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Mittwoch, 29. Juni 2011

Ein Tag mit vielen Überraschungen


30.05.2011.

Am Morgen war die Windel wieder trocken, nachdem Johanna am spätesten Abend wach wurde und sich zur Toilette meldete.

Wir haben am Morgen vergessen, ihr das Auge zuzukleben. Sie fand in ihrem Brillenetui zwei Pflaster und bat die Erzieherin, ihr eines davon aufs Auge zu kleben. Selbst ist die Frau!

Am frühen Nachmittag habe ich sie abgeholt, wir fuhren in die Apotheke, wo wir einige Vitaminproben abholen wollten - wegen der aufgerissenen Mundwinkel wollen wir etwas tun... Ganz nett und ordentlich hat sich Johanna bei der Apothekerin bedankt, stopfte sich alles in den Mund - fertig war die Probe, man konnte direkt eine Großpackung kaufen, alles wurde akzeptiert.

Nach einem kurzen Schlaf ging es zum Sport - zu einer "richtigen" Sportgruppe. Johanna hat so toll mitgemacht, wie ich es mir nicht träumen konnte. Sie redete viel, alle haben sie verstanden, sie kletterte, sprang, rutschte - sie hat sich wunderbar eingefügt. Ich bin nicht anwesend gewesen, nur einige Minuten am Anfang, auch das war kein Problem. Danach wollte sie zeigen, was sie kann - sie war ganz stolz!

Am frühen Abend planten wir noch eine Fahrt nach IK--. Sollen wir versuchen, Johanna bei der Kinderbetreuung zu lassen? Ich wusste nicht, ob es klappt - und bitte schön, kein Problem. Kurz das Formular ausgefüllt, die Schuhe in eine Kiste gepackt, ein Namensaufkleber auf den Kindes-Rücken, ein Stempel auf die Hand für das Kind, einer für die Mama - fertig. Den Rest sieht man - ein glückliches Kind.

Im Laden wartete ich immer, dass eine Stimme gleich sagt, Johanna S. möchte abgeholt werden... Wollte sie aber nicht. Das war auch nicht einfach, sie aus diesem Spiele-Paradise heraus zu bekommen :-)))

Dienstag, 28. Juni 2011

Noch ein Jahr ist vorbei-

und es wird wieder mal ein Geburtstag gefeiert.
Ein kleiner Gast möchte das Geschenk GANZ ALLEINE tragen. Der Topf ist schwer, die Rose ist stachelig - egal, Johanna wird sich durchsetzen und den schweren Topf tatsächlich dem Geburtstagskind überreichen.

Donnerstag, 24. März 2011

Der Weg zum Postkasten

ist nicht lang. Ich würde gern Johanna alleine dorthin gehen lassen. Doch gehen wir lieber zuzweit... so bin ich mir nicht sicher, dass sie nicht auf eine Entdeckungstour geht...

Sonst bekommt sie kleine Aufträge im Haushalt und es klappt nicht schlecht. Das Einkaufen gefällt ihr. Heute ging sie mit Papa einkaufen. Da dies grundsätzlich meine Aufgabe ist, muss Johanna zeigen, wo ein bestimmter Joghurt steht, damit er dann sicher gefunden und gekauft wird...

Samstag, 19. Februar 2011

Sie weiß sich selbst

zu helfen... Johanna hatte Husten, eigentlich seit gestern... Nich besonders auffallend... aber immer wieder mal...

Ich sehe sie, wie sie aus der Küche ins Wohnzimmer geht.

In der Küche ist das Licht an, am Kühlschrank steht ein Stuhl, die Schublade mit dem Besteck ist auf...

Johanna geht, mit einer Flasche Hustensaft (aus dem Kühlschrank) und einem Messlöffel für Medikamente (aus der Schublade) in der Hand zu ihrem Platz am Esstisch.

Den Rest versteht man ohne Kommentare.
Gut, dass in der Flasche nur ein kleines Restchen war...

Übrigens, über dem linken Auge ist eine lichte Stelle in ihrem Pony, die für mich nicht zu erklären ist. Hat sie etwa selber mit ihrer Frisur experimentiert?

Montag, 22. November 2010

Selbst sich zu helfen...

das weiß Johanna ziemlich gut.

Heute ist Montag, die Anstricharbeiten haben uns viel Energie gekostet, aber auch geschenkt. Immer wieder gingen wir nach draußen und schauten uns das Ergebnis an. Immer wieder hatten wir das ruhige Gefühl, dass unsere Ideen eine gute realisierung bekommen haben.


Das Wetter war gut. Nach der Schule hatte ich eine Stunde Zeit vor dem Kindergarten. Ich wollte unbedingt weiter streichen. Die blauen Linien mussten nachgestrichen werden. Als ich Johanna danach abgeholt habe, wünschte ich mir sehr, dass sie heute - ausnahmsweise - einschlafen würde. Sie schläft ja nicht mehr in der Mittagszeit. Kurz vor unserer Einfahrt merkte ich, dass es im Auto sehr still wurde... Sie schlief!!! Ins Haus gebracht, schlief sie weiter!

Was tun? Wir sind alleine im Haus. Heute sind nur zwei Jungs von der Baufirma da, sie sind auf einer weiteren Hausseite... Darf ich auf das Gerüst gehen? Wird Johanna vieleicht wach und wird sie Angst haben? Ich bin doch gegangen, mit der Idee, immer wieder nach ihr zu schauen...

Nach fast zwei Stunden Arbeit war ich gerade neben einem Fenster und bemerkte Bewegung hinter der Scheibe. Im Zimmer stand Johanna, schaute mir bei der Arbeit zu und biss mit Appetit in ein Brötchen. Wir winkten uns und der Anstrich musste beendet werden...

Im Haus fragte ich, was sie gemacht hat.
"G´sucht!"

Na ja, mich hat sie nicht gleich gefunden, aber eine Tüte mit Brötchen schon...

Dienstag, 14. September 2010

Winkefenster

Die Tagen und Wochen vergehen, der KiGa wird nach den ferien "zum Alltag", der Trennungsschmerz der neuen Kinder ist am Morgen nicht mehr so groß, das Winkefenster wird langsam zu einem Spaß-Abschied - ohne Tränen, aber mit vielen Kindern, die sich gegenseitig gesellschaft leisten und sich auch von den "fremden" eltern verabschieden :-)Von Johanna bekomme ich zwei dicke Schmatzer und gehe - ohne dass man sie halten oder beruhigen muss. Heute habe ich Glück - sie blieb sitzen. Manchmal ist sie weg, bevor ich draußen bin. Dann ist alles wieder in Ordnung.

Freitag, 30. Juli 2010

Selbst ist (sind) die Frau (Frauen)

Ich kann Johanna nicht tragen, so steht jeder "Ausflug" aus dem Haus unter einem Fragezeichen: wird sie mitmachen? wird sie dorthin gehen, wo ich auch hin will? finde ich für sie immer wieder mal ein attraktives Ziel, das sie zum Mitmachen motiviert?

Eine Kleinigkeit musste eingekauft werden. Das Auto steht etwas weiter...
Johanna, kannst Du vielleicht die Paprika tragen? Das macht sie. Wo ist denn der Wagen?
Da!Zu Hause angekommen, wird Papas Kauf ausgepackt. Wir haben uns nicht für einen neuen Sandkasten entschieden, der weit im Garten stehen würde, sondern für einen Nachschub für die Plastikmuschel - sie steht auf der Terrasse, Johanna kann spielen und hat uns alle in der Nähe.

Die Mama kann ja nur herumkommandieren, die schwere Arbeit muss wohl die Schwester machen.
Die Muschel ist wieder voll, Johanna "backt" ihren ersten Frisch-Sand-Kuchen.



Der Papa nahm sich heute die 50 Jahre alte Efeu-Hecke vor... Für mich war es klar, dass sie nicht überleben wird... aber wir machen Platz für die Bauarbeiten frei und so musste sie, wie man schön auf Deutsch sagt "dran glauben"...:-)

Johanna kletterte auf den Anhänger, solange er noch nicht befüllt war, und "half" Papa bei seiner Arbeit.



Aus einer angedachten Halbtagesaktion wurde eine Bis-in-die-Nacht-Arbeit, da der Zaun ohne seine Hecke nicht mehr stehen konnte... Aber wir sollten nicht warten, bis er auf einen von uns umkippt...
Das heißt für uns Mädchen, dass der Papa nicht zum See mitkommen wird. Schade. Mamas Rücken ist noch nicht stabil genug, so muss Maria wieder etwas mehr Verantwortung übernehmen. Selbst sind die Frauen...

Montag, 19. April 2010

Osnabrücker Magnolie

Ich habe vorgeschlagen, mit dem Fahrrad in die Stadt zu fahren. Als ich unten war, wollte Johanna mir zeigen, dass sie schon unterwegs ist. Der Ernie kommt ja auch mit, Tschuß, Mama! Ich wollte nochmal diesen Magnolienbaum sehen bevor der nächste Regen ihn platt macht.Johanna wollte auch unter den Baum mit, aber schon in wenigen Sekunden war sie wieder weg, die Blütenblätter sammeln. Auch diesmal musste ich denken, dass wir sie im letzen Jahr neben dem Baum nur hinstellen konnten, weglaufen konnte sie nicht.

Gestern abend stand die Haustür plötzlich offen. Ich rief nach Johanna. Sie war nicht im Haus. Ich schaute mich draußen um. Unser Nachbar von links ist langsam aus seiner Einfahrt herausgefahren und hat freundlich gewunken. Er zeigte etwas, was ich nicht sofort verstand. Johanna, mit ihrem Trecker alleine unterwegs, hat ihm nämlich gerade die Vorfahrt gewehrt.
Wird sie bei den anderen auch so höflich sein? Hm.

Dienstag, 13. April 2010

41 Monate. Wachstumsdaten.

Johanna ist 3 Jahre und 5 Monate alt geworden, 41 Monate.

Sie ist 13,8 kg schwer, sie hat im letzten Monat 500 g zugelegt, sie wiegt also ganze 100 g mehr, als es vor drei Monaten war. Ihre Lungenentzündung und dann die Mundschleimhautentzündung haben ihr eine gewisse Fastenzeit beschert und 400 g abnehmen lassen.

Sie ist 92,5 cm groß im Stehen, sie ist in diesem Monat nicht gewachsen.
Der Kopfumfang ist 47 cm, keine Veränderung.

Sie trägt Hosen in der Größe 92, sie passen gut, aber die Pullover und die Rollis müssen jetzt wirklich in 98 sein.
Sie trägt immer noch ihre Schuhe in den Größen 23-24, mit Schuheinlagen, einen Handlungsbedarf beim Schuhe- und Einlagenwechsel sehe ich noch nicht.

Pünktlich zum Monatsgeburtstag kam ein Packet mit der Spielküche, die Mama wie immer bei eb-- besorgt hat.Schon nach wenigen Minuten war die kleine Hausfrau schwer beschäftigt: alles musste richtig eingeräumt werden, die Mama bekam eine Tasse Kakao und und und... Das gute Wetter wollten wir ausnutzen und ein wenig Vitamit D tanken. Johanna war mit ihrem Trecker unterwegs. Hier sieht man, dass die kleinen Plastikfahrzeuge keine besonders brauchbare Fahrbahn haben... Aber die Fahrerin sagt "Tschuß Mama!" - und ich frage mich, ob sie behielt, dass sie nur auf dem hellen Streifen bleiben darf...

Die Schwester kam dazu - Johanna hat gern ihre Fahrkünste gezeigt. Sie kann jetzt lenken, rechtzeitig bremsen, drehen... einige Dinge konnte sie schon, Einiges ist dazugekommen.
Das heisst "Mama, Kreis!" - Mama soll sehen, wie Johanna im Kreis fährt.
Sie dreht und fährt zurück
und erinnert sich, dass es hier eine Hupe gab...
Auf den Bildern lächelt Johanna. Aber sonst ist sie ganz schön auf dem "Nein!"-Trip - welche Trotzphase das schon wieder sein soll, will ich nicht mehr nachrechnen. Ich sehe nur, dass es immer wieder mal kommt. Ob dies jedesmal heftiger ist, kann ich nicht sagen, aber jedesmal gibt es bestimmte Punkte, in denen Johanna ihre Durchsetzungskraft "trainiert" - in der aktuellen Phase geht es um "ich mache das alleine!"-Wunsch. Sie will alleine eine Wurstpackung oder Joghurt aufmachen, ohne Verluste dabei einzukalkulieren, sie will alleine und als Einzige uns die Türen aufmachen und halten (man soll also vor der Tür stehen bleiben und warten, bis sie das dann getan hat), sich selber die Milch aus der Packung einschenken (auch wenn es mal etwas über den Tassenrand wird), und natürlich Brot schneiden, Boden wischen... alles spannende Dinge... :-)

Sie ist im Umgang mit PCs und Handys viel weiter, als ihre Geschwister in diesem Alter. Na ja, so etwas gab es noch nicht, und die ganze Technik hat sich ganz schnell entwickelt... Ich erzähle am Mittagstisch, dass die Schüler mir eine Site empfohlen haben. Der Papa bittet Johanna, sein Handy vom Schreibtisch zu holen - man will sich ja die Site sofort ansehen. Johanna geht ins Büro, nimmt das Handy vom Kabel und nutzt auf dem Rückweg die Möglichkeit, das Gerät für ihre eigenen Zwecke zu nutzen. Sie entriegelt das Gerät, sucht auf dem Display ein Zeichen für das Fotografieren und schießt einige eigenen Fotos.

Sonst haben wir noch viel zu arbeiten. Laufen, Springen, Hüpfen - alles ist nur auf dem Anfängerniveau. Die kurzen sparsamen Sätze wollen noch nicht länger werden... aber es gibt ja immer was zu tun...

Samstag, 10. April 2010

Unser "Straßen"- Kind

Ich habe Johanna bunte Kreiden gegeben, um draußen malen zu können. Sie nahm sie fast ungläubig entgegen. Nach all den im vergangenen Winter angemalten Stühlen, Tapeten, Bezügen und nach allen unseren Reaktionen darauf konnte Johanna sich nicht vorstellen, dass ich sie gerade zum "Beschmutzen" auffordere. Sie bemalte sich die Nase, die Hände, aber auf den Steinen wollte sie erst keine Spuren hinterlassen...Wir werden sehen, ob wir sie dafür begeistern können.
Auf dem zweiten Foto sieht man, wie nah zur Haustür die Fahrbahn in Wirklichkeit ist - man kann verstehen, warum wir uns so viele Gedanken über Johannas Einsicht in Puncto Sicherheit machen.

Freitag, 2. April 2010

Ein Kompromiss

zwischen der angestrebten Selbständigkeit und der notwendigen Sicherheit...

Johanna möchte "groß" sein und will nicht an der Hand laufen. Sie geht meistens in die von uns vorgegebene Richtung - sie geht einfach MIT uns.
Aber nicht an der Hand.
Wenn wir die Straße überqueren müssen, ist das nicht einfach.
Wie ich bereits einmal berichtete, bieten wir Johanna an, sich an der Jacke von einem von uns zu halten.
Das tut sie dann auch. Wir müssen nur weiter üben, dass sie wirklich bis zum Ende der unsicheren Zone "an der Jacke" auch bleibt.

Heute nach den späten Mittagessen habe ich am Tisch gesagt, dass ich gern ein Tässchen Espresso trinken würde. Ich bekam keinen Espresso, aber - da alle Zeit hatten - viele Bemerkungen dazu - warum habe ich für uns immer noch keine Espresso-Maschine ausgesucht, dass es heute ein Feiertag ist und das Cafe an der Ecke geschlossen ist und und und...

Johanna, die heute auf einem "erwachsenen" Stuhl sitzen wollte, ist von ihrem Platz in dieser Zeit verschwunden.
...
Sie kam aus ihrer Spielecke, mit einem kleinen Plastiktässchen und einem kleinen Löffel in der Hand - und servierte mir mit einem strahlenden Lächeln einen "Espresso". " Mama, bitte!"
Ich habe mich über meinen "Espresso" sehr gefreut.
- Johanna, was denkst Du, möchte vielleicht auch Papa etwas bekommen?
Johanna reagierte sofort.
- Papa! Kakao?

Donnerstag, 11. März 2010

Kleine Besserung

An der Hand zu gehen und in die von Mama gewünschte Richtung zu gehen sind nicht unbedingt Johannas große Stärken.
Gestern und heute musste ich das Auto etwas weiter parken, ein Stück musste ich mit Johanna laufen. Sie wollte alleine laufen. Und es ging eigentlich perfekt. Sie ging zwar nicht an der Hand, aber wir gingen, ziemlich flott, Richtung KiGa, dann Eingang, alles zielgerichtet und ohne große Verzögerungen. Es klappt also langsam.

Mittwoch, 10. Februar 2010

Einige weitere Schritte

im Thema Selbständigkeit...

Johanna will viele Dinge alleine erledigen. Beim Anziehen hat sie mehr oder weniger Erfolg, sie wird dann immer ausgiebig gelobt. Wenn sie etwas gut geschafft hat, sagte sie immer "Papa" oder "Papa auch" - ich soll das unbedingt dem Papa erzählen, heißt das.

Eine neue Kindergartentasche wurde benötigt. Wir sind angesprochen worden, dass Johanna gern alleine ihre Sachen auspackt und auch nach dem Frühstück einpackt, aber die Öffnung der aktuellen Tasche war zu klein. Maria hat gestern ihren Schwimmrucksach zur Verfügung gestellt, so konnte Johanna im KiGa alles alleine erledigen. Natürlich bekommt Johanna in den nächsten Tagen einen schönen neuen Kindergartenrucksack! Im Übrigen war Johanna auch nicht besonders auf ihre alte Tasche fixiert und hat die neue Lösung (das ist Marias Tasche, sie gibt sie Dir, aber wir kaufen für Dich am Wochenende eine andere etc. ) ohne Probleme angenommen - ich schreibe diese Bemerkung, weil ich im Unterbewusstsein immer irgendwelche "untypischen" Reaktionen erwarte... es gab aber keine, jedes unserer Kinder hätte genauso reagiert...

Die Toiletten im KiGa sind ja kindgerecht angebracht, was nicht von unserer häuslichen Ausstattung zu sagen ist. Eine kleine Trittstufe von IK-- kann im KiGa Abhilfe leisten, bei uns reicht sie nicht. Johanna will aber alleine auf Toilette gehen können, das hat sie im KiGa gelernt und gezeigt bekommen... Jo... Dann müssen wir wohl ihr etwas besorgen. Irgendwo habe ich solche Stufen oder desgleichen in der Werbung gesehen... Ob sie diese dann auch benutzt...

Johanna brachte aus der KiGa-Bibliothek ein neues Buch mit. Zum ersten Mal ist sie mir voraus. Ich kenne das Lied nicht, sie aber - wohl, und zwar mit den passenden Gesten und Tanzbewegungen. Hat man schon im KiGa das Lied gesungen? getanzt? als Spiel eingesetzt? Leider kann ich nicht immer alle Infos sofort haben, ich muss ja immer die Erzieher fragen...

Johanna hat im Moment einen großen Appetit. Ich habe schon recherchiert, wieviel ein Kind in diesem Alter essen muss. Kaum Angaben. Abends hat sie immer Hunger, ich muss dann schon bremsen... Ich weiss ja nie, wieviel sie in der Mittagszeit gegessen hat; das Mittagessen ist um 12:00, um ca. 16:00 gibt es zu Hause einen Joghurt und eventuell eine süsse Kleinigkeit, wenn wir zusammen Kaffee trinken, aber danach? Ein Brot? Zwei? Sie ist oft nicht satt zu bekommen und fragt nachdrücklich nach - oder nimmt sich kurzerhand etwas vom Tisch... Schön selbständig ist sie in diesem Bereich... Ich biete Äpfel und Orangen an - die beiden Mädchen essen sie gern. Früher hat Johanna viel Zeit gebraucht, um ein "Apfelschiffchen" aufzuessen - jetzt verputzt sie eins nach dem anderen mit Maria um die Wette und schnappt Maria sogar welche weg... na solange das nur Äpfel sind... sonst muss ich mir ja Gedanken machen, ob sie vielleicht Probleme mit dem Sättigungsgefühl hat...

Sonntag, 27. Dezember 2009

Selbst ist die Frau

Ich habe Johanna am Morgen für den Tag angezogen und bin in die Küche gegangen. Nach wenigen Minuten stand mein Kind auch in der Küche, mit dem Oberteil vom Schlafanzug. Keiner war da, um zu helfen, das hat sie wohl selbst gemacht, diesmal - ein Zufall - sogar richtig!
Mit den Schnürsenkeln wird es bestimmt etwas länger dauern...

Zum Thema Schuhe und Schuheinlagen: Das ist eine gute Woche her, dass Johanna nun mit den Einlagen laufen muss. Es geht eigentlich ganz gut, ohne große Ablehnung. Ob sie etwas bringen, werden wir noch sehen. Die Einlagen wurden für diese bequemen, aber alten Schuhe angepasst, es ist nur ein wenig mühsam, jedes Mal beim Umziehen die Einlagen heraus zu nehmen.

Sonntag, 25. Oktober 2009

Was sie alles gelernt hat...

Ein halbes Jahr waren wir nicht im Zoo. Echt lange, wenn man bedenkt, dass wir eigentlich glückliche Jahreskartenbesitzer sind :-(
Der letzte Besuch war ja vor unserer Reise. Johanna machte ihre ersten Schritte, an der Hand oder am Buggy.

Es gibt eine neue Abteilung im Zoo - die Unterwelten. Mäuse, Ratten, Maulwürfe kann man in den unterirdischen Gängen bewundern. Johanna wollte nicht in der Dunkelheit laufen, sie wollte lieber heraus. Papa ging mit. Sie zeigte draußen in eine Richtung und sagte "Affe!" - der Papa musste sich umschauen - und tatsächlich, sie hatte Recht: auf einer Insel gab es einen Kletteraffen zu sehen. Zum ersten Mal hatte sie Papa etwas gezeigt und nicht umgekehrt, wie es immer war und ist. Sie hat eine neue Information übermittelt und war ganz glücklich, verstanden worden zu sein.Auf diesen Stufen haben wir Johanna schon beim Klettern-Krabbeln fotografiert, jetzt will sie ganz alleine hoch laufen.
Sie mochte keine Mützen.
Plötzlich findet sie die Mützen gar nicht so schlecht und probiert gern welche an - hier ist Johanna mit Marias Mütze, selber aufgesetzt.
Um auf eine Rutsche am Spielplatz zu kommen, muss man über diese Hängebrücke laufen. Johanna läuft sogar vor. Das wunderte und freuete mich, weil sie sich noch vor einem halben Jahr dort gar nicht bewegen wollte.
Und diese hohe Rutsche ist jetzt kein großes Problem, sie rutschte alleine, Maria blieb oben.
Der Buggy stand seit August in der Garage. Johanna fand das Schieben wieder toll und klatschte fröhlich in die Hände, als sie uns zeigen wollte, wie schnell sie ist.
Wir machen - wie immer - einen kurzen Halt an dieser Stelle. Keiner kann widerstehen, auch Johanna nach einem guten Frühstück...
Johanna wird nicht mehr getragen, sie läuft überall, schaut überall. Sie merkte, dass die anderen das Rad drehten und das Wasser fliessen lassen. Sie wollte auch probieren...
Bei den Pinguinen war sie sehr aufmerksam und zeigte mir "Fisch" im "Wasser" (die Fische lagen nach der Fütterung auf dem Boden des Beckens).
Johanna stand erst alleine an der Glasscheibe, mit den Füßen auf dem Mäuerchen, danach wollte sie herunter, aber - wie oft in der letzten Zeit -
alleine!
Sie hat es wunderbar geschafft, obwohl wir ihr das erst nicht zugetraut hätten.
Das Klettern wurde bei Johanna viel sicherer. Auch das haben wir der Zeit im Kindergarten zu verdanken.
Nun ist sie oben. Sie zeigt, wie groß sie ist.
Danach gab es etwas Ungesundes als Hauptgang...
und eine kleine Schokoladentafel zum Nachtisch, dazu ein Babycino -
hmmmmm, lecker!

Beim Einschlafen sagte ich Johanna, dass sie morgen wieder in den Kindergarten gehen kann. Sie lachte im Halbschlaf.

Montag, 19. Oktober 2009

Unser Wochenende,

das letzte Wochenende der Ferien...
Neulich bekam Johanna ein Geschenk von einem kleinen Jungen, der diesen Trecker heiß geliebt hat und ihn jetzt an Johanna weiter geben wollte. Nun übt Johanna im Vorgarten, leider fährt sie nicht immer in die Richtung, die Mama lieb wäre: unsere Straße ist gar nicht so sicher...Es gibt eine andere Möglichkeit, Johannas Fahrtrichtung "nachzuhelfen" - mit einem Band...
Aber dies will unser Fräulein wiederum nicht sehr gern: sie will ja alles alleine machen!
Das bestätigten die Erzieherinnen im Kiga, das merke beim Anziehen, bei der Körperpflege und sonst in vielen alltäglichen Situationen.
Leider kann ich ihr solche Freiheiten noch nicht einräumen: heute nach dem KiGa wollte sie unbedingt zum Auto alleine laufen und lief - blitzschnell - na klar, wohin sonst! - auf die Fahrbahn... wo sie von einer anderen Mutter zum Glück gestoppt wurde...
Also: eine gewisse Selbsständigkeit nach wie vor zulassen und fördern, aber in Grenzen!

Dienstag, 8. September 2009

Letztes Mal, erstes Mal, letztes Mal...

Die Eltern der DSKinder wissen, was ein Kindergartenanfang mit sich bringt: das Ende der Frühförderung... Eigentlich ist es immer so - ein Anfang und ein Ende sind oft zusammen. Es tut auch weh, die Menschen zu verabschieden, mit denen man ein Stück im Leben zusammen gegangen ist. Erst mit Co., dann mit C. hat Johanna neue Fertigkeiten "erarbeitet", die Basis für viele weitere Entwicklungsschritte wurde in diesen Stunden gelegt. Johanna hatte Glück, begabte und engagierte Pädagogen zu treffen, die ihr kleines Leben in verschiedenen Weisen und Bereichen geprägt haben. Alle kleine Dinge - ob ein Drehverschluss, ob Schütteln, Giessen, Drauflegen, Abräumen, Drücken - hatten ihren Anfang in einfachen Spielen, mehrere Aufnahmen erinnern mich an einzelne Elemente und Bewegungen.
Vielen Dank für die herzliche Begleitung!
Vielen Dank für die professionelle Begleitung!
Vielen Dank für die neuen Ideen und Wege!

Für die letzte FrüFöStunde hat unsere liebe C. etwas ganz Besonderes überlegt: mit Johanna Waffeln backen! Zum ersten Mal in ihrem Leben!
Wir haben mit Johanna noch nie gebacken (in ihrer Anwesenheit schon, aber das zählt ja nicht. Haben wir ihr das noch nicht zugetraut?). Wir waren sehr gespannt...

Sie konnte gut den Anweisungen folgen und ziemlich gut grobmotorisch mithalten - hier muss gerade Zucker auf dem Löffel auf die Waage "kommen"... Mit dem Vanillezucker ging es viel einfacher... Zum Thema "Schütteln" und "Streuen" hat Johanna in ihrer "Freizeit" mehrere Trainingeinheiten in Mamas Küche eingelegt. :-)

Hier war die Aufgabe schwerer: aus der Tüte mit dem Backpulver zwei Teelöffel entnehmen...
Die Margarine... wie kratzt man sie bloß ab...??? Hier brauchte sie Hilfe.
Weitere Bilder und fertige Waffeln existieren nicht... alles ging viel zu schnell - das Backen und das Verputzen...
An dieser Stelle nochmal einen herzlichen Dank
und - trotz Abschied - bis zum nächsten Mal! -
bald feieren wir Johannas Geburtstag, zu dem viele Menschen eingeladen werden!

PS. Der Bericht zum 11.07.09, Tokyo-Fukuoka, ist fertig.