer solch einfachen Tätigkeit wie den Tisch abdecken braucht man jemanden, der die Tür hält - das macht Johanna, und zwar sehr gerne. Sie geht zur Tür, macht sie auf und ruft "Mama, auf!" - ich kann also mit meinem Tablett dadurch.
Das Ausräumen der Spülmaschine ist keine besonders spannende Geschichte - aber auch hier macht Johanna gern mit. Sie weiß bei fast allen Sachen, wo sie in der Küche hingehören.
Die Lichtschalter waren von Johannas frühesten Monaten eine Art Feinmotorikübung. Jetzt kennt sie sich damit sehr gut aus. Wenn wir uns auf die Nacht vorbereiten, ist Johanna diejenige, die sich um die Lichtgestaltung in allen Fluren und anderen "ihren" Räumen kümmert.
Johanna geht gern einkaufen. Wenn wir uns dem Parkplatz eines "unserer" Supermärkte nähern, will sie sich nur vergewissern: "Nanna auch?" - sie will ja nicht im Auto sitzen bleiben. Sie hilft immer bei dem Auflegen der Dinge auf das Band, ich muss nur sehen, dass alles schnell über die Bühne geht und die ganze Schlange nicht auf Johanna warten muss. Ihre neueste Entdeckung - den Einkaufswagen selber schieben. Das kann ich ihr leider nicht immer zugestehen, aber spätestens auf dem Parkplatz darf sie (mit)schieben - ich muss natürlich schön aufpassen.
Der Papa arbeitete an einem Abschnitt seiner Tätigkeit. Er schaltete eine "Prüfungseinheit" ein, ging aus dem Büro heraus und sagte uns, dass er ganz doll in die Hände klatschen wird, wenn alles gut läuft - er kann nun endlich den Abend mit uns verbringen. Johanna hat es gehört. Dann ging er wieder ins Büro. Johanna hinterher. "Ja, alles super!" hörten wir ihn sagen. Johanna hörten wir auch. Sie spand, klatschte in die Hände und rief "Papa, auch, auch!" - das Klatschen hat er nämlich vergessen.
An diesen Tagen mit viel Zeitdruck wurde Johanna schnell von einem der Eltern in die Dusche mitgenommen, das Kind wurde abgebraust, abgetrocknet - fertig. Gestern hat sie etwas länger geschlafen, wir haben uns bereits angezogen, als sie wach wurde. Sie hörte den Papa noch im Bad. "Papa, Nanna Wasser!" "Nein, Johanna, ich bin jetzt fertig, ich gehe nicht mehr unter die Dusche!" "Nein, Papa, Nanna Wasser! Wasser mehr!" (mit diesen knappen Mitteln versuchte sie, ihren Wunsch deutlich zu machen)
Johannas Daumen auf der linken Hand ist immer noch nicht in Ordnung: der neue Nagel wächst nach, aber der alte löst sich noch und bereitet ihr viele Unannehmlichkeiten. Wir kleben ihr einen Pflasterstreifen, er wird dann nass oder schmutzig, sie nimmt ihn ab, ein neuer kommt drauf - eine unendliche Geschichte. Wir mussten kurz weg, ich zog Johanna an und brachte ins Auto. Beim Anschnallen weinte sie - ihr Pflaster war schon wieder weg, ich habe ihr offensichtlich weh getan. "Johanna, verstecke deinen Finger, damit du nicht überall hängen bleibst!" Und siehe mal da: Johannas Daumen verschwindet in der Faust unter dem Zeigefinger!
Johanna findet Fingerspielle toll. bei einem Spiel fing sie an, mitzusingen.
Die roten Wörter sind Johannas "Beitrag":
Das ist der Vater, lieg und gut,
das ist die Mutter mit dem Federhut,
das ist der Bruder, schlank und groß,
das ist die Schwester mit dem Püppchen auf dem Schoß.
Das ist das Kinderlein, Kinderlein klein -
und das soll die ganze Familie sein.
Johanna mag auch die Geschichte von Himpelchen und Pimpelchen, aber da muss ich vielleicht ein paar Fotos machen, wie sie das "miterzählt".
Donnerstag, 17. Dezember 2009
Ein neues Zeichen...
Johanna zeigte uns diese Gebärde und sagte etwas wie "Tyssss"...
Jo.
"Schluss"?
"Tschüß"?
Wir benutzen nicht viel an Gebärden, da sie sich im Moment schnell sprachlich entwickelt. Wir reden einfach, in der Hoffnung, dass sie uns versteht...
Aber was ist das denn?
Im KiGa habe ich heute erfahren, dass das Zeichen aus einem Gedicht kommt und "Tisch" bedeutet. Hätten wir Johanna zugehört...
Donnerstag, 11. Juni 2009
Verben
Das erste Verb war "haben",
danach kamen "sitzen" und "essen". Der Rest ist noch nicht spruchreif.
Heute, auf dem Weg nach Hause, wollte ich eine Kleinigkeit zum Mittagessen kaufen, und zwar schnell, ohne Johanna.
Ich bin vor "unserem" Laden ausgestiegen und wollte gehen. Johanna schaute mich erwartungsvoll an und rief: "Auf!"
- Johanna, soll ich die Gurte aufmachen?
- Ja! Auf!
Natürlich habe ich sie "befreit" und unseren gemeinsamen Einkauf ein wenig "ausgedehnt".
Am Nachmittag stand ich mit ihr an der Terrassentür, es regnete. Johanna rief:
- Garten! Auf! Auf!
Sie wollte in den Garten gehen, ich sollte die Tür aufmachen!
Nach einigen Sekunden wollte sie dann allerdings wieder ins Haus :-)
Freitag, 10. April 2009
Die erste Fahrradtour
Johanna zeigt und sagt "Tasche!" - sie hätte gern etwas zu esssen bekommen...
Montag, 9. März 2009
Logopädie war das wohl nicht,
Ein Monat ist wieder vorbei, heute wäre es soweit - unser 5. Logo-Termin.
Einige Minuten Wartezeit sind dort immer spannend - was gibt es alles tolles zum Spielen!
- Hast Du schon so viele Zähne?
nein, leider ist es heute nichts zu machen...
Sie möchte lieber Bewegung haben und rutscht vom Hochstuhl einfach weg... Richtung Spielecke... Schon wieder sehe ich sie in der Hocke.
Endlich versucht sie doch einen Ball weg zu pusten.
Unsere Physiotherapeutin wäre entzückt... Aber hier muss doch um die Sprache gehen...???
Ein wenig "Ball-Kommunikatin" muss doch dabei sein...
Die weitere Sprachförderung in den kommenden 4 Wochen findet wohl zu Hause statt.
Donnerstag, 15. Januar 2009
Bilderbücher
Johanna blättert darin.
Das Tier auf zwei Beinen unten links, den Wolf, erkennt sie als "Wow-wow!", die Pferde in der Kutsche unten rechts sind "Ohhhooo!", den gestiefelten Kater, der nur "im Gesicht" wie ein Kater aussieht, erkennt sie auch: "Tatze!" (sie spricht ja noch kein "k" aus, das ist bei ihr "t").
Sie konnte bereits viel erkennen und viel zeigen, auch wenn ich nicht alles verstanden habe, was sie "erzählt".
Montag, 5. Januar 2009
Eine neue Geste
Maria wollte uns überraschen und hat mit viel Sorgfalt mousse au chokolat zubereitet.
ganz stolz hat sie uns ihre Kreation serviert, Johanna schaute neugierig in mein Schälchen.
Als sie dann die Speise probiert habe... beschreiben kann man ihre Begeisterung kaum, ihre "Aaaaahhhh!" habe ich nicht aufgenommen, aber die Geste für "lecker!" war plötzlich sehr deutlich.
Montag, 22. Dezember 2008
Telefonieren
Das ist noch sehr weit, davor liegt noch ein Kindergeburtstag und Weihnachten an, danach steht die Bombenentschärfung mit Evakuierung bevor...
26 Stunden ohne Johanna haben wir schon mal verbracht, einige Tage ohne sie haben wir noch nie gehabt.
Wir werden öfter anrufen. Wir üben die Telefon-Gespräche.
Papa nutzt die Gelegenheit, von unterwegs anzurufen.
-Hallo Johanna!
-Papa!
-Hallo, wie geht es Dir?
-Papa!
-Hast Du einen schönen Tag gehabt?
-Uuuuuu! Papa!
-Ich bin bald zu Hause. Bis dann! Tschüß!
-.........................................
-Tschüß Johanna!
-.........................................(nun muss ich mich einmischen und Papa erklären, dass Johanna brav winke-winke in den Hörer macht)
Mittwoch, 8. Oktober 2008
Am Abend
Bei den Stufen braucht Johanna keine Aufsicht mehr - sie klettert ganz sicher hoch.
Ich wollte die Plasikflaschen beim Automaten zurückgeben. Ich habe Johanna nur gesagt, dass sie die Flaschen aus der Tüte nehmen soll und sie in das Loch hineinwerfen soll, ich habe nichts vorgezeigt. Wie denn - auf einem Arm Johanna, in dem anderen Tüte mit Flaschen... Sie hat meine Worte verstanden, die Flaschen hineingeworfen und dann sogar den Knopf gedrückt - für die Quittung, die sie mir sogar in die Hand gegeben hat (die sie am liebsten sofort zerknüddelt hätte)... Ich habe eine solche Mitarbeit nicht erwarten können, ich hätte gern geknipst, aber eine dritte Hand hatte ich sowieso nicht... Nächstes mal nehme ich jemanden mit. Ich hätte mir vor noch einem Monat dies nicht mal vorstellen können.
Mittwoch, 1. Oktober 2008
Sprachverständnis
Vor der Tür der Tagesmutter frage ich:
- Willst Du klingeln?
Johanna streckt schon den Zeigefinger und will den Knopf drücken. Das tut sie dann auch und beklatscht sich selbst. Das Gleiche mach sie in den Aufzügen, an den Ampeln und bei allen anderen Knöpfen. Es ist nur manchmal ungünstig, wenn der Knopf gerade Papas Server lahm legt...
Abends bringe ich sie nach oben ins Bett. Im Flur ist es dunkel.
- Johanna, machst Du bitte das Licht an?
Ich halte sie nur neben dem Schalter, den Rest macht sie selber.
Wir fahren nach Hause. Ich sage, dass Papa bestimmt in seinem Büro sitzt. Johanna macht die Geste "Telefonieren".
Im strömenden Regen möchte ich Johanna im Wagen kurz lassen und eine Packung Fleisch eben im Supermarkt holen. Eine Woche zuvor stand sie dort schon mal wenige Minuten - ich habe ein frisches Brot schnell gekauft, wovon Johanna natürlich ein Stück sofort bekam.
Mit den Fleichpackungen bin ich schnell wieder zurück.
Johanna schaut mich fragend an und macht mit den Lippen ihr Zeichen für "Essen".
Nein, Johanna, diesmal habe ich kein Brot!
Johanna macht mit den Händen die Geste "nicht haben, nicht da, weg"...
Johanna greift ein Messer vom Tisch. Bestimmt schon tausend Mal hat sie gehört, dass das messer nichts für Kinderhände sei... Sie weiß das und schaut mich an. Ich sage diesmal nichts, ich schaue sie auch an und zeige durch mein Kopfschütteln "Ne -e". Sie legt das Messer zurück und zeigt mit dem Finger "Nein-nein" (Maria hat ihr das beigebracht).
Johanna geht schlafen. Sie verabschiedet sich von ihren Bildern und Blumen, wie wir dies abends machen. Plötzlich sagt sie "Papa!" und macht "Winke" - sie hat sich vom Papa nicht verabschiedet... Ich sage: Papa kommt gleich! Sie bleibt im Bett sitzen und wartet.
Papa berichtete danach, dass sie wirklich auf ihn wartete und dass es eine interessante "Kommunikation" war...
Ich glaube, Johanna sollte zur Toilette gebracht werden. Ich sage das Johanna. Ohne zu zögern krabbelt sie los - durch das ganze Wohnzimmer, dann die Treppe hoch und bleibt vor dem Wickeltisch sitzen... Da es mit dem Toilettengang dann auch alles klappt, wundert mich das total.
-Willst du die Taste drücken?
Aber auch ohne meine Frage will sie spülen. Wer schon (fast alleine) auf Toilette geht, darf das auch!
Montag, 5. Mai 2008
Das muss ich einfach festhalten
Es gibt viele Dinge im leben der Eltern, die in Erinnerungen bleiben.
Der heutige Abend bleibt so bei mir.
Johanna fand es immer schön, nicht wie meine anderen Kinder, wenn ich ihre gekratzten Hände oder Füße, oder Gesicht nach dem Waschen mit Babyöl oder Creme pflegte. Heute Morgen sah ich, dass sie sich gestern im Garten beim Robben ohne Socken ganz schön gekratzt hat. Ich habe sie eingecremt, sie fand das schön.
Vor dem Schlafen wusch ich ihre Hände und Gesicht und fing an, ihren Schlafanzug anzuziehen. Johanna protestierte und hat sogar geweint. Sie zeigte auf das Regal, in dem die Ölflasche und ein Behälter mit Cremes stehen. Ach, Johanna, was möchtest du denn? Sie zeigte und sagte „Da!“ Was denn „Da!“? Johanna knötterte nicht mehr, sie schaute mich an und strich sich über die Backe. Ich nahm eine Tube Creme und fragte: „Eincremen?“
Man MUSSTE dieses breite Grinsen sehen.
Sie war glücklich: sie wurde verstanden!
Man braucht nicht zu erklären, warum wir den Pijama nicht gleich angezogen haben, sondern alle kleinen und großen Kratzer erst „behandelt“ haben!
Das Wort Nr. 9
Den ganzen Morgen haben wir immer wieder gefragt und andere Bilder gezeigt. Jetzt haben wir keinen Zweifel, dass sie "uw-wuw!" mit dem Begriff "Hund" verbindet.
Da wir keinen Hund hier bei uns und in der Nachbarschaft haben, müssen wir wohl bei den Bekannten mit Hund demnächst vorbeischauen, damit Johanna nicht nur Bilder zeigen muss.
Heute fing ihre letzte Babywoche an.
Sie ist 1 Jahr, 5 Monate und 1 Woche alt.
Am 13.05.08 ist Johanna kein Baby mehr, sondern ein Kleinkind!
Nachtrag um 20:00:
Johanna und wir haben heute drei Hunde getroffen, und jedesmal zeigte sie in die Richtung und nannte sie "uw-wuw!". Gar keine Zweifel mehr. Wir müssen wohl in den Zoo gehen, da werden bestimmt alle Tiere "uw-wuw!" heißen...
Montag, 11. Februar 2008
Wo ist der Ball?
Bis jetzt haben wir einzelne Bilder gezeigt und Wörter dazu genannt und vorgelesen.
Nun war mal dieses Büchlein an der Reihe - Johanna bekam es zum Geburtstag: Baby Brockhaus... jo...
Viele Dinge kennt sie noch nicht.
Auf der ersten Seite war ein Kasperle-Theater, ein Pullze (auch für micht ein nicht sofort klares Bild), ein Jo-Jo... und ein Ball.
Auf meine Frage: Wo ist der Ball?- zeigte sie plötzlich genau auf das entsprechende Bild - auch wenn alle unseren Bälle ganz andere Farben haben und obwohl das Jo-Jo auf der Seite auch ziemlich rund aussah...
Dieses Erkennen haben wir nun einige Male "geprüft" und jetzt habe ich die beiden Mädchen sogar beim "Lesen" fotografieren können.
Auf die Frage: Wo ist das Auto?- zeigte sie wieder das Richtige!
Auch erkannt! Super Kleines!
Ansonsten
hatten wir heute unseren
ERSTEN RICHTIGEN CHAOS-TAG...
Durchfall, Spucken, Erbrechen Reihe nach und ohne Ende...
Jetzt schläft sie friedlich mit etwas Milch im Bauch - und ich überlege mir, bis wann ich mit beiden Waschmaschinen fertig werde... und wieviel Wäsche in der Nacht noch eventuell dazu kommt...
Sonntag, 10. Februar 2008
Verstanden
Johanna schaute mich an, dann schaute sie Richtung Papas Büro - wo sie seine Stimme hörte - und fing an in diese Richtung zu winken!
Aus der Situation - Tasche, offen stehende Autotüren, Papa hat seine Jacke schon an - hat sie sich etwas zusammengereimt. Aus meinem zu ihr gesprochenen Satz konnte eigentlich nur das Wort "verabschieden" von Bedeutung sein - und sie hat es herausgehört!
Ich werde in den nächsten Tagen prüfen, ob sie auf dieses Wort auch weiter reagiert.
Sonntag, 23. September 2007
"Körpersprache" und Sprachverständnis
Aber Einiges, das wir mittlerweile klar bei Johanna deuten können, möchte ich hier mit dem heutigen Datum festhalten. Wenn sie müde ist, steckt sie zwei Finger in den Mund. Nimmt sie in den Mund drei Finger, will sie nur in Ruhe gelassen werden und schlafen gebracht werden. Möchte sie zur Toilette gebracht werden, signalisiert sie dies mit dem "Aufbäumen"(Beine gestreckt, Kopf nach hinten). Das Letzte haben wir bei ihr zum ersten Mal im Flugzeug vor einem Monat bemerkt, das war in diesem Moment gar nicht toll, da wir angeschnallt werden mussten.
Gestern waren wir zu einem Bastelnachmittag eingeladen, Johanna saß bei mir auf dem Schoß, so konnte ich ihre Bewegungen unmittelbar wahrnehmen. Als Ergebnis hatten wir nur eine Windel, die wir an diesem Tag brauchten und mit der sie auch dann abends eingeschlafen ist.
Das Wort "Nein" muss bei uns in bestimmten Situationen klar wirken. Da sie jetzt krabbelt, finden wir sie in verschiedenen Ecken, und oft bei den Steckdosen und Kabeln (die besondere Vorliebe zu den Kabeln ist offensichtlich vom Papa geerbt worden). Also muss sie wissen, dass dies nichts für sie sei. Beim energischen "Nein!" kommt zwar ein Schmollmund vor, die Elekrogeräte werden dann in Ruhe gelassen. Daran arbeiten wir weiter...
Dienstag, 7. August 2007
Sauberkeitserziehung und Sprachverständnis
In dem Bericht von 24 Juli habe ich schon geschrieben, dass ich beobachte, was noch Johanna bereits ziemlich genau versteht. Während unserer Reise bin ich zum Entschluss gekommen, dass ich Einiges hier endlich festhalten kann.
Seit Johannas 5. Monat habe ich angefangen, sie zur Toilette zu bringen, wenn ich merkte, sie fing an zu drücken, oder wenn ich meinte, sie machte „ein entsprechendes Gesicht“. In der Zeit, die wir brauchten, um zur Toilette zu kommen, flüsterte ich ihr ins Ohr „Johanna, wir gehen jetzt zu Toilette, wir machen Pi-Pi oder wir machen A-A“ – je nach meiner Vermutung.
In den vergangenen Monaten kaufte ich immer die schlechtesten Windeln, die ich nur bekommen konnte – damit sie WOHL merkt, wenn sie nass ist. Manchmal setzte ich sogar Stoffwindeln ein.
Bald ist die Kleine 9 Monate alt, und ich kann sagen, dass die Windelindustrie keine großen Umsätze mit uns machen konnte. Die nassen Windeln kommen immer wieder mal vor, aber mit den schmutzigen Windeln ist es schon länger vorbei. Sie meldet sich mit dem deutlichem „A-A!“ - und wir müssen nur zuhören und sie schnell in das entsprechende Örtchen begleiten.
Während der Reise - in den Wartehallen, im Flugzeug, im Hotel, in den Restaurants, in den Einkaufsmeilen – brachte ich Johanna immer wieder in die Toilette mit meinem gewöhnlichen Flüstern – und siehe da, alle Geschäfte hat sie dort erledigt, als ob sie zu Hause wäre!... Natürlich konnte ich nicht immer alles merken oder das Aufstehen im Flugzeug war nicht immer möglich oder die Toilette einfach besetzt… Auf jeden Fall von 5 Uhr morgens bis 23 Uhr abends – so lang war unser Weg von Zuhause bis zum Hotel – kamen wir mit genau 2 Windeln aus. Für uns heißt das, dass sie sich gut merken kann, wann sie was machen soll oder doch warten… Glückwunsch, Kleines!
In den letzten Monaten hatten wir ab und zu Besuch im Haus, der unsere Bemühungen beobachten konnte. Eine werdende Mutter hat sich fest vorgenommen, mit der frühen Sauberkeitserziehung anzufangen.
Sollte jemand diesen Bericht lesen und nicht glauben, dass ein DS Baby in der Lage ist, seinen Körper soweit wahrzunehmen, melde dich bitte bei uns. Wir laden jeden gern ein.
Wir wissen nicht, ob sie auch weiter so kooperativ bleibt.
Wir wissen nicht, ob eine unerwartete Trotzphase kommt und unsere Mühen zunichte macht…
Aber die 4 Monate, in denen sie ihren Körper „hören“ konnte, sind schon sehr wertvoll gewesen.