Donnerstag, 18. Oktober 2007

Erste schlaflose Nacht...

In einem Babyhaushalt ist das nicht unüblich, von schlaflosen Nächten zu berichten. Nicht bei uns. Johanna hat uns recht verwöhnt. Seit ihrer Ankunft nach Hause hat sie die Nächte durchgeschlafen. Es gab mal hin und wieder einen "verlorenen" Schnuller, aber damit konnte man (mutter) gut leben. Nach ihrem unendlichen Schlafen (4 Mal am Tag nach der Impfung) wollte sie offensichtlich ihre Wach-Zeit nachholen und bescherte uns eine unruhige Nacht. Kein Stillen, kein Saft, keine Streicheleinheiten konnten die Situation retten. Es wurde geschrien... bis zum Einschlafen...
Bitte keine zweite solche Nacht!

Dienstag, 16. Oktober 2007

Johanna schläft aus

Eine solche Impfung bekommt man(baby) nicht oft – Gott sei Dank… 6 Krankheiten sollen mit einem komplexen Impfstoff auf einmal verhindert werden… Hepatitis B ist auch dabei.

Johanna hat kein Fieber, aber man merkt, sie hat Schmerzen. Sie weint, wenn sie an den Beinen beim Hochnehmen angefasst wird oder wenn sie zur Toilette gebracht wird, der Rücken tut ihr weh… Sie ist nicht bestens gelaunt, aber sie schafft es, uns immer noch anzustrahlen. Und sie schläft und schläft und schläft. Solange kein Fieber da ist, möchte ich ihr kein Schmerzmittel geben. Eine Schmerzwahrnehmung ist auch eine Körperwahrnehmung…

Hoffentlich wird sie heute Nacht ihre Schmerzen „ausschlafen“.

Neugier ist eine gute Sache

Neugier ist eine gute Sache... Sie bringt uns weiter...!

Das Erscheinen unserer Frühförder-Pädagogin verbindet Johanna mit neuen Spielen und Spielsachen. Sie weiß ganz genau, dass die große bunte Tasche und der Korb einige Schätze bergen. Johanna wartete diesmal nicht, bis die Sachen ausgepackt wurden, sie ergriff Initiative. Die Neugier wurde belohnt!
Ein tolles Spielzeug kommt zum Vorschein!

Na, schau mal, das rote Türchen hat sich geöffnet!

Aha, dafür war der rote Knopf!

Und wie geht es weiter?

Jetzt ist das blaue Türchen dran!

Und was ist mit dem grünen Knopf?

Nun, Johanna, versuchst du alleine? Erst wirkt die Kleine unsicher…

Aber die tollen Geräusche, die die Tiere beim Herausspringen machen, sind einfach unwiderstehlich!

Ich hab´s!!!!

Was gibt es noch in der Tasche?

Ach ja, unsere bekannte Schildkröte. Die kennen wir schon… Es bleibt uns nichts anderes übrig, als bis zu nächsten Stunde zu warten...

Und wir Eltern sind nur froh, dass es mit der neuen Frühförderung so gut klappt!..

Montag, 15. Oktober 2007

11. Monat. Wachstumsdaten.

Nach dem heutigen Arztbesuch haben wir nun die Wachstumsdaten vom Johanna mit ihren 11 Monaten.
Jetzt ist sie 9,300 kg schwer, 74 cm lang und hat einen Kopfumfang von fast 44 cm. Hiermit hat sie die Wachstumskurven für Regelkinder noch nicht verlassen...
Sie bekam heute auch eine weitere Tetanus-etc-Impfung, die sie bis jetzt gut verkraftete. Vorsichtshalber bekamen wir etwas gegen Fieber und Schmerzen mit. Mal sehen, ob wir das heute abend brauchen werden.

Heute morgen gab es viel Bewegung, damit Johanna gut und schnell einschlafen kann und fit zum Arzt gehen kann.
Es wurde auf dem Ball geturnt
Man(baby) hat es mit dem Stehen sogar hingekriegt...
oder auch nicht... Gut, dass Papa schnell fangen kann...
Mit der Hand kann sich Johanna schon sicher abstützen...
Jetzt ist die Bauchmuskulatur an der Reihe. Früher hat sie gern die Übungen Liegen-Sitzen gemacht. Jetzt ist Liegen-Stehen angesagt! Gut, dass unsere Physiotherapeutin das nicht sieht!

Sonntag, 14. Oktober 2007

Mahlzeit!

Heute, mit ihren 11 Monaten und zwei Zähnen, im IKEA-Hochstuhl hampelnd, hat Johanna ihr erstes Wurstbrot in kleinen Stückchen verputzt. Danach beim Kaffee Trinken hat sie zum ersten Mal im Leben etwas vom Apfelkuchen mit Vanillesoße gegessen. Gut, dass sie danach schlafen ging und hoffentlich vergisst, wie toll und süss der Kuchen war - sonst kann ich ihr ihren Bio-Hirsebrei morgen nicht für lecker verkaufen..! Mit dem Wurstbrot werden wir es natürlich am Frühstückstisch wiederholen.
Dann gab es noch etwas, was nun zum ersten Mal geschah. Als ich Johannas Getränk holen wollte, hat sie es mit einem gezielten An-Der-Tischdecke-Ziehen doch geschafft, den Teller mit der Suppe nähe zu holen. Leider nur zu nah - die Suppe landete auf unserem schönen blauen Teppich... Auf die nächste Suppe musste sie dann noch eine halbe Stunde warten...

Wer soll nun umziehen?

Tja, von solchen Begegnungen und ihren Effekten habe ich früher nicht mal geträumt...
Gestern, am 13. Oktober, beim besten Wetter und in der besten Stimmung, eilte ich zur Apotheke an der Ecke, um Johanna an ihrem 11. Monatsgeburtstag wiegen zu lassen. Die Straße war leer, nur einige Autos wie immer fuhren etwas schneller, als unsere 30-Zone es erlaubte... Und wer war dabei, den Laub neben dem Haus zu fegen? Mein Nachbar, mein Frauenarzt... Gerade vor 11 Monaten und wenigen Minuten haben wir uns vor der Geburt freundlichst verabschiedet... Schafft er das jetzt, mich überhaupt zu begrüssen? Oder sogar Johanna? Düster, kurz, kaum seinen Kopf zu mir zu drehen, kaum hörbar, begrüsste er mich, in der nächsten Sekunde widmete er sich seiner Aufgabe... Das ist ja lächerlich! Vor 11 Monaten und wenigen Minuten war ich die "nette Nachbarin", mit breitem Lächeln empfangene Patientin... Es wurde mal über dies und jenes geplaudert... über Politik und Abgasen gezogen... Über die Autos, die eben schlneller fahren, als unsere 30-Zone es erlaubt... Was hat sich plötzlich geändert? Ich habe nicht geklaut, ich wurde nicht vorbestraft oder Prostitution bezichtigt, ich habe keine Tiere misshandelt, mein Auto ist nach wie vor Schadstoffarm... aber mit einem behinderten Kind im Kinderwagen, bin ich nicht mal eines offenen und laut ausgesprochenen "Guten Tag!" würdig...
Was soll ich nun machen? Umziehen, damit er mich und sein Schwangerschaftsbetreuungsmisserfolg nie wider zur Sicht bekommt? Soll ich ab sofort die Seitenstrassen gehen und einen Bogen um sein Haus machen? Soll ich ihm einen Brief schreiben mit der Versicherung, dass wir ihn nicht verklagen werden und er keine Angst um seine Praxis haben soll? Ja, das ist und bleibt wohl eine spannende Beziehung: Gynäkologie und ... Down-Syndrom...
Tja, wenn ich nur wüsste, was ich nun tun sollte...

Samstag, 13. Oktober 2007

Neues zum Behinderten-Testament

Heute ist wieder mal der 13. Der 13. Oktober und Johannas 11. Monats-Geburtstag. In einem Monat ist sie also 1 Jahr alt.


Und heute schreibe ich einen Beitrag zum Behinderten-Testament. Na ja, wenn es sein muss, muss es sein...
Die letzte Woche war bei uns sehr intensiv. Für die Fragen, die uns schon lange beschäftigen und an denen wir seit Wochen arbeiten, finden wir langsam Lösungen. In den nächsten Tagen verfasse ich mein Testament, das Johanna und andere Kinder von der Willkür schützen soll. Wer nicht versteht, warum es hier um Schutz geht, lese bitte meinen letzten Beitrag zu diesem Thema...

Unser Ziel wäre es, Johanna soweit wie möglich im Leben zu bringen. So weit, dass sie nicht vom Staat abhängig sein wird. So weit, dass sie arbeitet und Einiges, wenn nicht alles, trägt.

Unser Ziel ist aber auch, dass das, was wir nach unserem Tode hinterlassen, JOHANNA zugute kommt und nicht in einer – eventuell schlecht gewirtschafteten – Einrichtung verwurstet wird…

Unser Ziel ist es, dass sie NICHT nach einer Narkosespritze bei der Zahnbehandlung, nach einer hübscheren Brille, nach einer neuen Jacke oder nach neuen Musik CDs bettelt wird. Wir wollen, dass sie sich unabhängig von allen möglichen und unmöglichen Leuten vom Amt, sollten solche sich überhaupt in ihr Leben einmischen, einen schönen Urlaub, einen Abend im Theater oder eine Erholungsreise mit einer Begleitperson leisten kann… DAS ALLES wird nicht gehen, wenn sie – nach der aktuellen Gesetzgebung – nur über stolze 2600 € verfügen DARF.

Es gibt nun drei klare Wege, die es Johanna ermöglichen, von den Früchten unserer Ersparnisse zu profitieren. Diese Wege bauen wir in unsere Testamente ein.

Sollten Eltern behinderter Kinder dies lesen und auf die Idee kommen, dass ein solches Dokument in ihrem Leben auch wichtig sei, mögen sie sich gern bei uns wegen der Einzelheiten melden.

Freitag, 12. Oktober 2007

Fortbewegung ist alles. Egal wie.

Zu Hause entdeckt Johanna nach und nach neue Ecken und Bereiche. Immer wieder versucht sie, uns im Haus zu folgen. Da wir viele Stufen haben, wird das für sie nicht einfach werden. Eine alte Tischplatte dient einen guten Dienst: darauf kann Johanna super krabbeln. Für die Füsse ist dieses rauhe unbehandelte Holz erst etwas ungewöhnliches, aber dann geht es doch...
Beim Turnen wird sie weiter dabei unterstützt, dass sie ihre Kräfte und Muskeln richtig einsetzt. Vor der letzten Turnstunde durfte Johanna überall in der Praxis krabbeln-robben und alles anfassen. Sie war ganz schnell hinter einem Ball her.

Die Interaktion mit Johanna wird langsam nicht nur auf das Lächeln begrenzt, sondern auf Gesichtsausdruck oder eine nachgeahmte Grimasse.

Sie nimmt deutlich mehr wahr. Eine solche Übung war für sie noch vor einigen Monaten sehr anstrengend. Und was sehe ich da? Bei dieser - dachte ich - anstrengenden körperlichen Tätigkeit findet sie noch die Zeit, nach einem Krümel zu greifen…

Am Ende der Stunde gab es etwas zu bewundern. Die Bänder fürs Bodenturnen haben es ihr angetan, sie wollte sie unbedingt „fangen“. Vielleicht machen wir etwas Ähnliches zum Spielen zu Hause.

Mittwoch, 10. Oktober 2007

Johannas vierte osteopathische Behandlung

Die, die uns schon vor einigen Monaten im Blog "besucht" haben, konnten sehen, wie Johanna auf die erste osteopatische Behandlung reagiert hatte. Damals fühlte sie sich wie im Schwitzkasten und hat laut geschrien, nach der Behandlung ist sie dann erschöpft eingeschlafen.
Frisch und munter, haben wir unseren anstehenden Termin gestern wahrgenommen.
Könnt ihr Euch erinnern? Aber jetzt reagierte sie ganz anders, war entspannt und spielte vergnügt.

Nicht überstreckt, sondern rund müsste das Baby eigentlich liegen - das tut sie wohl, hier, während der Behandlung... Wenn es nur zu Hause immer klappen würde...
Na, so etwas Tolles kann die Kleine machen! Nur aufpassen: die Beine mus man (baby) schön biegen können, wiederum nichts überstrecken!
Auf inserem Weg zum Krabbeln sind noch einige Dinge zu festigen.
Hier sind die Beine in einer "richtigen" Position, dafür hat sie "vergessen", die Hand in die Stützposition zu bringen... Na ja, dann muss man nachhelfen...

Also hier ist natürlich keine Joga-Übung. Da wundere ich mich immer nur, wie sie das bloß machen kann...

Dienstag, 9. Oktober 2007

Neues aus der Babyküche

Auf dem Speiseplan der Familie steht eine Kürbissuppe nicht oft, dafür ist sie immer eine Überraschung. Es gibt ja so viele Sorten und Rezepte! An diesem Kürbisstand mussten wir neulich eine Weile stehen bleiben...Johanna hat in den letzten Monaten schon einige Kürbisse verspeist. Das hat ihr geholfen, ihre Verdauungsprobleme zu lösen. Jetzt gibt es neue Gemüsesorten zu probieren: Speckrübe und Butterrübe. Weiter als Märchen vom Rübchen sind meine Erfahrungen mit diesem Gemüse nicht gegangen... Na dann wird langsam Zeit! Bei unserem letzten Bio-Einkauf konnte ich an dem hübschen Butterrübchen nicht vorbeigehen... Uns und Johanna hat eine leckere Suppe gut geschmeckt. Ausserdem bekommt sie jetzt abwechselnd Rindfleisch und Hühnerfleisch zum Mittagessen (aus Berufstätigkeitsgründen schon in fertigen Bällchen eingefroren). Damit neue Zähne genug Calcium haben, bekommt Johanna auch Speisequark.
Brot und Brötchen stehen immer hoch im Kurs - als eine kleine Stärkung oder als hartes Knabbergebäck für die Zähne.

Montag, 8. Oktober 2007

Auf dem Weg zum Krabbeln

Das alte Stillkissen kann uns noch einmal gut dienen: so bekommt die Kleine eine bequemere Position zum Spielen und nebenbei übt sie, nicht immer mit dem Bauch auf den Boden zu rutschen. Diese Fotos entstanden am letzten Freitag, und heute, am Montag, hat Johanna einige Male über das Kissen gekrabbelt, als ich sie auf dem Kissen für kurze Zeit alleine gelassen habe. Fotos davon gibt es nicht, jedes Mal fand ich Johanna in verschiedenen Ecken, und das Kissen wurde "plattgekrabbelt". Morgen werde ich beobachten, wie sie das schafft.

Sonntag, 7. Oktober 2007

Neue Entwicklungsschritte

Wir warten schon lange, wann Johanna endlich anfängt, die Spielsachen fallen zu lassen. Bis jetzt spielte sie ausdauernd mit einem Spielzeug ohne auf die Idee zu kommen, es wegzuwerfen oder damit auf den Tisch zu hauen. Sie schlug wohl zwei Rassel aneinander, und wenn diese auf den Boden fielen, hat sie dies kaum bemerkt... Vielleich lag es daran, dass sie nur selten im Hochstuhl sitzt, und aus der Wippe kann man ja so schlecht sehen...
Nun habe ich die letzten Fotos durchgeschaut und erst jetzt festgestellt, dass sie gerade mit dem Fallen lassen-hinterher Schauen angefangen hatte.
Hier bekam sie gerade die neue Korkenkette zum Kauen. Das Kauen brachte erst eine kleine Erleichterung bei den "Zahnschmerzen".
Und wo ist die Kette?Eben hat sie die Kette wieder in den Mund gesteckt, aber das Fallen der Kette ist doch spannender!


Na, schon wieder weg!Auch mit beiden "vollen" Händen vergisst sie nicht, dass die Kette lustig vom Tisch abrutscht...Die Fotos sind so in der Reihenfolge aufgenommen worden, wir werden in den nächsten Tagen wieder mal das gleiche mit den anderen Spielsachen ausprobieren.

Samstag, 6. Oktober 2007

Sitzen im Einkaufswagen

Da Johanna noch ganz instabil im Sitzen war, konnten wir sie nicht einfach so zum Einkaufen mitnehmen. Langsam sind wir soweit. Endlich konnten wir sie in den Sitz packen und unsere Einkäufe erledigen. Zu Hause bekam sie etwas vom dem leckeren Grießpudding ab. Schade, dass es davon keine Fotos gab...

Freitag, 5. Oktober 2007

Neues "therapeutisches" Spielzeug

In der letzten Zeit haben wir einige Sachen gebastelt, mit denen Johanna gern spielt.
Aus einem dünnen Sisalband wurde eine „Knotenkette“, die man(baby) gern betastet und schwingen lässt. Die ersten Zähnchen bekommen die Chance, in ein Super-Naturmaterial zu beißen.Hier! Johannas erste Zähnchen! Erwischt!

Die Kette aus den Korken tut gut, wenn die kommenden Zähne keine Ruhe lassen.

Die kleinen bunten Plastikdeckel von den Saftverpackungen kann man aus dem Kartoffelnetz nicht herausbekommen, dafür kann man laute Geräusche machen und an den Boden hauen.

Und dieses alte Betttuch wird als „Buchstabenträger“ noch einen wertvollen Dienst leisten –besser an der Wand im Kinderzimmer, als auf dem Regal im Keller.

Da wird noch etwas gemacht, zwei fleißige Hände sind gerade dabei, die Strickkunst zu erlernen, aber es ist noch gar nicht fertig… Kommt noch!