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Dienstag, 14. September 2010

Winkefenster

Die Tagen und Wochen vergehen, der KiGa wird nach den ferien "zum Alltag", der Trennungsschmerz der neuen Kinder ist am Morgen nicht mehr so groß, das Winkefenster wird langsam zu einem Spaß-Abschied - ohne Tränen, aber mit vielen Kindern, die sich gegenseitig gesellschaft leisten und sich auch von den "fremden" eltern verabschieden :-)Von Johanna bekomme ich zwei dicke Schmatzer und gehe - ohne dass man sie halten oder beruhigen muss. Heute habe ich Glück - sie blieb sitzen. Manchmal ist sie weg, bevor ich draußen bin. Dann ist alles wieder in Ordnung.

Dienstag, 3. August 2010

Endlich Kindergarten!

Am Anfang der Ferien fragte Johanna öfter, wann der Kindergarten wieder "auf" ist. Nach und nach hatte sie dann langsam die Hoffnung verloren :-) Aber seit einer Woche zählen wir die Tage - und das hat sich gelohnt: endlich kann Johanna in den Kindergarten gehen! Sie kann schon ganz alleine das Tor aufmachen und will nicht warten, bis ich knipse - sie geht einfach weiter.
Nur vor der Tür bekomme ich gesagt: Mama! Komm!
Johanna bewegte sich im KiGa sehr sicher, sie hat nichts vergessen, alle Namen hat sie drauf und hat sogar am Abend davor die Kinder auf dem Gruppenfoto genannt - der Papa hat diese nämlich vergessen :-)

Samstag, 12. Juni 2010

Kindergartenfest

Das ist Johannas erster Sommer im KiGa, und das ist ihr erstes Sommerfest. Einige Ermüdungserscheinungen haben wir Eltern mit einem vierten Kind natürlich da, aber ... klar, wir gehen hin, es gibt keine Diskussionen!
Maria zauberte zwei Kuchen - was für ein Schatz! Es geht um die Natur und Umwelt. Johanna möchte an einem Vier-Jahreszeiten-Parkour teilnehmen. Es wird "Winter" gewürfelt, Mit einer Wintermütze soll sie nun über die Reifen laufen,
über die Hölzer steigen
und eine Rampe bewältigen.
Es sieht vielleicht auf den Fotos gelungen aus, aber das ging überhaupt nicht einfach, ich war froh, dass Josef mitgekommen war.

Danach ging es zum "Grashüpfermobil", einer Naturschutzinitiative. Ich habe sonst den Kindern in der Grundschule immer dafür Geld mitgegeben, selber noch nie gesehen. Ein gut ausgestatteter Bulli kann interessante Vorträge zu verschiedenen Themen anbieten. Heute sind die Insekten im Mittelpunkt. Johanna kann einen Tausendfüssler bewundern.
Danach will sie uns "ihren" Spielplatz zeigen.
Sie ist noch ein wenig unsicher, ganz alleine zu gehen, aber es gibt ein Kompromiss: mit Papa Hand auf Hand statt in der Hand...
Sie möchte herunter springen. Sie zählt: eins, eins, eins!
Sie wollte alles zeigen - auch den Turm mit Sandaufzug.
Wir merkten, dass Johanna müde war. Wir sollten nach Hause gehen. Bei zwei Sachen darf sie noch mitmachen: ein Tunnel-Krabbeln

und ein Gänseblümchen auf die Wange.
Das Fest war ganz toll - wir haben die Mitarbeiter bewundert, die mit viel Fantasie alles auf die Beine gestellt haben. Johanna hat ein Riesenglück mit ihrem KiGa.

Freitag, 4. Juni 2010

Wie Johanna den Tag anfing...

Sie nahm meine Kamera und ging in den Vorgarten. Ich lief natürlich hinterher. :-)
Johanna durfte ein Foto machen, aus ihrer Perspektive: Johanna hat heute schöne helle Sachen angezogen bekommen und war bestens gelaunt. In den Mohnblumen sind schon früh am Morgen Bienen und Hummel zu sehen, wir beobachten sie jeden Tag vor dem KiGa...


Da, da hoch, da war ich!
Vor dem KiGa schaut sich Johanna immer die Fahrräder an. "Das! Haben!" Sie will dieses Fahrrad haben...

Es werden noch viele Jahre vergehen bis Johanna ein solches Fahrrad fahren kann (und ob das natürlich überhaupt passieren wird, klar...)
Aber erstmal Probe Stehen statt Probe Fahren...

So, Johanna, der Kindergarten wartet!

Montag, 17. Mai 2010

Ein neuer Rucksack

wird heute zum ersten Mal ausprobiert.

Johanna wachte auf. Der erste Satz war "Nanna Garten! Gartenbrot! Tasche Gartenbrot!" Natürlich machen wir alles genau so wie sie es möchte.

Und nun sind wir vor dem KiGa-Tor. Von vorn... von hinten... so sieht eine stolze Rücksackträgerin aus.Wir waren zu früh, Johanna war die erste in ihrer Gruppe. Ich verabschiede Johanna, die auf dem Lesesofa ein großes Buch aufschlägt.

Dienstag, 6. April 2010

Endlich Kindergarten!

Sie wurde wach mit den Worten "Mama Gartenbrot!" - die Mama soll also ein Brot für das Frühstück im KiGa machen.
Natürlich mache ich!
Für unsere lieben Erzieher habe ich ein Körbchen mit drei Hasen in den Eingangsbereich gestellt.
Wir Erwachsenen haben die letzte Tasse Kaffee des letzten Ferienfrühstücks genossen, Johanna vermuteten wir bei Maria, die mit dem Frühstück schon fertig war. Sonst war es still.

Eine leise Bewegung im Eingangsbereich ließ mich nachdenken.
Na klar!
Johanna war da, die Hasen waren da... nur einer davon hatte keinen Kopf mehr...
Was soll man da schon wieder machen? Wieder schimpfen?

Eine der Erzieherinnen war heute nicht da. Johanna verschenkte die zwei übrigen Hasen. Diesmal "passte" es gerade...

Montag, 18. Januar 2010

Nanna Garten!

Johanna will in den KiGa gehen, ich erkläre ihr, dass alle Erzieher noch gar nicht da sind, es ist zu früh... Wir müssen sehen, dass wir die Zeit anders nutzen, aber Johanna will nicht mehr aus dem Eingangbereich weg, sie möchte ja fahren!
Nanna Garten Mama! (Johanna geht in den KiGa mit Mama? - soll man das so verstehen?).

Beim Abholen habe ich etwas seltsames beobachtet. Johanna schubste ein anderes I-Kind, es fing an, zu weinen. Eine Erzieherin sagte, dass dies schon einige Male vorgekommen ist und dass der ängstliche Junge Johanna bereits aus dem Weg geht... Tja, da haben wir zu Hause etwas zu besprechen...

Mittwoch, 6. Januar 2010

Noch zu klein...

Johanna beobachtet in Kindergarten, dass die Kinder ihre Sachen selber holen. Gegen 14:00 kommen die Eltern, die Erzieher sind da, einige Kinder fangen an sich anzuziehen. Johanna wollte das offensichtlich auch tun - ich sah beim Hineingehen, wie sie sich alles zurecht gestellt hat, um an den Haken zu kommen. Erst versuchte sie, die Tasche abzunehmen...Hi Maria!
Wir haben Johanna gelobt, sie wollte es nochmal versuchen, jetzt mit der Jacke -
aber sie muss doch noch ein wenig wachsen... vielleicht schafft sie es im Frühjahr?
In einer Woche hat sie wieder ihren Monatsgeburtstag, dann wird gewogen- gemessen...

Zum Thema Bilder im geschenkten Bastelkalender: das Bild, das man in einem Kasten mit Murmeln und Farbe erstellt, hat sie mit einem Praktikanten gemacht, und zwar Vieles wirklich alleine - das habe ich nachgefragt.
Die nächsten Sätze kann der Leser gern als (Schleich) Werbung verstehen:
In unserem Kindergarten übrigens sind vier männliche Personen tätig :-) - das hat keins unserer Kinder in deren KiGaLaufbahn genossen!

Dienstag, 29. September 2009

Es ist ein ganzer Monat her...

Seit vier Wochen ist Johanna ein Kindergartenkind! Vier Dienstage bereits packte ich ihre Frühstückstasche, an keinem der 20 Tage im Kindergarten wollte sie nachmittags unbedingt sofort nach Hause.

Sie kennt sich im Gebäude und im Garten mittlerweile gut aus, sie zeigt mir den Weg, wenn wir in den Frühstücksbereich gehen wollen oder die Seitentür von draußen finden müssen. Sie geht morgens gern hin und möchte in der Mittagszeit lieber spielen als schlafen. Den Schlaf holt sie dann zu Hause nach, was uns hier im Haus eine ruhige Zeit am Nachmittag erlaubt.

Demnach werden ihre Abende länger, wir können noch etwas lesen oder ein spätes Einkaufen erledigen oder einfach zusammen sitzen und Tee trinken, manchmal leistet Johanna uns Gesellschaft bei den Nachrichten - wobei es ihr nur darum geht, zwischen Papa und Mama zu sitzen... Meine Arbeitsabende sind wohl zu kurz, das sind Arbeitsnachmittage (Johannas Schlafenszeit) geworden.

Seit einer Woche meldet sich Johanna regelmäßig in der Nacht zur Toilette, manchmal zwei Mal, was meine Nächte auch etwas kürzer macht. Aber darüber freuen wir uns, da sie das Gelernte im Babyalter doch offensichtlich nicht vergessen hat. Sie ist ja noch keine 3 Jahre, das hat sie vor ihren Geschwistern geschafft.

Dienstag, 22. September 2009

Kleine Nachrichten

Im Moment geht es mir und Johanna so, dass wir beide unsere Tagesabläufe neu festlegen. Im letzten Jahr habe ich Johanna meistens ca. um 13:30 abgeholt und den Rest des Tages mit ihr zusammen verbracht. Sie hat bereits ihren Mittagsschlaf gehabt und ich musste sehen, dass wir die Nachmittage sinnvoll verbringen und alle unsere Therapie- und Sporttermine wahrnehmen.

Jetzt hole ich sie kurz nach 13:30, sie schläft im Auto ein. Ins Haus gebracht, schläft sie bis ca. 16:00, da sie am Tag viel erlebt. Natürlich setze ich diese für mich "freie" Zeit sinnvoll ein, aber ohne Johanna. Es bleiben uns Nachmittage und Abende, um etwas zu unternehmen. Und natürlich die Wochenenden.

Während unserer Reise waren wir 24 Stunden zusammen. In diesen 8 Wochen sind mehrere Entwicklungsschritte deutlich zu sehen gewesen. Ob Schuhe anziehen, ob einen Joghurt vollstädndig auslöffeln, eine Windel nach Bedarf holen, einen Schlüssel im Schloss umdrehen oder sonst noch etwas - die meisten Dinge habe ich festhalten können. Eigentlich wäre es uns recht gewesen, wenn sie sich erst ausruhen könnte - aber aus einer intensiven Zeit unterwegs wurde eine noch intensivere Zeit im Kindergarten. Jetzt hat sie jeden Tag neue Herausforderungen und muss mithalten.

Ich sehe einige neue Fähigkeiten bei ihr oder erst Elemente davon, aber sie sind noch nicht "reif". Ich versuche einige klare Situationen zu beschreiben.
- Sie warf gezielt einen weichen Ball gegen die Wand.
- Sie hat mit einen Ball mit einem Bein "wie im Fussball" gespielt.
- Sie ist total flink mit dem Bobbycar - nach vorn, zurück, lenken - kein Problem.
- Sie spielt interessante "soziale" Spiele - Teddy füttern, Tee servieren, bei der Puppe Windel wechseln und Popo waschen. Dabei sagt sie etwas wie "Teddy Tee. Hmmmm. Heiss! Mama Tee!"
- Sie hat nach ihrer Trotzphase wieder Interesse an unseren selbstgebastelten und an den GUK-Karten entdeckt. Am Wochenende morgens holt sie den Stapel ins Bett, sagt "Mama Karten!" - die Mama soll also die Karten zeigen und nennen oder vorlesen.
- Sie setzt sich alleine auf ihren Hochstuhl, an dem es jetzt keinen vorderen Bogen mehr gibt. Sie isst alleine ihr Essen, wir brauchten kaum zu helfen.
- Sie kann alleine aus der Küche in ein anderes Zimmer ein Schälchen oder einen Teller auf unsere Bitte hin bringen.
- Sie kann jemanden rufen, z.B. zum Tisch - ich schicke sie in die Garage oder in Papas Büro, sie soll laut rufen - das tut sie dann auch.
- Sie kann Papas Handy bedienen, wenn sie sich Musik anschalten möchte. Am Wochenende fand ich auf dem Bauch schlafende Johanna, unter ihr steckte das von ihr neben dem Bett gefundenes und laut angeschaltetes Handy.
- Sie kennt bei meinem Fotoapparat viele Knöpfe.
- Sie will unbedingt helfen, wenn die Einkäufe auf das Band gelegt werden müssen oder im Kofferraum verstaut werden.
- Sie verspricht, sich im Auto nicht abzuschnallen, und mit einigen Erinnerungen kann dies meistens einhalten.
- Sie warf mehrmals gezielt zwei Kastanien von sich nach vorn und lief hinterher. Mit kleinen Hilfen konnte sie immer wieder die Kastanien wieder finden.
- Man sagte uns, dass sie heute zum ersten mal beim Spiel im Stuhlkreis richtig mitgespielt hat.

Sonst haben wir noch einige kleine Nachrichten. Johannas Mundwinkel brauchen wieder Pflege und Behandlung. Calendula-Öl, Wundsalbe, Kamillencreme sind im Einsatz, helfen bis jetzt nicht.
Einen Termin bei unserem Homöopathen haben wir in zwei Wochen. Sie kann sich gut äußern - "Mama, Aua!" - und zeigt auf den Mund. Als Erwachsene muss ich reagieren und ihr eine Erleichterung verschaffen - uns so greife ich zu allen Mitteln, die zur Hand sind.

Unsere Krankenkasse teilte uns mit, dass es jetzt eine zusätzliche Untersuchung gibt - eine U7a, mit 3 Jahren. Im November haben wir dann auch schon einen Termin - es wird wahrscheinlich nötig sein, wieder eine Blutprobe zu machen... Vielleicht wird man da feststellen, was Johanna fehlt.

Freitag, 18. September 2009

Die dritte Woche ist vorbei...

...in der die Mama alles Mögliche am PC machen musste, um ihren Wiedereinstieg in den normalen Schulalltag zu organisieren. Nur die Blogpflege kam zu kurz.

Was kann man nach diesen drei Wochen im Kindergarten festhalten...
Johanna freut sich jeden Morgen auf und über ihren "Garten".
Sie kommt in die Gruppe hinein, schaut sich um und sucht sich eine Beschäftigung.
Sie sitzt keinesfalls in einer Ecke oder geht unter.
Sie nimmt am täglichen Stuhlkreis teil, sie läuft nicht herum und bleibt sitzen.
Sie malt gern und hat bereits einige "Kunstwerke" in ihrer Schublade.
Sie frühstückt mit uns zu Hause, danach frühstückt sie noch leicht im Kindergarten (Obst), sie kann ihr Geschirr abstellen.
Sie weiß, dass man nach dem Essen Hände wäscht, sie tut das auch, und zwar sehr gern, sodass es eher nach Plantschen aussieht. Einmal musste sie deswegen umgezogen werden.
Sie hat versucht (wurde uns gesagt), den Namen eines Kindes zu nennen.
Sie isst ihr Mittagessen um 12:00, sie benutzt Löffel und Gabel, nur selten Hände. Sie trinkt wohl aus einer Tasse, aber offensichtlich nicht schnell und nicht genug. Deshalb bekam sie zusätzlich eine Trinkflasche mit. Wir geben ihr morgens noch ein Lätzchen mit, aber es ist beim Abholen nicht besonders schmutzig und die Kleidung auch nicht.
Sie hat bereits 3 Logopädie-Termine im KiGa.
Sie hat ihren Tagesablauf geändert: statt um ca. 12:00 ihren Mittagsschlaf zu haben und danach zu essen, isst sie gerade in dieser Zeit und schläft dann ab 14:00 bis 16:00 Uhr. Danach ist sie natürlich erst gegen 20:30 - 21:00 Uhr müde. Mamas Schreibtischabende sind deswegen viel kürzer...
Sie hatte bereits einen kurzen Schnupfen (hat sich angesteckt?), der schnell vorbei war.
Sie spielte nach dem Essen im Garten im Sandkasten und mit dem Bobbycar, sonst geht sie gern in die Autoecke oder in die Puppenecke.
Sie hat angefangen, zu weinen, wenn wir gehen. Sie will jetzt auch abends nicht alleine einschlafen, ich muss neben ihr sitzen und sie hält vor dem Einschlafen meine Hand. Davonschleichen meinerseits klappt nicht.
Natürlich ist sie in vielen Bereichen weit zurück im Vegleich mit gleichaltrigen Kindern,

aber sie macht alles mit.

Dienstag, 15. September 2009

Ein neues altes Wort...

Wir sind ja in der Phase der Sprachentwicklung, in der man die Wörter noch abzählen kann.

Tschüüüüsssss!
Wir dachten, dass sie dieses Wort vergessen hat, sie hat sich seit zwei Monaten mit Bye-bye! verabschiedet. Heute Morgen, Frühstückstasche in die Hand genommen, Tür zugezogen, mit beiden Händen winkend - sie will in den "Garten"!
Tschüß, Papa!Jetzt, nach zwei Wochen, ist sie morgens nicht mehr so berauscht von allem, was sie dort sieht, und fängt an zu weinen, wenn ich gehe. Die Erzieherinnen betonen, dass sie nicht lange weint, so wie die anderen "neuen" Kinder - und von den eigenen Kindern weiß man noch das Gleiche. Trotzdem... möchte man danach doch lieber anrufen und fragen...

PS. Der Bericht zum 12.07.09, Teil 4, ist fertig.

Montag, 14. September 2009

Sie konnte aussuchen -

schlafen gelegt zu werden oder zu dem Sandkasten mit den anderen Kindern zu gehen.
Sie entschied sich für den "Garten", deshalb ging sie nach dem Mittagessen um 12:30 nicht in den Ruheraum, sondern, mit Gummistiefel und Matschhose ausgestatten, nach draußen.
Kurz vor 14:00 Uhr, als ich sie abholte, war sie noch fit. In 7 Minuten, die wir bis zur Haustür brauchten, ist sie eingeschlafen...
***
Es ist wirklich so, dass Johanna ihren Tagesablauf neu organisieren muss. Der späte "Nachmittagsschlaf" wird die Abende länger machen. Das Ganze wird viele Auswirkungen auf unseren Tagesablauf haben und natürlich auf meine Stunden, die ich für die Schule am Schreibtisch verbringe...

PS. Der Bericht zum 12.07.09, Teil 3, ist fertig.

Mittwoch, 9. September 2009

Neue Erfahrungen von Mama und Johanna.

Ganz früh, noch vor 6, war Johanna wach. Sie meldete sich zur Toilette. Das macht sie erstaunlicherweise immer öfter, auch in der Nacht. Wir denken, dass ihre Trotzphase langsam zu Ende ist - oder die erste Trotzphase mindestens. Sie wird immer kooperativer.

Nach dem gemeinsamen Frühstück steigt sie ins Auto, ihre Tasche immer mit, und wir fahren in den "Garten"!
Johanna kommentiert: Nanna Garten! Mama Garten! Papa bye-bye! (sind diese Aussagen als Sätze zu betrachten?)
Sie will ihre Tasche alleine tragen und alleine gehen. Das dauert.Die schöne Holztreppe führt nach oben, dort findet der Stuhlkreis statt. Die Kinder laufen hoch und herunter... Johanna rutscht auf dem Po... weil es lustiger ist?.. So verabschiede ich dann mein Kind heute.
Ich brachte Johannas Decke und einen Kuscheltier mit - sie wird bestimmt müde sein, sie wird den Tag ohne Schlaf zwischendurch nicht aushalten...
***
So war das auch: als ich sie abholen wollte, schlief sie, zusammen mit anderen zwei Kindern, im Ruheraum. Auch das Schlafen mitten im Kindergartenalltag ging bei ihr unproblematisch.

Gestern abend ging ich zum ersten Elternabend im neuen KiGa. Das ist mein erster Elternabend als ... hm... Integrationskindsmutter... gewesen. Auch eine neue Erfahrung... Ich habe die Eltern kennengelernt und fand viele wohlwollende Gesichter und Persönlichkeiten dabei. Einige positive Aussagen über Johannas Anwesenheit in der Gruppe haben meine anfänglichen Befürchtungen schnell verfliegen lassen.
Es ist für uns im Moment unvorstellbar, dass Johanna in Zukunft Freundschaften entwickeln kann, aber wir schliessen das natürlich nicht aus, und es war mir bewusst, dass auch hier, wie überall in der uns umgebenden Gesellschaft, Hemmschwellen meinem Kind gegenüber durchaus sein mögen. Ich habe mich und uns vorgestellt und diese Blogadresse genannt.

Herzlich willkommen an die Besucher, die sich ein Bild von dieser neuen Kindergartenfamilie machen wollen!

Freitag, 4. September 2009

Der letzte Kindergartentag...

in der ersten Woche...

Diese Woche verlief gaz gut. Die vielen fremden Menschen, denen Johanna im Sommer begegnete, haben bei ihr offensichtlich positive Spuren hinterlassen. Über die neuen Gesichter im Kindergarten freute sie sich und hatte keinerlei Angst o.Ä. Sie sagt jetzt immer "Garten!" - für den "Kindergarten"...
Alles, was sie in dieser Woche kennen lernte und sah und erlebte, nahm sie offen entgegen. Sie kommt gern in den KiGa und - wie hier auf dem Bild - geht gern nach Hause - was wollen wir mehr?Sie lernte, ihr Geschirr nach dem Essen abzuräumen, und die Papierblätter an dem Malbrett zu befestigen. Und sonst lerne sie viele Dinge, die ich z.T. gar nicht mitbekommen habe.
Sie hat in meiner Anwesenheit ein Kind gestreichelt und wurde von zwei Mädchen ganz lieb verabschiedet. Bei den zwei Jungs, die gerade Kräfte gemessen haben, kam ihr Umarmungsversuch nicht gut an... aber das wird sie auch vielleicht lernen...
Es fängt für sie ein anderer Lebensabschnitt an, in dem nicht nur die Eltern eine Rolle spielen...
Wir freuen uns für Johanna!

Dienstag, 1. September 2009

Sie hat es geschafft!!!

Johanna!
Klein!
DS!
Kindergartenkind!

Sie hat es echt geschafft, noch vor ihrem 3. Geburtstag, früher, als ihre Geschwister, einen Kindergartenplatz zu bekommen!!!
Herzlichen Glückwunsch!!!
Sie steht mit ihrer Frühstückstasche vor dem Tor und ich kann das gar nicht glauben!

In der Gruppe durfte sie sich ein Bild aussuchen, das sie ab jetzt "begleiten" wird: ein Bär - da hängt jetzt ihre Jacke und die Tasche. Sie musste lernen, dass das gleiche Bild als ein Zeichen für das "Ankommen im KIGA" wichtig ist, es muss im Essraum angebracht werden. Nach dem Frühstück wird der Bär auf die nächste Tafel gesetzt, das wird heissen "Ich habe bereits gefrühstückt"... was man so alles lernen muss...


Johanna wusste nach den zwei Hospitationstagen, dass oben spannende Spiele und Sportgeräte waren. Sie wollte schauen, aber heute finden dort keine Aktivitäten statt, beim guten Wetter sind alle immer draussen.
Nach draussen hätte sie sowieso nicht geschafft, weil es überall viele tolle Dinge gibt! In der Autoecke hat ein älterer Junge Johanna gezeigt, wie man hier das Licht anschaltet.
Danach landete sie, für längere Zeit, in der Puppenecke - mit vielen Puppen und einer schönen Küche. Zwei andere Kinder spielten mit und es gab keine besonderen Unterschiede im der Spielweise. Danke an unsere liebe Tagesmutter und unsere Tagesgeschwister!
Nach zwei Stunden trug ich ein schreiendes, sich wehrendes Kind aus dem Gebäude heraus.
Sie wollte nur zurück.
Das musste ich jedem erklären, da Johanna ihre Stimme sehr intensiv eingesetzt hatte.
Ich versprach ein paar Tausend mal, dass wir morgen wieder kommen.
Und morgen darf sie etwas länger bleiben!

Johanna! Unser Kindergartenkind!

Montag, 31. August 2009

Ein Bild entsteht...

Das hat Johanna sehr vermisst - malen, zeichnen, kritzeln... In all den fremden Räumen durfte sie nicht viel mit dem Stift oder Kugelschreiber spielen, wir mussten ihr oft die Stifte abnehmen...
Aber jetzt konnte sie wieder pinseln, wie sie Lust hatte...Nach unserem "Höflichkeitsbesuch" bei unserer KiAPraxis haben wir uns auch beim Kindergarten gemeldet - das war ja geplant, aber am 30.06... Es hat sich vielleicht etwas geändert? Wollen sie uns noch haben? Die neue Gruppe hat ja bereits angefangen.

Man muss nicht drei Mal raten, was ich auf die Frage "Wollt Ihr denn schon morgen kommen?" geantworten habe. Wir können unser Glück und das von Johanna nicht fassen!

Montag, 29. Juni 2009

KiGa-Nachrichten

Heute liegt ein Brief auf meinem Tisch. Es wird uns mitgeteilt, dass Johanna ab dem "Sommer 2009" in den Kindergarten gehen darf! Wir sind sehr froh und sind sehr positiv überrascht. Das Untersuchungsergebnis war offensichtlich positiv. Es wurde ja die Empfehlung ausgesprochen, die Integration bei Johanna zu fördern, und die KiTa hat die Bereitschaft ausgesprochen, Johanna aufzunehmen - und nun darf Johanna hin! Wir sind auch sehr froh, dass man es uns nicht schwer machte, einen Platz unter und mit den anderen Kindern für Johanna zu finden.
Wir lernen fleißig Lieder und hoffen, dass Johanna nicht ganz unvorbereitet in die Gruppe kommt.

Mittwoch, 17. Juni 2009

Wichtiger Termin

Heute hatte Johanna einen wichtigen Tag: beim Gesundheitsamt musste sie zeigen, dass sie einen integrativen Platz im KiGa bekommen kann. Die Bedingungen für einen Erfolg dieser Untersuchung waren nicht toll: Johanna hat in der Nacht sehr wenig geschlafen, in der Mittagszeit hat sie auch nichts nachholen können. Sie weinte, war unzufrieden und wollte am Liebsten gleich ins Bett... wir mussten wohl mit einer Leistungsverweigerung rechnen...

Dann aber hat sie sich "hingekriegt" und war mit guter Stimmung und Motivation dabei.
Erst durfte sie mit einer Familie spielen, die mit dem Auto unterwegs war.

Der "Papa" bekam sogar ein Küsschen...

Dann gab es etwas Schönes zu machen: große Holzperlen auf einen Faden ziehen.

Man sieht, dass es gut geklappt hat - obwohl sie das noch nie gemacht hat (das müssen wir aber nachholen!)


Danach gab es Johannas "Lieblingsthema": Türmchen bauen. Ich glaube, sie mochte die Ärztin sehr und baute das Türmchen nur ihr zuliebe.

Aber es ist ja klar: es wurde gebaut, um es umzuschmeissen!

Bei dieser Aufgabe war ich mir nicht sicher, ob Johanna mithalten kann. Doch, das konnte sie - sie hat eben die "Pyramide" nachgebaut.


Sonst verlief die Untersuchung positiv.
Johanna zeigte, dass sie auch feinmotorisch gut ist, sie nannte einige Dinge, die sie auf bunten Kärtchen sah, sie kletterte munter und spielte mit einem Ball. Sie konnte die Farben nicht zuordnen, aber daran arbeiten wir ja...

Einen Platz können wir wohl belegen, aber es ist noch nicht klar, ab wann dies möglich sein wird. Spätestens natürlich ab dem 3. Geburtstag.