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Mittwoch, 6. Juli 2011

Spannend? Und wie!

Man muss das nur für spannend erklären!

26.04.2011


Einige Pflastersteine sind neu gelegt worden, nun müssen die Spalten dazwischen mit Sand aufgefüllt werden... Man sieht, wie der trockene Sand in die Spalten "fließt", und hilft mit einer Bürste ein wenig nach. Spannend!
Johanna kennt nicht viele Märchen. Umso interessanter zu beobachten, wie sie plötzlich zu einer "Hex" wird und durch das Haus fliegen möchte!
Da wird einer oder anderen Vase ein kurzes Ende gemacht...

Donnerstag, 30. Juni 2011

Selber überlegt...

Heute verabschiedete sich Johanna von ihrer Betreuung, bei der sie die Donnerstage verbracht hat während Mama in der Konferenz saß.
Nach dem KiGa zeigte ich Johanna, was ich als Abschiedsgeschenk vorbereitet habe. Wir waren uns einig, dass wir es erst am Abend zusammen überreichen, wenn ich Johanna abhole.

Am Abend versteckte ich das Mitgebrachte unter der Jacke und zeigte es Johanna.
Ganz selbstbewusst nahm sie es in die Hand und ging auf die Dame zu.
- Frau XXX! Hier! Ein Geschenk. Für Dich!
Ich habe mit ihr nichts eingeübt, das hat sie eben spontan ausgesprochen...
Na, vernünftig genug?

Samstag, 4. Juni 2011

Geschafft!!!!!

Sie hat es geschafft!
Samstag nachmittag, keine Autos, leere Straße, ein Brief, ein Briefkasten etwa 40 m von der Haustür... Man muss einfach versuchen.

Johanna, möchtest Du den Brief einwerfen?

Der Papa konnte nicht lassen und lief auf der anderen Straßenseite hinterher.
Er sah, dass Johanna erst mit einer Hand den Brief hineinschob - das klappte aber nicht. Nach 5-6 Versuchen hat sie begriffen, dass die zweite Hand ganz nützlich sein kann. Und schon war der Brief durch den Schlitz gerutscht!

Die zweite Sache war für uns etwas unsicherer. Wird sie zurück kommen?
Ja, ist sie. Ganz stolz.

Sonntag, 14. November 2010

Was wünscht sie sich noch...

Johanna hat viele Geschenke bekommen, aber sie will noch mehr. Das ist das Bild zum Gewünschten, das sie gestern gemalt hat:Ein Tisch - mit etwas zu vielen Beinen, wir alle um den Tisch herum, der Tisch soll im Eiscafe stehen und auf dem Tisch sieht man eine Kugel Eis mit einem bunten Wedelchen (im oberen linken Viertel des Blatts).

Donnerstag, 11. November 2010

Sturm und Regen und Dunkelheit...

Johanna durfte am heutigen Tag, während ich in der Konferenz war, am Martinsfest teilnehemen.

Ihre Laterne aus dem KiGa habe ich mitgenommen. Ich konnte mit Johanna zum Laternen-Umzug am letzten Freitag nicht gehen, so blieb die Laterne "unverbraucht". Johannas Laterne hatte eine Kerze drin, aber ich traute ihr das nicht und gab einen Plastikstab mit einem Lämpchen mit. Ich versprach, zum nächsten Jahr zu üben, sodass sie dann eine Laterne mit einem Holzstab tragen wird...

Und nun wird sie doch einen Latrnen-Umzug mitmachen. Nur geübt haben wir nicht. Schon wieder griff ich nach dem Plastikstab... o-o... die Waldorfmütter können nur Kopf schütteln...

Als wir im Zwergen-Raum waren, habe ich meinen Fehler total bereut. So etwas wie ein Plastikstab war dort fehl am Platz... in einer Bodenvase standen Stäbe, liebevoll aus glatten Zweigen geschnitten... und ich merkte, dass es dort einen Stab mehr gab, als die Anzahl der Laternen! Jemand hat an Johanna gedacht!!!

Es regnete; Johanna habe ich die beste Kleidung angezogen, die sie schützen konnte, und ich habe alle Daumen gedrückt, dass sie nicht nass und nicht kalt wird. Ein Orkan wurde ja angesagt.

Ich habe keine Fotos vom Umzug und keine Vorstellung, was mein Kind erlebt hat.

Als St. Martin ankam, mit Pferd und Schwert, hat sie sich ganz fest an U.´s Hand geklammert. Das Trompetenspiel hat sie dagegen nicht erschreckt, sie hat mit Interesse zugehört. Die Kerze in der Laterne brannte nicht lange - aber bei DEN Orkanböen was es bei allen Kindern der Fall...

Ich konnte leider nichts davon sehen... Aus dem Konferenzraum sah ich nur ein Fenster in der Dunkelheit, hinter dem sich mein Kind eventuell nach dem Umzug aufwärmt.Danach musste Johanna zu Fuß einen Weg von ca 500 m in der absoluten Dunkelteit und im Sturm meistern.

Als ich sie abholte, räumte sie ihr Abendbrot-Geschirr ab und berichtete mir im Auto vom Wind und von Ästen, die von oben fielen. Das stimmte.
Ich bin gespannt, was und wieviel vom Begriff "St. Martin" im kleinen Kopf geblieben ist.

Dienstag, 9. November 2010

Leistungsnachweis

Es hat geklappt! Wer meinen Bericht vom 26. Oktober gelesen hat, kann sich meine Freude nur sehr gut vorstellen!

Wir haben zu Hause viel geübt. Wir haben Fischer-Gedichte gelernt und auf der Sofalehne ab- und aufsteigen geübt (Ihr wisst schon - Arme hoch, das Bein anwinkeln, hoch ziehen...). Wir haben immer wieder erzählt, was alles gemacht wird und wie der Unterricht verläuft.

Die ersten Minuten bereits haben mir eine kleine Hoffnung gegeben, dass es mit Johanna gut klappen wird. Sie hat sich eine Bürste genommen und brav beim Striegeln mitgemacht. Das Im-Sattel-Sitzen klappte nicht sofort. Ich musste sie doch auf das Pferd hoch heben... das hörte der ganze Wald... beim zweiten Versuch schaffte sie zwei Runden, und zwar nicht so laut... beim dritten Versuch, als sie die Ringe halten durfte, ging alles so, wie ich mir gewünscht hätte: Die beiden Ringe landeten in der Tonne, - als ob sie das immer schon gemacht hat!

Danach durfte sie zu der Stelle reiten, wo die anderen Eltern warteten und wo das Pferd gepflegt und gefüttert wird.

Johanna hat sich gemeldet (!!!), das Futter zu holen, und trug die Schüssel stolz und voller Bereitschaft zur Futterstelle. Ihre Möhre, die sie allen gezeigt hat, tat sie in die Schüssel - wie es hier üblich ist. Sie hat sich in die Gruppe eigentlich super eingefügt, ich konnte nichts aussetzen. Sie hat große soziale Kompetenz gezeigt und konnte als "Kleinste", aber doch mithalten. Andere Kinder haben ihr Benehmen erst beobachtet, haben sich das Schreien am Anfang angehört - und dann sagte ein Mädchen: "Du, Du bist gleich dran. Mach´ keinen Terror!" Hat das auch gewirkt?

Was haben wir gelernt? Die Latte schön hoch aufzuhängen... auch wenn die ersten Erfahrungen nur enttäuschend sind...

Sonntag, 27. Juni 2010

In der Stadt...

Johannas Papa geht es besser - nach 24 Stunden lässt jede Viruserkrankung langsam nach, im Sommer geht es sogar schneller... Wir wollten nur eine kurze Fahrt mit dem Fahrrad in die Stadt machen. Johanna hat sich das Tarnsportmittel ausgesucht: mit dem Fahrradanhänger. Wie sucht sie sich das aus? - Sie geht einfach hin und setzt sich gemütlich hinein. Sie hat sich sogar schon mal eigenhändig angeschnallt. Aber gefahren wird mit der Auflage: in der Stadt muss sie zu Fuß laufen! Na ja, das hat zum Teil funktioniert.

Johanna geht an den Schaufenstern vorbei und nennt die Dinge, die sie kennt: Wasser, Boot, Ente... Eis! Na klar landeten wir dort, wo wir immer schon landen:-) Diesmal ist Johanna alleine zur Theke gegangen und hat sich das Eis ausgesucht und bestellt, mit meiner Hilfe, natürlich - ich bin ja hinterher geeilt. Sie bekommt, wie ich das sehe, eine Extra-Portion, auch eine Kirsche drauf - offensichtlich für ihr Exrachromosom :-) Strahlend bringt sie ihr Eis zum Tisch.Die Stadt war ziemlich leer, es war eigentlich Abend, die Sonne war schon sehr tief. So konnte Johanna die Straßen ganz für sich haben und überall laufen. Was ich merke: die Fahrbahn ist für sie eine klare Tabu-Sache, sie bleibt auf dem Bürgersteig und rennt nicht wild herum.
Unser Anhänger ist breit, eigentlich sollten hier zwei Kinder fahren können, auch der Sicherheitsrahmen ist so breit, dass man die Vorrichtung für Buggy-Variante kaum brauchen kann: der "Buggy" passt durch keine Türen :-)
Wir werden sehen, ob der Anhänger auf längeren Fahrradstrecken gut dienen kann, eine längere Fahrradtour ist im Gespräch.

Freitag, 25. Juni 2010

Ein Nachtrag...

Johannas Papa war beim Theaterstück auch dabei. Aber er merkte, dass es ihm nicht gut ging... Eine Sommerviruserkrankung... Da kann man kaum helfen, nur abwarten...

So beschlossen wir am frühen Abend, uns nach dem Duschen gemütlich zu machen und einfach nichts zu tun. Johanna hat einen Kamm geholt und wollte Papas Haare kämmen, was sie ganz gut und liebevoll gemacht hat.Na ja, Ihr wisst schon, was ich immer bei solchen Aufnahmen sage...
... krigen wir sie hin?

Die Vogelhochzeit!

Einen kurzen Blick "hinter dem Vorhang" habe ich doch bekommen. Ok, nun weiß ich, dass Johanna zu der pinken Vogelfamilie gehören wird. Alle Eltern warteten aufgeregt, ich auch... wird sie wirklich alles mitspielen? wird sie sich fügen? oder überlegt sie sich mitten im Stück etwas anderes? Nun geht es los! In der Mitte sitzen die älteren Kinder, die "Vogelmännchen", sie singen und warten, ob sie vielleicht bei einem "Vogelweibchen" das Glück haben werden...

Johanna stellt gerade fest, dass ihr "Schnabel" nicht sitzen will... sie versucht ihn aufzusetzen, aber er rutscht immer herunter... Ich bin froh, dass ich nicht viele Fotos verunstalten muss, da man die Gesichter hinter den Masken sowieso nicht sehen kann :-)Es ist keine Zeit für das Gummiband, Johanna muss ohne ihren "Schnabel" mitspielen. Die jungen Vogeleltern bauten nun ein Nest und jetzt haben sie dort zwei Eier, die sie brüten... Das "Ei" Johanna ist hinter dem "Vogelpapa"... sie und das andere "Ei" liegen ganz still, wie die andere, 1 Jahr ältere Schauspielerin später sagte, "wir MUSSTEN still sein!"

Nun sieht man das linke "Ei" Johanna bei den pinken Vogeleltern, die sich wirklich an ALLES hält.
Die Vogelmama hat ihre "Eier" immer gestreichelt und...
... endlich sind sie da!
Johanna schaute sich um und suchte wahrscheinlich uns...
Dafür gab es aber keine Zeit, die Kücken wollen ja fressen, die Eltern laufen im Kreis, holen kleine Salzstangen und bringen ihren Kindern "die Würmer". Johanna macht den Mund ganz breit auf, wie im Lied, und lässt sich so richtig füttern.
Nun sind die jungen Vögel kräftiger geworden und versuchen selber zu fliegen...
Johanna hat plötzlich den Anschluss an ihre pinke Familie verloren.

Dieses folgende Bild ist vielleich das Verschwommenste, aber es ist für mich sehr wertvoll: hinter dem fast 8-jährigen großen Vogel sieht man nur die Hand von Johanna, die kurzerhand von "fremden" Vogeleltern mitgenommen wurde. :-)))))
Und dann passierte etwas Unerwartetes: Johanna, die gerade mit den anderen erwachsenen Kücken eine kleine Treppe hinunter lief, wollte sich kurz an einem "Baumstamm" halten... der sich plötzlich neigte und umzukippen drohte... Johanna war das soooo peinlich... diese Geste kann man nicht mißverstehen...
Eine Erzieherin eilte ihr zur Hilfe - und die Laufrunde wurde wie geplant beendet. Zwischendurch wackelte auch ein anderer "Baum" - also alles halb so schlimm, Johanna!

Ich bewerte ihren Einsatz als gut. Sie konnte sich an alle Absprachen halten, sie hat sich in das Stück eingefügt, sie hat sich im Geschehenen orientiert, sie hat am Kostüm nicht gezupft oder gerissen, sie hat alles MIT-GEMACHT, was jetzt in ihren Möglichkeiten liegt. Das Mitsingen ist ja so eine Sache bei dieser Diagnose, das konnte sie natürlich nicht, aber sie hat alles verfolgt und offensichtlich verstanden. Was für ein tolles Erzieherteam mit einem großartigen Einsatz erlebt sie - und was kann man Johanna - und uns natürlich - noch mehr wünschen!

Danach gab es ein gemütliches Essen mit den Eltern, Kindern und Geschwistern. Zu diesem Jahresfest sind wir vor einem Jahr eingeladen worden, als "neue" Familie. Ich weiß noch, wie ich mir dachte, dass ich NIE so ruhig und gelassen und mit einem Glas in der Hand sitzen werde, wie die anderen anwesenden Eltern damals saßen... Und was ist in diesem Jahr?
Johanna war weg, mit den anderen Kindern. Erst spielte sie, dann kam sie kurz zu mir und wollte trinken. Leckere Fleischnbällchen auf meinem Teller ließ sie sich gut schmecken, fragte nach einem stück Pizza und einer Melone, bedankte sich bei mir und ging weiter spielen. Ich sah noch, wie sie im Vorbeilaufen einem bekannten Vater "gib´ fünf" auf die Handfläche klatschte...

Das war so ein Glück, dass Johanna hier einen Platz bekommen hatte!

Freitag, 18. Juni 2010

Ein Abschluß der Woche...

Unseren Nachmittag wollten wir mit einem Kakao beenden. Johanna bekommt auch eine kleine Tasse. Es wird mir immer wieder bewusst, was sie alles in ihrem Leben gelernt und geschafft hat: sie sitzt mit uns in einem Kaffee, auf ihrem "Stammplatz" - einem schönen Sofa, und trinkt Kakao, ohne zu verschütten oder alles um sie herum zu verschmutzen, ohne ein Lätzchen zu brauchen, ohne wegzulaufen oder andere zu belästigen, ohne dort besonders aufzufallen... Am frühen Abend warteten alle auf den angesagten Regen. Ich habe Johanna angeboten, mit mir im Garten die Blumen zu fotografieren, bevor wir vielleicht viele weitere Tage nur Regen haben werden. Sie kann ihre neue Kinderkamera ausprobieren. Wir selber haben sie bereits eingesetzt. Die Bilder, die draußen gemacht wurden, sind gut bis zufriedenstellend. Die Kamera ist leicht zu bedienen, Johanna brauchte wenige Sekunden, um die Ein-Aus-Taste und die Knipstaste zuzuordnen. Nun kann sie so viele Fotos machen, wie sie will, und ich laufe ihr nicht hinterher. 180 Fotos können gespeichert werden.
Die Kamera ist sehr robust, aber ich merkte, dass Johanna sie sehr behutsam behandelt, - so wie eine Kamera eben... :-)

Donnerstag, 17. Juni 2010

Kooperativer und einsichtiger

erlebten wir Johanna in diesen letzten Tagen. Meine Rückenprobleme hat sie mittlerweile "drin", es wird mal "gefragt", ob ich sie tragen kann, aber dabei bleibt es. Sie geht zu Fuß, und das klappt.

Im KiGa sollten die Kinder eine Mütze für die heißen Mittagsstunden haben - der Papa macht einen Schnappschuß beim Abholen: es geht doch!Am Nachmittag mussten wir, Johanna und ich, einen ausstehenden Termin beim Orthopäden wahrnehmen - das war noch eine kleine Baustelle bei uns. Johanna ging den ganzen Weg vom Parkplatz, so um 100 m, an der Hand, wir haben gesungen und sie machte keinen Aufstand. Im Wartebereich hat sie sich vorbildlich benommen, die Dame an der Theke nett begrüßt, dann wartete sie brav vor dem Meßraum
und machte sonst alles, was der Orthopäde wollte - den Schuh ausziehen, das Bein ausstrecken etc... Die Schuheinlage war etwas großzügiger geschnitten, für einen Winterschuh, jetzt passt sie genau, zum Ende des Sommers sollten wir nochmal vorbeikommen.

Diese "Mitarbeit" von Johanna ist leider nicht immer selbstverständlich. Beim Fotografen-Termin vor drei Wochen im KiGa schaute sie nett in die Kamera für ein Gruppenbild, aber für eine Individualaufnahme war sie nicht zu haben... Nach dem Besuch eines Zahnarztes im KiGa bekamen wir einen langen Formular-Zettel, auf dem alle möglichen Varianten von Untersuchungsergebnissen angekreuzt werden sollten.
Bei Johanna war nur ein Satz angekreuzt.
Ihr Kind ließ keine Untersuchung zu.
Es kann nur besser werden.

Donnerstag, 10. Juni 2010

Mensch, Johanna,

was hast Du für ein intensives Leben!

Trotz Regen durften wir zum Reiten kommen. Heute übernahm der Papa den Termin, weil die Mama nicht zu gebrauchen war. Johanna wollte wieder lieber mit Maria zusammen reiten.
Hier sind zwei "verwaschene" Bilder - barfuß und leider immer noch ohne Helm, aber aufmerksam bei den ersten Übungen...
In dieser Zeit habe ich mich mit dem letzten Ergotherapie-Bericht beschäftigt. Einige Bemerkungen daraus: "Sie spricht Personen gezielt an", "Sie nimmt Blickkontakt auf und während der gesamten Kommunikation kann sie diesen halten", "Ihr passives Wortverständnis ist bemerkenswert groß", "In der KiTa orientiert sie sich sehr gut", ""Sie sucht intensiv den Kontakt zu anderen Kindern", "Eine Stunde zu beenden fällt ihr schwer, sie möchte mittlerweile noch "mehr!"", "Sie interessiert sich zunehmend für Malen, Schneiden etc."

Alles hört sich positiv an, es scheint, Johanna macht wirklich einen Entwicklungsschub mit, nur ich, die Mutter, bemerke das als Letzte...

Das Reiten von Johanna sollte parallel zum Schwimmen von Maria stattfinden. Wenn aber ein Elternteil ausfällt... Dann muss wohl Papa schon wieder los - und Johanna darf mitkommen!!! (zwei Zeichen davon sind für Mama, da sie sich kaum bewegen kann und sich freut, Johanna nicht bei sich haben zu müssen). Es ist so hell abends, dass man das Ende des Tages kaum merkt. Müde, glücklich und erfolgreich kommen die drei wieder zurück. Maria ist wieder vom 3-er gesprungen. Johanna durfte auf die Rutschen, mit den Reifen mit Maria und auf die große mit Papa. Der Papa berichtete, dass Johanna erst natürlich große Angst hatte, aber danach, als er ihr zu ihrem eigenem Glück doch geholfen hat, nicht aufhören wollte. Sie lief, ganz schnell, immer wieder die Treppen hoch und rief nur: Mehr!

Sie ging mit einer Flasche Milch ins Bett, für ein längeres Essen war keine Energie da.
- Mensch, Johanna, Du bist wirklich gerutscht!
- Ja, Mama!
- Wie denn?
- Wwwwwwwwww!

Sonntag, 6. Juni 2010

Der Hase tat so,

als ob er Johanna nicht kennt. Sie ließ nicht locker und hat immer wieder versucht, mit ihm Kontakt aufzunehmen.
Endlich konnte Johanna ihr neues Kleidchen anziehen, als wir am Abend eingeladen wurden! Wir freuen uns, ihr nun auch Kleider kaufen zu können. In dieser Zeit vor einem Jahr fing sie gerade an, frei zu laufen, aber die ersten Versuche endeten eher mit dem altbewehrten Krabbeln. In diesem Sommer durften wir uns endlich ein paar Kleidchen aussuchen. So, Hase, nun musst du Johanna endlich wahrnehmen.Er blieb geduldig sitzen und sie streichelte ihn ganz behutsam, so wie es sein muss.

Dann wurde es ihm doch zuviel...

Johanna hat sein Schwänzchen bemerkt und "erzählt" uns von ihrer Entdeckung.
Da er mit ihr nicht spielen wollte, dachte sie, dass er vielleicht einen anderen Spielkameraden gebrauchen kann. Die fand diese Plastikkatze,
mit der sich der Hase bekannt machen soll. Es half nicht, der Hase war weg.
Johanna hat etwas anderes entdeckt, viel attraktiveres:
Und schon vergisst unser kleines Mädchen, dass sie in ihrem Kleidchen ganz "vornehm" eben ging - jetzt wird Action angesagt!

Die Füße helfen, wie immer, mit.
:-)

Samstag, 5. Juni 2010

Ja, was machen wir

zwei Frauen mit unserer Zeit?

Eigentlich habe ich mir nicht besonderes vorgenommen, ich habe gedacht, Johanna nicht in der Mittagszeit schlafen zu lassen, damit ich am Abend mehr Zeit für die Schule haben werde.

Aber erst wollten wir etwas in der Buchhandlung besorgen. Bei Johanna weiß man nie, ob sie sich ordentlich benehmen wird oder ob sie plötzlich alle Bücher "durchlesen" möchte... Diesmal war sie ganz brav und bekam von der Verkäuferin eine Tüte Bärchen. Und danach erledigen wir unseren Wochenenkauf! Nichts spannendes. Aber für mich heute nicht gerade einfach. Ich merke, dass ich meine Bewegungen kontrollieren muss - schlechtes Zeichen... Ich habe Johanna bereits gesagt, dass mein Rücken mir Probleme macht und dass sie mir - wenn nicht gerade helfen kann, dann bitte keine weitere Schwierigkeiten bereiten soll. Sie nahm das mit der Hilfe wortwörtlich wahr und will nun alles "alleine" (Nanna ICH) machen. Das dauert. Da ich aber meine Kamera noch in der Tasche habe, kann ich die Zeit nutzen - ich knipse.

Die Plastikmünze sitzt immer noch nicht tief genug... Johanna muss mit der anderen Hand nachdrücken...
In den Kindersitz konnte ich sie nicht heben, wir beide haben bis zum Korb geschafft :-).
Nun hat sie etwas vor: sie will plötzlich auch hier an der Kasse helfen. Die Verkäuferin mag Johanna und wartet geduldig - beim schönen Wetter sind kaum Kunden im Geschäft.
Tja, ich muss dann auch warten und einfach zutrauen. Und wenn das Glas kaputt geht, dann ist das halt so.
Aber das klappt schon, alles landet, wenn auch nicht ganz sanft, im Korb.
Diesmal hat Johanna mir geholfen, das Eingekaufte in den Wagen zu legen und danach ins Haus zu bringen. Man muss halt auch in den Rückenschmerzen etwas Positives sehen.