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Samstag, 9. Oktober 2010

Wieder ist eine Woche vorbei

und ich reflektiere über die Situation mit Johannas Sauberkeitserziehung.

In der letzten Woche hat sie sich vorbildlich gemeldet, wir hatten keine schmutzigen Windeln.

Mit den "kleinen" Problemen geht es nicht so einfach, sie meldet sich unregelmäßig und in der Nacht gar nicht. Sie sagt zwar tagsüber ab und zu Bescheid oder sie sagt, dass die Windel "nass" ist, aber von einer Regelmäßigkeit ist noch nicht die Rede.

Trotzdem haben wir im "großen" Bereich einen Riesenerfolg zu verbuchen: im ganzen letzten Monat gab es nur einen "Ausrutscher" im KiGa, und zwar weil sie keinen Ansprechpartner rechtzeitig fand.

Johanna wird im nächsten Monat 4 Jahre alt. Ich weiß nicht, ob wir bis dahin etwas besser stehen, ich lasse mich überraschen.

Samstag, 2. Oktober 2010

Johannas Sauberkeitserziehung

scheint langsam Früchte zu tragen. Seit mehr als drei Wochen hat sie sich regelmäßig gemeldet, wenn sie "groß" musste. Im KiGa passierte in dieser Zeit einmal ein Malheur, aber die Erzieherin sagte, dass Johanna einfach keinen Ansprechpartner rechtzeitig gefunden hat. Heute hat sie mich angesprochen, als ich telefonierte. Ich sagte, ich bin sofort bei ihr. Als ich kam, hatte sie schon einen Stuhl für mich im Bad aufgestellt - damit ich neben ihr sitzen kann :-))))))) - die Windel war aber sauber, sie konnte also noch warten.

Vor einer Woche genau hatten wir Streß. Papa, der vor dem Haus arbeitete, bemerkte, dass Johanna plötzlich bei der Nachbarin im Vorgarten stand - neben einem Eibenbusch, mit Beeren in der Hand. Jo. Hat sie etwas davon gegessen? Johanna anwortete mit "Ja". Was soll man tun? Die Giftzenrale riet zu einer Kohlengabe. Ich habe ihr 7 Tabletten Kohle gegeben, die sie brav zerkaut hat... das war eine ziemliche Sauerei. Es sind danach keine Unregelmäßigkeiten aufgetreten.

Wir sind von rechts und links und eigentlich überall von allen möglichen Büschen-Bäumen-Beeren umgeben, die die Gärtnereien wegen des Aussehens kultivieren... wir können nicht alles Giftige ausreißen/vernichten, sie muss schon selber lernen...

Johanna, NICHTS essen! Bis vor Kurzem war das kein Thema, sie nahm nichts in den Mund... Nun müssen wir ihr das jedes Mal sagen, wenn sie das Haus verlässt. Machts sie das auch?

Montag, 30. August 2010

Ein paar Notizen...

Johannas Sauberkeitserziehung hat weitere Schritte gemacht. Sie meldete sich 5 Tage nacheinander, wenn sie "groß" zur Toilette musste. Sie ist ja jetzt 3 3/4 Jahr, aber es sieht noch nicht so aus, dass wir diese Geschichte bald abschließen können und die Windeln weglassen können.

Im sprachlichen Bereich ist sie in der nächsten Nachahmungsphase. Sie wiederholt, und gern, die Zeilenendwörter in den bekannten Liedern, sagt sogar manche komplizierteren Wörter nach wie "Fotoapparat" o.Ä. Sie singt zurzeit gern die Lieder aus der "Vogelhochzeit", das Liedchen "Tuck-tuck-tuck" begleitet sie gern mit den Klanghölzchen.

Zum ersten Mal bekam Johanna einen Wespenstisch. Die lieben Erzieherinnen konnten sich nicht erklären, woher das rote Auge kam - Johanna hat sich mit keinem gestritten und wurde auch nicht gehauen... :-) Zum Glück wurde sie eher nur "angestochen", aber am Auge sah das trotzdem nicht schön aus. Ein wenig Tigerbalsam nach dem Einschlafen (sie würde das sonst nicht zulassen oder sofort verschmieren) hat gut geholfen, die Schwellung war weg und die Durchblutung wiederhergestellt. Ob sie eine Allergie hat, werden wir dann wohl beim zweiten Mal sehen...

Dienstag, 27. Juli 2010

Mal alleine die Zügel halten...

wer will das nicht...Diesmal war Johanna ganz offen und "erzählte" und lachte viel.
Da ich sie nicht immer am Tag umziehen kann, bekam sie wieder eine Windel um. Und siehe mal da - sie hat sich gemeldet, die Windel blieb trocken! Am Abend ging es doch daneben, aber immerhin: viele Stunden am Stück trocken und sich der Sache voll bewusst :-)

Mittwoch, 7. Juli 2010

Die Bucht in Calpe

veröffentlicht mit Verspätung
am frühen Morgen von der rechten Seite aufgenommen, mit dem Penon d`Ifach, und am Abend von dem Penon gesehen... Die Sonne mach also einen Halbkreis gerade über der Bucht, im Sommer etwas höher, im Winter etwas tiefer...

Und hier ist die Johanna, schon wieder beim Essen (keine Absicht), sonst verging dieser Tag ohne Kamera... Johanna schläft hier ganz tief und fest, wir sind faktisch 24 Stunden in der frischen Luft. In der Nacht machen sich die Mücken an das Werk, wir alle haben bereits etwas abbekommen, aber nur bei Mama sind die Stechstellen angeschwollen, bei Johanna gibt es zum Glück gar nicht so schlimme Reaktion. Jedes Jahr ist unter uns ein "Mückenopfer", und diesmal bin das ich... :-)

Wir haben 30 Windeln für 14 Tage und beschäftigen uns mit Johannas Sauberkeitserziehung. Wir haben 6 Unterhöschen für sie und wechseln sie fleißig, da sie doch immer wieder etwas vergisst. Ein Plastiktöpfchen wurde im nächsten Supermarkt besorgt, nun muss sie üben, wir loben sie, sogar etwas übertrieben, und es klappt gut bei ihr. Die Mama kann sich kaum bücken, nur knien, da müssen Maria und Papa einspringen... und zwar sehr oft, weil alles, was mit Johanna zu tun hat, in der "unteren" Etage passiert... Sie ist nun 3 Jahre und bald 8 Monate, das ist ein guter Sommer und eine passende Umgebung dafür, sie muss nur mitmachen.

Samstag, 26. Juni 2010

Endlich!!!

Endlich kommt ein warmer, stiller, ruhiger und freier Tag! Einen solchen Tag können wir für unsere Sauberkeitserziehung sehr gut gebrauchen. Johanna bekommt keine Windel, nur eine Unterhose - und soll zeigen, dass sie weiß, was wir wollen. Es hat am Tag mehrere Male gut funktioniert. Am Anfang hat sie sich so "sensibilisiert", dass sie gerade das Gegenteil erreichte und alle 5 Minuten die Kleidung ein wenig nass war... Nicht schlimm, umgezogen, weiter geht´s!

Johanna wollte "die Vogelhochzeit" hören. Es kam das Lied mit dem Brüten. Sie versteckte ihren Hasen, wie es gestern im Stück bei ihr selbst war, unter einer Decke, und "flog" um das "Nest" herum, wie das Vogelmännchen es gestern tat...
...Wie die Vogelmutter nachgeschaut -
- und wieder geflogen...
Ihre Darstellung zeigte mir nochmal, dass sie die Inhalte begriffen hat. Als das Kücken im Lied da war, wollte sie mich als Vogelmutter in das Spiel einbinden und sich von mir füttern lassen. Dabei hat sie den Mund ganz weit aufgemacht, auch wenn ich ihr nicht zu essen anbieten konnte.

Was Sauberkeitserziehung angeht, sieht man auf oberen Fotos trocknende Unterhosen - immer wieder haben wir gewaschen, ausgehängt, umgezogen, aber auch immer länger waren die Zeiten, in denen sie trocken war und sich meldete oder gar alleine auf ihr Töpfchen ging. Ich hoffe, dass das Wetter in diesem Sommer weiter mitspielen wird und dass Johanna viel Zeit draußen, mit wenig Kleidung, verbringen kann. Ich hoffe, dass sie in diesem Monat ein wenig wachsen wird, um die letzten drei Monate "nachzuholen".

Donnerstag, 24. Juni 2010

Nur ein paar Notizen...

...mehr kann ich nicht herausbringen, aufgrund der - offensichtlich - eingetretenen Jahresmüdigkeit...
Man kann sich über Lehrer lustig machen, einige Witze habe ich auch schon mal gehört, aber es ist nun mal so: man lebt im Schuljahresrhythmus. Der Stundenplan ist jedes Jahr anders und er bestimmt das ganze Leben, mit immer wechselnder Tages/Wochengestaltung. Dieser Stundenplan eines Familienmitglieds bestimmt erstaunlicherweise das Leben der ganzen Familie, und immer und wieder anders... Alle müssen schön flexibel sein. Wie es meiner Familie im Moment geht, kann ich nicht genau wahrnehmen, weil ich selber ganz müde bin.

Ich werde einige Ereignisse kurz notieren.

Unsere Sauberkeitserziehung geht langsam voran. Morgens geht Johanna auf ihren Toilettentrainer, sie kann ihn alleine aufklappen und auf die Erwachsenentoilette drauflegen, alleine auf die Stufe steigen und sie kann sich alleine drehen und sich draufsetzen. Den Rest kann sie schon länger.

Heute meldete sie sich, ganz eilig, für eine "große" Sache, die sie wiederum alleine erledigte. Dabei muss ich nur beim Toilettenpapier helfen. Hoffentlich wird das immer öfter gelingen. Zurzeit ist das noch nicht sicher.

Im Kindergarten erzählte man mir, dass Johanna oft mit spontanen Redeeinheiten überrascht. "Kann ich Milch haben?"- wurde eher automatisch vernommen und beantwortet, aber erst danach reflektiert, dass Johanna das eigentlich noch nicht sagen konnte. :-)

Vor zwei Wochen bin ich von der deutschen DS-Stiftung mit der Bitte angeschrieben worden, ein aktuelles Foto von Johanna zuzuschicken, für den DS-Kalender 2010. Ich wunderte mich: bei der Durchschau der Kalenderblätter 2009 habe ich Johannas Bild nicht gefunden und, enttäuscht, habe auch keinen Kalender bestellt und keine weiteren Fotos geschickt.
Nein, natürlich ist Ihre Johanna dabei!
Oh...
Nun ging ich auf die Suche - und zum Glück gab es noch einen Kalender und er war noch zu haben. Heute kam er per Post - und wirklich, im Monat November sitzt die kleine Johanna auf einer Löwenzahnwiese, mit einem Blumenkranz auf dem Kopf...
Heute gab es eine Generalprobe im Kindergarten. Die Schulkinder werden verabschiedet, ein kleines Theaterstück, "Die Vogelhochzeit", wurde auf die Beine gebracht. Alles soll eine Überraschung werden, für die Eltern vor allem. Ich weiß also nicht, was für eine Rolle Johanna spielt - und sie erzählt mir natürlich auch nichts... Nur die bunten Kostüme in vier Farben verraten, dass es mehr als eine Vogelfamilie geben wird... In der Generalprobe hat Johanna alles super gut gemacht. Ich bin gespannt.

Montag, 31. Mai 2010

Nicht ganz ohne Hilfe,

aber immerhin...
Der neue Toilettentrainer ist da und seit zwei Wochen im Einsatz.
Johanna findet ihn ganz toll, endlich kann sie etwas alleine machen! Das Plastikgestell ist wohl etwas wackelig, ein wenig, ein klein-bißchen Hilfe beim Hinsetzen braucht sie - aber sonst... selbst ist die Frau! Manche Tage geht sie am Morgen nach dem Aufstehen zwei mal auf Toilette, weil sie das Ding so klasse findet :-)

Wir warten auf wärmere Tage und darauf, dass Johanna mit weniger Kleidung im Haus laufen kann und dementsprechend schneller und einfacher sich selbst dann helfen kann.

Dienstag, 25. Mai 2010

Vom Alltäglichen und nicht ganz...

Alltäglichen...

Ich dachte länger, ob ich dieses Foto hier zeigen soll. Ich mache das doch. An unserem letzten Morgen im kleinen Hotel irgendwo im norwegischen Wald war ich kurz im Zimmer, die Mädchen waren draußen im Wald hinter dem Hotel. Maria lief zu mir und rief, ich soll schnell kommen, Johanna zieht sich die Hose aus und sagt, sie muss zur Toilette. Natürlich rannte ich zu Johanna. Als ich bei Johanna war, hat sie allerdings gesagt, sie sei "fertig" und versuchte gerade, die Hose hoch zu ziehen, was wegen des Knopfes nicht so gerade klappte... Jo.
"Hast du alleine Pipi gemacht?"
"Ja"
Alles klar... nichts ist klar. Wir haben ihr das NICHT beigebracht.
Als Papa nach draußen kam, erzählte sie ihm, dass sie alleine "Pipi" gemacht hat.
Wirklich? Wie denn?
Na, erzählen konnte sie nicht, aber zeigen - schon... :-)
Alltägliches? Für uns nicht. Für uns gibt es seit einiger Zeit nichts alltägliches... Dass sie sich meldet, daran haben wir uns schon langsam gewöhnt, auch wenn wir immer staunen... dass sie sich selbt helfen kann und das auch will - das ist etwas Neues...

Wir müssen in der nächsten Zeit vielleicht etwas öfter Ausfluge in den Wald machen, oder?

Donnerstag, 6. Mai 2010

Sauberkeitserziehung

das klappt immer öfter...

Es gab schon einige Situationen, in denen wir merkten, dass Johanna sehr, sehr gut weiß, WORUM es geht...

Sie zeigte mir auf ihre Windel (klopfte sich am Po) und zog mich ins Badezimmer. Hast Du die Windel voll? Mensch, Johanna, warum hast Du nichts gesagt? Johanna lief aber zu Papa ins Büro, klopfte sich am Po und zeigte auf mich. Sie ging sehr gerade und war irgendwie... stolz? ...

Der Papa hat aber auch verstanden, dass sie jetzt meine Hilfe beim Windelwechsel in Anspruch nimmt, und hat sie dafür nicht besonders gelobt :-(( Ich wunderte mich nur, dass Johanna davon erzählen wollte - sonst laufen wir schnell ind Bad und basta.

Als wir aber im Badezimmer waren, sah ich, dass die Windel sauber war. Mit meiner Hilfe auf den Kindertoilettensitz gesetzt, hat sie alles "erledigt". Dabei "sagte" sie, wir sollen Papa von ihrem Erfolg berichten.

So konnten wir alles zusammenreimen - wie stolz Johanna berichtete, dass sie sich gemeldet hat und jetzt mit Mama alles ordentlich erledigen wird. Ein Lob wollte sie bei Papa schon im Vorfeld kassieren - und leider nicht geschafft. Natürlich haben wir alles nachgeholt.

Sonst verläuft unsere Sauberkeitserziehung sehr unterschiedlich, im KiGa vergisst Johanna oft, sich zu melden, zu Hause auch - man muss sie schon direkt ansprechen und einfach zur Toilette begleiten.
Wer uns länger kennt, weiß, dass wir seit ihrem 5. Lebensmonat dabei sind... ganz schön lange bereits... drei Jahre...

Mittwoch, 4. November 2009

Fortschritte in der Sauberkeitserziehung

Es geht langsam voran.
In dieser Woche hat sich Johanna bereits mehrere Tage hintereinander zur Toilette gemeldet und dies dann auch auf ihrem Kindertoilettensitz erledigt. Trotzdem brauchen wir so um 3 Windel pro Tag, da sie sich in der Nacht nur ein Mal meldet, am Vormittag im KiGa leider selten und am Nachmittag zu Hause sind wir ihr nicht immer schnell genug...
Sonst weiß sie ganz genau, was und wie da alles passiert, sie "kommentiert" alles mit ihren sparsamen Mitteln, aber so, dass wir das gut verstehen.
Sleichend nähert sich die nächste Trotzphase - "Nein" hört man viel zu oft... Hoffentlich wird sie uns und Johanna in der Sauberkeitserziehung nicht schon wieder zurück versetzen.

Sonntag, 11. Oktober 2009

Die kleinen Dinge,

die man mit großer Überraschung wahrnimmt...
Maria wollte das letzte Frühstück zubereiten. Sie wollte alleine den Tisch decken. Einige Sachen standen bereits auf dem Tisch. Johanna zeigte mit Händen etwas wie "Nein, nicht machen!", ging zur Kommode und holte die Tischdecke, die sie dort vor einigen Tagen selber entdeckt hat.
Natürlich mussten die Teller wieder weg und die Tischdecke erst drauf!
Danach hat Johanna, ohne Aufforderung, zwei Plastikteller geholt und auf den Tisch gestellt - ihr "Beitrag" zum Tisch decken... Danach haben wir uns gewundert, als sie auf die Bitte, "den gelben Löffel für Mama" zu bringen, angemessen reagiert hat und den Löffel unter den anderen bunten Löffeln gefunden hat. Danach gab es dann "den roten Löffel für Papa" - auch gefunden und gebracht. Es war uns noch nicht bewusst, dass sie die Farben bereits gut kennt.

Sie hat in den letzten Tagen viele neue Wörter nachgesprochen und auf unsere Bitte wiederholt. "Boot", "Post" und "Auto" kann man gut erkennen. Es gab vorgestern auch die erste adverbiale Bestimmung als Richtungsangabe: "zur Post" im Satz "Mama Nanna zur Post" (Mama und Johanna fahren zur Post).

Man sieht hier im Häuschen die steile Treppe. Es war nicht einfach, nachts die Stufen herunter zu klettern. Es war aber nichts zu machen: das Kind meldete sich zur Toilette, und zwar drei mal in der Nacht, man MUSS als Erwachsener reagieren. So kletterte ich brav herunter und wieder hoch, mit dem Kind auf dem Arm...

Das Häuschen haben wir aufgeräumt, so sieht es aus, wenn es leer ist.
Als letzte Urlaubsaktion gibt es ein Experiment: wir probieren Kirsch-Meerrettich-Eis - in dem kleinen Eiscafe kann man sich sonst alle möglichen Geschmacksrichtungen zusammenmischen, es gibt auch Knoblauch, Ingwer und grünen Pfeffer...

Wir fuhren nach Hause. Im strömenden Regen wollte Johanna unbedingt zur Toilette. Unsere Versprechungen, bald zu Hause zu sein, haben nicht geholfen. Es ging dann immer weiter, sie hat sich geärgert und erklärte uns in Silben, als ob sie dachte, wir würden sie nicht verstehen:
"Ma - ma! Nan- na! A! A!" Wir machten Stop im Regen. Schon wieder hat das Kind uns überrascht: sie musste wirklich dringend alle Geschäfte erledigen, deshalb war sie so ungeduldig. Die Windel von heute morgen war immer noch trocken. Da muss man auch im Regen halten....

Dienstag, 6. Oktober 2009

Es gibt etwas zu berichten...

...zum Thema Sauberkeitserziehung.
Bald wird Johanna 2 Jahre 11 Monate, 35 Monate also alt, das heisst, dass wir uns seit 30 Monaten mit der Sauberkeitserziehung beschäftigen. Es gab verschiedene Zeiten. Zeitweise brauchten wir 1-2 Windeln pro Tag, Johanna meldete sich rechtzeitig, sogar am späten Abend.

Vor 9-10 Monaten erlebten wir eine Trotzphase bei Johanna, die bis vor Kurzem unser Leben immer wieder spannender und die Windelvorräte schmaler machte.

Diese (erste?) Phase wurde überwunden, die Erfolge der Sauberkeitserziehung setzten sich langsam durch.
Was verstehe ich darunter...
Da Johanna in den letzten Tagen nicht fit war, durfte sie bei mir schlafen. Spät abends habe ich noch aufgeräumt - und fand plötzlich mein Kind im Treppenhaus.
"Mama, Nanna a-a!",
auf Johannaisch "Mama, Johanna (muss) (zur) Toilette!"
Das wiederholte sich, auch nachts, oder sie stand auf und klopfte in die Tür, hinter der der Papa gerade in die Dusche wollte.

Heute nachmittag meldete sie sich wieder, ging vor mir in die Toilette, legte ihren Kindersitz auf - und erledigte auch das "große" Geschäft - eigentlich zum ersten Mal seit langer Zeit...
Wir beobachten und begleiten diese Entwicklung weiter.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Sauberkeitserziehung in der Trotzphase

Ein Dialog...
-Mama! A-A!
-Johanna, möchtest du zur Toilette?
-Nejjjjjnnnnn!

Das habe ich mir gedacht... alles, was wir bis jetzt mühsam gelernt haben, macht Johanna platt...

Nach dieser Unterhaltung dauert es nicht lange, bis wir zum Wickeltisch rennen müssen.

Interessant, dass Johanna unterwegs und in der fremden Umgebung eher bereit ist, sich rechtzeitig mitzuteilen und alles kooperativ und schnell zu erledigen.

Freitag, 30. Januar 2009

So muss es sein...

Auch bei der Tagesmutter meldet sich Johanna zur Toilette. Wenn es aber länger dauert, bleiben ja die anderen Kinder ohne Aufsicht... So wurde Johanna heute (nur heute, zum ersten Mal) lieber aufs Töpfchen gesetzt - sicherer, als die große Toilette...
Ich wollte das mit ihr zu Hause nachspielen. Mit ihrem Weihnachtsgeschenk - Baby mit Zubehör -konnten wir das gut machen. Johanna hielt das Baby in der Hand und spielte mit dem Mini-Teddybären. Als ich dann sagte, dass das Baby zur Toilette muss, habe ich das Töpfchen gestellt - Johanna sollte das Baby versorgen.

Sie fing an, den Strampler auszuziehen!
Das hat nicht geklappt, ich habe geholfen, aber immerhin -sie weiß, WIE das Baby aufs Töpfchen kommt.Und so hat sie den Rest nachgemacht.
Ich fand es toll, wie sie darüber reflektierte.

Heute ist Freitag, heute konnte Johannas Papa nicht schwimmen gehen. Maria auch nicht. Deshalb ging ich mit Johanna. Es gibt davon natürlich keine Fotos, aber meine Eindrücke möchte ich hier notieren. Johanna konnte sich auf den schwimmenden Matten gut aufrichten. Auf den festen Matten konnte sie gut laufen, aber mit geraden Beinen. Auf den weichen Matten, die sehr wackelig sind und leicht im Wasser versinken, musste sie die Beine in den Knien biegen, so, wie es sein muss... Sie hat sich gern alleine im Wasser bewegt. Sie hat wieder viel Wasser geschluckt, aber hat sich zwei Mal während des Schwimmens zur Toilette gemeldet. Das Duschen, das Aus- und Anziehen waren absolut unproblematisch. (die Umkleiden und der Wickelraum sind überhaupt nicht für das Babyschwimmen angepasst, das ist eine improvisierte Lösung, deshalb kommen viele Paare zu zweit. Alein mit einem nassen Kind macht es weniger Spaß - Johanna war aber sehr kooperativ, sie machte einfach alles mit)

Donnerstag, 22. Januar 2009

Sie konnte mithalten,

als eine Kugelbahn für die Tageskinder aufgebaut wurde. Johanna wusste genau, was man damit machen kann. Bis jetzt hat sie einige Kugelbahn-Varianten gesehen, diese Bahn hier ist neu, aber sie konnte nach einem kurzen Blick direkt in das Spiel einsteigen.Jedes Kind bekam "sein" Schälchen mit Kugeln. Alle haben sich ziemlich lange damit beschäftigt.
Das war schön zu sehen, dass Johanna gut mitspielen konnte.

Am Ende des Tages, als ich Johanna abgeholt habe, bekam ich eine Überraschung: ein neues Wort von Johanna. Es ist "Nanna" und soll ihren Namen bedeuten. OK, nehmen wir auch in dieser Variante!

Die Kleine ist eingeschlafen, und zwar mit der Windel von heute morgen. Sie hat sich so umweltbewusst zur Toilette gemeldet, dass es nicht nötig war, eine neue Windel zu nehmen.

Leider wird sie morgen früh mit einer dicken Backe aufstehen, dies ist wohl nicht zu vermeiden. Am Abend ist sie in der Anwesenheit der beiden Eltern ausgerutscht und hat sich an einer Ablagefläche gestoßen. Ein kaltes Tuch, das ich ihr gehalten habe und das sie sich auch sogar selber danach gehalten hatte, hat nur wenig geholfen.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Sie macht das toll,

einfach niedlich.
Sie meldet sich seit ca. 10 Tagen mit einem "a-a!" zur Toilette. Manchmal ist dies etwas zu früh, manchmal... ein wenig zu spät... Meine Windel - und Umweltbewusstsein mussten sich neu orientieren... Soll ich warten, bis sie sich meldet? Soll ich sie immer wieder nach oben schleppen?

Aber sie macht das, sie meldet sich, und in den meisten Fällen klappt alles. In der Nacht fängt sie an zu knöttern und leise, im Schlaf, zu weinen... a-a -a - a! Ein halbschlafendes Kind wird "begleitet" und erledigt alles super schnell! Danach schläft sie unproblematisch wieder ein.
Sie hat damit alle Rekorde geschlagen, bei ihren Geschwistern ja sowieso, und vor allem in der Nacht!

Samstag, 26. Juli 2008

Windelverbrauch

Wenn nichts Ausserordentliches passiert - z.B. eine Scheibe Brot mit Leinensamen oder eine Litschi-Frucht gegessen oder das Zahnen wieder mal - braucht Johanna 2 Windeln am Tag, mit 50 Stück kommen wir so um 20-23 Tage aus.

Im letzten Sommer haben wir in Spanien in einer LI-- Filiale eingekauft und ganz tolle Windeln entdeckt - sie hatten einen hellen Streifen, der sich bei Nässe blau färbte. Zu Hause bin ich dafür nach LI-- gefahren - und siehe da, die tollen Windeln stehen im Regal! Da wir zu diesem Zeitpunkt schon mit der Sauberkeitserziehung angefangen haben, war diese Färbung total praktisch: ich wusste immer, ob und wann ich die Zeit verpennt habe - ohne das Kind "auszupacken". So konnte ich immer besser die Zeiträume beobachten, wann ich Johanna "begleiten" muss.
Im Februar kam mir eine eben gekaufte Packung Windeln komisch vor: nur die obere Reihe hatte den Streifen, die untere war ohne...
Egal, nächste Packungen werden wohl stimmen... Nichts davon! (wohl gemerkt, das dauerte bei uns, bis die nächste gekauft wurde!) Die nächste war ganz ohne Streifen! In der anderen Filiale auch. Und in der am Ende der Stadt. Jo. Meine Anfragen bei den Verkäuferinnen brachten mir nur ungläubige Blicke und umsonst von ihnen aufgerissene neue frische Windelpackungen. Die Verkäuferinnen und zwei Filialenleiterinnen versuchten, die Windeln unter Wasser zu halten und die Färbung abzuwarten. Nichts.
Bitte nicht denken - sie hat aber Zeit für sowas!
Ich hatte Zeit, weil ich DIESE Windeln brauchte!
Ich konnte auch nicht zusehen, wie man ganz neue Packungen aufgerissen und verschwendet hat! So habe ich einfach die Service-Nummer der Kette gewält und nachgefragt. Als Antwort bekam ich einen sehr netten Brief vom Hersteller, der mir mitgeteilt hatte, dass die Kette die Windeln mit dem Kontrolle-Streifen nicht weiter verkaufen möchte und dass der Hersteller den entsprechenden Text von den Verpackungen leider nicht zeitnah entfernte.

Als ein kleines Trost-Geschenk bekam Johanna einen Beutel Windeln - neue Verpackung, natürlich ohne Streifen... Ich wollte einen Brief dem Hersteller schreiben und erklären, wie toll ich die alten Windeln fand und wie schnell man lernen konnte, das Kind zu einem geringeren Windelverbrauch zu bewegen. Nur glaube ich, genau das wollen sie nicht wissen.

Freitag, 2. Mai 2008

Entwicklungstest in der Frühförderung

In der heutigen Frühförderung ist ein Entwicklungstest auf dem Stundenplan gewesen.

Was für ein Unterschied zu unserer ersten Frühförderstelle! Die Damen dort hatten nie einen Plan gehabt, geschweige Testmaterialien oder einfach Ideen, welche zusammenzustellen!!! Wir haben uns am Anfang wirklich falsch entschieden.

Gut, dass es jetzt anders ist! (Sollte sich jemand aus Osnabrück hier verirren, kann mich ruhig fragen, bei welcher Stelle für Frühförderung wir uns verbrannt haben).

Als erstes sollte Johanna dieses "Papierpäckchen" auspacken... nee, das kann sie nicht. Die Geschenke zum Geburtstag vor einem halben Jahr hat sie wohl zerrissen, aber sie interessierte sich für das Papier und Bänder! Nein, sie hat nicht verstanden, dass im Papier etwas eingewickelt ist...
Objektpermanenz! Dieses Thema ist schon lange in unserer Beobachtung. Klappt das auch im "Testzustand"? Unter der Tasse ist ein kleines Püppchen... Sonst interessierte sich Johanna früher nur für die Tasse...
Doch! Das Püppchen hat sie gesehen, dann gesucht, danach gefunden!
Mit dem Löffel in der Tasse rühren? Damit fängt sie gerade an.
Mit einem Auto ein s.g. "Funktionsspiel" spielen? Hin und her fahren und das klassische "Brrrruummmmm!" sagen? Nee, soweit ist sie nicht. Auch ein Rasenmäher im Nachbargarten ist ein "Brrruummm!"
Was kann man überhaupt mit dem Ding anfangen...???
Die Kästchen sind schon bekannt. Vor einigen Monaten konnte sie gerade den Deckel draufsetzen. Jetzt muss sie zwei Steine hineinlegen, den Deckel zumachen,

dann wieder öffnen und die Steine herausnehmen. Den ersten bekommt sie leicht heraus...
Der zweite Stein liegt tief, sie muss schon begreifen, dass sie ihn herausschütteln muss.
Die Puzzleformen ist eine tolle Sache! Heute ist ein quadratisches Spiel dabei.
Na, das hat doch auf Anhieb geklappt!!!
Mit dem runden Förmchen auch, aber nur am Anfang... Danach hat sie alle runden Teile in das gleiche Loch stecken wollen...
und wenn etwas nicht so ganz passt, werfen wir es weg!!!
Nein, Johanna, es wird weiter getestet!
So, jetzt liegen beide Formen nebeneinander...
Der Kreis kommt an seine Stelle,
das Viereck hat sie zwar "verloren", den Kreis hällt mit der anderen Hand fest.
so kommt der Rest auch in seine Form. Die linke Hand behällt die Kontrolle...
Danach gab es eine Pyramide, diesmal nicht rund, sondern eckig. Das musste Johanna erst "zuordnen", und das war nicht einfach.
Das Köpfchen der lustigen Pyramide muss ganz nach oben. Versuche, Johanna!
Na, fast..... geschaaaaaft....
Super! Das war nicht leicht, der Stab ist ziemlich dünn.
Danach hat Johanna versucht, auch einen Stein auf den Stab zu bekommen.
Nach einigen Versuchen ist es ihr auch gelungen.
Zum Schluß hat sie ihre Fähigkeiten im Umgang mit Drehverschlüssen testen können... da müssen wir noch üben...
Viele Fragen bezüglich Johannas Entwicklung konnte ich leider nur mit "Nein" beantworten. Vieles kann sie nicht, mit mehreren Dingen ist sie ziemlich "spät"...
Der Test wird noch ausgewertet, das Ergebnis bekommen wir in einer Woche, wir sind gespannt, ob wir unser "Tempo" beibehalten haben oder ob es sich verlangsamt hat.

Heute hat sie wie immer am Freigag ein volles Programm "durchgezogen":
Krabbelgruppe
Frühförderung
Schwimmen...

Sie ist um ca. 19:00 eingeschlafen, immer noch mit der Windel von heute Morgen, die einwandfrei tagsüber trocken geblieben ist. Schafft sie es, bis morgen früh trocken zu bleiben?

Nachtrag am nächsten Morgen, 07:00 :
ich habe es nicht geschafft,
die Kleine über Nacht zu begleiten. Irgendwann muss ich schlafen, und so bekommt Johanna, obwohl sie sich brav gemeldet hatte, doch eine neue Windel für den Tag. Hätte sie sowieso bekommen...

Samstag, 29. März 2008

Windelverbrauch

Ich habe eine Strichliste angefangen, um zu verstehen, wann und wieviel Windeln wir brauchen. Johanna ist jetzt 16 Monate, mit 5 Monaten haben wir die Sauberkeitserziehung angefangen, also ist sie jetzt ein alter Hase und kennt es mit den Toilettengängen nicht anders...
Da Johanna, trotz ihrer besonderen Kooperationsbereitschaft, SEHR selten mit Papa (erfolgreich) zur Toilette geht, müssen wohl die Vormittage (Papas Zeit) ziemlich "windelbelastend" sein.
Johanna geht um ca. 19:00 Uhr ins Bett und bekommt eine frische Windel. Sie meldet sich dann gegen 22:00, dann gegen 02:00 - 03:00, dann ist sie wach gegen 6:00-6:30. Wenn meine Schlafrhytmen einigermaßen stimmen, höre ich ihre "Meldungen" und begleite sie zum "Örtchen". Dann bleibt die Windel trocken, und das ist meistens so. Morgens erledigt sie normalerweise auch ihr "großes Geschäft", so übergebe ich Papa gegen 9:00 ein frisches, sauberes Mädchen.
Danach haben die Dinge ihren eigenen Lauf - mit Papa. Wenn ich nach Hause komme, merke ich, dass die Kleine doch etwas Sauberes braucht. Wenn ich es schaffe, ihre Meldungen am Nachmittag nicht zu überhören, ist sie weiter trocken und kann mit dieser Windel abends auch schlafen gehen. Wenn nicht, wird sie vor dem Schlaf gewickelt.
So brauchen wir 1,5 bis 2 Windeln pro Tag.
Sollte es so sein, dass das "große Geschäft" nicht erledigt wurde, kann es zu "Unfällen" kommen, die dann doch in der "Papas Zeit" geschehen (hier muss ein schief lächelnder Smily her)... Aber das ist nicht so oft. Auf meiner Monatsliste gerade 3 Mal... damit kann man leben...
Immer noch ist es ziemlich einfach, mit Johanna einen Toilettengang zu machen. Manchmal merke ich aber, dass sie protestiert oder einfach sich durchsetzen möchte... Immer noch kann ich sie dann ablenken und doch meine Linie beibehalten. Ich weiß nicht, wie lange sie noch kooperiert, wann eine Trotzphase kommt o.Ä.... Aber diese 11 Monate haben in ihrem Kopf klare Spuren hinterlassen, und die kann man ihr nicht nehmen...
Na dann... Sehen wir, dass sie auch weiter eine gewisse Umweltfreundlichkeit bezüglich Zelluloseverbrauch zeigt...