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Montag, 18. Oktober 2010

Das Partizip...

wie oft habe ich schon diese Überschrift an der Tafel in der Schule geschrieben...

Nun ist es an der Zeit, Johannas "Erfahrungen" mit Partizipien zu notieren.
Johanna benutzt einige davon, auch wenn die Aussprache nicht ganz perfekt ist:
g´macht heißt wohl "gemacht",
g´ssssaft heißt "geschafft",
abg´holt heißt "abgeholt".

An der Straße von dem KiGa-Tor setze ich Johanna in den Kindersitz.
Sie sagt: "Mama abg´holt"
Ja, Johanna, heute hat dich Mama abgeholt. Und wer hat dich gestern abgeholt?
- Papa! Papa abg´holt!
Und heute?
-Mama!
Und wer ist abgeholt?
-Nanna!

Ich wollte ihr Verständnis noch weiter testen.
- Und wer wird abgeholt?
Johanna schaut aus dem Auto und sieht die Mutter von ihrer Freundin Gretha, die gerade das Tor aufmacht.
Johanna antwortet: - Gretha!

Na dann... hat sie wohl mich verstanden und verstanden, was ich wissen möchte. Ich werde sie in den kommenden Tagen mit solchen Fragen noch ein wenig nerven :-)

Mittwoch, 31. März 2010

Papa Josef...

- Wie heisst Du denn?
- Nanna!
- Und wie heisst Deine Schwester?
- Maria!
- Wie heisst dein Papa?
- Papa Josef!
- Und wie heisst Mama?
- Mama!

Im Moment habe ich bei Johanna noch keinen Namen. Der Papa hat bereits einen bekommen.
Sonst geht Johannas Sprachentwicklung voran.
Sie legte mir beim Spielen ein Tuch um den gekratzen Finger um und fragte plötzlich: "Besser?"

Solche "praktischen" Dinge sind bei ihr immer wieder zu hören, leider nur sporadisch, deshalb kann ich sie nicht als eine "vollendete" Ergänzung ihres Vokabulars verbuchen. Aus ihrem Tierbuch kennt sie "Gorilla" (oo-rilla), "Orang-Utang"(oo-tann), "Papagai", "Kondor" - alles lauter "unpraktische" Einheiten, die sie nicht wirklich voranbrinden. :-)

Trotzdem habe ich keinen Überblick mehr, wieviele Wörter sie bereist kennt/ aktiv einsetzt/ annährend richtig ausspricht / deutlich ausspricht. Vielleicht muss ich das auch nicht haben... Da sie sich doch im Sprechen immer wieder versucht, muss es uns die Hoffnung machen, dass sie irgendwann sprechen wird...

Donnerstag, 4. März 2010

Noch kein Kindergartentag in Sicht,

was Johanna jeden Morgen eine Runde Weinen beschert...

Wir bleiben weiterhin zu Hause, sparen unsere Zeit für die Berufstätigkeit zusammen - am Haushalt hier, am Schlaf dort... wir versuchen, am Ball zu bleiben.

Ich habe mir vorgenommen, einige Johannas Fortschritte zu notieren, das mache ich jetzt.

Unsere Türen haben wir mit den Schließhilfen versehen - damit man nicht immer diese unendlichen "Tür zu!" hören muss. Nun gehen sie auch zu. Bei einer solch einfachen Tätigkeit wie den Tisch abdecken braucht man jemanden, der die Tür hält - das macht Johanna, und zwar sehr gerne. Sie geht zur Tür, macht sie auf und ruft "Mama, auf!" - ich kann also mit meinem Tablett dadurch.

Das Ausräumen der Spülmaschine ist keine besonders spannende Geschichte - aber auch hier macht Johanna gern mit. Sie weiß bei fast allen Sachen, wo sie in der Küche hingehören.


Die Lichtschalter waren von Johannas frühesten Monaten eine Art Feinmotorikübung. Jetzt kennt sie sich damit sehr gut aus. Wenn wir uns auf die Nacht vorbereiten, ist Johanna diejenige, die sich um die Lichtgestaltung in allen Fluren und anderen "ihren" Räumen kümmert.


Johanna geht gern einkaufen. Wenn wir uns dem Parkplatz eines "unserer" Supermärkte nähern, will sie sich nur vergewissern: "Nanna auch?" - sie will ja nicht im Auto sitzen bleiben. Sie hilft immer bei dem Auflegen der Dinge auf das Band, ich muss nur sehen, dass alles schnell über die Bühne geht und die ganze Schlange nicht auf Johanna warten muss. Ihre neueste Entdeckung - den Einkaufswagen selber schieben. Das kann ich ihr leider nicht immer zugestehen, aber spätestens auf dem Parkplatz darf sie (mit)schieben - ich muss natürlich schön aufpassen.


Der Papa arbeitete an einem Abschnitt seiner Tätigkeit. Er schaltete eine "Prüfungseinheit" ein, ging aus dem Büro heraus und sagte uns, dass er ganz doll in die Hände klatschen wird, wenn alles gut läuft - er kann nun endlich den Abend mit uns verbringen. Johanna hat es gehört. Dann ging er wieder ins Büro. Johanna hinterher. "Ja, alles super!" hörten wir ihn sagen. Johanna hörten wir auch. Sie spand, klatschte in die Hände und rief "Papa, auch, auch!" - das Klatschen hat er nämlich vergessen.


An diesen Tagen mit viel Zeitdruck wurde Johanna schnell von einem der Eltern in die Dusche mitgenommen, das Kind wurde abgebraust, abgetrocknet - fertig. Gestern hat sie etwas länger geschlafen, wir haben uns bereits angezogen, als sie wach wurde. Sie hörte den Papa noch im Bad. "Papa, Nanna Wasser!" "Nein, Johanna, ich bin jetzt fertig, ich gehe nicht mehr unter die Dusche!" "Nein, Papa, Nanna Wasser! Wasser mehr!" (mit diesen knappen Mitteln versuchte sie, ihren Wunsch deutlich zu machen)


Johannas Daumen auf der linken Hand ist immer noch nicht in Ordnung: der neue Nagel wächst nach, aber der alte löst sich noch und bereitet ihr viele Unannehmlichkeiten. Wir kleben ihr einen Pflasterstreifen, er wird dann nass oder schmutzig, sie nimmt ihn ab, ein neuer kommt drauf - eine unendliche Geschichte. Wir mussten kurz weg, ich zog Johanna an und brachte ins Auto. Beim Anschnallen weinte sie - ihr Pflaster war schon wieder weg, ich habe ihr offensichtlich weh getan. "Johanna, verstecke deinen Finger, damit du nicht überall hängen bleibst!" Und siehe mal da: Johannas Daumen verschwindet in der Faust unter dem Zeigefinger!

Johanna findet Fingerspielle toll. bei einem Spiel fing sie an, mitzusingen.
Die roten Wörter sind Johannas "Beitrag":

Das ist der Vater, lieg und gut,
das ist die Mutter mit dem Federhut,
das ist der Bruder, schlank und groß,
das ist die Schwester mit dem Püppchen auf dem Schoß.
Das ist das Kinderlein, Kinderlein klein -
und das soll die ganze Familie sein.

Johanna mag auch die Geschichte von Himpelchen und Pimpelchen, aber da muss ich vielleicht ein paar Fotos machen, wie sie das "miterzählt".

Montag, 8. Februar 2010

Was sie alles mitbekommt...

und was sie alles uns mitteilt...

Einige Dinge muss ich hier notieren.

Johanna hat mitbekommen, dass wir uns über das Schwimmbad unterhielten. Sie stand plötzlich vor uns, hielt die Hand hoch, als ob sie sich meldete, sagte "Nanna auch Wasser", zeigte, dass sie Pullover auszieht, und machte mit beiden Händen die Schwimmbewegungen - da MUSSTEN wir einfach hinfahren. Leider ohne Erfolg, wie es sich später herausstellte.

Ich saß viel zu lange im Haus. Die Schule fiel die ganze Woche aus, es fehlte mir an Bewegung und Austausch. Ich spielte mit Johanna auf dem Teppich. Als ich den anderen gesagt habe, dass ich eine Runde spazieren gehen möchte, da mir die schon Decke auf den Kopf gefallen ist, schaute mich Johanna mit großen Augen an, ging zu mir und küsste mich auf den Kopf ganz oben - da, wo ich diese besagte Decke abbekommen habe.

Wir räumten den Tisch ab. Johanna trug ihr Lätzchen und eine Packung Saft, ich trug in die Küche ein volles Tablett. Johanna lief voraus, öffnete die Tür breit und hielt mir die Tür - damit ich mit dem Tablett durch die Tür gehen konnte. Wir waren einfach sprachlos. Wir haben sie und ihr Mitdenken lange gelobt.

Maria wollte früh ins Bett gehen, Johanna war noch munter. Maria sagte, dass Johanna und ich ihr Gute Nacht wünschen könnten. Als wir im Marias Zimmer waren, hat Johanna ihr die Decke zurecht gezogen, gestreichelt, ein Küsschen gegeben und ... sich auf den Teppich vor dem Bett hingelegt.
???
Wir rätselten... Macht sie alles nach unserem Muster? Ich bleibe nämlich bei ihr, bis sie eingeschlafen ist.

Wir sitzen am Mittagstisch. Es gibt Fleisch, Kartoffeln und zwei Salate. Johanna aß bereits ihren Teller leer und will "mehr".
- Soll Papa dir etwas auf den Teller geben?
- Nein, Maria! (also Maria soll das tun) - weil Maria bestimmt nicht versuchen wird, etwas Gemüse Johanna "einzudrehen", - denke ich und beobachte weiter...
Maria schaut Johanna an, nimmt ihren Teller.
- Was soll ich dir geben?
Johanna wartet auf diese Frage, zeigt mit dem Zeigefinger erst auf das Fleisch, dann auf Kartoffeln und sagt deutlich:
- Das und das!
Ich bin froh, dass sie so klar und deutlich ihre Wünsche äußern kann.

Ich hole Johanna aus dem KiGa ab. Ich sehe ein spielendes, aber schon ziemlich müdes Kind.
- Bist Du müde, Johanna?
- Ja! (Mensch, Johanna, Du kannst schon über Deinen Zustand schon so klar reflektieren!)
Sie umarmt mich und sagt: "Nanna Garten. Mama - a - Hause" (Sie war jetzt im Kindergarten und fährt jetzt mit Mama nach Hause - so in etwas sollte ich das verstehen?) Als ich dies aussprach, freute sie sich, dass ich ihren Gedankengang verstanden habe.

"Nein" erklären wir zum Wort des Monats. Oft hören wir morgens das einzige Wort "ja", wenn wir die Frage "Möchtest Du in den Kindergarten gehen?" stellen. Über den Rest braucht man nicht mehr zu raten. Johanna bekommt ab sofort Bonbons "Trotzköpfchen" von Dr. Bach, über die Wirkung werde ich berichten.

Mittwoch, 8. Oktober 2008

Am Abend

hatten wir noch einen KG-Termin, nach zwei Wochen Pause.
Bei den Stufen braucht Johanna keine Aufsicht mehr - sie klettert ganz sicher hoch. Das Holzbrett ist ganz glatt. Ich war mir sicher, sie wird sofort zurüch rutschen...
...noch nicht...
Mensch, hat sie doch geschafft!
Und hier einmal die Hand erwischt - sie hilt sich fest an der Latte in der Mitte!
Mit ihren Tagesgeschwistern hat sie Spaß am Versteckspiel entdeckt - und will auch hier spielen.
Die Bauchmuskeln und die Körperhaltung übt sie fleißig auf dem Rollbrett. Sie war heute besonder kooperativ.Nach dem Sport waren wir kurz einkaufen.
Ich wollte die Plasikflaschen beim Automaten zurückgeben. Ich habe Johanna nur gesagt, dass sie die Flaschen aus der Tüte nehmen soll und sie in das Loch hineinwerfen soll, ich habe nichts vorgezeigt. Wie denn - auf einem Arm Johanna, in dem anderen Tüte mit Flaschen... Sie hat meine Worte verstanden, die Flaschen hineingeworfen und dann sogar den Knopf gedrückt - für die Quittung, die sie mir sogar in die Hand gegeben hat (die sie am liebsten sofort zerknüddelt hätte)... Ich habe eine solche Mitarbeit nicht erwarten können, ich hätte gern geknipst, aber eine dritte Hand hatte ich sowieso nicht... Nächstes mal nehme ich jemanden mit. Ich hätte mir vor noch einem Monat dies nicht mal vorstellen können.