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Montag, 30. August 2010

Ein paar Notizen...

Johannas Sauberkeitserziehung hat weitere Schritte gemacht. Sie meldete sich 5 Tage nacheinander, wenn sie "groß" zur Toilette musste. Sie ist ja jetzt 3 3/4 Jahr, aber es sieht noch nicht so aus, dass wir diese Geschichte bald abschließen können und die Windeln weglassen können.

Im sprachlichen Bereich ist sie in der nächsten Nachahmungsphase. Sie wiederholt, und gern, die Zeilenendwörter in den bekannten Liedern, sagt sogar manche komplizierteren Wörter nach wie "Fotoapparat" o.Ä. Sie singt zurzeit gern die Lieder aus der "Vogelhochzeit", das Liedchen "Tuck-tuck-tuck" begleitet sie gern mit den Klanghölzchen.

Zum ersten Mal bekam Johanna einen Wespenstisch. Die lieben Erzieherinnen konnten sich nicht erklären, woher das rote Auge kam - Johanna hat sich mit keinem gestritten und wurde auch nicht gehauen... :-) Zum Glück wurde sie eher nur "angestochen", aber am Auge sah das trotzdem nicht schön aus. Ein wenig Tigerbalsam nach dem Einschlafen (sie würde das sonst nicht zulassen oder sofort verschmieren) hat gut geholfen, die Schwellung war weg und die Durchblutung wiederhergestellt. Ob sie eine Allergie hat, werden wir dann wohl beim zweiten Mal sehen...

Sonntag, 23. September 2007

"Körpersprache" und Sprachverständnis

Es gibt Vieles, was Johanna noch nicht kann. Sie kann nicht winken, sie zeigt nicht auf die Gegenstände, die sie haben möchte, die Kommunikation mit ihr begrenzt sich oft auf Lächeln.
Aber Einiges, das wir mittlerweile klar bei Johanna deuten können, möchte ich hier mit dem heutigen Datum festhalten. Wenn sie müde ist, steckt sie zwei Finger in den Mund. Nimmt sie in den Mund drei Finger, will sie nur in Ruhe gelassen werden und schlafen gebracht werden. Möchte sie zur Toilette gebracht werden, signalisiert sie dies mit dem "Aufbäumen"(Beine gestreckt, Kopf nach hinten). Das Letzte haben wir bei ihr zum ersten Mal im Flugzeug vor einem Monat bemerkt, das war in diesem Moment gar nicht toll, da wir angeschnallt werden mussten.
Gestern waren wir zu einem Bastelnachmittag eingeladen, Johanna saß bei mir auf dem Schoß, so konnte ich ihre Bewegungen unmittelbar wahrnehmen. Als Ergebnis hatten wir nur eine Windel, die wir an diesem Tag brauchten und mit der sie auch dann abends eingeschlafen ist.

Das Wort "Nein" muss bei uns in bestimmten Situationen klar wirken. Da sie jetzt krabbelt, finden wir sie in verschiedenen Ecken, und oft bei den Steckdosen und Kabeln (die besondere Vorliebe zu den Kabeln ist offensichtlich vom Papa geerbt worden). Also muss sie wissen, dass dies nichts für sie sei. Beim energischen "Nein!" kommt zwar ein Schmollmund vor, die Elekrogeräte werden dann in Ruhe gelassen. Daran arbeiten wir weiter...

Mittwoch, 12. September 2007

Ein Foto, das nicht fehlen durfte. Tut es aber...

Die Ausstellung eines Behindertenausweises und die Buchstaben darin sind eine Sache des Bundeslandes, des zuständigen Amtes und des guten Willen des entsprechenden Sachbearbeiters. Na, bei so vielen Genitiven hat es bei uns mit dem Letzteren nicht so gut geklappt.
Nun soll ein Gutachten erstellt werden, ob unsere Kleine wirklich und wie genau behindert wäre. Jetzt haben wir ja unsere neue Frühförder-Pädagogin, die für Johanna dieses Gutachten zusammenstellen wird. Zu jedem Gutachten gehört natürlich ein Test – so war das eins der Ziele in der letzten Förderstunde. Auf viele Fragen konnte ich schnell eine Antwort geben. Einige Reaktionen und Bewegungen haben wir „vor Ort und Stelle“ mit den von ihr mitgebrachten Spielzeugen getestet.
Eine der Testaufgaben war, ein kleines Kästchen zu öffnen. Solche Dinge haben wir noch nicht gemacht… Das kann Johanna noch gar nicht!

Aber nicht zu eilig, Mama!
Mit ihrem Kauring zutiefst beschäftigt, bekam Johanna ein Kästchen zu sehen. Dann wurde es ihr gezeigt, dass unter dem Deckel bunte Holzsteine zu finden sind. Nun sollte sie selber den Deckel abnehmen. Und SIE HAT ES VERSTANDEN UND NACHGEMACHT! Das konnte ich nicht glauben!


Na, und wo ist das passende Bild? Es ist leider gar nicht da… hat die Kamera nicht aufgenommen? es fehlt einfach…

Unsere Pädagogin kommt in zwei Wochen wieder. Ich werde sie bitten, das besagte Kästchen noch mal zu bringen. Klappt es auch ein zweites Mal? Dann glaube ich, dass die Kleine das wirklich kann…

Montag, 13. August 2007

9 Monate - eine kleine Reflektion

Wie schlimm steht es eigentlich um mich, wenn ich von außen betrachtet werde?

Zwei Begegnungen der letzten Tage bringen mich zum Nachdenken…

Vorgestern trafen wir eine alte Erzieherin aus dem Kindergarten unserer 9-jährigen Tochter. Wir saßen gerade am Tisch und freuten uns auf ein Frühstück „nicht zu Hause“. Unsere Situation war ihr offensichtlich bekannt, und sie fing damit an, dass sie sagte, sie sehe ein solches Kind in Zukunft als einen fröhlichen, zufriedenen und dankbarsten Menschen, den es gibt, und fände es traurig, dass die Umwelt auf diese Kinder so negativ reagiere… Von ihr und von ihrer kleinen Gruppe am Nachbartisch sind wir mehrmals an diesem Morgen freundlich angeschaut und angelächelt worden…

Und noch eine Begegnung, ausgerechnet heute… Vor genau 9 Monaten, auch am Montag, am 13. November 2006, um die gleiche Uhrzeit, wenn man die Winterzeit anrechnet, verließen wir die Praxis meines Frauenarztes, der mich in der Schwangerschaft betreut hatte. Die Geburt war im Gange, es blieben nur wenige Stunden... Wir haben ihn auf seine Anfrage nach der Geburt eingeladen, bei uns vorbeizukommen… Wir wohnen 200 m voneinander… Nachbarn fast... Bis heute ist es nicht passiert. Mit Johanna im Kinderwagen, ging ich aus der Apotheke, wo ich die Kleine wiegen ließ, und freute mich über ihr gutes Gewicht und nette Begrüßung der Apothekerin. Ich und Herr Doktor standen uns plötzlich gegenüber – uns trennte nur die leere, 5 m breite Strasse… Keine Autos, keine anderen Fußgänger… Wir haben uns genau 9 Monate und wenige Minuten nicht gesehen… Nein, er hat es nicht geschafft, über die Strasse zu gehen, in den Kinderwagen zu schauen, die Kleine zu begrüßen… Er ging in sein Haus… Muss er auch nicht… Wie schlimm steht es eigentlich um mich?..


Aber jetzt zu der Kleinen… Am heutigen Montag ist Johanna nun 9 Monate.

Die Entwicklungsschritte und ihre Daten sind für mich von großer Bedeutung, man beobachtet genauer und freut sich, wenn das Wachstum einigermaßen stabil verläuft.

Mit ihren 9 Monaten ist sie ca. 72 cm lang, 8,57 kg schwer und hat einen Kopfumfang von 42,5 cm. Damit liegt sie noch in den Kurven für die Entwicklung der Regelkinder.

An vielen Parametern müssen wir noch arbeiten: das Robben, das Krabbeln, das Sitzen etc. liegen in einer fernen Zukunft.

Wir finden sie immer wieder in verschiedenen Ecken der Räume, sie rollt sich irgendwie hin, wenn sie etwas erreichen möchte. Mit dem „Sprechen“ ist sie auch ein wenig weiter, pa-pa-pa, ba-ba-ba und ma-ma-ma hören wir von ihr mit verschiedenen Intonationen ausgesprochen.

Sie bewegt sich viel, auch im Schlaf muss ich immer aufpassen, dass sie gut liegt. Sie dreht sich oft auf den Bauch, aber auch ganz quer im Bett oder gar eingeklemmt habe ich sie schon mehrmals „erwischt“.

Heute gibt es festliches Essen: einen „richtigen“ Kartoffelbrei, dazu als Dessert Pflaumenmus aus frischen Pflaumen.

Leider haben wir heute unsere erste Beule - alle Möbelstücke haben ihre kleinen und großen Ecken, auch wenn man sie von unten betrachtet...