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Sonntag, 10. Juli 2011

Dieses Altglas...

Das Foto ist nicht spektakulär. Wir hatten schon bessere Umgebung gehabt.
Für Johanna und für uns ist das ein Meilenstein: sie ist schon so groß, dass sie die Flaschen alleine reinwerfen kann!Das Sortieren müssen wir noch üben...

Mittwoch, 22. Juni 2011

Pflegestufe aberkannt

oder vom Jugendamt verklagt?

Was da auf mich zukommen könnte, kann man ja nicht wissen.... aber ich riskierte heute noch einmal: Johanna durfte einen Brief reinwerfen. Und sie hat das wieder super gemeistert. Ganz stolz kam sie zurück.

Samstag, 26. März 2011

Nichts besonders,

eine kleine unscheinbare Aufgabe... Buddeln...

Ich muss den Traum von bunten Blumenbeeten aufgeben, die mache ich, wenn ich Rentnerin bin. Mein großes Beet ist im letzten Jahr unbepflanzt geblieben, da die Rückenschmerzen alles dominierten... alles ist verwachsen, eine Rasenfläche ist entstanden. Die Begrenzungssteine sind unter dem Grün zu sehen, aber sie stören nur beim Rasen mähen. Sie sollen lieber raus, es wird nix aus dem Beet... Nur die Löcher müssen jetzt aufgefüllt werden, damit man keine Gräben jetzt bekommt.

Johanna will helfen.
Na, wie lange nur...?
Aber diesmal war meine Vermutung über Johannas Nicht-Hilfe ganz falsch. Sie fand einen großen Gefallen an dem Auffüllen von Löchernund stampfte die eingefüllte Erde schön flach und fest.
Danach habe ich ihr erklärt, dass wir die "Lappen" aus Rasen drauf legen werden, wenn alles schön gerade wird - sie will eben prüfen, ob alles wirklich gerade wurde.
Auch die Rasenlappen hat sie ganz passend aufgelegt und wieder mit dem Fuß festgestampft.

Ich glaube, das war das erste Mal in unserem gemeinsamen Leben, dass mir das Arbeiten mit Johanna wirklich Spaß gemacht hat und dass wir zusammen etwas geschafft haben, ohne dass ich danach entweder viel aufzuräumen brauchte oder danach viel zu verbessern musste oder von vorn anfangen o.Ä. Mit dem Aufräumen hat Johanna sogar mitgeholfen. Insgesamt war das eine gute halbe Stunde, und immerhin ist sie produktiv und aktiv dabei geblieben.

Samstag, 29. Januar 2011

Neue Fertigkeiten...

Mittwochs kann Johanna im KiGa selber entscheiden, was sie auf das Brot nimmt. Und schmieren muss sie dann auch selber. Das gelingt ihr schon ziemlich gut. Heute hat Maria kleine englische Brötchen zum Tee gebacken, Johanna findet sie ganz lecker. Und noch leckerer, wenn man sie selber dick mit Butter schmiert...

Montag, 22. November 2010

Selbst sich zu helfen...

das weiß Johanna ziemlich gut.

Heute ist Montag, die Anstricharbeiten haben uns viel Energie gekostet, aber auch geschenkt. Immer wieder gingen wir nach draußen und schauten uns das Ergebnis an. Immer wieder hatten wir das ruhige Gefühl, dass unsere Ideen eine gute realisierung bekommen haben.


Das Wetter war gut. Nach der Schule hatte ich eine Stunde Zeit vor dem Kindergarten. Ich wollte unbedingt weiter streichen. Die blauen Linien mussten nachgestrichen werden. Als ich Johanna danach abgeholt habe, wünschte ich mir sehr, dass sie heute - ausnahmsweise - einschlafen würde. Sie schläft ja nicht mehr in der Mittagszeit. Kurz vor unserer Einfahrt merkte ich, dass es im Auto sehr still wurde... Sie schlief!!! Ins Haus gebracht, schlief sie weiter!

Was tun? Wir sind alleine im Haus. Heute sind nur zwei Jungs von der Baufirma da, sie sind auf einer weiteren Hausseite... Darf ich auf das Gerüst gehen? Wird Johanna vieleicht wach und wird sie Angst haben? Ich bin doch gegangen, mit der Idee, immer wieder nach ihr zu schauen...

Nach fast zwei Stunden Arbeit war ich gerade neben einem Fenster und bemerkte Bewegung hinter der Scheibe. Im Zimmer stand Johanna, schaute mir bei der Arbeit zu und biss mit Appetit in ein Brötchen. Wir winkten uns und der Anstrich musste beendet werden...

Im Haus fragte ich, was sie gemacht hat.
"G´sucht!"

Na ja, mich hat sie nicht gleich gefunden, aber eine Tüte mit Brötchen schon...

Mittwoch, 15. September 2010

Gesundes Frühstück

Heute habe ich um Erlaubnis gebeten, einen der gedeckten Tische im KiGa zu knipsen. In einigen Minuten wird Johanna an diesem Tisch sitzen und sich etwas aussuchen. Ich denke, sie wird sich Butter oder Frischkäse nehmen und einige Gurkenscheiben. Toll, dass sie diese Möglichkeit hat.

Mittwoch, 8. September 2010

Selber aussuchen, selber schmieren

und dann natürlich selber essen.

Die Stadt Osnabrück und der KiGa in deren Auftrag arbeitet daran, den Kindern eine gesunde Art des Frühstücks beizubringen. Wäre Johanna in den Waldorfkindergarten gegangen, hätten wir das Thema nicht. Aber die Allgemeinbevölkerung hat nun mal verschiedene Vorstellungen und es wird mal einem Kind ein Muffin oder eine süße Riegel o.Ä. mit in die Frühstücksdose gegeben... In der kommenden Woche bekommen alle KiGa-Kinder ein kostenfreies gesundes Frühstück im KiGa, jedes Kind kann selber entscheiden, was es aus dem Angebot essen möchte, und kann sich das Frühstücksbrot selber "gestalten". Frische Brote aus einer Bäckerei "um die Ecke" werden morgens besorgt, etwas Butter, Käse und Wurstaufschnitt ist auch dabei, dazu Gemüse und Obst, auch Müsli hat man zur Wahl - was will man mehr? Wir als Familie sind schwer begeistert.

Seit drei Tagen ist Johanna dabei, ihre Brote selber zu schmieren - wir üben ja schon mal vor. Zu Hause ist sie eher ein Wurstesser, bei der "Lehrerkonferenz-Betreuung" (ich muss mir einen anderen Namen dafür aussuchen) mag sie lieber Frischkäse, im KiGa aß sie auch Hartkäse - weil er vielleich in hübsche "Fingerchen" geschnitten wurde :-)

Am heutigen Morgen ist Johanna sehr früh aufgestanden, wir begannen früh mit unserem Tag und Frühstück - sie wollte auch dabei sein. Und mitessen natürlich... Nur... was mache ich mit unserem Papa, der ein schwerst überzeugter und begeisterter Nutella-Esser ist? So kann Johanna ihre Chance ergreifen und auf ihr Brot nicht etwa Frischkäse, sondern... etwas suuuuper Ungesundes schmieren... Was soll ich bloß heute im KiGa sagen?

Sonntag, 22. August 2010

Ein Garten braucht Hilfe...

Der heiße Sommer hat einiges bewirkt: viele Rasenflächen sehen sehr mitgenommen aus. Am heutigen Tag wollten wir kurz einem Garten ein wenig helfen. Er wird bald wieder grün werden. Aber erst muss man den Moos herausreißen. Zurück bleibt eine kahle graue Fläche und viel Grünabfall.

Es soll bitte nur kein Eindruck entstehen, dass die arme Johanna ganz alleine die ganze Arbeit verrichten musste :-)


Sie hat über längere Zeit gut mitgeholfen, danach landete sie im Sandkasten, endgültig.

Das ganze Wochenende verbrachten wir mit anderen Menschen und zum Teil ohne Maria, so wollten wir den Abend zusammen ausklingen lassen.

Gäste der Stadt Osnabrück, aufgepasst! Hier sieht man ein Kind in einem Eiscafe und im Pappschälchen EINE Kugel Eis. Die Südurlauber werden sich wohl überlegen, was eine solche "Kugel" in ihren Mediterranen Urlaubszielen gekostet hat. Hier herrscht aber ein ganz sanfter osnabrücker Eispreis. Nur die Kugel hat, wie das Kind am Tisch, offensichtlich einen anderen Chromosomensatz :-)
Zum ersten Mal hat Johanna ihr Eis sehr deutlich und sogar mit einem "Extra" bestellt. Früher musste ich schon ganz genau heraushören, was für Eis es sein sollte. Diesmal sagte sie "Vanilleeis" und "Streusel" und "Bitte!" - na klar, dass sie es bekommt!

Freitag, 30. Juli 2010

Leckerli...

und nicht nur für Pferde...
Ich fand im Netz einige Rezepfe für Pferdeplätzchen, konnte aber vorerst mit den Mädchen nicht backen. Maria wollte die Führung übernehmen - und bitte schön, es klappt alles wunderbar. Es gab verschiedene Zutatenkombinationen, sogar Kräuterbonbons konnte man im Wasser auflösen und statt Sirup einsetzen. Wir nahmen das einfachste Rezept, in dem die Zutaten vorkommen, die man auch so essen kann. Möhren, Äpfel, Hafeflocken, Müsli, Honig - fertig. Ohne Backpulver natürlich.

Johanna bekam einen Löffel und musste passende Häufchen auf das Papier legen, Maria machte sie zu Kugeln.Mit mehr oder weniger Erfolg lagen dann fertige Kugeln auf dem Blech. Wenn Honig unter den Zutaten gelistet ist, muss man immer mit den verklebten Fingern rechnen :-)
Unsere Müslikugeln waren fertig. Wir wissen noch nicht, ob sie für die Pferde erlaubt werden, da sie in der Mitte etwas weich geblieben sind. Aber UNS schmecken sie vorzüglich, wir werden für uns nächstes mal eine Apfel-Kiwi oder Apfel-Banane-Variante backen. Die beiden Varianten waren auch für Pferde empfohlen, aber wir hatten heute morgen kein anderes Obst zur Hand.

An diesem Tag haben wir uns vorgenommen, Johanna in der Mittagszeit NICHT schlafen zu bringen. Gegen 13:30 wollte Johanna ein Wurstbrot essen. Sie hat Maria beim Basteln zugeschaut... Und ist dabei eingeschlafen...
Na, was sagt man da... sie wurde auf das Sofa gebracht... und schlief ganze zwei Stunden, ohne dass wir sie aufwecken konnten (haben wir mehrmals versucht).
Na dann ... Einen schönen langen Abend, liebe Eltern!

Sonntag, 27. Juni 2010

In der Stadt...

Johannas Papa geht es besser - nach 24 Stunden lässt jede Viruserkrankung langsam nach, im Sommer geht es sogar schneller... Wir wollten nur eine kurze Fahrt mit dem Fahrrad in die Stadt machen. Johanna hat sich das Tarnsportmittel ausgesucht: mit dem Fahrradanhänger. Wie sucht sie sich das aus? - Sie geht einfach hin und setzt sich gemütlich hinein. Sie hat sich sogar schon mal eigenhändig angeschnallt. Aber gefahren wird mit der Auflage: in der Stadt muss sie zu Fuß laufen! Na ja, das hat zum Teil funktioniert.

Johanna geht an den Schaufenstern vorbei und nennt die Dinge, die sie kennt: Wasser, Boot, Ente... Eis! Na klar landeten wir dort, wo wir immer schon landen:-) Diesmal ist Johanna alleine zur Theke gegangen und hat sich das Eis ausgesucht und bestellt, mit meiner Hilfe, natürlich - ich bin ja hinterher geeilt. Sie bekommt, wie ich das sehe, eine Extra-Portion, auch eine Kirsche drauf - offensichtlich für ihr Exrachromosom :-) Strahlend bringt sie ihr Eis zum Tisch.Die Stadt war ziemlich leer, es war eigentlich Abend, die Sonne war schon sehr tief. So konnte Johanna die Straßen ganz für sich haben und überall laufen. Was ich merke: die Fahrbahn ist für sie eine klare Tabu-Sache, sie bleibt auf dem Bürgersteig und rennt nicht wild herum.
Unser Anhänger ist breit, eigentlich sollten hier zwei Kinder fahren können, auch der Sicherheitsrahmen ist so breit, dass man die Vorrichtung für Buggy-Variante kaum brauchen kann: der "Buggy" passt durch keine Türen :-)
Wir werden sehen, ob der Anhänger auf längeren Fahrradstrecken gut dienen kann, eine längere Fahrradtour ist im Gespräch.

Freitag, 25. Juni 2010

Ein Nachtrag...

Johannas Papa war beim Theaterstück auch dabei. Aber er merkte, dass es ihm nicht gut ging... Eine Sommerviruserkrankung... Da kann man kaum helfen, nur abwarten...

So beschlossen wir am frühen Abend, uns nach dem Duschen gemütlich zu machen und einfach nichts zu tun. Johanna hat einen Kamm geholt und wollte Papas Haare kämmen, was sie ganz gut und liebevoll gemacht hat.Na ja, Ihr wisst schon, was ich immer bei solchen Aufnahmen sage...
... krigen wir sie hin?

Sonntag, 20. Juni 2010

Am Frühstückstisch

Johanna hat schon früh angefangen, die Kaffeekanne (mit) zu halten, wenn der Kaffee eingeschenkt wird. Milch und Saft kann sie sich selber einschenken, obwohl sie oft nicht rechtzeitig absetzen kann - es wird dann "über Rand" gefüllt. Heute möchte sie die Kanne selber halten. Der Papa hilft, nur ein bißchen. Wir merkten, dass Johanna mehrere Male ganz passend die Kanne abgesetzt hat.
Wir haben sie gelobt. Sie will noch und noch versuchen. Nur... so schnell und so viel Kaffee kann ich nicht trinken.

In meiner Tasse gab es noch ein oder zwei Schlückchen Kaffee. Johanna schaute in die Tasse hinein.
- Mama? Mehr Kaffee?

Samstag, 19. Juni 2010

Noch ein Transportmittel

Egal, wie wir versuchen, unsere Garage frei zu halten, gibt es immer etwas, was dort den Weg versperrt. Ab heute ist das Johannas Fahrradanhänger.

Wir kauften ihn vor genau drei Jahren, um mit Familie Fahrradausflüge zu unternehmen. Johanna lag damals, mit ihren 7 Monaten, im Körbchen, das wir ziemlich fantasievoll befestigen mussten (das ist kein Reha oder sonstiger Anhänger, sondern ein spontaner ebay-Kauf). Danach verschwand er für drei Jahre im Keller... Ich konnte mir nicht vorstellen, dass Johanna diszipliniert dort sitzen wird...

Ich merkte in den letzten Wochen, dass Johanna alle Anhänger vor dem KiGa-Tor bewunderte und gern ausprobieren wollte. Heute war Papa mit Johanna beim Friseur und berichtete, dass Johanna sich dort vorbildlich benommen hatte und sehr sehr kooperativ war. Die unbekannte Friseurin war überrascht, dass das Kind ohne Mucks das getan hat, worum sie gebeten hat, und ich weiß, was es für Johanna bedeutet, "den Kopf bitte gerade halten, bitte nicht bewegen, kannst Du bitte den Kopf ein wenig drehen etc. etc. etc." Der neue Haarschnitt ist gelungen, eine Freude hat Johanna einfach verdient.

Papa hat das gute, ziemlich verstaubte Ding herausgeholt. Der Anhänger hat die Jahre gut überstanden, einige Teile waren noch eingeschweißt, nach dem Abstauben ist er sofort einsatzbereit! Und Johanna wollte sofort mitfahren, sofort, nach dem Mittagsschlaf, - sogar noch nicht vollständig angezogen. Nach wenigen Sekunden ist sie schon mit Papa unterwegs für eine Proberunde. Sie saß dort ganz vorbildlich und fand alles toll.

Danach haben wir wirklich eine Fahrt in die Stadt unternommen - eine Kugel Eis durfte noch als Krönung dabei sein. Den ganzen Weg saß Johanna im Anhänger, nur leicht angeschnallt. Kurz vor unserem Ziel rief sie mir aus dem Anhänger, dass sie lieber auf mein Fahrrad mit dem Kindersitz umsteigen möchte. Wir dachten, wir haben sie mißverstanden. Auf dem Rückweg war das Gleiche. Sie sah dort irgendwie nicht besonders glücklich aus. Ich nahm sie mit auf mein Fahrrad. Es kann sein, dass sie im Anhänger schnell müde wurde, da der Sitz darin weich und nicht stabil ist und da sie sich nicht halten konnte. Die Anschnallgurte werden sie vielleicht festhalten, aber keine gute Rückenposition garantieren. Tja, so ist das mit den spontanen Kaufentscheidungen... Nun war der gute alte Kettler-Sitz für sie wieder attraktiv, und wir müssen sehen, was im Anhänger zu verbessern wäre...

Wir müssen ihr heute zwei Mal ihr diszipliniertes Benehmen bescheinigen, sie wurde von uns dafür sehr gelobt.

Sie hat im vergangenen Jahr alle möglichen Transportmittel ausprobiert, auch ein Elefant und ein Kamel waren dabei. Sollen wir uns demnächst vielleicht nach einem Heißluftballon umschauen? :-))))))

Samstag, 5. Juni 2010

Ja, was machen wir

zwei Frauen mit unserer Zeit?

Eigentlich habe ich mir nicht besonderes vorgenommen, ich habe gedacht, Johanna nicht in der Mittagszeit schlafen zu lassen, damit ich am Abend mehr Zeit für die Schule haben werde.

Aber erst wollten wir etwas in der Buchhandlung besorgen. Bei Johanna weiß man nie, ob sie sich ordentlich benehmen wird oder ob sie plötzlich alle Bücher "durchlesen" möchte... Diesmal war sie ganz brav und bekam von der Verkäuferin eine Tüte Bärchen. Und danach erledigen wir unseren Wochenenkauf! Nichts spannendes. Aber für mich heute nicht gerade einfach. Ich merke, dass ich meine Bewegungen kontrollieren muss - schlechtes Zeichen... Ich habe Johanna bereits gesagt, dass mein Rücken mir Probleme macht und dass sie mir - wenn nicht gerade helfen kann, dann bitte keine weitere Schwierigkeiten bereiten soll. Sie nahm das mit der Hilfe wortwörtlich wahr und will nun alles "alleine" (Nanna ICH) machen. Das dauert. Da ich aber meine Kamera noch in der Tasche habe, kann ich die Zeit nutzen - ich knipse.

Die Plastikmünze sitzt immer noch nicht tief genug... Johanna muss mit der anderen Hand nachdrücken...
In den Kindersitz konnte ich sie nicht heben, wir beide haben bis zum Korb geschafft :-).
Nun hat sie etwas vor: sie will plötzlich auch hier an der Kasse helfen. Die Verkäuferin mag Johanna und wartet geduldig - beim schönen Wetter sind kaum Kunden im Geschäft.
Tja, ich muss dann auch warten und einfach zutrauen. Und wenn das Glas kaputt geht, dann ist das halt so.
Aber das klappt schon, alles landet, wenn auch nicht ganz sanft, im Korb.
Diesmal hat Johanna mir geholfen, das Eingekaufte in den Wagen zu legen und danach ins Haus zu bringen. Man muss halt auch in den Rückenschmerzen etwas Positives sehen.

Samstag, 22. Mai 2010

Einen tollen Tag

haben wir drei Frauen verbracht: nach dem Frühstück ging es in den Garten, unsere große Helferin war natürlich immer dabei. Beim Fegen klappte es mal gar nicht, mal ziemlich gut,beim Beschneiden der Büsche ging es einer manchen Blume an den Kragen... die unzurecht geschnittenen landeten dann in einer Blumenvase... sonst kann man das Ganze langsam als Hilfe nennen...

Beim Einkaufen durften sich die Mädchen Eis aussuchen, das Johanna sofort nach dem Bezahlen haben wollte. Zum ersten Mal erlaubte ich ihr, das Eis in ihrem Fahrradsitz beim Fahren zu essen. Ich dachte, dass ich danach ihre und auch meine Kleidung waschen muss - nichts davon stimmte, nur ihre Hände und das Gesicht musste ich zu Hause abputzen :-)

Die Zeit des Mittagsschlafs ist gekommen. Ich bleibe immer mit Johanna bis sie eingeschlafen ist. Wir haben im "Nemo"-Buch geblättert. Danach "sagte" sie mir, dass ich gehen soll, dass sie das Buch noch alleine liest und danach einschläft. Ich wunderte mich, aber ging. Nach einer Viertelstunde schlief sie wirklich...

Am Abend haben wir eine Fahrradtour unternommen. Während unserer Asienreise haben wir Gegende gesehen, in denen man vielleicht tagelang fahren muss, um ein solches Bild zu erleben. Wir fahren nur 5 Minuten von unserer Haustür...


Am Abend sind alle Tiere nicht so ängstlich - so wie eine Entefamilie, die gern zu uns gekommen war.

Zu unserer Überraschung haben wir sogar Hasen und ein Reh gesehen, alles wenige Minuten von unserem Haus entfernt. Im letzten Jahr reagierte Johanna noch etwas zerstreut auf die Tiere, in diesem Jahr kann sie gut der Blickrichtung folgen, schaut lange hinterher, zeigt, wo sie den Hasen gesehen hat und wohin er gelaufen ist. Die Objektpermanenz haben wir nicht umsonst trainiert. :-)

Mittwoch, 5. Mai 2010

Turnen, und nicht alleine...

Es wurde angedacht, dass Johanna nicht alleine, sondern mit einem anderen Kind die KG-Stunden absolvieren kann. Dadurch - so versprechen wir alle uns - werden die Beiden, die bis jetzt Motivationseinbrüche hatten, neue Impulse finden und eventuell weiter miteinander motivierter turnen. Schon die erste Stunde hat viel gebracht. Das andere Kind ist jünger als Johanna und muss viel an seinem Muskeltonus arbeiten und die richtigen Krabbel-Aufstehen-Laufen-Abläufe erlernen. So gesehen kann Johanna schon viel vormachen und als ein gutes Beispiel dienen. Wir werden sehen, wie sich die Beiden verstehen werden.

Johanna spielt gern im Garten. Da unser Garten mit Baumaterialien belegt ist, bleibt uns nach wie vor der Vorgarten. Der Autoverkehr bleibt uns natürlich auch erhalten, mit der Zeit merke ich, dass ich wirklich nicht nur aufpasse, sondern auch kleinere Arbeiten an den Beeten erledigen kann. Ich hoffe, dass es auch so bleibt. Natürlich versucht Johanna, sich immer weiter mit ihrem Bobby car oder mit dem Rad von unserem Haus zu entfernen, aber ich merke, dass sie immer den "Rückblickkontakt" hält und nie sich ZU weit entfernt. Das wird sich irgendwann ändern...

Heute hat sie uns mit einem neuen Wort überrascht. Sie aß einen Joghurt, ich fragte, ob ich noch helfen muss - manchmal kann sie nicht alles "auskratzen".
- Soll ich Dir helfen, Johanna?
- Nein, leer!

Johanna will überall mitmachen. Auch beim Einkaufen.
- So Leute, ich muss jetz einkaufen gehen. Wer kommt mit?
- Nanna auch geht!

Das Einkaufen mit ihr gelingt leider nicht immer. Sie will den Einkaufzettel halten, lässt ihn natürlich irgendwo fallen, dann will sie aus dem Sitz herausklettern und schafft das. Wird sie zurück gesetzt, ärgert sie sich und schmeisst die Sachen heraus... Ich muss sie bestrafen und das Geschäft unverrichterer Dinge verlassen. Das kam in den letzten Wochen schon ein paar mal vor. Nun werde ich eine Zeit lang diese Aktionen lieber alleine durchziehen, Johanna macht eine "Einkaufspause".

Das Helfen ist bei ihr im Moment groß angesagt. Ich versuche, kleinere Aufträge für sie auszudenken. Sie freut sich riesig, wenn sie etwas geschafft hat. Immer wieder schaut sie mich an und fragt "Papa?" "Maria?" - das soll heißen, wir werden den beiden von ihren Erfolgen berichten.

In einer Woche ist Johanna 3,5 Jahre alt. Sie fand heute einen Zollstock und wollte sich messen. Als ich sie dann zur Wand gestellt habe und einen Strich über dem Kopf machen wollte, kam mir ihre Größe merkwürdig vor, zu groß war sie plötzlich. Sie stand auf den Zehenspitzen! Sie fängt an zu mogeln :-)

Samstag, 17. April 2010

Bei der Gartenarbeit...

Veröffentlicht mit Verspätung...

Endlich ist Samstag, endlich ist das Wetter besser geworden - wir wollen ja in den Garten! Vor der Lungenentzündung von Johanna gab es ein Frühjahresprojekt im KiGa. Jedes Kind durfte seine eigene Blume aus einer Zwiebel wachsen lassen und beobachten. Johanna hat ihre Zwiebel zwar noch gepflanzt, aber die Blume nicht mehr "mitbekommen". Nun wollen wie für die vertrockneten Johanna-Krokuse im Vorgarten einen guten Platz finden.

Es bleibt uns zu hoffen, dass die Wühlmäuse diese Zwiebel verschonen :-)

Danach wollte Johanna unbedingt selber fotografieren. Nicht besonders gern, aber ich habe ihr die Kamera überlassen. Hier sind zwei Versuche:

Als ich die Fotos später auf dem Schirm sah, musste ich daran denken, dass Johanna diese Sicht von oben auf ihre Beine-Füße erst seit einem Jahr hat.

Donnerstag, 8. April 2010

Die Sicherheit auf der Sraße...

das müssen wir Johanna beibringen... Es wird anders nicht gehen, nicht auf unserer Straße, sie muss schon selber auf sich aufpassen können.

Als Maria klein war und dieses Problem auf unserem Stundenplan stand, habe ich einen überfahrenen Igel auf der Straße gesehen. Ich nahm Maria mit und wir gingen dorthin. Einmal zu sehen reichte ihr, für immer und ewig Respekt vor den fahrenden Autos zu bekommen.

Nun ist Johanna mit dem gleichen Thema dran. Vor zwei Jahren, als sie noch nicht laufen, aber krabbeln konnte, ist sie aus dem Haus gekrabbelt und ein Fahrer holte sie von der Fahrbahnabgrenzung, auf der sie saß und den Autos zuwinkte. So begann unsere Phase der "erhöhten Aufmerksamkeit". Mit dem Laufen vor einem Jahr kamen natürlich diese Fragen wieder, vorbei sie an Geschwindigkeit zugelegt hat.

Heute hat Johanna dem Papa in der Einfahrt Gesellschaft geleistet, als er Marias Fahrrad reparieren wollte. Ich sagte nur, dass sie bitte ins Haus kommen soll, um die Jacke anzuziehen. Das tat sie. Ruhig ließ ich sie nach draußen, in die Einfahrt, gehen.Nach ca. 15 Minuten kam Johanna wieder und sagte, dass Maria nicht da war. Der Papa auch nicht. Ihre Wangen waren rot, das Gesicht frisch - sie war wirklich draußen und kam gerade ins Haus zurück. Aber wo war Maria? Im Badezimmer hörte ich das Wasser in der Dusche laufen... Der Papa saß im Büro... Wir hätten uns absprechen müssen...

Aber klar, Johanna war draußen alleine. Jo. Und das auf unserer Straße!
Ich ging mit ihr zusammen nach draußen, um "die Autos zu zählen" - da wollte ich meine "Gefahrenlehre" auch mit unterbringen...

Pech... Keine Autos...
Johanna weiß, was zu tun ist.
"Auto!" - wird laut gerufen.
Tja, leider nichts...
Da ist doch eins!
Eins? - das Fingerchen zeigt "eins"...
Zwei?
Auf jeden Fall hat Johanna "mehr Autos" gesehen - das heißt bei ihr "viele Autos". Wir verbleiben so, dass sie bitte immer auf dem hellen Streifen geht und nicht auf dem roten und schon gar nicht auf die Fahrbahn... Mal sehen, wie lange unsere Verkehrserziehung noch dauert...