Mittwoch, 21. Juli 2010

Wieder auf dem Pferd

Johannas Tagesplan ist immer noch wie im Urlaub - mit dem langen Mittagsschlaf. So kommt der Termin um 17:00 Uhr ganz passend: es ist kühler, es ist windiger, die Stechfliegen stören den lieben Anton weniger... Der Helm ist kein Thema mehr, sondern eine Selbstverständlichkeit, das Kind sitzt fest und hält sich gut - die Basis für das Weitere ist da.

Gleich bekommt Anton etwas Leckeres - und wir verabschieden uns bis zur nächsten Woche...
Das Foto gehört hier nicht ganz - aber ich fand die Zahl lustig...

Dienstag, 20. Juli 2010

P.S.

Danke an alle, die sich gemeldet haben. Unsere Kinderärztin hat auch empfohlen, faserreiche pflanzliche Nahrung zu geben - Möhren, Äpfel, Kohl oder Sauerkraut, um die Verdauung zu beschleunigen und gleichzeitig eine gewisse Masse im Darm zu bilden... und intensiver beobachten natürlich...
Aus unserer Erfahrung helfen Trockenpflaumen, Leinsamen im Brot und pur und natürlich Pflanzenöl. Ein Drittel Packung von Trockenpflaumen hat Johanna statt Mittagessen dann zu sich genommen, Äpfel kommen dran nach dem Aufwachen, Frikadellen mit Kohl hätten wir sowieso zum Abendessen... sie muss ja nur ESSEN! Diese Pflaumen mag nur ich und aus allen Kindern nur zwei, Johanna gehört dazu. Als die Anderen Gesichter verzogen und fragten, was für schwarzes "russisches" Zeug ich den Kindern gebe, habe ich mir immer gedacht, dass "das Zeug" ihnen vielleicht mal das Leben retten kann, falls etwas Unerwartetes im Mund landet. Nun ist der Fall da, mal sehen, womit er endet.

Als sie einschlief, haben wir alles an Glasstückchen gesammelt, was wir finden konnten, und haben das Glas zusammengeführt. (was macht man alles :-) ). Es fehlt etwas, das sind vielleicht millimeterkleine Teile und Ecken, sie sind nun unauffindbar. Hoffentlich waren sie im ausgespuckten Saft und nicht im geschluckten.

Dringend

Es ist 14:46, Dienstag.
Wir saßen eben am Tisch und tranken Saftschorle mit Eiswürfeln. Johanna hat das Wort "Eiswürfel" ausgesprochen und durfte deshalb einen Würfel in den Mund nehmen und draufbeißen. Als sie ihn aus dem Glas bekommen wollte, biss sie - glaube ich - noch zu früh, und zwar auf den Glasrand. Einige Scherben, 4x5 mm, landeten im Mund, sie stoppte leider nicht und biss noch einmal drauf. Wir ließen sie alles aus dem Mind herausspucken, was sie da hatte. Geblutet hat sie nicht, nur an der Wange, wo der angebrochene Rand kratzte, war ein kleines Blutströpfchen.
Sie bekam sofort eine Scheibe Leinsamenrot mit einem Löffel Olivenöl, viele Gummibärchen und jetzt futtert sie Trockenpflaumen, die sie zum Glück mag.
Was kann ich noch tun? Danke im Voraus.

Montag, 19. Juli 2010

Alle guten Sachen gehen zu Ende,

unser Urlaub auch...
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Wir sitzen auf der Terrasse des Hotels, die Landschaft, nach unseren zwei Wochen "in der Wildnis" kommt uns sehr urban vor: Im Hintergrund sind doch Berge zu sehen, also... wir sind noch nicht ganz in der Zivilisation angekommen...Das Frühstück ist sehr schlicht und entspricht nicht den Hotel-Sternen, es wird von drei Mitarbeitern serviert, ganz einfach... die meisten Gäste sind Spanier, die Platte mit luftgetrocknetem Schinken wird in wenigen Sekunden leer gefegt, auf dem Kaffeeautomaten wird überwiegend die Taste "Cafe con leche" gedrückt... und die Platten mit süßen Kuchen und Küchlein verdrängen eine schmale Platte mit Brot... Johanna schmecken die Kuchenstücke und die Schokoladencroissants, klar...
Wir haben noch zwei Stunden im Hotel, es wird der Pool getestet. Es ist Salzwasser!




Nun verabschieden wir uns... Unter dem rechten Sonnenschirm haben wir eben gefrühstückt... alles geht zu Ende...
Wir wollen aber nochmal das Meer sehen. Vor der Abfahrt zum Flughafen haben wir ein kleines Strässchen zum Strand genommen und fanden ein gemütliches Dörfchen, mit einem Steinstrand und Felsen herum...
Während des Flugs war Johanna zum grössten Teil der Zeit wach, sie hat viel wahrgenommen und hat das "Klein-Werden" der Dinge bei dem Start intensiv beobachtet.

Erst ist der Boden in den Wolken verschwunden, aber nach einiger Zeit waren Alpen zu sehen:


Unser ziemlich schmutzifes, aber noch nicht müdes Kind ist endlich zu Hause! Johanna hat die Straße erkannt und das Haus und wollte sofort die Tür mit dem Schlüssel aufschließen.

Nun haben wir noch einige Tage Ferien, wir freuen uns auf die Zeit, in der wir viel zu tun haben, aber hoffentlich die Sachen, die uns Spaß machen werden und nicht nur Pflicht bedeuten werden.

Sonntag, 18. Juli 2010

Ein Tag in Benidorm

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Nach unseren Wochen in Abgeschiedenheit sind wir plötzlich unter Menschen, vielen Menschen. Aus dem Boden gestampft, bieten hier in den letzten 10-15 Jahren unzählige Hotels auf dem engsten Raum Unterkunft den Urlaubern, die sich gerade in diesem Gedränge wohl fühlen... Wir verschaffen uns einen kurzen Überblick... Johanna findet viel Gefallen am Aufzug - warum sind nur zwei Etwagen von 5 nicht mit dem Aufzug zu erreichen? - weil sie seit zwei Jahren nach der Hoteleröffnung noch nicht fertig sind... Die Rezeption ist mit einem Mitarbeiter belegt, die Küche mit drei bis vier, einer davon macht noch den Pool... das sind immerhin 4 Sterne... aber die Krise hat hier zugeschlagen, die Fertigstellung wird vertagt...

Wir wollen uns umschauen und etwas essen. Johanna verlässt das Hotel
so:
na, da sieht man, was für eine Phase momentan durchzuleben sei. :-))))) Viel Spaß liebe Eltern!
Das Touristenzentrum hat sich selbst in den Angeboten überboten, - oder ist die Nachfrage nicht so groß in diesem Jahr? - Für 2 Euro gibt es neue Schuhe
und für je 1,50 € zwei neue Tshirts. Johanna findet sich toll im Spiegel...
Die vielen kleinen Läden sind in chinesischer Hand. Alles passiert so schnell, dass die meisten Besitzer schlechter Spanisch sprechen als Touristen. Englisch hilft immer. Johanna fand diesen kleinen Roller toll. Mitnehmen können wir ihn jetzt leider nicht...
Die Restaurantbesitzer laden die Passanten ein, es gibt mehr Angebote als Nachfrage... viele Gäste haben Kochnischen in ihren Appartments, wir sitzen die ganze Zeit alleine in einem kleinen Restaurant - wir sind hier geblieben, weil der nette junge Koch offensichtlich schon länger auf jemanden gewartet hat... Das, was wir bekommen, für ganze 4,50, haut uns um. Solche Teller kann man einfach nicht aufessen :-) -
- dachte ich - und habe dabei Johannas aktuellen Hunger unterschätzt. Man merkt, dass die Benidorm-Planer ihr Angebor überschätzt haben... so kann man kein Saisongeschäft machen, das wird für das ganzte Jahr nicht reichen...

Wir waren ganz nah zum Strand - die Menschen gingen mit Badeanzügen an uns vorbei. Wir gingen auch zum Meer.

Ich musste warten, um Johanna alleine auf ein Bild zu bekommen:
...weil es sonst so aussah:

Die erste Liegen-Reihe stand dicht am Wasser, wir hatten wirklich Platz nur für unsere Tasche. Es gab weder Umkleidekabinen noch Duschen noch Toiletten. Johannas Schwimmhose habe ich leider nicht mitgenommen. Im nächsten kleinen Lädchen gab es eine kleine Unterhose zu kaufen - und fertig war unsere Strandbesucherin. Johanna schaute sich um und in wenigen Minuten gesellte sie sich zu zwei älteren Jungs, die eifrig an einer kleinen Burg bauten. Johanna hat sich abgeguckt, was sie machten,
und in wenigen Minuten baute schon ziemlich professionell mit.
Sie nahm den feuchten Sand aus der Grube und klatschte ihn an die "Mauer" der Burg, wie es sich gehört.

Bald gingen die Jungs mit ihren Familien. Sandspielzeug hatten wir für Johanna nicht. Sie sah einen Plastikbecher. Sie schaute mich an und "fragte", ob sie ihn nehmen darf. Ja, klar. Und dann ging es unendlich zum Wasser und wieder zur Grube...

Auf dem (relativ) leeren Strand, mit dem Geklapper der zusammengestellten Liegen, gab es noch ein Eis für Johanna - sie war überglücklich!
Ein müdes Kind wird heute tief, tief schlafen.
Morgen ist Sonntag, morgen fliegen wir nach Hause.
Benidorm verlassen wir ohne große Sehensucht, wir sind keine Typen für solche Menschenmassen.

Samstag, 17. Juli 2010

Da sind wir wieder...

In den letzten Wochen erkundete Johanna die Welt mit Füßenmit Händen
und mit vielen anderen Sinnen (Info für das Jugendamt: die Flasche war LEER)

Noch ein paar Fotos werden kommen, auf vielen Fotos trägt Johanna ziemlich gleiche Kleidung, da wir mit dem Handgepäck reisten und eigentlich keine Kleidung außer Badekleidung haben wollten. :-)

Abschied von Calpe...

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Es ist hier immer etwas los, es gibt immer viele Feste, diesmal wird eine Heiligenfigur durch die Stadt getragen... Johanna will alles sehen... Und wenn es nach ihr wäre, würde sie überall auch hingehen. Gut, dass Papa sie einfangen kann. Eine Tasse Schokolade mit Churros - darauf werden wir uns wieder freuen, wenn wir wieder etwas planen...Morgen verlassen wir Calpe und fahren nach Benidorm, einen Touristen-Ameisenhaufen. Es ist billiger, eine Nacht im Hotel zu verbringen, als am Samstag mit Ryanair zu fliegen. Danke, Ryanair!

Mittwoch, 14. Juli 2010

In Altea

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Heute ist Johanna 3 Jahre und 8 Monate, 44 Monate also, alt geworden. Ihre Daten kann ich nicht aufnehmen, aber das ist diesmal unwichtig: ich habe ja mir vorgenommen, den Urlaub ohne Therapien-Förderung-etc.-Gedanken zu gestalten. Johanna bekommt Jodtabletten, einen neuen Termin für die Blutkontrolle haben wir ein paar Tage nach der Rückkehr festgelegt... wir bereiten Johanna darauf vor und sie scheint keine besondere Angst zu haben. Das ist halt so und das macht man so, basta.

Heute abend wollen wir nach Altea fahren, das ist ein kleines altes Städtchen, zum Glück aufgenommen in den Plan von UNESCO Kulturerbe, deshalb ist die Altstadt nicht den aktuellen spanischen Baumaßnahmen zum Opfer gefallen. Die Altstadt entwickelte sich zu einer Art Montmartre und ist zu einer Attraktion geworden. Die alte Kirche mit den tiefblauen Kupeln ist das Zentrum des Ganzen und wurde auf unzähligen Postkarten abgebildet... Es ist etwa 22:30, aber nach dem langen Mittagsschlaf sind viele kleine Kinder mit ihren Familien unterwegs, Johanna ist auch putzmunter.
Die Ferien in Spanien haben eben begonnen, so sitzen auch junge Musiker an verschiedenen Straßenecken und bieten ein buntes Programm an.
Hier ist eine der Gassen, mit hübschen Lädchen und kleinen Restaurants...
Es ist bereits nach Mittenacht. Eins dieser Bilder habe ich schon gezeigt, Johanna ist ein Künstler in der Nachahmung - sie "trinkt" mit Papa eine Flasche Bier :-)


aber eigentlich wartet sie nur, bis ein Platz am Tisch im Eiscafe frei wird - nun kann sie auch auf ihre Kosten kommen.
Gegen 01:00 Uhr war Johanna noch ganz munter, aber sie wollte nicht mehr laufen, und die unzähligen Stufen nach unten waren ein Hindernis für den Buggy...
Gut, dass Papas Rücken damit mithalten kann. Mama hätte es heute nicht schaffen können...

Mama ist es wohl klar, dass sie sich viel zu viel um Johannas Fitness und viel zu wenig um die eigene gekümmert hat, und jetzt bekommt sie die Rechnung...