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Freitag, 21. März 2008

Osnabrücker Car-Freitag

Jedes Jahr ist die gleiche Geschichte:
eine der Osnabrücker Straßen wird am Karfreitag zum Schauplatz von Autorennen.
Schon Tage vor dem Rennen wird auf der Straße "geübt". Danach wird kräftig gegessen. Woher weiß ich das? Wenn ich in den Osterferien Brötchen kaufe, sehe ich Berge von Fastfoodresten auf den Supermarktparkplätzen. Dann weiß man schon: die Jungs waren heute Nacht mal da...
Jedes Jahr wird versucht, das Rennen zu unterbinden.
Die Zugänge zur Pagestecher Straße - so heißt sie - werden schon Tage zuvor verriegelt, alle Autos, die renn-mäßig aussehen, werden der Straße verwiesen. Jedes Jahr versuchen die coolen Jungs, doch ihre Autos dorthin zu schmuggeln. Die aufgearbeiteten cars werden auf den Parkplätzen von Supermärkten oder Autohäusern abgestellt, um sie später, mit dem Fahrrad an allen Kontrollen vorbei, auf die Fahrbahn mit einem satten Geräusch bringen zu können.
Jedes Jahr zahlt die Stadtkasse eine Menge Geld für die heimischen und die bestellten Polizeikräfte, die alle an diesem Feiertag auf dieser Straße im Einsatz sein müssen. Notarzt und Feuerwehr sind natürlich auch dabei. Mancher freut sich aufs Rennen, wenn er gerade auf eine Organspende wartet... Na ja, da noch Keiner auf die Idee kam, illegale Rennen mit Würstchenbuden zu unterstützen, freuen sich die Fastfoodketten, die dort ihre Lokale betreiben (sie wissen schon vom erhöhten Verzehr und bestellen mehr Arbeitskräfte zu 20:00 Uhr).
Heute, am Feiertag, um ca. 13:00, wurde auf der Straße an vielen Stellen intensiv gearbeitet. Eine Straßenbaufirma verwandelte eine breite, 3-spurige Straße in eine Riesenbaustelle mit einer Spur und einem Schilderwald: 30 kmh! Baustelle! Vorsicht Kinder! Verengte Fahrbahn!
Wir haben einen Schnappschuß gemacht: innerhalb wenider Minuten wuchs dieser doppelter Zaun!

Jetzt ist ca. 22 Uhr. Die Rennen sollten begonnen sein...
Hat die Polizei es geschafft, dies zu verhindern? Sind dann alle woanders hingezogen?
Hoffentlich stirbt dort jetzt keiner.
Auf einen friedlichen car-Freitag!

Freitag, 19. Oktober 2007

Osnabrücker Steckenpferd - ja, Brezel vom Bürgermeister - nein...

Die Enttäuschung war riesengroß. Eine traurige Reiterin, die auf das Treffen mit dem Bürgermeister gewartet hat, kam gestern Abend in schlechter Stimmung nach Hause. Auch das Pferdchen schien etwas trauriger mit seinen Knopf-Augen zu gucken...
Wie geplant gingen alle Kinder mit ihren Steckenpferden aus verschiedenen Richtungen durch die Stadt zum Rathaus und versammelten sich auf dem Rathausplatz. Eine Rede hat der Bürgermeister (wir haben seit einem Jahr einen neuen) wohl gehalten, danach aber hat er sich wie man sagt, zurückgezogen und es seinen Helfern überlassen, die Veranstaltung zu führen, die Kinder zu begrüssen und die Brezel zu verteilen...
Heite Morgen konnten wir in der Osnabrücker Zeitung von der "Brezel vom Bürgermeister" lesen, die Friedensbewegung der Kinder war auch angepriesen. Also bewegten haben sich die Kinder wohl, zu Fuß, ob man diese physische Bewegung so hoch "aufhängen" soll, weiss ich nicht, die Brezel schmeckte meiner Großen nur halb so gut, da sie doch nicht "vom Bürgermeister" kam, wie Papa aus seinen Kindheitserinnerungen erzählte...
Nun möchte sie einen Brief an den OB schreiben.
PS. Es gibt Fotos, sie werde ich später hochladen.

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Osnabrücker Steckenpferd

Nachdem Google gestern Fehler beim Hochladen der Bilder meldete, kann ich nun endlich heute Einiges posten.

Das Ende des 30-jährigen Krieges feierte man nach erfolgreichen Verhandlungen in Münster und in Osnabrück. Jedes Jahr "reiten" Viertklässler der Osnabrücker Schulen zum Rathaus – als Erinnerung an jene Reiter, die die ersehnte Friedensverkündung nach Osnabrück gebracht haben. Auf den Stufen des Rathauses wartet auf sie der Bürgermeister höchstpersönlich, von ihm bekommt jedes Kind eine Brezel. Eine schöne Tradition.

Um ein Pferd zu bekommen, müssen sich die Kinder und die Eltern kreativ beschäftigen – so gab es für uns auch einen Bastelnachmittag in der Schule.

Aus einer Socke, die schon längst sein Paar „verloren“ hatte, wird langsam ein Pferdekopf. Auf einem Besenstiel sieht das schon viel „natürlicher“ aus. Die Augen, die Ohren und den Mund machen wir aus den bunten Filzstreifen, eine Kordel dazu – fertig ist das Pferdchen! Es fehl nur noch die Mähne, dafür braucht man etwas mehr Zeit, die machen wir zu Hause!

Heute geht es zum Steckenpferd Reiten! Hoffentlich wird es nicht so regnerisch sein, dass die ganze Geschichte nur zu einer Massenerkältung vor den Ferien führt! Und mit einem Stückchen Brezel vom Bürgermeister rechne ich aber!

Wenn Papa Glück hat, gibt es Fotos von unserer "Reiterin" auf der Rathaustreppe...

Sonntag, 22. Juli 2007

Schmetterlinge

Seit einigen Jahren gibt es in dem Botanischen Garten ein Tropenhaus. Drei Etagen hoch, bietet es Platz für alles Mögliche, was Wärme liebt. Mehrmals haben wir dort tropische Schmetterlinge bewundert, die aber viel zu weit und zu schnell waren und für einen Fotoapparat kaum zu greifen waren. Sonntags öffnet jetzt seine Türen das kleine Tropenhaus, das einen geeigneten Lebensraum für viele Schmetterlingsarten bietet. Wir haben versucht, diese wunderbaren Geschöpfe auf dem Bild festzuhalten – mit meiner neuen Kamera war das leider kaum möglich, sie waren doch viel zu schnell.



Man hat für sie kleine Schalen mit exotischen Früchten hingestellt,

nur beim Naschen konnte man sie dann erwischen.

Sonntag, 8. Juli 2007

Afrika - Festival

Es ist eine Tradition in der Friedensstadt Osnabrück, jeden Sommer ein Afrika-Festival zu veranstalten. Es ist immer an einem Samstagmorgen Anfang Juli. Meine Kamera hatte ich leider nicht dabei, aber einige Eindrücke hätte ich sowieso nicht festhalten können… Eine ältere Dame, die mit Hingabe, mit geschlossenen Augen den Rhythmus der Trommel hält und die einzige erwachsene Teilnehmerin des Trommel-Workshops ist. Hat sie das schon in ihrem früheren Leben gemacht? Die afrikanischen Tänzer, die dem osnabrücker Wetter grundsätzlich nicht trauen und sich schwarze Leggings und Pullover unter ihre traditionellen Kleider angezogen haben… es ist halt kalt!!! Zwei ältere Herren, die mit fast kindlicher Begeisterung alle Musikinstrumente und Kürbisrasseln ausprobiert hatten… Und ganz viele bunte Stoffe und mehrfarbige Ketten, vor Allem aus afrikanischen Glasperlen… Jede Perle ein Unikat und eine eigene Geschichte… Von bunten Farben und fröhlichen Klängen in richtig gute Stimmung gebracht, wollten wir zu Hause das Trommeln selber ausprobieren. Es hat gut geklappt, auch wenn die Trommel erst angeknabbert wurde… Es macht Spass!