Posts mit dem Label Kinderbetreuung und Behinderung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Kinderbetreuung und Behinderung werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Mittwoch, 1. September 2010

Nicht besonders erfolgreich...

Diese Notiz ist eigentlich nur für mich, damit ich später eventuell nachlesen kann. Also nicht ärgern, wenn man aus dem beitrag nicht ganz schlau wird...

Wir haben natürlich Angst vor dem Winter und allen daraus resultierenden Infekten etc. Wir wollen es vermeiden, dass wir aus den letzten Reserven und Kräften schöpfen werden, wie es im letzten Jahr bei Johannas Lungenentzündung und danach folgenden Erkrankungen der Fall war. Wir brauchen jemanden, der bei uns im Härtefall für Johanna einspringen kann.

Nun habe ich den Versuch unternommen, jemanden kennen zu lernen, der - von einer Institution vermittelt - Johanna betreuen kann.
Daraus wird nichts. Das wird nicht klappen. Es ist schwer jemanden zu finden, der sich in der Gesamtproblematik Down Syndrom auskennt, der in seiner Ausbildung dem Kurs "Die Angehörigen" viel Aufmerksamkeit geschenkt hat und der dynamisch genug ist, etwas dazu zu lernen. Es muss viel zu viel stimmen, dass man jemanden in das Familienleben "reinlässt" und das Kind ruhigen Herzens jemanden anvertrauen kann.

Wir sind anspruchsvoll und sensibel.

Na, viel Spaß wünsche ich mir bei der weiteren Suche.

Montag, 29. Juni 2009

KiGa-Nachrichten

Heute liegt ein Brief auf meinem Tisch. Es wird uns mitgeteilt, dass Johanna ab dem "Sommer 2009" in den Kindergarten gehen darf! Wir sind sehr froh und sind sehr positiv überrascht. Das Untersuchungsergebnis war offensichtlich positiv. Es wurde ja die Empfehlung ausgesprochen, die Integration bei Johanna zu fördern, und die KiTa hat die Bereitschaft ausgesprochen, Johanna aufzunehmen - und nun darf Johanna hin! Wir sind auch sehr froh, dass man es uns nicht schwer machte, einen Platz unter und mit den anderen Kindern für Johanna zu finden.
Wir lernen fleißig Lieder und hoffen, dass Johanna nicht ganz unvorbereitet in die Gruppe kommt.

Freitag, 20. Februar 2009

Noch eine Bewehrungsprobe

gab es heute für unser zukünftiges Kindergartenkind und seinen Vater.

Johanna und Papa haben heute im Kindergarten hospitiert. Papa wollte sich ein Bild machen, um die Entscheidung ganz paritätisch zu treffen.
Für mich fast befremdlich, mit einer Frühstückstasche und einer Windel "für alle Fälle", sind die beiden winkend weggefahren.
Ab kurz vor 9:00 bis 12:00 Uhr haben sie dort ihre Eindrücke gesammelt. Danach war Johanna k.o., sie schlief fast 3 Stunden.
Es gibt keine Bilder, aber es gibt Vieles zu berichten und zu bewundern:
- Johanna fühlte sich sofort wohl, zeigte keine Unsicherheit.
- Die Kinder in der Gruppe haben sie sofort erkannt, auch mit dem Namen.
- Die Erzieherinnen merkten sich, welche Lieder Johanna bei unserem ersten Besuch im Stuhlkreis mitsingen konnte, und haben diese Lieder wieder angeboten (als ich die Lieder dem Papa vor dem Besuch einprägen wollte, fand er das überflüssig. Er war von dem professionellen Gedächtnis der Erzieherinnen beeindruckt)
- Johanna hat sich während des Mittagsstuhlkreises von Papa "verabschiedet" und sich neben der Erzieherin (Heilpädagogin) hingesetzt.
- Die anderen Kinder haben mit Johanna aus eigener Initiative Kontakt aufgenommen, sie als Kleineste konnte das noch nicht...
- Johanna hat bei vielen Angeboten trotzdem mitmachen können.
- Sie hat sich ordentlich am Frühstückstisch verhalten, sich zusammen mit der Erzieherin einen Teller geholt und danach weggebracht.
- Der Papa hat die großzügigen Räume und Spielbereiche und die ganze Ausstattung bewundert, mit vielen Spielen, Ideen, Ecken für alle Zwecke, Garten etc...
- Der Papa hat nach den Kindern gesucht, die irgendwo unkonrolliert herumlaufen. Er hat keine gefunden.

Wir stehen ja schon lange auf der Warteliste, ca. 1,5 Jahre... Zum 3. Geburtstag von Johanna sind das über 2 Jahre. Der Anfang des "Kindergartenjahres" ist immer am 01.08. Zu diesem Zeitpunkt darf Johanna noch nicht hin, da ihr noch 3 Monate fehlen werden. Ich hoffe, dass wir dann im November - Mitte des Jahres - doch noch einen Platz bekommen werden.

Dienstag, 3. Februar 2009

Unsere Hospitation im Kindergarten

Der Kindergarten, der in unserem Wohnbezirk integrativ arbeitet, hat uns einen Hospitationstag angeboten. Heute war es soweit. Ich war sehr gespannt, was der Tag uns bringt. Ein letztes Foto vor dem Tor - mit einem kleinen Hund, der am liebsten zu Hause geblieben wäre...
Mit einer Frühstückstasche, wie es sich gehört, meldeten wir uns pünktlich an. In der Integrationsgruppe spielten die Kinder vor dem Beginn des Stuhlkreises. Ich beobachtete Johanna. Sie schaute sich um, setzte sich auf den Stuhl und spielte mit der Murmelbahn, als ob sie immer schon hier war... Ich fragte nach der Möglichkeit, ein paar Fotos zu knipsen, und versprach, dass NUR Johanna aufgenommen wird. Darum habe ich wenige machen können...
Nach dem Stuhlkreis, bei dem Johanna ziemlich sofort miteinbezogen wurde und super mitgemacht hat, ging es zu verschiedenen Angeboten. Hier wird ein s.g. offenes Konzept umgesetzt, was mir auf Bezug auf Johanna Sorgen machte. Kommt sie klar? Wird sie sich irgendwo verkriechen? Wird sie untergehen?

Schon die ersten Minuten zeigten mir, dass dieses Fräulein überall mitmachen wollte, und am liebsten ohne mich. Johannas Logopäde, der dort mit einigen Kindern arbeitet, sprach mich an - während dieses kurzen Gesprächs ist Johanna in die Bauecke gegangen (mir weggelaufen), es waren dort viele Kinder dabei, eine Erzieherin behielt alles im Auge (und ich, ausgerechnet ich, habe sie "verloren")... Die Bauecke war besetzt, es wurde gekonnt eine "Römerwand" gebaut, da passten wir nicht ganz hin...
Dann wollte Johanna unbedingt klettern, was sie noch gar nicht kann. Es wurde ihr ein wenig geholfen, aber dann ließ sie ihr Vorhaben...
In einer Aussparung fanden wir eine tolle Schaukel: eine weiche "Tonne", die auf Gummibändern hängt und schaukeln kann. Zwei Jungs saßen oben drauf und sorgten für ordentliche Federung, ein anderes Kind schubste an. Johanna wollte unbedingt hinein! Und wurde von den wartenden Kindern als "Baby" vorgelassen...
Dieses Bild ist nicht scharf - die Schaukel war zu schnell für meine Kamera. Aber man sieht hier eine glückliche Johanna.
Johanna hat zu Hause gefrühstückt, aber ich wollte sehen, was im Essbereich passiert. So gingen wir dorthin. Johanna hat sich - mit etwas Hilfe - einen Teller (kein Plastik) geholt, hat sich hingesetzt, ihre Flasche aufgemacht und vorbildlich gegessen. Der Teller blieb wunderbar stehen, den hat sie danach auch weggeräumt.
Danach ging es wieder in die Bauecke, wo jetzt etwas weniger los war und wo Johanna nun endlich die Sachen ausprobieren konnte.


Ein längerer Stock fehlte für eine Baukonstruktion. Ich zeigte Johanna eine Stock in der anderen Ecke - sie hat meine Bitte verstanden und ihn ganz schnell geholt.
In diesem Bewegungsbereich konnte sie weniger mitmachen - es war zu schwer. Eine Reihe aus solchen "Stufen" konnte sie noch nicht meistern, sie ist auf der ersten Stufe hingefallen... dafür muss sie noch bei der KG üben. Hier waren ältere Kinder, sie wollten unter sich spielen, Johanna war hier noch zu klein...
aber es wurde ihr etwas angeboten, was sie vielleicht machen kann - und sie konnte!
Um 11:30 gab es einen "Mittagsstuhlkreis", zu dem jedes Kind pünktlich erscheinen muss. Johanna nutzte die letzten Spielmöglichkeiten (ich "schmore" sie ein bißchen, da ich denke, sie wird die 30 Minuten im Stuhlkreis nicht ruhig sitzen können - hat sie auch nicht geschafft, aber dies hat keinen so wirklich gestört)In dem Stuhlkreis sind erst 15 Minuten verschiedene Trommelarten ausprobiert worden (auch eine Trommelbank),

danach wurde gesungen und gespielt. Wieder ist Johanna miteinbezogen worden, für sie wurde sogar das Elefanten-Lied gesungen, damit sie auch mitmachen kann.
Die ganze Gruppe wollte dann essen gehen, Johanna und ich verabschiedeten uns.
"Kommt Johanna morgen wieder?" "Wann kommt sie denn?" - nach solchen Fragen hat man als Mutter keine Ängste mehr.
Die Erzieherinnen sagten, dass sie Johannas freundliches und zugängliches Auftreten toll finden und dass sie sich freuen werden, wenn wir uns für diese Gruppe entscheiden. Ein älteres pfiffiges Mädchen hat alles mitgehört. "Schade, dass ich im nächsten Jahr schon in der Schule bin. Johanna ist nett, ich hätte gern mit ihr gespielt!"
Wie gesagt, das ist ein offenes Konzept, es spielten über 80 Kinder überall in dem Gebäude. Johanna spielte mit, ganz selbstverständlich, mit allen, die gerade in der Nähe waren, als ob sie immer schon dorthin geht und alle sowieso kennt. Sie mochte ja diese Bauecke und fand zwei Mal den Weg dorthin. Ich übrigens habe mich verlaufen. Sie meldete sich drei Mal zur Toilette, einmal natürlich mitten im Stuhlkreis... Und ich glaube, sie fand es toll, so viele Menschen um sich herum zu haben.
Nun ist der Papa dran, einen Hospitationtermin zu bekommen und mitzumachen. Dann haben wir unsere Entscheidung wirklich paritätisch getroffen.

Donnerstag, 22. Januar 2009

Wieder mal Kindergarten

Einige neue Punkte zum Nachdenken haben wir zum Thema Kindergarten bekommen. Ich werde ja bald im KiGa in unserer Nähe hospitieren, wo man nach einem offenen Konzept arbeitet.
Das ist für uns keine gute Lösung für Johanna, deshalb müssen wir uns weiter umschauen. Vorgestern ist Johannas Papa zu einem Infoabend des Waldorfkindergartens gefahren.
Was ist nun zu bedenken...
... Die Kinder werden grundsätzlich ab dem 3. Geburtstag aufgenommen (Johanna ist im August 2009 keine drei Jahre alt)...
... Für Johanna steht eher der Termin August 2010 fest, da ein anderes Kind diesen einzigen integrativen Platz belegt...
... Die Kinder müssen trocken und sauber sein...
... Die Betreuung findet nicht in den Ferien und sonst nur vormittags bis 13:00 statt (ich arbeite an einigen Tagen aber bis 15:00...)...
... In der nächsten Zeit werde ich ein gemeinsames Gespräch mit der Gruppenleiterin und der Heilpädagogin suchen. Zu diesem Gespräch werde ich Johanna mitbringen und der Papa möchte auch dabei sein...

Der Termin August 2010 hat uns erst beunruhigt. Was machen wir bis zu diesem Termin? Die Antwort kam plötzlich und als ein glücklicher Zufall: unsere liebe Tagesmutter hat ihre Elternzeit gerade bis zum August 2010 geplant, und ich war glücklich zu hören, dass sie sich freuen würde, wenn Johanna weiterhin zu ihr kommt. Als ich das, mit Johanna auf dem Arm, Johannas Papa berichtete, schaute er uns an und fragte: Hätten wir das nach ihrer Geburt gedacht, dass sie irgendwo gewollt sein wird?

Donnerstag, 18. September 2008

Erfahrungen rund um die Kinderbetreuung

Wir waren immer erwünschte Eltern in jedem KiGa. Als wir "unseren" Erzieherinnen von der Schwangerschaft erzählt haben, freueten sie sich etwas so: Dann bleibt ihr ja uns auch weiter erhalten!
Nun bleiben wir Ihnen nicht erhalten, nicht ab 3 und nicht jetzt.
Es will uns keiner, den wir gewollt hätten...

Wir brauchten morgens Betreuung für Johanna.
In dieser Zeit ist die Mama in der Schule, der Papa muss auch arbeiten.
Ich notiere unsere Erfahrungen bei der Suche.

Wer will uns haben? Wer kann uns unterstützen?
Natürlich will der Sonder-KiGa uns haben, und zwar gern: die Geschäftsführerin machte kein Geheimnis aus dem finanziellen Gewinn, den Johanna als pflegeleichtes Down-Kind "mitbringt"- 2000 € monatlich! Allerdings ab dem 3. Geburtstag. Aber wir wollen keinen Sonder-KiGa. Und die Betreuung brauchen wir jetzt.

Wir wollen dass Johanna mit anderen Kindern Kontakt haben kann und nicht einzeln und hinter den verschlossenen Türen betreut wird...

Einen Kinderkrippenplatz können wir nicht bekommen. Die liebe Familienministerin hat das Kind Johanna einfach vergessen, eine Johanna darf ja nur "integrativ" aufgenommen werden. Was macht man nur, wenn es keine integrativen Krippen gibt?

Mein Telefonat mit dem Jugendamt wegen der Unterstützung bei der Suche nach der Tagesbetreuung brachte nichts. Eine abgeklärte Mitarbeiterin hat mir mitgeteilt, dass überall genau NULL Plätze zur Verfügung stehen, integrative Plätze gibt es nicht und die Tagesmütter sind alle belegt. Und ob eine Tagesmutter das behinderte Kind nimmt, sei noch eine Frage...
Sie habe selbst einen erwachsenen behinderten Sohn im Rollstuhl, sie hat ihn nicht integrieren können - wieso soll uns dies gelingen???

Ich habe alles abtelefoniert, wo ich noch Hoffnung hatte - nein, keine Möglichkeit. Behinderung wird nur bei den integrativen Konzepten aufgenommen, davon gibt es nicht viele, und nur ab 3, und nur in bestimmten KiGärten - aber keiner will wissen, wie man aus einem nicht-integrativen einen integrativen KiGa macht... Wer soll das Konzept beantragen? Jugendamt? - Nein, die Mitarbeiterin verneinte. Kindergärten? - Nein, aber eigentlich... sie wisse das nicht genau...

Wir haben ein wenig Hoffnung noch.
Es entwickelt sich gerade Einiges,
davon berichte ich etwas später.