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Freitag, 29. Januar 2010

- Papa Tasche Garten!

Mit diesen Worten wurde Johanna am Nachmittag wach. Sie schlief im Auto auf dem Weg aus dem KiGa ein und wurde vom Papa schlafend ins Haus gebracht.
Aber eine wichtige Mitteilung hatte sie für mich, und zwar sobald sie die Augen wieder auf hatte:
Papa Tasche Garten!

Ich habe so getan, dass ich alles verstehe, obwohl ich nur vermutete, dass da irgendeine Tasche im Spiel sein könnte.
Ich sagte Johanna, dass wir uns gleich die Tasche anschauen werden.

Und wirklich - im Eingangsbereich hing ein Stoffbeutel, den der Papa noch gar nicht ausgepackt hat.
Darin waren Johannas Kunstwerke, die sie im KiGa gemacht hat. Stolz breitete sie alles auf dem Sofa aus.
Sie wollte uns DIESES Bild zeigen:Sie sagte mehrmals, dass Laura (eine KiGa - Freundin) bei dem Bild auch "dabei" war - danach muss ich die Erzieher fragen. Aber egal, wer an dem Bild wieviel mitgewirkt hat - das Bild haben wir an der besten Stelle im Eingangsbereich angebracht, jetzt laufen wir alle ein paar Tausend Mal am Bild vorbei. :-)

Die anderen Kunstwerke hat sie natürlich auch anbringen wollen, aber so viel Platz hatten wir doch nicht :-)

Maria musste auch alles bewundern.

Sonst sind das wirklich die ersten Blätter, die Johanna selbst als "Kunst" versteht - zuvor waren es halt bekritzelte Zettel...

Sprachlich geht es in kleinen Schritten voran.
Als ich Johanna heute für den KiGa anzog, schaute sie mich an und fragte: Mama auch Jacke? - sie wollte sich vergewissern, dass die mit dem Zeitplan etwas groszügigere Mama, und nicht der zack-zack-handelnde Papa sie in den KiGa hinbringt.

Wenn ich wissen möchte, mit wem sie gespielt hat, frage ich nicht etwa "Hast Du mit XY gespielt?", sondern ist Johanna langsam in der Lage, auf die Frage "Mit wem hast Du gespielt?" zu antworten. Es sei denn, ich werde den Namen des Spielkameraden auch erkennen - sonst ist sie natürlich über meine Nicht-Verständnis enttäuscht...

Dienstag, 30. Juni 2009

Klare Signale

Früher, wenn Johanna in der FrühFö nicht mehr spielen wollte, hat sie das oft nicht ausdrücken können, und es ging Einiges in der Kommunikation schief. Jetzt, wenn sie meint, sie ist mit einem Spiel "fertig", packt sie es an und bringt zur berühmten blauen Tasche, in der noch so viele Schätze verborgen sind... Eine klare Sache...
Das Malen ist immer schön, ob mit einem Pinsel
oder mit einem Finger...
oder mit mehreren Fingern...
Auch dieses Bild bekommt einen Platz in der Bildergallerie "Vor der Reise". Wie es
"Nach der Reise" aussehen wird, bin ich gespannt.

Donnerstag, 25. Juni 2009

Johanna mag malen. Unsere langweilige weiße Tür bekommt ein gelbes Muster. Tja... danach hat sie aber gewissenhaft geholfen, alles wieder in Ordnung zu bringen.Am Nachmittag trifft sich die Großfamilie. Hier ist der Hase zu Hause - und Johanna versucht, ihn zu streicheln. Sie sagt: "Hase! Aja!"
Hoffentlich wird er nicht beißen... Hier unbedenklich, aber in drei Wochen werden wir bei jedem Tier eine gewisse Unsicherheit verspüren... Wie sollen wir Johanna erklären, dass sie dem Tier nicht
zu nah treten soll... Johanna im Hängesessel... Ich stelle fest, dass ihr Gleichgewichtsgefühl viel, viel besser ist, als meins. Ich steige lieber aus...
Meins war sowieso nie besonders ausgeprägt, aber bei ihr haben wir viel für die Entwicklung gearbeitet - sie schaukelt, sie dreht sich, sie kullert herunter, sie klettert hinauf - ohne große Orientierungsprobleme. Das finde ich ersraunlich.
Heute waren wir kurz einkaufen. eine Kassiererin aus "unserem" Supermarkt grüßte mich und sprach Johanna an: "Hallo kleine Maus, ich habe Dich lange nicht gesehen! Ich habe bestimmt was verpasst!" Natürlich wollte Johanna sie "per Handschlag" begrüßen und mit einem langen Winken verabschieden. Die lange Schlange an der Kasse hat es auch mitgemacht. ;-)

Freitag, 22. Mai 2009

In einer Kunstgallerie

Johanna und ich waren in der Stadt. Ein altes Geschäft, ein Reformhaus, ist offensichtlich eins der Opfer der aktuellen Krise geworden, es ist seit einigen Wochen zu... Ein Künstler hat dort vorübergehend seine Bilder ausgestellt. Wir schauten neugierig durch die Scheiben.Die Bilder sind... na... bunt... Woran erinnern sie mich? Nicht etwa an Johannas letzte Malaktion am Dienstag?
Wenn es mit der Krise weiter so geht, können wir gern aushelfen, falls zu leere Schaufenster den Bürgern die Stimmung verderben...