Samstag, 11. Dezember 2010

Chaos

im Haus
und überall herum...
In der vergangenen Woche kamen Frost und Schnee und der Schnee bedeckte das "überall herum" - man sieht mindestens nicht, dass die Baustelle in der letzen Zeit nur notdürftig aufgeräumt wurde. Aber was soll´s - man hat versucht, alle angefangenen Arbeiten schnellst möglich abzuschließen.

Aber im Haus... ich suche nach den Sachen, die ich schon lange vermisse... und das chaotische Haus bewirkt die Chaotik im Kopf... Johanna spürt besonders gut, wann sie mich am schnellsten auf die Palme bringt und nutzt jede Gelegenheit aus. Ihre Experimente haben leider oft einen trotzigen Charakter... Ich bin momentan in einer pädagogischen Sackgasse. Es muss einen Ausweg geben, aber dafür braucht man Ruhe. Die habe ich nicht. Und die Chaotik im Kopf bewirkt ein weiterhin chaotisches Haus...

Ich versuche trotzdem, schon den ganzen Tag, immer wieder, etwas Ordnung zu gewinnen, damit man morgen einen Adventssonntag annähernd gelassen anfangen kann.

Freitag, 10. Dezember 2010

Die Sterntaler

Ein Jahr ist vergangen...
Johannas zweite Kindergarten-Adventsfeier war heute. Letztes Jahr gab es ein Schwarzlichttheaterstück, Johanna hatte eine kleine Rolle, klitze-kleine genauer gesagt. Zusammen mit ihrer Erzieherin hat sie eine Lichtkegel unter den Tannenbaum gestellt - sie war "der Engel, der brachte das Licht hinein"...

Ich war heute sehr gespannt, was wir Eltern zu sehen bekommen. Es sollte wieder eine Überraschung werden und erzählen - das tut Johanna sowieso nicht... Im Bewegungsraum versammelt, bekamen die Eltern das Stück "Die Sterntaler" angekündigt. Gut organisiert kamen die "Schauspieler" in den Raum und nahmen ihre Plätze auf der Bühne. Ich schaute hin und suchte mit den Augen eine der Erzieherinnen, die Johanna bei der Hand führen würde... Keine Erwachsenen... Kommt Johanna nicht? - Tja, ich habe sie übersehen, sie ist längst da, sie ist ein "Sternkind" und sitzt "im Wald"- sie brauchte also keine Hilfe...

Im Stück hat jedes Kind aus der Gruppe eine Rolle bekommen.

Als die "Sternkinder" dran waren, konnten wir nicht aufhören, uns zu wundern: Johanna tanzte mit den anderen Mädchen, sie brauchte keine extra Unterstützung und wusste die Reihenfolge ganz genau. Nur ein Mal hielt sie das Schälchen mit der Kerze etwas zu nah am Gesicht... Getanzt wurde in der Dunkelheit, meine Kamera hat einige Aufnahmen mit dem Blitz "herausgeholt" - das hier kann ich wohl zeigen, nachdem ich das Bild ordentlich verunstaltet habe.Ich habe bei Johanna ZUM ERSTEN MAL eine Bestätigung bekommen, dass sie bereits eine räumliche Orientierung besitzt und sich in einer tanzenden Gruppe harmonisch bewegen kann, sogar in einem dunklen Raum.

Nach dem Stück wurde ich von einigen Eltern angesprochen, sie lobten Johanna und haben anerkennend ihre Teilnahme bewertet - nicht nur meine Augen also haben ihre Bewegungen verfolgt... :-)))

Die Feier danach ist sehr gut gelungen, für alle gab es gemütliches Beisammensein. Nach und nach sind die Kinder zum Spielen gegangen, Johanna habe ich weder zur Sicht noch aufs Bild bekommen - sie war ja in "ihren" Räumen, sie kennt sich bestens aus. Ein weinendes Kind mussten wir nach Hause tragen - sie wäre am liebsten dort geblieben...

Zusammen frühstücken

können wir nicht oft. Aber heute sind wir drei am Frühstückstisch: Papa, Mama und Johanna.

Johanna sieht, dass ich mir ihr Messe geschnappt habe.
- Mama? Messer?
- Nein, ich habe kein Messer!
- Nanna Mama Messer holen?
- Das wäre schön!
Johanna geht in die Küche. Papa wundert sich, dass sie aufgestanden ist. - Johanna, wo gehst Du hin?
- Mama messer holen!

Der Papa bekommt ein Telefonat und geht ins Büro... Danach geht er in die Küche, um Kaffee zu holen. Er fragt, ob wir noch etwas brauchen... Johanna sagt etwas, aber der Papa hört sie nicht...
Sie ruft lauter:
- Papa! Hallo! Papa hol` Tasse! Bitte andere Tasse! Kleine Tasse!

Johanna ist 4 Jahre und 3 Wochen...

Donnerstag, 9. Dezember 2010

Wie immer Donnestags...

sehe ich Johana wenig...

Vormittags ist im Kindergarten, eine Stunde in der frühen Nachmittagszeit haben wir zusammen, dann geht sie zu ihrer "Konferenzbetreuung"...

Heute, als ich sie abgeholt habe, passierte Unglaubliches: Johanna gab mir ihre Hand und wir zusammen, Hand in Hand, sind zum Auto gegangen. Sonst muss ich sie einfangen und ins Auto tragen... Die Eltern, die ihre Kinder, schön bei der Hand haltend, von der Haustür bis zum Kindergarten bringen können, werden mich nicht verstehen...


Johanna singt ja, mal besser, mal schlechter :-)
Unter den Liedern von F. Vahle gibt es "Let it always be sunshine!" - eine Version von "Пусть всегда будет солнце". Vor vielen Jahren haben die sowjetischen Künstler keine Idee gehabt, die Rechte für das Lied schützen zu müssen - so wurde das Lied in der ganzen Welt gesungen, ohne dass man wusste, woher es kam. Nun singt Johanna mit. Auf Französisch, Englisch, Deutsch und Russisch - immer schön das letzte Wort in der Zeile. Hoffentlich wird sie auch weiterhin nicht entmutigt, wenn es ihr nichts mehr als das letzte Wort gelingen wird...

Mittwoch, 8. Dezember 2010

Ein Adventsgeschenk

wartete heute auf mich im Kindergarten. Johanna klebte einen Tannenbaum aus bunten Schnipseln zusammen - das macht sie manchmal in den Ergotherapiestunden.Unten ließ sie eine "Widmung" schreiben :-)

Dienstag, 7. Dezember 2010

Dienstag, der 07.12....

Heute ist eine besondere Frau gegangen...

Seit einigen Tagen bereitete sich ihre Familie darauf, sie gehen lassen zu müssen...

Seit einigen Jahren konnte sie ihre Weihnachtsplätzchen nicht mehr alleine backen.

Seit drei Tagen stehe ich in der Küche und backe Plätzchen.
"Und nicht zu dünn ausrollen!" - sagt mir eine Stimme, die nicht mehr klingen kann.
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Zur Ehren von Frau C. T. .....................................................


Montag, 6. Dezember 2010

Unser Nikolaus

brachte ganz viele Geschenke mit.

So viele, dass ich Johanna nicht alles zeigen wollte... Ich weiß nicht, ob sie den ganzen Trubel mit einem gewissen Nikolaus verbindet. Vielleicht im nächsten Jahr...?Aber die Freude über die Geschenke ist groß, egal, wer sie brachte!
Da die Mama wieder auf dem Gerüst war, durfte Johanna bei einer "auswärtigen" Feier dabei sein. Den ganzen Abend verbrachte sie ohne Mama und ohne ihre unmittelbaren Bezugspersonen - und das ging super!

Sonntag, 5. Dezember 2010

Unsere Adventsfarben...

sind in diesem Jahr gelb, hellblau, lila, türkis...

Na ja, mal etwas anderes... wie auch die ganze Geschichte mit dem Hausanstrich... Hier sind einige Details, an denen wir jetzt arbeiten... Die Trennlinien müssen wirklich sauber gezogen werden - wie die rauhe Oberfläche nur erlaubt... Die glänzenden Punkte sollen alles aufheitern - hoffentlich gelingt uns das, was wir uns vorgestellt haben ;-)

Heute arbeiten wir an dem Entwurf der vorderen Fassade.

Samstag, 4. Dezember 2010

Arbeit ohne Ende...

Ich habe versucht, das Haus auf die Adventszeit einzustimmen.
Da unsere Baustelle noch nicht weg ist - genauer gesagt, leben wir in der Mitte einer Baustelle :-) - ist das in diesem Jahr nicht einfach.

In der Woche, wenn es nur eine kleinste Möglichkeit da war, war ich auf dem Gerüst - zum Streichen. Die Farbentöpfe stehen noch im Eingangsbereich. Johanna beobachtete die ganze Woche, was ich da tue.

Wir, die Eltern von drei sehr vernünftigen Kindern, haben jetzt mit dem vierten Kind Einiges zu erleben... heute auch... Johanna nahm sich den roten Pinsel aus einer Tüte und den roten Farbentopf und "half" Mama und Papa, den Eingangsbereich so richtig farbenfroh zu gestalten.

Na, wie gesagt, danach hatten wir richtig zu tun...

Freitag, 3. Dezember 2010

Singen?

Johanna möchte gern singen, aber das gelingt nicht besonders... Wir entdecken gerade die Lieder von Frederik Vahle, "Anne-Kaffee-Kanne", "Der Cowboy Jim aus Texas" und andere. Sie kennt schon viele Texte und weiß, was am Ende der Zeilen steht und "singt" das letze Wort mit - oder spricht es aus, genauer gesagt... mehr oder weniger klar... aber leider nicht viel mehr... Die Tendenz ist aber da, wer weiß, womit sie mich in einem halben Jahr überrascht.

Heute liegt uns ein Bericht aus der Ergotherapie vor. Ich lese, dass Johannas "Singkünste" auch in den Therapiestunden zum Vorschein kommen.Dies taucht in den Berichten zum ersten Mal auf. Spannend.
Ich wünsche Johanna, dass sie darin auch einen Ausdruck ihrer aktuellen Entwicklung findet.
Es ist mir sehr bewusst, dass ihre Stimme bereits im jungen Alter nachlassen wird und tief und vielleicht gar rauh wirken wird. Aber erst kann sie sich in dieser Form mitteilen, ohne dass sie Probleme mit den schiefen Tönen hat :-)

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Das wünschen wir auch Johanna...

In der gestrigen Osnabrücker Zeitung habe ich eine Werbung entdeckt. Vor drei Jahren habe ich bereits von diesem Geschäft berichtet, kam aber nie dazu, dorthin zu gehen...
Das Team lädt ein, den 111. Geburtstag mitzufeiern und Rabatte zu genießen......und hier ist das Bild etwas größer, wenn man nicht alles erkennen konnte...
Die Tochter des Unternehmers ist dabei.

Das wünschen wir auch Johanna, wenn sie soweit ist.

Mittwoch, 1. Dezember 2010

Ein wenig müde...

ist Johanna in diesem Jahr... sie macht Vieles mit, aber irgendwie auf Sparflamme...

oder bin ich das, die alles auf Sparflamme mitzieht? Auf jeden Fall spiegelt sich das in Johannas Benehmen wieder. Ich bin froh, dass wir eine kurze Pause vor Weihnachten anlegen werden. Johanna macht so habwegs mit und macht eigentlich nur das, was ihr Spaß macht.Aber der Max ist jetzt plötzlich hoch im Kurs - Johanna will zeigen, wie sie in den Sattel steigen
und absteigen kann.
Sie sagt gerade: absteigen!

Dienstag, 30. November 2010

Kälte(reiten)

Es war ein wenig zu kalt... so um minus 7 und der Ostwind...
aber die Vereinbarung bleibt: nicht viel Rücksicht aufs Wetter...

Hier sind einige Bilder - Johanna bei den Gleichgewichtsübungen,IM TRAB!!!!!
und beim Reiten in der "Mühle"...
Es wird also langsam, auch wenn sie nicht überall ganz genau mitmacht...

Montag, 29. November 2010

Neue Wörter...

Schlafanzug, Eiskugel, Wollpullover, Bilderbuch, Maltafel, Babypuppe, Zieh-Hund, Buntstift, Eisenbahn...
...diese Wörter sind bei Johanna im "Normalgebrauch" angekommen...
Einer von Johannas Brüdern hat im Alter von vier Jahren auch zusammengesetzte Substantive gemeistert, allerdings als zweite Sprache...

Sonntag, 28. November 2010

Die Buchstaben...

bekommen bei Johanna immer mehr Sinn.

Im KiGa wurden im Frühstücksraum einige Kärtchen mit den Lebensmittel-Wörtern angebracht. Johanna war eine der ersten, die verstand, wofür die schwarzen "Käfer" dort sind. Sie kann fehlerfrei die Wörter "Wasser", "Tee", "Milch" zeigen, das haben ich schon mehrmals in verschiedenen Kombinationen geprüft.

Wenn wir Buchstaben malen, sagen wir immer, dass der Buchstabe A wie ein kleines Häuschen aussieht - mit einem Spitzdach, und man muss nur eine Linie in der Mitte ziehen... Heute zeichneten wir auch, ich mit blau, Johanna mit grün. ich sachrieb für Johanna einige Wörter. Sie wollte "Mama" haben. Ich habe "das Häuschen" gezeichnet, Johanna rief "ich, ich alleine!" - sie wollte zu Ende malen. Sie nahm ihren Stift und zog eine grüne Linie... Unten sieht man Johannas weitere Versuche, "Mama" zu schreiben... :-)

Samstag, 27. November 2010

Ganz vergessen

habe ich, von Johannas Geburtstagsfeier im KiGa zu berichten.
Freitag, der 19.
Wohl kein 13.- aber es ging an diesem Morgen erst Vieles schief.
Ich war zu spät im KiGa,
Johannas Papa konnte erst später kommen,
der Feier-Raum war von einem anderen Kind belegt,
zwei Erzieherinnen haben sich krank gemeldet,
die Praktikantin war auch nicht da
und die "Zahn-Fee" hat sich angekündigt :-))))))))))

Zum Glück haben wir doch alles hinbekommen. Im Stuhlkreis ging es nicht um das Geburtstagskind, sondern ums Zähne-Putzen - eine gute Sache und spannend war das für die Kinder sowieso. Danach saß die "Zahn-Fee" mit der ganzen Gruppe am Frühstüchstisch mit dem super-gesunden :-) Lebensmittelangebot - alle waren zufrieden.
Johannas Papa ist auch dazu gekommen und mit Johanna zusammen hat zur Sicherheit die Kerzen nachgezählt. Nun ist es amtlich: Johanna ist VIER!
Danach sind die Kinder in kleinen Gruppen zum Zähne Putzen gegangen, alle wartenden haben erst geübt:
Erst den Kopf, Kopf, Kopf,
dann den Bauch, Bauch, Bauch,
und den Rücken, Rücken, Rücken nicht vergessen!!!
Den rest hat Johanna auch hinbekommen, als ihre kleine Gruppe an der Reihe war. Stolz zeigte sie mir ihre Urkunde:
Hoffentlich bleibt sie weiter so motiviert...

Freitag, 26. November 2010

Nochmal verbessert...

oder einfach widersprochen?

Johanna zieht ihre Schuhe immer wieder aus. Der Boden ist kalt. Zig mal habe ich die Schuhe wieder angezogen. Am Ende des Tages bin ich ärgerlich.

-Johanna, du wirst krank werden! und du wirst nicht in den KiGa gehen können! und ich kann auf Anhieb keine Omas-Opas-Tanten finden, um mit dir zu bleiben!

Johanna schaut mich an.
- Doch! Tante Cl---!

Papa

Johanna hat eben den Papa gemalt.
Sie kann alles nennen, außer Augenbrauen.

Donnerstag, 25. November 2010

Verbessert

hat mich mein deutsches Kind...

Johanna und ich haben Maria zum Musikunterricht gebracht. Wir haben die Zeit vereinbart, wann sie abgeholt werden soll.
Als wir zurück fuhren und Johanna plötzlich ohne Maria traurig wurde, wollte ich sie beruhigen:

Johanna, wir holen Maria!

Mama! ab! holen ab!


Johanna wurde heute von Papas Tante aus dem KiGa abgeholt. Die resolute Dame lässt Johanna nicht viel Raum für "will nicht" o.Ä. und Johanna merkt das. An der Hand ist Johanna mit Tante Cl--- zur ihr nach Hause gegangen, hat dort eine Weile gespielt und dann mit ihr zusammen, mit dem Auto, zum Friedhof gefahren. Sie hat zu meinem Staunen alles brav mitgemacht - auch den Weg zu Fuß zum Grab, was nicht nah ist. Zum Abschied bekam Johanna von Tante Cl--- einen dicken Schmatzer, wovon Johanna nie genug bekommen kann. Das hat sie nicht vom Papa geerbt.

Dienstag, 23. November 2010

Einen Dienstag und einen Regen -

diese Kombination gab es in den letzten vier Wochen erstaunlicherweise nicht.

Aber heute ist das der Fall. Wird Johannas Reiten ausfallen? Bei der Aufnahme in die Gruppe wurde es ja gesagt, dass man die Gruppe im Winder führen wird, wenn es keine große Rücksicht aufs Wetter genommen wird.
OK.
Dann müssen wir uns daran halten. Wir fahren. Mit einer dicken Hose ausgestattet, könnte Johanna eine Stunde auch im Regen warm bleiben.

Alle Kinder kamen und es wurde festgelegt, dass der Unterricht heute früher endet.

Meine Kamera hatte ich nicht dabei und ärgere mich total. Johanna hat ALLES aus angebotenen Übungen mitgemacht. Sie ist sogar im Trab geritten und rückwährts und sonst alles gemacht, was die anderen Kinder auch machten. Eine besonders gute Figur machte sie im Trab nicht, die Körperspannung ist ja nicht die beste, aber immerhin...

Na, man weiß schon, was ich sagen möchte: die Latte schön hoch auflegen...

Montag, 22. November 2010

Selbst sich zu helfen...

das weiß Johanna ziemlich gut.

Heute ist Montag, die Anstricharbeiten haben uns viel Energie gekostet, aber auch geschenkt. Immer wieder gingen wir nach draußen und schauten uns das Ergebnis an. Immer wieder hatten wir das ruhige Gefühl, dass unsere Ideen eine gute realisierung bekommen haben.


Das Wetter war gut. Nach der Schule hatte ich eine Stunde Zeit vor dem Kindergarten. Ich wollte unbedingt weiter streichen. Die blauen Linien mussten nachgestrichen werden. Als ich Johanna danach abgeholt habe, wünschte ich mir sehr, dass sie heute - ausnahmsweise - einschlafen würde. Sie schläft ja nicht mehr in der Mittagszeit. Kurz vor unserer Einfahrt merkte ich, dass es im Auto sehr still wurde... Sie schlief!!! Ins Haus gebracht, schlief sie weiter!

Was tun? Wir sind alleine im Haus. Heute sind nur zwei Jungs von der Baufirma da, sie sind auf einer weiteren Hausseite... Darf ich auf das Gerüst gehen? Wird Johanna vieleicht wach und wird sie Angst haben? Ich bin doch gegangen, mit der Idee, immer wieder nach ihr zu schauen...

Nach fast zwei Stunden Arbeit war ich gerade neben einem Fenster und bemerkte Bewegung hinter der Scheibe. Im Zimmer stand Johanna, schaute mir bei der Arbeit zu und biss mit Appetit in ein Brötchen. Wir winkten uns und der Anstrich musste beendet werden...

Im Haus fragte ich, was sie gemacht hat.
"G´sucht!"

Na ja, mich hat sie nicht gleich gefunden, aber eine Tüte mit Brötchen schon...

Sonntag, 21. November 2010

Danke Petrus!

Ein kalter, windiger, aber klarer und trockener Tag - was für ein Geschenk!

Bereits ab 9:00 war der Papa oben und legte die ersten Umrisse an. Einen Entwurf für diese Fassade hatten wir noch nicht, da sie uns relativ spät zum Anstrich freigegeben wurde... es wird also spontan entschieden und jeder kann seine kreativen Ideen in Form und Farbe verwirklichen.

Wir haben nur drei Regel festgelegt: die kalten Farben sollen nicht nebeneinander stehen, jede Farbe soll drei Mal vorkommen und harmonisch auf der Fassade platziert werden, weiße Flächen sollen auch ein gewisses Gleichgewicht mitbringen, das war es dann...Johanna war dabei - obwohl sie schon gleich sagte, dass es ihr kalt ist und dass sie lieber ins Haus geht... sie blieb aber doch ein Weilchen... Plötzlich bekamen wir einen Überraschungs-Besuch: eine liebe Nachbarin brachte uns ein Geburtstagsgeschenk für Johanna. Sie begleitete uns vor vier Jahren bereits und war heute ganz überrascht, als Johanna, mit uns allen zusammen, "Happy birthday" vorgesungen hat. Wir bedankten uns herzlich - diese Aufmerksamkeit hat uns ganz gut getan :-)


Man sieht, dass das Kind schon seine "Mithilfe" angekündigt hat :-))).


Es ging so immer weiter... es kamen immer wieder Menschen vorbei, einige haben seit gestern schon etliche Male einen extra-Spaziergang gemacht, um zu sehen, was es wird - na, das ist schon mal positiv, so viele haben etwas für ihr Wohlbefinden gemacht :-)))
Der Papa hat sich eine Fläche vorgenommen, die er mit Johanna zusammen streichen wollte.
:-))) das war im gewissen Sinne eine Geduldsprobe für Mama, aber darüber sage ich nichts :-)))
Diesen türkisen Fleck genau an der Hausecke werde ich immer sehen, wenn ich nach Hause komme, und DAS zählt.

Zum Ende des Tages hatten wir sogar einige Sonnenstrahlen
und beendeten unseren Tag mit diesem Ergebnis:
Die Jungs von der Baufirma sind auch vorbei gefahren - sie glaubten uns erst nicht, als wir unsere Entwürfe zeigten. Nun wollten sie sehen, auch an dem Wochenende, ob es wirklich gemacht wird.

Viele Menschen haben uns heute freundlich angesprochen, gefragt, begrüßt... liegt das an den Farben? oder an dem schlechten Wetter, das alle Farben freundlicher wirken lassen? ;-)

Samstag, 20. November 2010

So wird das langsam

Der heutige Tag hat uns ein gutes Wetter geschenkt: grau, dunkel, aber ohne Regen!

Um 6:00 wurde gekocht und gebacken, um 9:00 wurde nochmal der Entwurf besprochen, um 10:00 ging es los! Da es zum Glück nicht feucht war, konnten wir uns ohne Streß auf dem Gerüst bewegen, was überhaupt viel einfacher war, als ich es mir vorgestellt habe. Jetzt werden die Linien auf dem Putz gezogen und dann... gibt es wirklich kein "Zurück" mehr.
Nach ca. 2 Stunden sah es schon interessant aus, einige Flächen wurden etwas verändert...
und zum Ende des Tages, gegen 16:00, waren wir mit dem Gröbsten fertig.
Eine große weiße Fläche in der Mitte bekam noch keine Farbe und kein Muster. Wir wissen es noch nicht, wie sie aussehen soll.
Morgen geht es weiter.

Freitag, 19. November 2010

Nur schnell alles erledigen...

einen anderen Gedanken hatte ich heute nicht. Ich habe weder Johanna noch jemanden noch mir selber Zeit und Ohr widmen können. Es wurde kräftig eingekauft und schulküchenmengenmäßig gekocht - für alle, die morgen eventuell kommen.

Morgen fangen wir mit dem Anstrich an. Alle sind ganz aufgeregt und ein wenig nervös.
Wird alles so sein, wie wir uns vorstellen?
Wie werden die Farben auf solchen großen Flächen wirken?
Wie viel Zeit braucht man für ein solches Vorhaben überhaupt?
Wird das Wetter uns das Arbeiten erlauben?
Was machen wir mit Johanna?

Die letzten Striche werden gezogen - aber immer noch nur auf dem Papier...

Donnerstag, 18. November 2010

Super drauf

war Johanna heute, als ich sie nach der Konferenz-Betreuung abgeholt habe.

Sie hat viele Blätter voll bemalt und Vieles dazu erzählt. Auf den Bildern sieht man Dreiecke - etwas Neues. Die Bilder wollte sie unbedingt für Papa mitnehmen.

Jedesmal wirkt sie etwas erwachsener und lernt an diesen Abenden eine Menge wichtiger Dinge. Ich bin ganz glücklich über diese Möglichkeit für sie.

Zurück müssen wir jetzt in völliger Dunkelheit durch den Wald fahren. Heute haben wir wieder ein Reh gesehen. Johanna nimmt das schon wie Alltagsgeschehen an. Ich war enttäuscht, dass sie keine Begeisterung zeigte... Aber zu Hause, als sie vom Tag berichten wollte, erzählte sie davon doch - und sehr emotional dazu.

Mittwoch, 17. November 2010

Mit uns... mit euch...

Wir stellten fest, dass Johanna noch nicht ganz versteht, was diese Pronomen bedeuten... Auf meine Frage, ob sie mit uns essen o.Ä. möchte, abtwortete sie immer "Ja, mit uns!" Hmm...

Heute Nacht wurde sie in ihrem Bett wach und ich hörte Schritte im Flur.
-Mama?

- Johanna, bist du wach?
- Angst!
- Willst Du mit uns schlafen?
- Mit uns!
- Das heisst "mit euch", Johanna!
- Ja, mit euch!

Sie hat das gut nachgesprochen, was nicht bedeutete, dass sie das auch sofort umsetzte: am nächsten Morgen wollte sie wieder "zu uns" zum frühstücken kommen.

Hier sind drei Bilder, die Johannas aktuelle Geschicklichkeit im Werfen zeigen. Eigentlich wollte sie diese Mandarine essen und Papa über den Tisch werfen, damit er ihr mit der Schale hilft. Aus ein-Mal-Werfen wurde ein Spielchen.

Hier sieht man, wie toll sie werfen kann - hier agiert eine Rechtshänderin, denke ich mir...
Seit einem Monat steht bei uns eine Kiste Plastikbälle, die Johanna als Geschenk bekam. Immer wieder wurde die Kiste ausgekippt und die Bälle geworfen oder hineingeworfen. Wir üben dann weiter...

Dienstag, 16. November 2010

Reiten ohne Mama,

aber natürlich nicht alleine.

Maria ist am heutigen Dienstag gekommen, um Johanna beim Reiten zu begleiten. Als ich die beiden Mädchen abholen wollte, sah ich Johanna, die ganz gelassen, mit einem anderen Mädchen zusammen, gerade mit einer Voltigierübung fertig war.
Sie stieg ordentlich ab - so wie wir auf der Sofalehne zu Hause geübt haben :-).
Hoffentlich wird es bei uns mit dem Reiten doch besser klappen...

U 8

Heute hatte Johanna ihre Untersuchung 8.

Meine Kamera hatte ich dabei, aber knipsen konnte ich nur wenig, was ich jetzt bedauere. Nach der üblichen Datenaufnahme (Gewicht- Größe) gab es ein ausführliches Gespräch mit unserer KiÄrztin. Sie kam mit einer Tüte Holzklötze und gab Johanna einige Aufgaben. Erst wurde Johanna gefragt, ob sie einen Turm bauen kann.
- Auch Mama? - fragte Johanna.
- Ja, Mama kann gern mitmachen.
Die Klötze wurden ausgelegt. Kannst Du einen roten Baustein zeigen? Johanna hat gezeigt. Dann legte sie eine Reihe aus den Bausteinen und zählte, schön deutlich und ordentlich: eins, zwei, drei, vier, fünf! Ich war sehr überrascht - sonst klappt es zu Hause selten, die Ärztin hat so etwas erst gar nicht erwartet, bei Johanna ja sowieso nicht...

Den Turm hat sie gebaut, dann musste sie eine "Brücke" bauen - hat auch umgesetzt, auch wenn ein wenig schief, die Feinmotorik wurde als noch förderungsbedürftig notiert. Das machen wir ja sowieso weiter...

Dann wurde Johanna gebeten, einen Kreis und daraus eine Sonne zu malen. Kreise hat sie gemalt, auch viele, das ganze Blatt voll, Mama und Papa beim Schwimmen, Eis in der Waffel und im Schälchen und sonst etwas, aber leider keine Sonne. Trotzdem haben ihre Feinmotorik und ein guter Drei-Finger-Griff überzeugt.

Die Sprache und die Aussprache wurden geprüft. An das Standard-Blatt, das als Wortschatz-"Test" in der U 8 gebraucht wird, habe ich mich erinnert - das war lustig, an Marias damalige U 8 zu denken. Johanna konnte ALLE Wörter nennen. Natürlich bei "Blume" sagt sie "Bume" und weitere logopädische Abweichungen hat sie ja auch - also schön Logo weiter machen, das wissen wir wohl. Kleine Sätze hat sie bereits beim "Beschreiben" ihres Bildes eingesetzt, es fehlen oft Verben.

Dann ging es zur Grobmotorik.
Johanna musste auf einer Linie gehenund über die Linie hüpfen,
was ihr nicht besonders gut gelingen wollte,
sie hat es nur mühsam geschafft... aber immerhin...
Der Sehetest stand an. Man kann sich vielleicht erinnern, dass Johanna im Sommer vom Augenarzt eine Brillen-Empfehlung bekommen hatte und eigentlich jetzt, nach ihrem 4. Geburtstag, eine Brille bekommen sollte. Da die Mama immer schon eine Brille trug, hat sie kein Problem damit. Der Papa mit seinen Falken-Augen will nichts davon hören... Die Mama arbeitet daran...
und Johanna, mit einer Piratenklappe und einer Fernsteuerung, muss erst einen Sehetest machen,
den sie bis zur vierten Reihe noch mitmachte und dann aber als langweilig empfand...
Man hat sich geeinigt, dass man doch lieber gleich zum Augenarzt geht - wenn der Termin sowieso ansteht.

Im Übrigen wird Johanna ab sofort Jodetten als Nahrungsergänzung bekommen und wir werden sehen, ob ihr Wachstum beschleunigt wird.

Natürlich ist Johanna ihren Gleichaltrigen nicht zu vergleichen - Logo und Ergo und KK- alles muss weiter laufen. Aber im Untersuchungsheft im Kästchen für die allgemeine Entwicklung steht eine Bemerkung: "Für Trisomie 21 sehr weit!" - nun... dann haben wir doch Einiges aus Johanna zu ihrem 4. Geburtstag herausgeholt.

Montag, 15. November 2010

Eine Bemerkung am Rande...

und eine Künstlerin, die sich noch keine Gedanken macht...

...15.11.10 ... veröffentlicht mit Verspätung...

Eine Woche ist gerade vergangen, als Johannas Papa etwas unternommen hat, um Johanna in Zukunft einen Arbeitsplatz bieten zu können. Er sagte so nebenbei: "Ich habe eine große Erleichterung dort, wo ich erst dachte, keine Belastung zu haben. Aber der Gedanke, Johanna in einer Werkstatt sehen zu müssen, war wohl eine Belastung..." Wir müssen nur sehen, dass alles sich weiter entwickelt...

Und die kleine zukünftige Arbeitnehmerin macht sich absolut keine Gedanken zu solchen Themen.
Sie malt. Ihre Maltafel ist bereits 2 Jahre alt und ist immer noch intakt, sie behandelt sie pfleglich.

- Wer sind das, Johanna?
- Papa und Nanna Wasser! Wimmen! (Schwimmen)
- Und die Mama?
- Auch wimmen!
- Schwimmt Johanna alleine?
- Nein, Papa hält!

- Ist Maria denn nicht mitgekommen?
- Maria ist da! Auch da! Alle vier! - und malt Maria dazu...

Es sieht so aus, dass sie einigermaßen versteht, was "vier" ist - wir zählen im Moment alles mögliche und überall, sie zeigt bewusst vier Finger nach der Frage "mit dem Alter" und brachte gestern sogar vier Löffel aus der Küche mit. Es waren große Löffel statt kleine, aber egal: es waren vier an der Zahl...