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Mittwoch, 15. Juli 2009

1000 Posts und

ich muss mich jedesmal fuer laengere Zeit verabschiefen, da ich nun nie weiss, wann ich naechstes mal internet bekomme.
Irina schreibet:
Wir sind am Montag, dem 13.07. aus Fukuoka, Japan, nach
B(p)usan(Suedkorea) gekommen. Unsere ersten Erlebnisse sind sehr positiv. Die Menschen sind sehr freundlich, eher ich mich versah, bekam Johanna immer wieder etwas geschenkt-ob Saft oder Lolli oder gar einen Joghurt oder wurde freundlich angesprochen und angefasst.

Nach den ueblichen Passkontrollen, die bei uns immer etwas problematisch sind, da wir ein "ue" im Namen haben und nicht einscannbar sind, wurde uns Fieber gemessen - und dann sind wir "ins Volk" entlassen worden. Nach zwei Tagen in Busan, in denen wir uns erst vorsichtig auch an die Kueche Koreas vorgetastet haben, haben wir unsere anfaenglichen Aengste verloren und haben uns entschieden, weiter durch das Land zu reisen. Mit dem Bus kamen wir nach Andong, ca. 2 Stunden von Busan Richtung Seoul entfernt, von dort fuhren wir noch 20 Minuten bis zum Oertchen Pungsan, in dem Eine katholische Schule, ein Kloster, ein Museum und noch viele andere Dinge zu sehen sind. Das machen wir morgen. Unser Zimmer in einem kleinen Hotel sieht interessant aus, aber wir haben ein Bett - gestern und vorgestern hatten wir ein koreanisches Hotel mit Matten auf dem Boden ;)
Johanna hat eigenlich super mitgemacht, aber jetzt wurde sie muede, Maria und ich sind dann herausgegangen, der Papa versucht, Johanna zum Schlafen zu bringen. Es ist ziemlich spaet, ich bin mit meiner grossen Tochter durch die Strassen gelaufen, es kam uns nicht unfreundlich oder gar gefaerlich vor, es ist ein Dorf, alle Tueren stehen offen, ein Schueler hat uns das Internetcafe gezeigt - alles ganz ruhig und friedlich. Es sind regnerische Tage gewesen, aber es ist nicht kalt, man kommt mit einem Hemd immer noch gut aus, fuer Johanna habe ich immer einen Fliesspullover dabei - die Klimaanlagen sind nicht ohne... Ihre Jacke hat sie leider irgendwo in Japan verloren, jetzt muessen wir sehen, fuer sie etwas zu besorgen, falls es noetig sein wird. Bis jetzt haben wir nur kleine 4-er Windelpackungen finden koennen, ich hatte Stress, mal ganz ohne zu bleiben. In diesem kleinen Oertchen endlich bin ich fuendig geworden - aber wir muessen dann etwas aus unserem Gepaeck entsorgen, da wir keinen Platz haben.

Die PCs, die hier stehen, haben keine Zugaenge zum Fotos herunterladen, ich muss also wieder darauf verzichten. Natuerlich wird kein Foto dieser Welt das wiederspiegeln, was wir hier sehen, erleben und einfach mitmachen. Das ist ein Riesenland, auch laut und eng, ein wenig chaotisch und nicht so gut durchdacht und strukturiert wie Japan, aber sehr freundlich und produktiv, und meine erster gedanke war, dass man aus deutscher Sicht Vieles unterschaetzt, man merkt nicht in einer gewissen europaeischen Hochnaesigkeit, dass man an manchen Stellen laengst von rechts uerberholt wurde.

Wenn es uns hier in dieser Abgeschiedenheit gefallen wird, werden wir vielleicht hier einen-zwei Tage bleiben. Wenn es jemanden interessiert, kann ich einige Beispiele geben, was alles hier so kostet... Unser Hotelzimmer in Busan kostete uns vier 30 000 Won. 1000 Won sind 56 Cent. Aber fuer einen Joghurt im Laden um die Ecke bezahlte ich 750 Won, das Gleiche fuer einen Becher Kaffee, eine Tasse Milch und ein suesses Broetchen. Fuer die 2-stuendige Fahrt mit dem Bus zahlten wir fuer einen Erwachsenen 7 000 Won, Maria zahlt die Haelfte, Johanna nichts. Unser heutiges Hotelzimmer kostet 25 000 Won, und alles ist dabei - das Trinkwasser, die Zahnpasta, die Zahnbuersten... Ein leckeres Essen fuer uns alle, das wir mithilfe von Malen, Zeichnen, Hand und Fuss bestellt haben, kostete 10 500 Won, und die Kellnerin wollte kein Trinkgeld haben (das mit dem Trinkgeld in Korea haben wir leider nicht in Erfahrung bringen koennen, wir muessen uns "vortasten", ob hoeflich oder nicht...). Mit Dem Englisch wird mal besser, mal schlechter, aber die Juengeren scheinen in der Schule gut aufzupassen, man muss sich einfach auf der Strasse jemanden suchen, der Englisch kann.

Ich hoffe, dass ich morgen mehr berichten kann - und dass ich vielleicht unseren kleinen PC hier anschliessen kann und Bilder zeige.

Dienstag, 14. Juli 2009

Die letzten Fukuoka - Eindrücke

Zusammengestellt am 19.09.09
Gehört zum Datum Montag, der 13.07.09
Tag 8 unserer Reise...

Als wir am ersten Morgen in diesem Hotel frühstückten, sagte Josef, dass er sich über uns wunderte: wir haben die Suche nach einem Hotel im Regen und die Unsicherheit mit der Übernachtung sehr gelassen genommen. Ich habe dazu nur geschwiegen und wollte Maria meine Unsicherheit gar nicht vermitteln. Aber am Anfang unserer Reise ist es immer so gewesen, dass man eher ungern das Hotel morgens verließ, wenn ein noch "ungesicherter" Abend bevorstand... Es hat sich danach etwas relativiert...

Nun packe ich unseren Rucksack, die Mädchen sitzen im kleinen Zimmer, in dem wir zudritt heute übernachteten, wir warten auf Josef, der aus dem Cabin-Hotel kommen soll (einen Beitrag darüber müsste er selber schreiben, aber wie ich gesehen habe, hat er nur heimlich und nur sehr sparsam fotografiert... der Beitrag müsste eigentlich vor diesem aktuellen Beitrag erscheinen).

Eine Sendung für Kinder im Fersehen überbrückt die Wartezeit. Sie vermittelt den kleinsten Zuschauern ein gutes Raumgefühl mit verschiedenen geometrischen Körpern. Johanna hat heute ihren 32. Monatsgeburtstag, aber so wie immer - messen-wiegen-eintragen-etc. geht nicht. Sie bekommt ein Küsschen -und fertig. Sie muss in den nächsten Monaten so viel lernen... in immer wechselnder Umgebung klar kommen, in verschiedenen Betten schlafen und zu verschiedenen Zeiten, verschiedene Sachen essen, Klimaanlagen ertragen, aber auch sicherer laufen, zuhören, gehorchen, in "fremden" Restaurants ordentlich essen, alle möglichen Toilettenkonstruktionen akzeptieren...Josef war da. Er war ein wenig enttäuscht, geschlafen hat er wenig und unbequem, sprechen wollte mit ihm dort keiner, alle machten einen Bogen um den großen Ausländer und einige Fettnäpfchen hat er auch "getroffen"... na ja. Wir verabschieden uns vom Hotel und innerlich von der Stadt: wir haben uns vorgenommen, zum Hafen zu Fuß zu laufen und noch etwas von der Stadt zu sehen.

Erster Blick direkt neben dem Hotel: die Kleinsten werden vom Kindergartenbus abgeholt. (Vergrösserung des Bildes per Klick lohnt sich). Ein Kind hat etwas vergessen. Es holt das Vergessene, alle anderen sitzen brav im Bus, keiner macht Quatsch - und leise ist es sowieso...
Auf unserem Weg, der eine alte Straße vom Hafen zur Stadt war und ist, Hakata-Straße, befinden sich zwei buddhistische Tempel, an einen davon ist sogar ein kleines Kloster angeschlossen.
Man braucht hier keine besonderen Erklärungen - die Symbole für Lotusblüte oder Lotusblütenknospe sind sehr deutlich dargestellt, wir sind froh, dass wir selber einiges erkennen können.

Die Stadt hat den Tempel in einen "Schwitzkasten" genommen, alles ist eng, man muss viel Gelassenheit mitbringen, um sich hier im Geiste ausruhen zu können...
Es wurde gerade eine Meditation vorbereitet, Josef traute sich etwas näher...
Ich habe mich im kleinen Hof umgeschaut. Der Gärtner war beschäftigt, die neuen ungehorsamen Äste mit Drähten zu "erziehen". Das tut er hier seit Jahren...
Das hier sah aus wie ein solcher Bereich in den katholischen Kirchen: ein alter Friedhof für Mönche, nahm ich an...
In einem Gartenwinkel habe ich zwei Steine liegen lassen -
für Mia und für Mirjam...
...und in einem anderen Winkel, an einer Vogeltränke unter den Büschen liegen auch zwei...

Kurz vom Hafen sahen wir eine zweite aus fünf Figuren, die im Moment in der Stadt "gefeiert" werden - die Fans können sie tagsüber in Ruhe betrachten und bewundern...
Endlich sind wir im Hafen. Es ist etwas heißer, als uns lieb wäre, Johanna trägt keine Mütze... Vorn, hinter dem Monument, liegt sie schon, unsere Fähre - ein Riesenschiff. Josef ist mit unserem Rucksack viel mobiler, als wir Frauen im Schlepptau mit unseren kleinen Rucksäcken...
Nun ist es wirklich soweit. Wir müssen Japan verlassen, ein schönes und spannendes Land, von dem wir leider so wenig - oder nicht viel - mitbekommen konnten... Hoffentlich ist unsere Reservierung angenommen worden und hoffentlich bekommen wir die Plätze auf der Fähre ...

Unsere Pässe trage ich, wie von Anfang an von uns allen vereinbart wurde, in meiner Gürteltasche (heisst sie auch Bauchtasche?), ich bin also für die Papiere verantwortlich. Später haben wir immer unseren Guids gesagt, wo sie schnell nach Pässen suchen sollen, wenn uns etwas passiert.

Tolle Dinge werden wir an diesem achten Reisetag noch erleben. Der Bericht folgt.

Montag, 13. Juli 2009

Das Cabin-Hotel

Josef schreibt: Mein ganz spezielles Highlight in Japan, die Übernachtung vom 12. zum 13.07.09, in unserer letzten Nacht in Fukuoka und in Japan...

Der Bericht ist am 22.11.09 zusammengestellt worden.

Vor unserer Reise haben wir gehört, dass man in Japan aufgrund der horrenden Wohnraumpreise in den Innenstädten, speziell in Tokyo, sogenannte Cabin-Hotels eingerichtet hat. Hier seien auch für Bauarbeiter die Preise noch erschwinglich. Das Besondere hierbei ist, dass eine solche "Cabin" eben kein angemieteter Raum, sondern lediglich eine Schlafbox ist, das war´s. Ich habe mittlerweile gehört, dass es diese Cabins auch schon in Deutschland geben soll, aber egal, ich wollte dieses spezielle Erlebnis machen, meine Familie gab mir hierfür 1/2 Tag frei ... und es war alles ganz anders als erwartet:
Um ca. 11:00 Uhr sind wir zu einem im Internet recherchierten Cabin-Hotel gegangen. In der Nähe dieses Hotels trafen wir auf diese Gruppe junger Männer.
Auch wenn der Anblick etwas gewöhnungsbedürftig war, es wurde offenbar spannender und fremdlänsicher, je näher wir an das Hotel herankamen. Nur mit Hilfe einheimischer Unterstützung konnten wir den tatsächlichen Eingang im 1. OG eines grossen Hauses finden. Da das Hotel nur für Männer bestimmt ist, bin ich alleine zur Rezeption gegangen. Auf den letzten Metern wurde mir folgender Hinweis gegeben:


Das Foto kommt noch! :-)


Offenbar gibt es zahlreiche japanische Gruppen, die über Tatoos ihre Gewaltbereitschaft signalisieren und daher solche Hotels nicht betreten dürfen, ...die Spannung stieg.

Endlich erreichte ich die Rezeption. Diese war klar vom eigentlichen Hotel abgegrenzt. Hier durfte man mit Schuhen laufen (alle Gäste hatten sich noch vor dem Eintritt ins eigentliche Hotel der Schuhe zu entledigen, andere Hotelgäste hatten nur kleine Habseligkeiten mit (gar nicht zu denken an Koffer oder umfängliches Eigentum. Unruhig machte mich aber vor allem der Blick in den Gang. Dort standen eng Mann an Mann mit dieser "luftigen" traditionellen Kleidung. Das war mir unangenehm und ich spürte, dass ich wohl Platznot abends haben werde. Ein näheres Beobachten dieses Treibens vermittelte mir den Eindruck, dass die älteren Menschen Jüngere in das Anlegen der Kleidung und das korrekte Verhalten einwiesen.

Ok, ich hatte mit der Auswahl dieses Hotels in ein Wespennest der japanischen Kultur gestochen. Ich habe bezahlt (sogar etwas höheren Preis als für Frau und Kinder im anderen Hotel ?? ...komisch, das sollte doch billiger sein). Nun gut, erst mal weg hier. Es reicht für´s Erste.

Während des Tages haben wir verstanden, dass gerade in diesen Tagen ein besonderes Fest in Fukuoka stattfand. Im Laufes des Festes tragen viele halb-bekleidete Männer ein riesengrosses Schaubild oder Statue. Diese wird im Laufschritt gegen andere Gruppen durch die Strassen getragen und während des Laufens werden die Männer mit Reiskörnern und Wasser begossen. Mann an Mann, so eng und teils nackig, dass ist eine ganz andere Welt, so etwas kennen wir nicht in Europa. Vor dem Bahnhof war dann das Schaubild ausgestellt, damit man es vor dem Einsatz bewundern konnte.




Nun ist es 20:00 Uhr und der Abschied von Kind und Kegel steht an. Nach dem Abendessen nahm ich meinen Kulturbeutel und eine Wäschegarnitur zum Wechseln in einer Plastiktüte mit und verabschiedete mich. Die ersten Minuten waren herrlich: endlich kein Hin- und Her, kein Gezerre, keine Planung für Andere oder Organisation von irgendeiner Bedürfnisbefriedigung (essen/trinken/aa/müde/anstrengend/langweilig usw.). Ich merkte, dass mich die ersten Tage des Urlaubs auch geschafft hatten. Dieses permanente Zusammensein, so lieb und wohlwollend auch jeder in unsere Familie ist (bestimmt aussergewöhnlich!), ... wenn man sich kaum entziehen kann, ist auch das eine Belastung.

Eine Stunde bin ich auf dem Weg ins Hotel in den Elektronik-Geschäften gestreunt. Der Blick war weniger auf Einzelprodukte gerichtet, ich wollte nur den Gesamteindruck. Viel Buntes, überall Blinken, von allen Seiten technische Töne, es war nie richtig hell und Massen über Massen an Produktvarianten lagen in den gestuften Regalen. Handys und Kleincomputer in jeder Facette, diverse Zwischenstufen zw. Handy und Notebook (bei uns (noch) nicht üblich), der Spieltrieb ist in Japan viel größer und das technische Vermögen in der Nutzung offenbar ebenfalls. Während man bei uns schon lange technisch zurückschraubt und weniger Knöpfe und Nutzungsvarianten anbietet, scheinen dort die Produkte immer noch durch Multifunktinalität zu prinzen. Ich meine aber auch, noch eine Art technische Hörigkeit gesehen zu haben, die bei uns schon abgelegt ist. Nach eier Stunde Genuß stellte ich mich aber dann meinem eigentlichen Ziel. Auf ging es zu meinem Hotel.

Beim Empfang gab ich Portemonai und Handy ab, so dass ich aller Wertsachen entledigt war. Nun auch noch die Schuhe. Wir ziehen die Schuhe nie Zuhause aus und man kann sich dann vielleicht vorstellen, wie ich mich fühlte: jetzt in dieser engen Gasse bar an Wertsachen, zweiter Kleidung, in Erwartung großer körperlichen Nähe, viel Unwissen über das zu Erwartende.

Um die erste Ecke gebogen, tauchten mehrere Gänge auf mit unzähligen Spinds. Aha, offenbar kam die nächste Stufe des Kleidungsverlustes. Ich trat in einen Gang und entdeckte die Kameras an jeder Seite. An der Rezeption waren auch Frauen beschäftigt, dort standen auch die Monitore. Hier gab es aber keine Möglichkeit, sich den Kameras zu entziehen, ein europäisches NoGo. Im Spind lag eine dünne Standard-Unterhose, ein Ganggenosse zog diese an, so dass ich offenbar alles richtig interpretiert hatte. Im bescheidenen Einheitslook ausgestattet trat ich aus dem Spindbereich zur nächsten Tür, dahinter eine Fahrstuhltür, rechts und links Zugänge, der ganze Raum 1,5 x 1,5 m. Neben dem Fahrstuhl ein Wäschekorb für die letzte Unterhose, mehr konnte man nicht verlieren. Beruhigend, dass in den Regalen die gleichen Hosen und auch zusätzlich Kimonos akkurat gewaschen und zum Wechseln lagen, vermutlich für eine Zeit "danach". Während meiner Orientierungszeit kamen aus den vier Türen einige Japaner, konnten kaum an mir vorbei, ich musste hier weg. Raus aus den Klamotten und schnell hinter die linke Tür: ... ein Badbereich mit mehreren Becken tauchte auf. Nur weg hier, rein in den ersten besten Pool, da war gerade niemand drin. Flüchtig entdeckte ich den abschätzigen Blick eines Japaners, warum nur? Die erste Entspannung gab es dann in diesem ersten runden Poolbecken, jetzt konnte ich in Ruhe beobachten und war nicht getrieben. Kein Japaner kam in den Pool, solange ich drin war. Nach ungefähr 2 Minuten dämmerte mir, dass es doch eigentlich eine Dusche geben müsse, dass der Blick doch nur aufgrund von Regelverstößen in Punkto Reinlichkeit begründet sein könnte und ich begann, die dunkle Räumlichkeit mit den Augen langsam zu durchdringen. Ich verstand, dass ich links den Dusch- oder Reinigungsbereich übersehen hatte, als ich mich schnell ins erste Becken flüchtete. Das mußte nachgeholt werden. Ich trat aus, ging in diesen Bereich und fand nur zahlreiche Schemel zur Reinigung vor, keine Duschen. Mit Holzkübel wurde der Körper im Sitzen übergossen, hört sich unbequem an, war aber echt angenehm, man kann Wasser sparen und auch im Alter ist die Reinigung aller Körperteile viel leichter im Sitzen. Der Tunnelblick legte sich, meine Aufnahmefähigkeit wurde breiter. Neben dem Spiegel gab es Wegwerf-Zahnbürsten, die schon mit Reinigungspaste präpariert waren. Einfach aufreissen, nutzen und wegwerfen. Es gab auch eine Druckstrahlbürste zur Körpermassage. Alles einfach und angenehm in der Nutzung. Körpertücher überall in Regalen, es roch frisch, trotz der Enge und hohen Nutzungsfrequenz kam nirgends Ekel oder ein Unreinlichkeitsgefühl auf. Alles lag griffbereit, es gab kein Suchen, die Funktionalitäten waren klar verstehbar, schlicht und einfach in der Verwendung. Wasser floss gut und schnell ab, auch das ist ja wichtig, wenn man nicht einmal (wie bei uns) eine Duschkabine oder Fläche für sich allein während der Nutzung hat. Nach der Reinigung ging es zurück in den nächsten Pool und ich konnte anhand der Zeichen verstehen, dass in der Poollandschaft diverse Becken mit unterschiedlichen Temperaturen beheizt oder auch gekühlt waren (von 40 Grad bis 10 Grad). Man konnte richtig kneipen. Angeschlossen war auch eine größere Sauna, mit Großbildleinwand zum Zeitvertreib mit schönem künstlichen Landschaftsblick ins "Grüne". Nach Abschluß der Reinigungsprozedure kam ich in den Wechselraum zurück und legte mir den Kimono usw. an. Jetzt ging es an das Entdecken der restlichen Räumlichkeiten. Erst einmal wollte ich meine Cabin finden, damit ich schon mal weiss, wie eng es eigentlich werden wird. Ich nahm den Fahrstuhl, fuhr zwei Etagen herunter (es war offebar im Keller oder noch tiefer :-), aber das war eh egal, denn Fenster gab es nirgends. Ich kam vorbei an den Massageräumen, dann an einer Art Bibliothek

und endlich kamen die Gänge mit den Cabins. Ich kam mir vor wie im alten Rom, jeweils zwei oder drei Boxen übereinander in einem Gang mit ca. 20 Boxen nebeneinader, also 40 x 2 oder 3 Boxen je Gang. Vor jeder Box eine kleine Gardine zum Zuziehen. Das Bett war gemacht, ein Fernseher war in die Plastikhülle quasi eingegossen, die Steuereinheiten griffberiet, diverse Lichtschaltungen, Radio, guter Luftabzug. Was will man mehr. Alles, was man brauchen könnte, scheint vorhanden. Ich löste mich, um mich über den Rest des Hotels zu informieren.

In allen Einzelheiten möchte ich nicht weiterberichten, das wird sicher zu lang. Es gab grosse Massageräume für eine Ganzkörpermasage, für die spezielle Fußmassage, weitere Becken, ein Reaturant mit Buffett usw.

Die Bibliothek hat mich dann noch interessiert. Ich war gespannt, was in den fein sortierten Büchern wohl zu lesen ist: Kein Englisch ...aber auch kein japanisch ! Es waren japanische Comics mit Peng und Knall, die angeblich in Südostasien und darüber hinaus berühmt sind. Da es sich um ein reines Männerdomizil handelte, sollte man erwarten, dass spezielle Hefte und Fernsehsender dort angeboten werden, das war aber nicht der Fall (mit einer Ausnahme, ein Fernsehsender, der eher Gewaltszenarien aus diesem Bereich vorstellte, schade). Ansonsten war mein allgemeiner Eindruck, dass dieses Hotel glänzte durch Schlichtheit, Sachlichkeit, männerorientierte Konsummöglichkeit in extrem platzsprender Umsetzung. Von den Kultürlichkeiten des Vormittags war abends nichts mehr zu sehen.

Es bleibt auch zu erwähnen, dass die Boxen ca. 1,90 m lang waren, also etwas knapp für Westeuropäer, beim Drehen im Bett schlug man nachts gegen die Plastikwand (hoffentlich habe ich nicht Andere geweckt).

So sah das Frühstücksbuffet aus:

Irina schreibt: definitiv war er für die Box zu lang, aber auch wenn Josef jemanden geweckt hätte, hätte er das nicht gesagt bekommen... Schon deshalb, weil man ihn grundsätzlich gemieden hat, wie uns alle in der ganzen Zeit... Was das Buffet angeht, hat Josef leider es nicht so richtig geniessen können, da er keinen Fisch und Meeresfrüchte gern mag... Schade, dass ich dort nicht war...

Im Restaurant...

wurde ich echt "bestraft", dass ich meine Kamera nur jeden 2. Tag aufgeladen habe. Plötzlich war die Batterie leer. So schade! Josef knipste ein paar Bilder mit seinem Handy, aber auch damit bin ich zufrieden.

Dieser bericht ist am 14.09.09 zusammengestellt worden.
Er gehört zum Datum 12.07.09, Teil 4.


Hinter dem schwarzen Vorhang an der Eingangstür sahen wir einen alten, ziemlich mitgenommenen Raum mit einer Theke in der Mitte. Englisch konnte hier keiner. Aber unsere Geste für "essen" haben sie verstanden. Und wir wurden gebeten, mitzukommen... in den hinteren Raum. Der Raum war eigentlich klein, weniger als 20 qm, mit 6 niedrigen Tischen aus schönem Massivholz. Der Boden wurde mit Tatami, Strohmatten, belegt. Statt Stühle gab es flache und harte Sitzkissen. Die Tische wurden durch leichte wackelige Strohraumteiler getrennt. Die Schuhe mussten wir ausziehen und in einem kleinen Regal stehen lassen.

Unsere "Raumnachbarn" war eine japanische Familie, die wir im Hotel gesehen haben. Der Mann hat bereits einige Schnapsgläschen genommen und schaute nicht mehr so reserviert zu uns. Es ist nicht einfach, so zu sitzen, wie die Frau dort auf dem Bild sitzt. Der Mann saß etwas freier, aber nicht so "stilvoll". Die Frau reichte ihm einige Stücke in den Mund, half ihm, die Hände mit einem feuchten Tuch abzuputzen, schenkte sein Glas ein.
Wir haben es auch versucht, so zu sitzen, aber nach wenigen Minuten aufgegeben, Josef als erster...Die nette Kellnerin kannte ein paar Wörter auf Englisch: fish, salmon, meat. Das Menü bestand aus Hundereten wunderschönen Buchstaben... die wir leider nicht mal groß unterscheiden konnten. Aber "mit Händen und Füssen" ging es wie immer - und klappte. Maria und ich bestellten "fish". "Salmon?" - Yes, salmon. Josef wollte Fleisch. Was denn genau? Pork! - nein, sie versteht nicht. Eine Geste für "Schwein", die auch Johanna zeigen kann, (danke, Corina!) - hat wunderbar geholfen. Alle lachten, sogar die Nachbarn. Wie wollen Sie Ihren Fisch? Wie wollen sie ihr Schweinefleisch? - das wollte die Kellnerin wohl fragen. Ich habe eine Pfanne und ein Feuer gemalt. OK, macht sie. "Reis" verstand die Kellnerin auch nicht. Ich habe kleine Reiskörner gemalt, die in einen Topf kommen, in dem Wasser kocht. OK, macht sie.
Nun sind wir gespannt. Johanna ist müde, aber hält sich noch wacker...
Unser Essen kommt!!!!!!!
Maria ist glücklich!
Viele kleine Schälchen, in welchen verschiedene kleine Vorspeisen und Soßen sind, passen alle gut zusammen und machen das hübsche Aussehen von Gerichten einfach perfekt!

Johanna hat auch Hunger, sie bekommt ein kleines Schälchen für den Reis und einen Löffel. Wir bekommen auch das europäische Besteck! Es sieht ein wenig alt aus, aber man kann damit essen. Wir versuchen aber doch mit Stäbchen - wir haben lange dafür geübt.
Man sieht, dass der Tisch wirklich niedrig ist - für Johanna passt er aber super gut!
Sie verputzte ihr Schälchen mit Reis und Fisch im Nu - alles war so lecker! Und das Sitzen in ihrer Lieblingsposition macht ihr nicht so viele Probleme wie uns... Die Frau am Nachbartisch, die schon den ganzen Abend so saß, stand sehr elegant auf - wir wunderten uns. Da steckten viele Jahre Übung drin... (wir haben uns vor der Reise den Film "Die Geischa" angeschaut. Viele kleine Details wurden für uns erst hier verständlich).
Im Restaurant war eine kleine Toilette, die ich aufsuchen musste, da Johanna sich meldete... Für diesen Besuch gab es extra Pantoffeln. Im Waschbecken von 20 cm Durchmesser konnte ich Johannas Hände gerade noch waschen, für den Rest hatte ich zu wenig Platz... ich fühlte mich wie ein Riese im kleinen Kämmerchen...

Als wir bezahlt haben und gehen wollten, standen unsere Schuhe für uns bereit, mit den Spitzen zur Tür.

Nun war der Abend leider zu Ende. Der Papa geht woanders hin, er schläft in einer Kapsel von ca. 70 x 70 x 180 cm, wir alle drei Frauen werden heute zusammen in einem Bett schlafen. Erstaunlicherweise wird Papa für seine Übernachtung mehr bezahlen als wir.

Ein langer Tag in Fukuoka

Zusammengestellt am 10.09.09,
gehört zum Datum: 12.07.09.



Meine Fotos von diesem langen Tag sind so unterschiedlich, dass ich den Bericht trennen muss - es wird heute ein Teil zu dem Lebensraum Großstadt veröffentlicht. Ich interessiere mich für alles, was den Menschen im Alltrag begleitet. Wir beide Erwachsenen müssen im Leben viele Funktionen und Rollen übernehmen, wir machten unsere Augen auf und schauten zu, welche Rollen und Rollenverteilungen hier so existieren. Ich hätte gern in ein Haus hineingeschaut, und in eine Bäckerei, und in eine Schule... es war leider nicht möglich. Manchmal ging uns auch der Mund auf - vor Staunen, und wir waren sehr dankbar, diese Erlebnisse in dieser kurzen Zeit haben zu können.


Ich versuche zu beschreiben, wie wir diesen Sonntag gestalten konnten.

Zuerst möchte ich wie versprochen das Frühstück zeigen. Was isst man morgens in einem japanischen, nicht auf Touristen orientierten Hotel? Die Zimmer sind ja alles Einzelzimmer, viele Gäste sind hier alleine, sie essen schnell, schweigen dabei, und schauen zur Wand... aber einen "normalen" Tisch haben wir auch gehabt. Wir essen: zu Dreiecken geformten gekochten (klebrigen Sushi-)Reis mit verschiedenen Gewürzen, eingelegten Kürbis, im Rote-Beete-Saft eingelegten Rettich, gesalzene Meeresalgen, eine würzige Gemüsesuppe, ein Rührei und Bällchen aus Reismehl und Gelatine. Das Brötchen schmeckt seltsam, nur das Toastbrot ist wie immer und überall in der Welt. Das Buffet wurde immer nachgefüllt, es gab auch kleine Fleischfrikadellen, Paprika, ganz scharfe Kräuter... Insgesamt sind die Gerichte nicht scharf, Johanna kann vieles problemlos essen.
Man kann sich denken, dass wir nicht schnell essen, unser Frühstück geniessen und uns bei einem Tässchen Kaffee (doch, den gibt es hier, und zwar einen guten!) unterhalten. Das wurde nicht so ganz verstanden... Einige spät aufgestandene Gäste, so neutral wie sie uns gegenüber sein mochten, schauten uns mal ungeduldig an, da sie einen Platz brauchten. Das Frühstücksraum für ein 9-stöckiges Hotel war nur mit 6 Tischen ausgestattet...
Wir gingen mit unserem Kaffee heraus - in dem Minilobby standen zwei kleine Tische - und zwei Laptops zur freien Verfügung, auch ein Drucker war dabei, ganz offen und für alle griffbereit stand ein Feuerlöscher.
Plötzlich hat sich unsere "Umgebung" verändert. Der Rahmen des Aufzugs und die Wände wurden mit weichen Polstern beklebt, ein weicher Teppich wurde im Nu ausgerollt, an dem Türrahmen des Hotels wurde auch ein Polster angebracht. Schnell und leise wurden eine Wäscheladung nach der anderen in die Etagen gebracht... Nach wenigen Minuten war der Mann und sein LKW und die Polster natürlich verschwunden...

Ich wartete noch wenige Minuten im Lobby. Einige Gäste reisten ab und warteten unten. Die Taxiwagen kamen einer nach dem anderen. Die Taxifahrer kamen hinein, verbeugten sich ganz vornehm und riefen die Namen "ihrer" Gäste auf, alle mit gleicher Intonation und gleichen Worten.

Wir reisen nicht ab, wir wollen keinen Taxi, wir gehen zu Fuß. Heute Morgen sieht das Hotel freundlicher aus, als gestern im Regen.
Hier knipste ich die Grenze zum Nachbarhaus - diese Grenze kann so viel aussagen...

Bereits in Tokyo waren wir überrascht, wie konsequent die Wege für blinde Mitbürger gestaltet sind. Streifen auf den geraden Strecken, Noppen an den Kreuzungen...
Ob man hier die Fahrräder entwendet, weiß ich nicht, hier sind sie an einer öffentlichen Parkfläche mit der Uhr angekettet.
Zwischen den Wohnhäusern steckte ein Friedhof... Ich schaute über die Mauer. Die Grabstätten sind sehr nah, 30-40 cm zu der Hausmauer... Jemand in diesen Wohnungen schläft weniger als 1 m von den Gräbern. Dabei haben wir gelesen, dass der Tod und alles damit Verbundene hier als "unrein" gelten. Leider konnten wir keinen Menschen zu diesem Thema befragen...
Wir gehen zum Zentrum. An einer Stelle ist eine rege Bewegung. Eine ca. 6 m hohe Auftürmung verschiedener Personen uns Symbole, so ein Plastikkunstwerk, befestigt an den Holzbalken wie auf einer Trage,
beeindruckt die Menschen: sie fotografieren unzählige Male das Kunstobjekt, sie beobachten es im Sitzen, die Stühle sind dafür aufgestellt, die Kinder in kleinen Gruppen werden hierher mitgebracht - sie sollen das ganze zeichnen...
...übrigens, wer sagt, dass nur DS-Kinder so "ungünstig" sitzen?

Ein junges Paar fanden wir alle soooo schön...
Zwei Priester oder Mönche, in schönste und dünnste Stoffe gekleidet, essen ihr Fingerfood...
Dieses Muster der Stoffe von Komonos haben wir in der Stadt mehrmals gesehen. Es sind auch einige Gruppen der Männer gewesen. Danach haben wir verstanden, dass es eine Art Fanclubskleidung oder gar eine Uniform der Mitglieder einer Mannschaften ist. Ein Fest wurde hier gefeiert, wir wollten jemanden finden, der uns etwas dazu erklärt.
Auch am Sonntag sind alle Geschäfte geöffnet. An einem Kaufhaus sahen wir einen Aushang für Touristen, also auf Englisch. Kurze Fahrten, 4 bis 5 Stunden insgesamt, zu den verschiedenen Sehenswürdigkeiten für die Gäste der Stadt. Das ist doch etwas für uns - wir müssen nicht viel laufen, wir werden gebracht und es wird uns etwas dazu erzählt. Nach den langen Tag in Tokyo fand ich diese Idee sehr schonend... für meine Beine. Die Kasse ist im dritten Stock, kein Problem, wir fahren hoch. Papa besorgt die Karten, es wird uns gesagt, wir sollen hier einen Moment warten...
hier, im DRITTEN Stock. Plötzlich geht die Schiebetür auf - und wir dürfen in den Bus einsteigen! Nicht eifach so eisteigen, wir müssen uns natürlich ordentlich auf die weisse Linie stellen, dann wird es dem Fahrer klar sein, dass wir einsteigen WOLLEN. Ok, das tun wir...
Dieses Bild knipste ich bevor wir ins Kaufhaus hereingekommen sind - ich wunderte mich, da ich dachte, dass die Busse in einer Tiefgarage verschwinden... nein, sie fahren hoch!
Jetzt aber müssen wir vom dritten Stock herunter... Eine solche Fahrt mit einem Bus habe ich noch nie gemacht. Die Bremsen müssen hier permanent kontrolliert werden... ohje...
Im zweiten Stock bemerken wir die Gleise - ah so, da war ja der Lärm von oben, das ist ja der Bahnhof!

und aus dem ersten Stock sehen wir schon die Strasse. Nur es ist nicht zu Ende: die ganze Stadt ist hier "mehrstöckig", alles läuft auf verschiedenen Ebenen...
wie diese Autobahnzubringer...
Wir verlassen das Zentrum. Ich bin gespannt auf das Programm, das uns angeboten wurde. Eine super nette Reisebegleiterin, mit einer hübschen Uniform und einem kleinen Hut, aber ohne Englischkenntnisse, gibt uns ein kleines Heftchen in die Hand, alles japanisch, aber mit einigen Sätzen auf Englisch. Wir besuchen einen alten buddhistischen Tempel, der jetzt ein Museum ist, und ein Kloster. Sie erzählt viel auf Japanisch, alle schauen brav links-rechts, wir müssen uns damit abfinden und dem Tonfall einfach lauschen... Diesen Turm haben wir im Reiseführer gesehen, ein Beispiel der modernen Industriebaukunst...Alle Businsassen bekommen einen Aufhängeschild mit dem Namen des Reiseunternehmens. Johanna auch. Wird sie ihn behalten? Für mich ist diese Erfahrung total neu, bis jetzt bekam sie nie etwas von Fremden auf den Hals gehängt, und wenn, dann flog alles herunter... Sie behält...

Einige Minuten haben wir das Gefühl, dass die Strasse tiefer gebaut wurde, als das Wasser im Fluss...

Danach geht die Strasse wieder hoch - zwischen den grauen Häusern sehen wir wieder einen Tempel und einen Friedhof, alles sehr eng und knapp...
In der Dunkelheit gestern haben wir den Flughafen gar nicht gesehen - da liegt er, alles wohl organisiert...
Das Auge sucht unbewusst nach grünen Flächen - plötzlich sehen wir etwas, was wir für ein Feld halten... wirklich, ein REISfeld! Das haben wir bis jetzt auch noch nie gesehen...
Wir haben die Stadt verlassen. Die Umgebung ist wunderschön, eine Berglandschaft ist hier zu sehen... und die reisfelder sind auch überall. Wir nehmen uns vor, einmal eine Pflanze unter die Lupe zu nehmen - keiner von uns hat je eine Reispflanze in den Händen gehabt.
Ein Foto von Josef: auf der kleinsten Fläche üben die Krahnfahrer, die Menschen mit Anzug und Schreibzeug sind auch dabei. Werden hier Punkte notiert? Eine Prüfung wird abgenommen?
Ein Foto von Irina: eine Wäsche(leine): die Stangen werden beliebig aufgelegt, die Wäsche wird grundsätzlich auf den Kleiderbügeln zum Trocknen aufgehängt.
Ein solches Bild kann man auch in Bern am Flussufer beobachten: jemand geht seinem Gärtnerhobby nach...
Endlich stoppt unser Bus an einem Parkeingang. Der erste Blick sagt schon aus, dass hier jeder Baum jahrzehntelang in besonderer Weise gepflegt wurde...
Wir sind in einer alten Tempelanlage angekommen, die jetzt als Museumsanlage dient.
Wir bekommen einen klaren, sehr knappen, Zeitplan für die Besichtigung...
Das ist ja der Preis, den man zahlt, wenn man als "organisierter" Tourist etwas sehen möchte... Es ist nix zu machen, wir laufen mit.

Vom Museum und von dem nächsten Punkt - dem Kloster und von dem japanischen "Butterfahrt"- Einkaufen, das im Program beinhaltet war, berichte ich weiter, es wird wohl Teil 2 und Teil 3 geben, da unsere Überraschungen viel zu zahlreich waren.