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Dienstag, 14. August 2007

Umweltfreundlich und Unser Urlaub hatten wenig gemeinsam, außer vielleicht U am Anfang...

In diesem Jahr gab es nur digitale Bilder, also wird wohl kein Urlaubsalbum geben… Außer hier, wenn ich die Erinnerungen festhalten möchte.

Unsere Tochter hat schon mehrmals gesagt, sie möchte wieder zurück nach Dubai. Wir auch. Die Zeit war schön und sehr intensiv.

In diesem Jahr schauen wir irgendwie aufmerksamer auf die Umweltproblematik. Klar, eine solche Reise mit dem Flugzeug war schon nicht OHNE, und es ist uns bewusst gewesen, dass wir hier auch Einiges verpesten. Von den Gasfackel auf den Ölfeldern und unendlichen klimatisierten Straßen der Einkaufsmeilen habe ich schon berichtet.

Na ja, jetzt zum Hotel.

Die Hotelanlage war so neu, dass man sich nur fragte, wie es hier vor einem Jahr aussah…

Die künstliche Bucht, die für das Hotel „erschaffen wurde“ (so im Reiseführer), bietet einen tollen Blick - jedes Schlafzimmer in der Anlage hat Fenster in diese Richtung: Die Häuser bilden einen Bogen, genau wie die Bucht, in jedem Haus sind 4 Appartements,

(unsere Terrasse ist unten rechts), die Einrichtung ist neu, schön und teuer. Es passte einfach alles. Das Kärtchen auf dem Bett erinnerte uns, dass wir jederzeit neue Bettwäsche bekommen, wir möchten nur wünschen... Die Versuchung war groß, daraus kein Gebrauch zu machen. Haben wir aber nicht gemacht.

In jedem Zimmer gab es einen Plasmafernseher von überzeugender Größe, und so nett in die Möbel eingebaut, dass sie nicht dominierten. Als Wandschmuck hatten unsere Augen diese Kunstwerke der Juwelierkunst zu bewundern.

Im Pool garantiert man stabile und erfrischende 28 Grad: das Wasser wird permanent gekühlt.

Zum Vergleich: Wasser im Meer (in der Bucht) ist zurzeit wärmer, als mein gewöhnliches Badewasser.

Aus diesem Stapel sollte man sich die Tücher nehmen, wenn man am Pool liegt,

und danach in den daneben stehenden Riesenkorb schmeißen. Nein, das konnte ich gar nicht tun, umweltunfreundlicher geht nicht. Gehört aber zum Service.

Es gibt zwei Pools unter einem überspannten Dach, dort garantiert man keinen Sonnenbrand.

Das festungsartige Gebäude auf dem Bild ist das Restaurant der Hotelanlage, kühle Luft, 25 Grad kühler, als draußen, strömt aus allen Ecken, und eine Küchen- und Servicearmee ist bereit, ihr Bestes zu geben. Alle Gastarbeiter - aus Philippinen, Indien, Pakistan und einigen arabischen Ländern.

Die Palmen werden bewässert, sie sind noch nicht „ausgepackt“, sie müssen erst Wurzel schlagen, die Beete werden tropfenweise bewässert.

Das Baden im Golf am Sonnenuntergang wird lange in Erinnerung bleiben.

Über eine "Einkaufs-Weltkarte" möchte ich noch berichten. Bis dann!

Montag, 13. August 2007

Das höchste Gebäude der Welt

Der jetzige Scheich der Emiraten wird als ein weiser und vor Allem zukunftsorientierter Mensch angesehen. Er würde verstehen, dass das Öl nicht immer den Wohlstand des Landes garantieren kann. Die große Wirtschaft muss her. Die Steuern werden fleißig gezahlt, zu 0 %.

Wer will ein solches Angebot ablehnen? Mehrere Firmen bauen dort ihre Filialen auf und nutzen die steuerlichen Vorteile. In Dubai wächst jetzt eine Riesen-Wirtschaftsmetropole, Dutzende von Wolkenkratzern werden gleichzeitig gebaut, das höchste Gebäude der Welt, das ursprünglich in Sydney errichtet werden sollte, wächst nun auch in Dubai, auf einer künstlichen Insel. In den Tagen unseres Urlaubs ist das Gebäude um entscheidende wenige Meter gewachsen und schlug damit die Rekorde der erreichten Höhe. Es ist aber nicht zu Ende! Bei Google habe ich eben nachgeschaut, es ist unglaublich, was die Architekten noch planen… Eine kleine Stadt kann dort unterkommen. Den Namen haben sie schon, nach dem Burj al Arab kommt nun der Burj Dubai…

Und wer baut das Ganze? Die Kräne sieht man vom Weiten. Die Abertausende Arbeiter, alle Gastarbeiter, sieht man nicht. Wenn man aber die Stadtrundfahrt nicht mit einem komfortablen Reisebus unternimmt, sondern mit einem Stadtbus, merkt man, dass diese Gastarbeiter das Straßenbild bestimmter Bezirke prägen. Die unzähligen Wohnhäuser der Gastarbeiter sind nicht besonders gemütlich… Und die Schlafplätze (die Etagenbetten also), haben wir von unserem Fahrer gehört, werden dort stundenweise vermietet, nach der Zahl der Tagesschichten… Für umgerechnet 100 - 120 € im Monat bauen sie dort die wirtschaftliche Sicherheit der Emiraten von morgen. Oft müssen sie ihre Pässe abgeben und geraten in absolute Abhängigkeit (so unserer gesprächiger Fahrer).

Die Ölfelder sind noch groß, die Vorräte reichen lange. Aus dem Flugzeug, von 10 km Höhe, haben wir einige Riesenfackel gesehen - wer braucht schon diesen Gas… Die Tankstellen sind dann ein Traum eines jeden Autofahrers: 5 VAE-Dirham sind 1 €, und 1,20 Dirham kostet 1 Liter Benzin.

Mittwoch, 8. August 2007

Hitze, Essen, Trinken, Reiseapotheke

Die Temperaturen über 40 Grad bringen mich immer auf verschiedene Gedanken, wenn ich mit den Kindern verreise. Da ich dies schon mehrere Jahre tue, habe ich einige Sachen, die grundsätzlich in die Reiseapotheke gehören. Etwas gegen Durchfall und Elektrolytpulver, eine Aspirinpackung dürfen nicht fehlen. Da unsere Krankenkasse kein Abkommen mit Dubai hatte, haben wir eine zusätzliche Versicherung abgeschlossen. Dort angekommen, haben wir verstanden, warum kein Abkommen existiert: das Gesundheitswesen ist in Dubai kostenfrei und sei sehr qualitativ.

Unsere Nahrungsvorräte für Johanna brachten bestimmt viele Beamten der Flughäfen ins Grübeln, als unsere Taschen durchleuchtet wurden: die Gläschen waren wirklich zahlreich. Da ich aber mit 2 bis 3 Gläschen pro Tag rechnete, war dies einfach nötig. Das war auch gut so: sie hatte ihre gewöhnliche Nahrung und wir keinen Stress, diese zu besorgen. In der Nähe unseres Hotels gab es weit und breit keine Geschäfte, man musste mit einem Taxi oder einem Bus ziemlich lange fahren.

Mit einem Wasserkocher, den wir von dem Hauskeeper bekamen, hatte ich keine Probleme, die Flaschen sauber zu bekommen und die Apfelsaftschorle für die Kleine jeden Morgen frisch zuzubereiten. Das Trinken nur bereitete mir Sorgen: sie trank viel zu wenig. Immer wieder habe ich ihr die Flasche angeboten, immer wieder schluckte sie einige Tropfen – mir zuliebe…

So sah unser Haushalt aus (ich habe keine Werbeverträge mit den Herstellern, ich möchte Johannas Nahrung in diesem Alter festhalten). Da sie noch gestillt wird, brauchen wir die BEBA -Milch nur für einen Milchbrei, da ich ihr dort keine Milch vom Buffet geben wollte. Übrigens das Buffet... Ich habe einige Male versucht, diese ganze Pracht zu fotografieren, aber ich bin beim Versuch geblieben. Es war irgendwie komisch... Aber an diesem Tisch konnte ich doch nicht vorbei gehen ohne ein Bild zu knipsen. Das war nur ein Teil von den an diesem Abend zubereiteten Süßspeisen. Gut, dass ich noch stille, für einige Pfund extra ist das eine super Alibi!

Zum Glück hatte keiner von uns einen Grund, sich von der Qualität des Gesundheitswesens in Dubai zu überzeugen oder von meiner Reiseapotheke zu profitieren.

Goldmarkt

Warum man dort Schmuck kaufen sollte, konnte ich nicht verstehen: die Preise waren mit Abstand höher, als in Deutschland. Die Urlaubsstimmung oder ein Wunsch, mal richtig mit dem Geld zu schmeißen… Oder sich mal fürstlich fühlen, wenn eine Schar Verkäufer einen Kaffee in vergoldeten Tässchen serviert während der Besitzer dich mustert, wie tief du wohl bereit wärest in die Tasche zu greifen. Solche Emotionen sind nichts für mich. Danach würde bei mir nur ein bitterer Nachgeschmack bleiben, dass man einfach an einem ewigen Verführungsspiel teilgenommen hat. Und der Versuchung nicht widerstehen konnte…

Aber als eine Kunstausstellung kann ich einen solchen Markt sehr wohl besichtigen. Schade nur, dass ich das nicht allen Verkäufern erklären kann, die uns immer wieder etwas verkaufen wollten. Die Gegenstände sind wirklich sehr kunstvoll und fein gearbeitet, manche sind sehr filigran und geschmackvoll, bei manchen zweifelt man (frau), ob da einige Rückenprobleme entstehen… Viele arabische Frauen haben wir gesehen, die von ihren Ehemännern dort beschenkt wurden. Für diesen Gang durch den Markt haben die Frauen auf ihre Handschuhe verzichtet und die ganze Pracht ihrer Besitztümer präsentiert – soweit sie langen Ärmel dies erlaubten… das ist wohl ein Teil dieses Spiels – frau kommt ins Geschäft schon so voll bepackt, dass der Besitzer sich lange überlegen muss, womit er sie noch überraschen könnte…



Was für Funktion die feinen Bögen mitten im oberen Bild haben, haben wir nicht in Erfahrung bringen können. Für die spitzen Hauspantoffeln?









Auf jeden Fall verbrachten wir dort in der unvorstellbaren Hitze eine spannende halbe Stunde, mit vielen Eindrücken über die Menschen, ihre kleinen und größeren Eitelkeiten unabhängig von der Hautfarbe - und alles nebeneinander – die Reichtümer und bittere Not eines übermüdeten Getränkeverkäufers… Von der Kleinen gibt es hier keine Bilder. Sie war im Kinderwagen und ich betete nur, dass sie in dieser Hitze nicht zusammenbricht. An diesem Tag hatten wir genug Wasser mitgenommen, das Problem war nur, dass sie wenig trank. Sie ist ja aber kein Kamel, um ohne Wasser solange auszuhalten. Ich wunderte mich, musste aber dies hinnehmen...

Dienstag, 7. August 2007

Frauen in den Emiraten

Man hat ja schon soviel gehört, wie es mit den Frauen in den arabischen Ländern aussieht, und trotzdem ist die eigene Erfahrung, auch eine kurze, doch viel Wert.

Die 15 % der einheimischen Bevölkerung – die Hälfte davon also weiblich, sind im Straßenbild nicht zu erkennen. Sie gehen nicht zu Fuß, sie fahren nicht mit dem Bus, sie fahren mit den klimatisierten Autos hinter den dunklen Scheiben. Ein Deutscher, der einige Jahre dort gearbeitet hat und meinte, sich auszukennen, erzählte, dass das Einkaufen und die Einkaufsmeilen zu einer Beschäftigung der einheimischen Bevölkerung wurden. Und beim Konsumieren sind die Frauen einfach unschlagbar. Wir beobachteten, wie die kleinen Gruppen ins Schwarze eingehüllter Gestalten, meistens in männlicher Begleitung, durch die Malls liefen und sich für viele westliche und traditionelle Sachen interessierten.

Die Farbe der weiblichen Mode ist wirklich schwarz, dann aber sind der Fantasie keine Grenzen gesetzt. Am Saum, an den Ärmeln, am Kopftuch bewunderten wir verschiedene Applikationen, Stickereien, Goldperlen, Strasssteine, wunderschöne Ornamente… Wertvolle schwarze Stoffe, ohne jede Falte, fließend und offensichtlich auch bei der Hitze erträglich… Leider konnte ich nicht viele Fotos davon machen, da es einfach taktlos wäre...

Unter den schwarzen Kleidern konnte man manchmal bunte Kleider sehen – alles war auch in den Schaufenstern zu bewundern. Nicht selten trugen die Frauen Handschuhe, die es ihnen leider nicht erlaubten, die Ringe und Armbänder zu zeigen. Die Schuhe konnte man öfter erst gar nicht sehen, da die Kleider einen sleppenartigen Schnitt haben.

Hier sind einige Kleider, die für Zuhause gekauft werden, und einige Schaufenster, bei denen die Frauen etwas länger standen und wo sogar das Gesichtstuch abgelegt wurde… Wer aber denkt, es sei zuviel Gold, lese bitte in den nächsten berichten von dem Goldmarkt... Natürlich sind diese Eindrücke ziemlich subjektiv und zeigen keinesfalls die aktuelle Situation der Frauen. Die Gruppen von zwei-drei-vier Frauen, die irgendwie doch zu einem Mann gehörten, waren keine Seltenheit. Wer weiss schon, was ein manches schwarzes Kleid verbirgt...

Montag, 6. August 2007

Wieder da!

Wir sind wieder da!
Es ist kaum zu glauben, aber WIR WAREN DA!
Die Kleine hat alle Reisestrapazen mit 4 Flügen, 47 Grad Hitze und die Wüstensonne SUPER überstanden!
Dubai, das war heiss, aber ganz toll! Bilder und Geschichten folgen!