Hier muss Johanna aus eigener Kraft, aber mit gewisser Stimulation aus dieser ungünstigen Lage herauskommen.
Wir müssen sehen, dass wir zu Hause Raum und Zeit für Trainingseinheiten finden.
Dieser Blog wurde eingerichtet, um über unsere Tochter Johanna und ihre Umwelt zu berichten. Viele Menschen, die mit dem Down-Syndrom, der Trisomie 21 zu tun haben, suchen nach Vergleichen, ähnlichen Schicksalen oder einfach Verständnis. Mit diesem Blog können wir einen kleinen Beitrag leisten, um Verständnis zu wecken oder Einsicht in diese, unsere Welt unseren Mitmenschen zu ermöglichen.
Am Anfang unserer persönlichen Down-Geschichte beschäftigte ich mich, oft Tränen überströmt, mit vielen Büchern, Artikeln, Berichten... Über das folgende Zitat, das ich damals fand, habe ich oft nachgedacht:
"Wir müssen die höchstmögliche Kultur,
Das sollte
Ich habe auch gelesen, dass der erste Enkelsohn von Dr. Down mit dem Down-Syndrom zur Welt kam. Was ich nie erfuhr - ob das Kind noch zur Lebenszeit des Großvaters geboren wurde...
Ich fand heraus, dass sich unter den Down-Eltern einige berühmte Persönlichkeiten befanden - man geriet plötzlich in die Gesellschaft von Albert Einstein, Charles de Gaulle, Damon Hill, Charles Darwin (bei ihm allerdings nur vermutlich), Dr. Down, einer Kongress-Frau in USA sogar vor Kurzem...
Das Zitat ließ mich nicht los... In diesen Tagen sprach mich eine Bekannte an - gerade zu diesem Thema... Sie ist gebildet, erfahren, sprachgewandt, intressiert sich für viele Bereiche... und sie hat ein Familienmitglied, das über mehrere Jahre mit Folgen einer Krankheit zu kämpfen hat... Medikamente, Reha, Aufbaumaßnahmen... Krankenkasse und Ärzte ohne Ende...
Im Gespräch habe ich von meinen neuen Erkenntnissen erzählt und kam - im Bezug auf die persönliche Familiensituation von Dr. Down - auf das Zitat, das mich so beschäftigte...
Ich habe sogar aus dem Gedächtnis zitieren können... Wir müssen die höchstmögliche...,
Sie hörte zu. Sie schaute mich scharf an. Sie unterbrach mich.
"Also ich glaube, die Gesellschaft hat Wichtigeres zu tun, als sich um behinderte Kinder zu kümmern!"
Wie hätte sie reagiert, wenn ich gefragt hätte, ob die Gesellschaft jetzt Wichtigeres zu tun hätte, als sich schon seit mehreren Jahren um ihr krankes Familienmitglied zu kümmern... ?
Na ja, der Bekanntenkreis verändert sich...