Sonntag, 23. Januar 2011

Johanna wartet

auf Maria.

...veröffentlicht mit Verspätung... 01.01.2011...

Was wollen wir zusammen machen, wenn Maria da ist?
Johanna malt:Also, wenn jemand das Bild nicht ganz versteht: hier sind, von links nach rechts, der Papa, Johanna, die Mama und da, ganz weit, die Maria, die alle ins Eiscafe gehen. Na klar, was kann man sonst zusammen machen...

Und hier sitzen alle am Tisch und essen...
... Eis!!!

Johanna weiß nicht, dass die netten Portugiesen, die "unser italienisches" Cafe schon seit 20 Jahren führen, einen Winterurlaub in kaltem und feuchten Portugal angelegt haben. Das Eis gibt es bei uns zurzeit nur aus dem Supermarkt.

Der letzte Tag des Jahres...

und diesen Tag verbringen wir mit Papa!!! Auf Maria warten wir noch ein paar Tage.

... veröffentlicht mit Verspätung... 31.12.2010...

Johanna ist ganz glücklich: Nutella! Dick vom Papa auf das Brot geschmiert!!! Oh je, das gibt es nur zur Feier des Tages...
und der neue Haarschnitt bedeutet keinen Kämm-Streß :-))
...Das hier - das war ja gestern...
Unser Vogelhäuschen wird zum ersten Mal besucht - endlich haben die Vögel es akzeptiert!
Das Ende des Jahres durften wir bei unseren lieben Freunden verbringen. Erst dachten wir, dass Johanna einschlafen möchte...
...nichts davon...
Sie hat es bis zum Schluß ausgehalten.

Es ist 24:00 Uhr am 31.Dezember 2010!

Johanna feiert mit!
Neu-Jahres-Prossssst!
Was bringt uns dieses frisch geschlüpfte Jahr?

Neue Frisur

Johanna und Mama wollen sich verändern.

... veröffentlicht mit Verspätung... 30.12.2010...

Johannas Haare sind lang, Haarspangen will sie nicht haben, jeder Löffel Joghurt hinterlässt Spuren, das Kämmen ist eine Qual. Sie läuft mir weg, wenn ich nur zum Regal mit Haarbürsten gehe.
Schluß damit.
Den Streß wollen wir im letzten Jahr zurück lassen. Und mit der neuen Frisur braucht man sich um die Soße keine Gedanken zu machen!

Mamas Haare wurden auch gekürzt, nun gehen die beiden Damen im Partnerlook.

Hinten sind Johannas Haare immer gut geschnitten. Aber vorn, da es ja zum Schluß kommt und ihre Geduld nachlässt, muss man immer ein wenig nacharbeiten - aber das mache ich zu Hause.

Samstag, 22. Januar 2011

Wir wollen uns gut vertragen

und die restliche Ferientage gut miteinander auskommen... Johanna und die Mama, versteht sich...

...veröffetlicht mit Verspätung, 29.12.20101...

Tja... Johanna ist im Moment sehr fordernd und vereinnahmt mich sehr. Eine Trotzphase Nummer.... zig... Einen Babysitter, der mich ein wenig ablösen kann, fand ich in diesem freien Tagen nicht. Ich will schon den Tag gar nicht anfangen, weil ich weiß, dass es stressig sein wird... Wir sind gewissermaßen isoliert, viele Freunde sind unterwegs oder wollen ihre Zeit lieber im Familienkreis versbringen...und ich will mich nicht aufdrängen...

Im Haus habe ich alles abgeräumt, was Probleme machen kann. Die Schlüssel sind aus den Türen herausgenommen, damit sie sich nicht einschließen kann. Solche und andere Überraschungen will ich nicht haben. Man merkt, dass dieses Kind schon seine großen Schwächen hat, die das Leben der Umgebung nicht gerade leicht machen... all diese Gedanken kommen mir auf das Bett, ich werde früh wach, aber ich bewege mich am Morgen lieber nur sehr leise, damit ich noch etwas Zeit ohne Johannas Forderungen verbringen kann.

Aber für diesen Himmel stehe ich auf und wecke Johanna. Wer weiß, wann man nächstes mal die Sonne sieht...Mein Auto fiel aus. Auch das noch...

Nun sitze ich ganz schön fest und bin sehr unbeweglich... Wir gehen wieder spazieren, damit Johanna ihre Frischluft-Einheiten am Tag bekommt...
Sie lächelt. Auf dem Foto. Aber in Wirklichkeit antwortet sie mit NEIN auf alles, was ihr gesagt wird. Zwei ältere Herrschaften sagten Johanna eben, dass sie doch zur Mama laufen soll. NEIN!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!

Ich schaue mich um. Es gibt weit und breit keine Hasen - damit kann man Johanna noch locken... aber ich sehe viele Spuren im Schnee


da kann man dem Kind mindestens versprechen, dass nächstes Mal ünbedingt ein Hase zu sehen sein wird...

Ich weiß, dass solchen Phasen immer ein Entwicklungsschub folgt. Damit tröste ich mich...

Es ist kalt und man hat zu tun...

...veröffentlicht mit Verspätung, 28.12.2010...

Um aus dem Haus heraus zu kommen, muss man sich erst herausbuddeln. Was aber noch nicht heißt, dass man weiter kommt.

Die Stadtverwaltung hat kein Konzept für den Schnee, der "übrig" bleibt - die Straßen werden für einspurig erklärt und die Haufen bleiben auf der nicht gesäuberten Hälfte liegen - oder der Schnee wird einfach auf den Bürgersteig geschoben.Wir können auf den Straßen nicht mit dem Schlitten fahren - es scheint alles kaputt und unorganisiert zu sein. Wir gingen lieber zum Wald. Dort kann Johanna nichts anstellen und unterwegs ist sie meistens gut gelaunt. Das ist für mich zurzeit nicht unwichtig, da wir je alleine sind und manchmal zuviel voneinander bekommen :-)
Ich habe Johanna zu diesem Spaziergang damit bewegen können, dass wir vielleicht "ihr" Pferdchen besuchen. Mit einer Möhre und einem Apfel war sie bereit, den ganzen Weg zu laufen. Und... wer kommt da uns entgegen?
Johanna war hin und weg!
Weiter ging es nicht einfach, sie zum Laufen zu motivieren. Wenn man sich die Bilder anschaut, denkt man, dass das Kind so schön ruhig und gelassen mit einem Schlitten durch den Wald läuft...

Das dauert höchstens wenige Minuten, dann ist wieder eine Diskussion oder Action angesagt... Nun muss sich Mama in den Schlitten hinsetzen...
Die Mama samt Schlitten ist zu schwer... sie wird zurückgelassen...
Während unseres abendlichen Spazierganges zu unserem "Pflegehaus" entdeckten wir viele neu erschaffene "Schneeberge" auf den Straßen - Hilfe! Die Stadtverwaltung weiß nicht weiter!!!

Ein Managerschlaf

von dem Augenarztbesuch wurde gehalten...


...veröfentlicht mit Verspätung, 18.01.2011...


Ich wollte Johanna nicht schlafen legen, weil ich mit den Augentropfen rechnete und uns allen danach einen kurzen Abend wünschte. Dieser Termin liegt sehr pässlich, da wir seit ca. 10 Tagen beobachten, dass Johanna mit dem linken Auge leicht schielt...

Die Ergebnisse des Arztbesuchs:
- Johannas leichte Weitsichtigkeit bleibt. Eine Brille wird empfohlen.
- Das Schielen in unserem Fall ist eine sporadische Sache, aber eine Brille wird noch dringender empfohlen.
- Wie sie die Brille annimmt, ist unklar, aber es muss versucht werden.
- In drei Monaten soll Johanna zu der Sehschule erscheinen, die zum Glück in der gleichten Praxis angeboten wird.

Tja, dann legen wir jetzt mit diesem Thema noch los...

Freitag, 21. Januar 2011

Ein warmer Tag, an dem

man einen Schneemann bauen kann.

...veröffentlicht mit Verspätung... 27.12.2010...

Mit diesem Vorschlag habe ich einige Menschen angesprochen... Ich stelle fest, dass es hier in Deutschland, in dieser Gegend, nicht jedem klar ist, welcher Schnee und welches Wetter für einen Schneemann tauglich sind. Man hat hier irgendwie vergessen, wann man letztes mal Schnee hatte... Aber heute werden wir diese Chance nutzen. Johanna und Mama bauen einen ... na, man kann sich ja herausfantasieren, dass dies doch ein Schneemann ist.Danach gibt es noch ein paar "Engels"-Abdrücke...
..........................................
..........................................
..........................................

Diesen Tag bezeichne ich als einen äußerst mislungenen Tag, und das ist noch sehr zurückhaltend ausgedrückt.

Als Krönung des Tages versteckte Johanna, die sich über Mamas Plaudern mit einer anderen Mutter ärgerte, alle Schlüssel von Mama... (das hat sie sonst NIE gemacht!!!)
So konnte die Mama den Besuch nicht nach Hause fahren, lief durch das Haus und suchte in Panik die Schlüssel - auch draußen, wo man den Schnee ja schon schön zertrampelt hat...
In dieser Zeit veranstaltete Johanna eine besondere Sauerei in der Küche...
Als das Gastkind dann nach 40 Minuten Suche mitteilte, dass die Schlüssel ja unter dem Sofa versteckt sind, zog Johanna, ziemlich zerknierscht, diese heraus...
Und so weiter...

Donnerstag, 20. Januar 2011

Etwas muss ich nachholen,

und zwar diesen Artikel in unserer regionalen Zeitung:

http://www.noz.de/artikel/48511682/ich-bin-gegen-diese-aussonderung

Die junge Frau, die dort auf dem Foto lächelt, war das erste I-Kind im Johannas KiGa.
Und jetzt ist sie die erste I-Praktikantin, die im Küchenbereich tätig ist.

Bald werden wir uns treffen und wir hoffen, von den Erfahrungen, die die ganze Familie auf Lenas Schulweg gemacht hat, mehr zu verstehen, um unseren Weg für Johanna später gestalten zu können. Ich berichte, wenn ich eine Erlaubnis dafür bekomme.

Sonntag, 16. Januar 2011

Unser Einstieg

in die KG.

...Veröffentlicht mit Verspätung...

12.01.2011
Johanna kann kaum abwarten: wann sind wir endlich da? Als ich kurz vor der Praxis in einen kleinen Stau gerate, ärgert sich Johanna: "Mama! Fahren! Weiter fahren!"

Aber, in der Praxis angekommen, zeigt sie die alten Nein-Muster wieder...

Sie rutscht wohl, aber alleine!

...sie geht zum "Übungspferdchen", aber nur zum putzen...
Ich muss vielleicht nach Alternativen für körperliche Betätigung suchen, hier ist sie aktiv, aber nicht besonders kooperativ... jo...

Ab zwei dabei... mit 50 Monaten...

...veröffentlicht mit Verspätung... 13.11.2011

Heute ist Johannas 50. Monatsgeburtstag.
Unser Mädchen ist 4 Jahre und 2 Monate alt geworden. Messen-wiegen - das machen wir im nächsten Monat, aber ich kann schon jetzt sagen: gewachsen ist Johanna zum heutigen Tag nicht...

Zufällig hat Mama heute nachmittag frei. Das ist unsere Chance! Heute,- weil nur donnerstags - können wir in das Puppentheater gehen und dort ein ganz neues Stück sehen, das das Theater seit Neuestem für die Kleinsten anbietet. Ich habe bereits einige Male die Programmhefte des Theaters in der Hand gehabt, aber bis jetzt habe mich nicht getraut, mit Johanna zu gehen.

Jetzt aber! Das Stück erzählt von einer kleinen Maus, die auf den Winter wartet und alles Mögliche in das Mauseloch schleppt. Wortschatzmäßig habe ich Johanna vorbereitet, den Schnee hat sie genug gesehen, Mäuse auch, aber ob sie sich ordentlich benehmen wird?
Und nun, mit einem roten Streifen Papier, den ich aus Erinnerungen an Marias Theaterbesuche noch kenne, steigt mein kleines Mädchen die Treppe hinauf... INS THEATER!!!
Ich konnte keine Fotos machen.
Ich kann nur berichten, dass Johanna sich absolut vorbildlich benommen hat. Viel besser, als eine Menge der anwesenden Kinder. Sie sprang nicht auf und ging nicht zur Bühne und redete nur sehr leise, wenn überhaupt. Die Geschichte hat sie verstanden - sie konnte zu Hause Einiges erzählen. Am Ende bot die Schauspielerin an, dass sich die Kinder von der Maus und ihren Freunden verabschieden. Ohne zu zögern, ging Johanna nach vorn, in die Menge, (sie ist dort mit einer hellblauen Jacke zu sehen)

und schüttelte allen "Darstellern" die Hand.
Sie war glücklich!
Zu Hause hat sie erzählt und erzählt...

Ich kann mir vorstellen, auch Stücke für die 4-jährigen mit Johanna bald besuchen zu können. Das machen wir.

Wir spielen

oder zumindest versuchen, zu spielen...

...veröffentlicht mit Verspätung... 11.01. 2011


Gesellschaftsspiele sind keine Große Liebe von Johanna. Und von mir auch nicht... ich kann damit gut leben, aber Johanna muss (und kann und soll) in solchen Spielen Geduld, das Handeln in der Reihenfolge, das Warten als solches üben...

Sie muss einfach loslegen mit dem Spielen, oder, genauer gesagt, sie muss dazu erst motiviert werden... na ja... so ist das bei uns...

Also muss sie erst spielen lernen... Es fielen uns 2 Spiele in die Hände.

Hier ist Colorama.Wir erklären immer wieder die Reihenfolge, Johanna akzeptiert sie mit wechselndem Erfolg. Was uns wundert - Johanna nennt bereits Formen und ohne groß zu diskutieren setzt die Figuren sogar in die richtigen Felder. Es sein denn, sie will Maria ärgern... jo...

Hier ist das Schnecken-Spiel, altbekanntes Schätzchen. Es ging etwas besser, aber so richtig spielen... das können wir noch nicht... wenn man die Würfel eine Runde Reihe nach geworfen hat, war das schon ein Erfolg...
Johanna will nicht mehr spielen. Sie nimmt sich die Tafel und... sagt mir eben, dass hier ein A ist.
Soll ich das glauben?

Samstag, 15. Januar 2011

Ostern?

Vor einiger Zeit sprachen wir am Frühstückstisch von den Osterferien, die in noch fast drei Monaten sind...


In einem Korb warten und warten Blumenzwiebeln... die Baustelle will nicht enden, die Zwiebeln können nicht in die Erde... sie fangen schon an, zu wachsen... nicht gut...

Mädchen, wollen wir jetzt zusammen einige Zwiebeln in die Töpfe setzen? - die Erde habe ich ja bereits geholt.

- na dann - an die Arbeit!

Die ersten Töpfe sind bepflanzt. Wir zeigen Johanna die kleinen blassen Triebe. Sie darf sie streicheln, aber nur ganz leicht. Johanna, bald wachsen sie ganz groß und blühen vielleicht, wenn wir uns gut kümmern.

- Ostern? - fragt Johanna. Hat sie sich das Wort vor einigen Wochen gemerkt?

Ein zufällig freier Tag...

...veröffentlicht mit Verspätung... 10.01.2011

Alle Termine und Therapien haben noch nicht wirklich angefangen... unerwartet haben wir, drei Frauen im Haus, einen freien Nachmittag. Maria kümmer sich um das Essen, Mama holt Johanna ab.

Johanna will aber nicht angeholt werden. Sie will zeigen, dass sie das große Dreirad fahren kann. Und kann sie ein wenig, mit einer kleinen Nach-(schub)-hilfe...Unterwegs muss Mama noch etwas besorgen und Johanna wird erlaubt, in der Kinderecke zu bleiben. Nur jetzt will sie nicht einfach so dort herunklettern. Sie hat letztes Mal gesehen, dass kleine Münzen (übrigens, so klein sind sie auch wieder nicht) Wunder bewirken. Sie will auch Wunder haben und fragt:
- Mama? Geld?
Tja, jetzt geht es auch bei diesem Kind los...
Dieses Wackeln und die Geräusche und Lichter, dachte ich, werden sie für immer und ewig abschrecken und als Garantie für Mamas Geldbeutel in Zukunft dienen. Nichts davon. -Mama? Mehr Geld!

Johanna schaute in den Ferien das Märchen vom Schneeweißchen und Rosenrot, vom Sim-sala- Grimm. Der böse Zwerg hat sie beeindruckt. Nun malt sie den Zwerg, der noch einen langen Bart besitzt.


Der Abend kommt immer so früh und Johanna ist bereits am späten Nachmittag müde. Wird sie jetzt einschlafen, ist abends nur Chaos angesagt... ich überrede die Mädchen, nach draußen zu gehen.
Johanna, wir gehen Hasen suchen.
Das kauft sie uns noch ab.

Hasen haben wir nicht gesehen, aber Johanna durfe einen lieben Hund streicheln und war ganz zufrieden. Noch im Wald schlug Maria vor, heute abend einen Obstsalat zu machen. Als wir unsere Jacken abgelegt haben, kam Johanna an: " Mama? Obstsalat?" - natürlich machen wir einen!

Als Papa endlich das Haus betritt, wird laut gerufen: - Papa! Obstsalat! Obstsalat essen!

Der kleine König

...veröffentlicht mit Verspätung...

26.12.2010

Kennt man noch Johannas Kleinen König von Spiegelburg? Auf unserer Asienreise hat er uns begleitet und wurde nirgendwo vergessen, wurde danach mehrmals gewaschen, verliert langsam seine roten Wangen... aber er ist immer DER König...

Jetzt sitzt der Kleine König neben Johanna und sie malt sein Portrait.

Ich überlege mir, ob ich mich schon nach einer neuen König-Puppe umschauen muss - wenn dieser verloren geht, wird das für Johanna ganz traurig sein... soll man da vielleicht einen Ersatz-König haben?

Freitag, 14. Januar 2011

Ein Freitag voller Überraschungen

Ich setze mich hin und versuche, die Beiträge der vergangenen Wochen nachzuarbeiten.

Es ist viel geschehen. Wir, Johannas Eltern, haben eine neue spannende (Lebens) aufgabe, deren Umsetzung Einiges an Einsatz kostet. Johanna, nach einer ziemlich schweren Trotzphase, erlebt (und wir mir ihr) einen massiven Entwicklungsschub. Sie redet und redet und redet... es vergeht kein Tag, an dem wir einige Male nicht mit dem offenen Mund stehen bleiben. Heute hat sie nicht nur uns, sondern einige anwesenden Erzieherinnen überrascht. Johanna saß mit den großen Kindern, die sich gerade im Schreiben geübt haben. Johanna konnte bei ihnen mitschauen. Sie nahm sich auch ein Blatt... das ich beim Abholen überreicht bekam. Da es bereits vorkam, dass sie ihre besonders gelungenen Bilder überkritzelte, wurde ihr das Blatt vorsichtshalber ( :-) ) abgenommen und in einer sicheren Ecke bis zu meinem Eintreffen aufbewahrt.
In der oberen linken Ecke zeichnete sie P und t und nannte diese, oben rechts erkennt man MAMA. Natürlich haben wir das schon ein paar Tausend Mal ihr vorgezeichnet, aber es kam bisher noch nie zu einer selbständigen Aktion. Wir nahmen das Bild mit - der Papa soll es ja gleich auch bewundern - und wollten etwas besorgen. Johanna entdeckte eine Rutsche. Eher ich mich versah, drehte sie sich auf den Bauch - und
zack! - ist sie schon unten! Beim zweiten Mal kletterte sie etwas schneller, die Rutsche bewegte sich...
- Wackelig!
- sagte Johanna.
Ihre Mütze ließ sie neben der Rutsche liegen. Maria erledigte die Besorgungen, wir wollten gehen. Am Ausgang rief Johanna: Mama! Mütze!! Mütze da! Mensch, ich habe sie vergessen, Maria hat nicht bemerkt, aber Johanna hat sich erinnert!!! Es wäre auch Schade, das ist ja ihre Everest-Mütze...

Wir sind im Auto. Maria macht den CDPlayer an und wird von Mamas CD überrascht... Smetana. Jo, wie kann man das freiwillig hören? Johanna schreit auch von hinten: Mama!!!! Andere Musik!!! Mädels, ich kann Anne Kaffeekanne nicht mehr hören! Und Vogelhochzeit kann sogar Johanna nicht mehr hören! Doch! Kann! - hören wir von hinten.

Wir fahren nach Hause. Schon im Auto fing Johanna an, mich zu bearbeiten.
- Mama? Lauras Stern gucken?

- Nein, Johanna, jetzt doch nicht, am Abend vielleicht...

Im Briefkasten sind zwei dicke Umschläge. Mamas eb-- - nächtliche Funde, die endlich angekommen sind. Mädchen, wollt ihr auspacken? Johanna will immer etwas auspacken. Lauras Stern! Laura und der kleine Drache...! - Mama? Lauras Stern gucken? ... na, was sagt man da... es regnet wie aus dem Eimer... weich geklopft...

Dutzende von Blumenzwiebeln warten auf das Ende der Baustelle... Mädchen, wollen wir vielleicht einige Zwiebeln in die Töpfe setzen, wir werden sie wachsen sehen... Johanna, willst Du mit mir zum Gartenhäuschen gehen, Töpfe holen? - Nein, zu nass!... ok, ich gehe alleine und bringe eine Schüssel Erde mit. Das Wort Erde ist in der letzten Zeit nich present bei uns gewesen. Johanna schaut neugierig in die Schüssel. - Erde? Wo hat sie das Wort her? Meine Schuhe sind ganz schmutzig, die Terrasse ist ja noch eine Baustelle... Ich putze die Schuhe ab, Johanna schaut zu. Im Sommer, Johanna, da ist alles wieder sauber, dann sitzen wir auf der Terrasse... und grillen - fügt Johanna hinzu. Was hast Du gesagt? Grillen! hmmm...

Am Abend habe ich die beiden Mädchen doch überredet, spazieren zu gehen. Maria steht mit einem Regenschirm vor der Tür. Ich auch Schirm!

An einem der Weihnachtstage gab es den Film Nussknacker zu sehen. Aus Marias alten Zeiten stand im Regal schon zehn Jahre ein Buch mit der Nussknacker- Geschichte. Johanna zog das Buch zufällig aus dem Regal heraus und schaute sich das Buch einige Minuten an. Mama! Buch! Nuss-nacker! Vorlesen!

Natürlich reichte ihre Aufmerksamkeit für nur wenige Absätze aus... und beim Spazierengehen hatte ich Streß, dass sie mit dem Schirm fremde Autos beschädigt... und sie stellte sich total quer, als ich ihr im Auto nicht ihre Musik angemacht habe... und sie wollte beim Aufräumen überhaupt nicht helfen... und Maria wurde "Dummi" genannt, als sie den Fernseher endgültig ausgeschaltet hat... auch das gehört zum Alltag und gleicht die "weißen" Steinchen der Weisen der Antike aus...

Aber jetzt ist Johanna im Bett - und ich habe diesen Bericht abgeschlossen...

Montag, 10. Januar 2011

Wenn die Türen offen sind,

dann kann man ja leichter hineingehen...

"Tage der offenen Tür" an einer relativ nah liegenden freien Schule, wo die s.g. Kinder mit GB als einer der Schwerpunkte unterrichtet werden. Weitere Schwerpunkte sind sozial-emotionale Integration und Lernschwäche.
Das Letztere haben wir bereits sowieso, zusammen mit dem Ersten. Das Mittlere macht und machte mir immer schon Sorgen, die Gedanken habe ich aber vorerst schön verdrängt... das heißt für mich, wie gesagt, "das schwächste Kind in den stärksten Wind zu setzen"...

Was wünschen wir uns für Johanna? Welche Schule soll sie besuchen? Mit ihren 4 Jahren machen wir uns schon jetzt Gedanken...

Bis jetzt hat sie das Glück gehabt, sich unter den 46-er Kindern bewegen zu können, von ihnen zu lernen und mit ihnen auszukommen. Das entspach unserem Wunsch nach gemeinsamen Leben, das wir uns für Johanna auch in ihrer Zukunft vorstellen.

Unter diesen 46-er Kindern gab es zu Johannas Glück keine besonders auffällige oder agressive Kinder... Was würde sie lernen, wenn sie sich in einer Klasse einfinden wird, die gerade aus solchen Kindern zum grössten Teil besteht? Und viele Jahre damit auskommen muss, weil sie - und wir - keine andere Wahl haben? ... da muss man echt ein Verdrängungskünstler sein, um nach einer DS-Geburt überhaupt schlafen zu können :-)))...

Heute, als ich die Einladung diese offenen Türen zu betreten wahrgenommen habe, bat ich um einen oder zwei Hospitationstermine. Und ich habe diese bekommen!!!

In den nächsten Tagen werde ich einige Unterrichtsstunden in einer älteren Klasse miterleben dürfen und in einer jungen Klasse. Na, man versteht sich: es ist besser, ein Mal zu sehen...

Ich berichte dann.

Einige meiner neuen Lebensaufgaben nehmen aktuell viel meiner Zeit in Anspruch. Viele Berichte lauern als Entwürfe oder nur als Aufzeichnungen... Schade für mich und für Johanna, da einige Momente verblassen, wenn man erst später davon berichtet... aber es ist jetzt so.

Donnerstag, 6. Januar 2011

Groß bin!

Es lauern viele Entwürfe und warten auf mich und meinen Zeiteinsatz.

Aber diesen heutigen Satz muss ich ganz schnell festhalten. Johanna verbrachte einen Nachmittag, wie immer am Donnerstag, in einer Familie, wo ein Baby zu Besuch war. Sie konnte lange das Baby beobachten, was es kann und was noch nicht kann und sie hat sich darüber Gedanken gemacht... Als ich kam, sagte Johanna zu mir: "Groß bin!"
Das ist das erste Mal, dass sie diese Verbform benutzt.