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Sonntag, 17. Oktober 2010

Die Kapitänsmütze passte

nicht nur Mama - Johanna passte sie ja auch :-)Und so versuchte unser kleiner Kapitän das Boot zu steuern, genauer gesagt, am Ruder die Hand zu halten. Ein Hinweis für das Jugendamt und die Wasserschutzpolizei: es waren zwei Berechtigte an Board und deren Hände waren in 10 cm Entfernung :-))))))) Das Boot wollen wir ja behalten und so sollen die Kinder ganz früh das Gefühl für das Fahren und Rudern bekommen und entwickeln. Man muss nur ein wenig seitenverkehrt denken können, was nicht bei jedem Menschen der Fall ist... Was bei Johanna bereits der Fall ist, ist ihre gute Feinmotorik und die gute Griffhaltung der Finger. Als wir beim Regen in einem Cafe verweilten, bekam Johanna etwas zum Ausmalen und beschäftigte sich mit Stiften wie ein gleichaltriges Kind - mit Abstrichen natürlich, da sie noch nicht gezielt und konturenbewusst ausmalen kann.

Und so beenden wir unseren Ausflug zum Wasser, Johanna ist fit, die vielen Fließjacken halten die Wärme hervorragend, sie genießt die letzten Stunden vor der Fahrt...
... die Boote werden für die nächsten etwa 7 Monate eingepackt...
Es fängt eine kuschelige Zeit mit Plätzchen, Winterjacken und Kaminfeuer.

Samstag, 16. Oktober 2010

Ein wenig vergleichen...

Unsere schlichte, etwas verschlafene Ferieninsel, die nur dank des Bestandschutzes nicht abgetragen wird, kann mit den modernen Anlagen nicht mithalten.

Hier, in der Nähe von Rheinsberg, entstand vor einigen Jahren ein kleiner Luxus-Hafen mit Ferienhäusern. Hier ist ein Bild von oben, die Planer haben alles gut bedacht.
http://www.holiday-home.org/obimages/obimages350/DEBBGA00280B.jpg

Von dichtem Wald umgeben, bietet die Siedlung alle möglichen Annehmlichkeiten, viele Träume hat man hier verwirklichen können...:-) Unsere Träume sind das nicht, aber wir gehen gern hier spazieren, bewundern die gepflegten Häuschen in warmen Tönen und klettern hoch auf den Leuchtturm...

Na, was ist denn von oben zu sehen? ein nettes Cafe und ein Spielplatz... da es noch nicht regnete, gingen wir erst zum Spielplatz.


Ich war gespannt, wie Johanna diese "Brücke" meistert. Zu meinem Staunen ging sie vorsichtig, aber ziemlich sicher darauf, ich habe mich für Johanna sehr gefreut. Sonst muss sie erst ermuntert werden, überredet werden...
Wer die Brücke überquert hat, darf auch rutschen - aber das kann Johanna schon länger, ohne Hilfe... Auf diese Wippe hat sich Johanna früher nicht getraut - aber heute, mit Papa, hatte sie viel Spaß!Wann bekommt man ein solches Lächeln zu sehen?
Man braucht nicht drei Mal zu raten, das magische Wort "Eiscafe" hat es in sich... Es fing an zu regnen, die beste Zeit, sich eine Kugel Eis zu bestellen.
Das kleine Cafe bot etwas besonderes an - "twisted" Pommes - natürlich mussten wir dies probieren!
Japan und Korea haben das schon längst entdeckt, eine Schneidemaschine dafür bekommt man schon für 29 Dollar, in Deutschland geniesst man noch Pommes als Stäbchen. Wie lange noch?

Es ist kalt und windig draußen, aber es regnet nicht. Ich hoffe, Johanna wird diese Extremwetterlagen, rauen Wind und längere Aufenthalte in der Kälte verkraften.

Freitag, 15. Oktober 2010

Feuer, Rauch und Wind

und keine Sonne... das sind unsere Abende und Tage - kalt und windig, morgens nebelig, aber man macht das beste daraus :-)

Unsere Jacken riechen nach Rauch - am Abend hat man sich mit einem Lagefeuer aufgewärmt.

Am Morgen sind wir an diesen Ofen vorbei gegangen - und konnten nicht wiederstehen...
Diese zwei Fische landeten auf unseren Tellern. Irgendwie haben wir NIE diese Art der Nahrungszubereitung getestet - nun warten wir, bis der Ofen im nächsten Herbst wieder den Betrieb aufnimmt :-)
Johanna hat auch probiert und ein wenig davon gegessen - na dann ist sie ein paar Jahrzehnte uns voraus.
Und ein wenig Wind hat diesmal nicht geschadet: Papa hat sich das Segeln beigebracht.

Es gibt kein gelungenes Foto vom abendlichen Lagerfeuer und Johanna davor. Für sie war das in diesem Jahr ein unvergessliches Erlebnis. Sie kann ganz deutlich "Feuer" sagen und hat es genossen, einfach zu sitzen und zu schauen. Wir brauchten uns keine Sorgen zu machen, da Johanna ganz genau weiß, das alles "heisssss" ist.
Sonst machten wir Erwachsenen unsere weiteren Beobachtungen, was Johannas Benehmen angeht: während Papa die Boote zusamenbaute, lief Johanna herum und erkundete die Umgebung und die Anlage und natürlich den großzügigen Spielplatz. Sie entfernte sich wohl ein Stück, aber sie kam immer wieder zurück, ohne dass jemand sie suchen oder rufen musste. Sie protestierte zwar gegen die Rettungsweste, musste sie diese aber doch hinnehmen: ohne Weste kein Boot, basta.

Donnerstag, 14. Oktober 2010

Guten Morgen Tietzowsee!

Gestern bei der Ankunft war es schon so dunkel, dass wir nichts sehen konnten. Am Morgen ist die Sonne (noch) nicht da, aber wir freuen uns trotzdem: jeder Tag ohne Regen ist schon toll! Von unten können wir Wasser hier gern haben, aber wenn es gleichzeitig von oben kommt... neeee...Johanna kennt sich bereist aus. Tisch decken, Treppe steigen, Fernseher anmachen, Brot schmieren... alles will sie und alles alleine und auch gleichzeitig...

Nach dem Frühstück wird Mamas neue Mütze anprobiert. Na, man weiß ja, die Mama will sofort alleine losfahren - das darf sie jetzt nämlich :-)

Und nun hat Mama eine Hand zum Rudern und Steuern, eine Hand für das Kind... nur wenn das Kind schläft, ist eine Hand zum Fotografieren frei. Auf die neue Mütze wird wegen des Windes verzichtet :-)))))

Maria ist ja schon seit vier Tagen hier unterwegs. Endlich kann Johanna mit Maria spielen!
Was für ein toller Tag - hier im Wald und am Wasser ist es wohl kalt, aber still und ruhig, der Herbst riecht gut, die Grillwürstchen noch besser...