Dienstag, 13. April 2010

41 Monate. Wachstumsdaten.

Johanna ist 3 Jahre und 5 Monate alt geworden, 41 Monate.

Sie ist 13,8 kg schwer, sie hat im letzten Monat 500 g zugelegt, sie wiegt also ganze 100 g mehr, als es vor drei Monaten war. Ihre Lungenentzündung und dann die Mundschleimhautentzündung haben ihr eine gewisse Fastenzeit beschert und 400 g abnehmen lassen.

Sie ist 92,5 cm groß im Stehen, sie ist in diesem Monat nicht gewachsen.
Der Kopfumfang ist 47 cm, keine Veränderung.

Sie trägt Hosen in der Größe 92, sie passen gut, aber die Pullover und die Rollis müssen jetzt wirklich in 98 sein.
Sie trägt immer noch ihre Schuhe in den Größen 23-24, mit Schuheinlagen, einen Handlungsbedarf beim Schuhe- und Einlagenwechsel sehe ich noch nicht.

Pünktlich zum Monatsgeburtstag kam ein Packet mit der Spielküche, die Mama wie immer bei eb-- besorgt hat.Schon nach wenigen Minuten war die kleine Hausfrau schwer beschäftigt: alles musste richtig eingeräumt werden, die Mama bekam eine Tasse Kakao und und und... Das gute Wetter wollten wir ausnutzen und ein wenig Vitamit D tanken. Johanna war mit ihrem Trecker unterwegs. Hier sieht man, dass die kleinen Plastikfahrzeuge keine besonders brauchbare Fahrbahn haben... Aber die Fahrerin sagt "Tschuß Mama!" - und ich frage mich, ob sie behielt, dass sie nur auf dem hellen Streifen bleiben darf...

Die Schwester kam dazu - Johanna hat gern ihre Fahrkünste gezeigt. Sie kann jetzt lenken, rechtzeitig bremsen, drehen... einige Dinge konnte sie schon, Einiges ist dazugekommen.
Das heisst "Mama, Kreis!" - Mama soll sehen, wie Johanna im Kreis fährt.
Sie dreht und fährt zurück
und erinnert sich, dass es hier eine Hupe gab...
Auf den Bildern lächelt Johanna. Aber sonst ist sie ganz schön auf dem "Nein!"-Trip - welche Trotzphase das schon wieder sein soll, will ich nicht mehr nachrechnen. Ich sehe nur, dass es immer wieder mal kommt. Ob dies jedesmal heftiger ist, kann ich nicht sagen, aber jedesmal gibt es bestimmte Punkte, in denen Johanna ihre Durchsetzungskraft "trainiert" - in der aktuellen Phase geht es um "ich mache das alleine!"-Wunsch. Sie will alleine eine Wurstpackung oder Joghurt aufmachen, ohne Verluste dabei einzukalkulieren, sie will alleine und als Einzige uns die Türen aufmachen und halten (man soll also vor der Tür stehen bleiben und warten, bis sie das dann getan hat), sich selber die Milch aus der Packung einschenken (auch wenn es mal etwas über den Tassenrand wird), und natürlich Brot schneiden, Boden wischen... alles spannende Dinge... :-)

Sie ist im Umgang mit PCs und Handys viel weiter, als ihre Geschwister in diesem Alter. Na ja, so etwas gab es noch nicht, und die ganze Technik hat sich ganz schnell entwickelt... Ich erzähle am Mittagstisch, dass die Schüler mir eine Site empfohlen haben. Der Papa bittet Johanna, sein Handy vom Schreibtisch zu holen - man will sich ja die Site sofort ansehen. Johanna geht ins Büro, nimmt das Handy vom Kabel und nutzt auf dem Rückweg die Möglichkeit, das Gerät für ihre eigenen Zwecke zu nutzen. Sie entriegelt das Gerät, sucht auf dem Display ein Zeichen für das Fotografieren und schießt einige eigenen Fotos.

Sonst haben wir noch viel zu arbeiten. Laufen, Springen, Hüpfen - alles ist nur auf dem Anfängerniveau. Die kurzen sparsamen Sätze wollen noch nicht länger werden... aber es gibt ja immer was zu tun...

Sonntag, 11. April 2010

Am Wasser, auf dem Wasser und über dem Wasser...

Im Regen(wasser) standen wir an diesem Tag genug... In einer kurzen Pause, als es nicht ganz nass war, hatte die Mama einen besonderen Übungstermin - Johanna und Maria durften mitkommen. Erst spielten die Mädchen ein "Tiegerfangspiel" - Johanna ist ein ausgezeichneter "Tiger" und das Spiel lässt sie etwas mehr bewegen :-) Das Übungsboot war schon da - gleich geht es los!
Die Mama übte fleißig das Ab - und Anlegen, Johanna durfte mit im Boot sitzen. Die Rettungsweste war wohl nocht nötig, aber gegen Wind und Kälte war sie eine gute Anhilfe.


Der ganzen Familie war es nach Feiern. In der Fußgängerzone, die heute fast leer war, konnte Johanna viel laufen und alles Mögliche bewundern.
Und so landeten wir - als ob wir heute nicht genug Wasser schon gehabt haben - in einem "Über-Wasser-Cafe".
Unter uns ist ein Fluß, im Sommer riecht es hier wirklich wie in Venedig, so heißt das Restaurant nämlich :-)-, aber jetzt sind alle Fenster zu und man genießt nur den ruhigen Strom unter den Füßen und die bunten Enten, sie sich rührend um einander kümmerten. Eine neue Woche kann kommen!

Samstag, 10. April 2010

Unser "Straßen"- Kind

Ich habe Johanna bunte Kreiden gegeben, um draußen malen zu können. Sie nahm sie fast ungläubig entgegen. Nach all den im vergangenen Winter angemalten Stühlen, Tapeten, Bezügen und nach allen unseren Reaktionen darauf konnte Johanna sich nicht vorstellen, dass ich sie gerade zum "Beschmutzen" auffordere. Sie bemalte sich die Nase, die Hände, aber auf den Steinen wollte sie erst keine Spuren hinterlassen...Wir werden sehen, ob wir sie dafür begeistern können.
Auf dem zweiten Foto sieht man, wie nah zur Haustür die Fahrbahn in Wirklichkeit ist - man kann verstehen, warum wir uns so viele Gedanken über Johannas Einsicht in Puncto Sicherheit machen.

Freitag, 9. April 2010

Sie springt!

Und sie kam selber darauf! Vielleicht hat sie im KiGa etwas gesehen, was sie dazu brachte, zu Hause auszuprobieren...

Erst auf dem Trampolin hüpfen, dann für dem Absprung eine richtige Körperhaltung annehmen, und zack!Und nochmal!
Und noch einmal!
Das hat Johanna viel Spaß gemacht und uns auch. Auch wenn sie körperlich keine Sportskanone ist, hat sie sich bei dieser Geschichte ganz koordiniert bewegt.

Donnerstag, 8. April 2010

Die Sicherheit auf der Sraße...

das müssen wir Johanna beibringen... Es wird anders nicht gehen, nicht auf unserer Straße, sie muss schon selber auf sich aufpassen können.

Als Maria klein war und dieses Problem auf unserem Stundenplan stand, habe ich einen überfahrenen Igel auf der Straße gesehen. Ich nahm Maria mit und wir gingen dorthin. Einmal zu sehen reichte ihr, für immer und ewig Respekt vor den fahrenden Autos zu bekommen.

Nun ist Johanna mit dem gleichen Thema dran. Vor zwei Jahren, als sie noch nicht laufen, aber krabbeln konnte, ist sie aus dem Haus gekrabbelt und ein Fahrer holte sie von der Fahrbahnabgrenzung, auf der sie saß und den Autos zuwinkte. So begann unsere Phase der "erhöhten Aufmerksamkeit". Mit dem Laufen vor einem Jahr kamen natürlich diese Fragen wieder, vorbei sie an Geschwindigkeit zugelegt hat.

Heute hat Johanna dem Papa in der Einfahrt Gesellschaft geleistet, als er Marias Fahrrad reparieren wollte. Ich sagte nur, dass sie bitte ins Haus kommen soll, um die Jacke anzuziehen. Das tat sie. Ruhig ließ ich sie nach draußen, in die Einfahrt, gehen.Nach ca. 15 Minuten kam Johanna wieder und sagte, dass Maria nicht da war. Der Papa auch nicht. Ihre Wangen waren rot, das Gesicht frisch - sie war wirklich draußen und kam gerade ins Haus zurück. Aber wo war Maria? Im Badezimmer hörte ich das Wasser in der Dusche laufen... Der Papa saß im Büro... Wir hätten uns absprechen müssen...

Aber klar, Johanna war draußen alleine. Jo. Und das auf unserer Straße!
Ich ging mit ihr zusammen nach draußen, um "die Autos zu zählen" - da wollte ich meine "Gefahrenlehre" auch mit unterbringen...

Pech... Keine Autos...
Johanna weiß, was zu tun ist.
"Auto!" - wird laut gerufen.
Tja, leider nichts...
Da ist doch eins!
Eins? - das Fingerchen zeigt "eins"...
Zwei?
Auf jeden Fall hat Johanna "mehr Autos" gesehen - das heißt bei ihr "viele Autos". Wir verbleiben so, dass sie bitte immer auf dem hellen Streifen geht und nicht auf dem roten und schon gar nicht auf die Fahrbahn... Mal sehen, wie lange unsere Verkehrserziehung noch dauert...

Mittwoch, 7. April 2010

Ich muss wirklich aufpassen,

was ich in Johannas Anwesenheit sage... Wir denken, sie versteht nicht alles...

Heute brachte ich für die gestern abwesende Erzieherin ein anderes kleines süsses Osterpäckchen, ich habe keinen Hasen mehr gefunden. Dabei habe ich dummerweise gesagt, dass es für sie keinen Hasen mehr gibt und dass nur Johanna weiß, warum es so ist. Johanna stand neben mir. Sie lief plötzlich weg und versteckte sich hinter einer Tür. Das war so untypisch, dass ich hinterher lief. Als ich sie auf den Arm nahm, versteckte sie ihr Gesicht und wollte es nicht zeigen und nicht die Erzieherin anschauen.

...Es war ihr peinlich, dass sie den Hasen angegessen hat...

...Und ich habe davon laut erzählt...

Dienstag, 6. April 2010

Dass mein Haushalt in "sicherer Hand" ist,

folgt aus den Bildern natürlich nich. Aber dass es jemanden gibt, der ganz genau weiß, was mit all den Sachen anzufangen ist, ist schon mal beruhigend. Johanna wird bald drei Jahre und fünf Monate, theoretisch hätten wir noch Zeit zum Üben, aber ich bin ja keine junge Mutter, so muss man sich beeilen :-)





Mal mit Schwung und mal ohne, mal mit viel Wasser und mal ganz trocken - ganz egal, sie wird das irgendwann auch können.

Endlich Kindergarten!

Sie wurde wach mit den Worten "Mama Gartenbrot!" - die Mama soll also ein Brot für das Frühstück im KiGa machen.
Natürlich mache ich!
Für unsere lieben Erzieher habe ich ein Körbchen mit drei Hasen in den Eingangsbereich gestellt.
Wir Erwachsenen haben die letzte Tasse Kaffee des letzten Ferienfrühstücks genossen, Johanna vermuteten wir bei Maria, die mit dem Frühstück schon fertig war. Sonst war es still.

Eine leise Bewegung im Eingangsbereich ließ mich nachdenken.
Na klar!
Johanna war da, die Hasen waren da... nur einer davon hatte keinen Kopf mehr...
Was soll man da schon wieder machen? Wieder schimpfen?

Eine der Erzieherinnen war heute nicht da. Johanna verschenkte die zwei übrigen Hasen. Diesmal "passte" es gerade...

Sonntag, 4. April 2010

Ein Oster- einblick

Ich habe da noch ein paar Fotos, die ich hier im Johannas Tagebuch festhalten möchte.

In diesem Jahr haben wir einen gekauften Osterkuchen aufgeschnitten. Johanna mochte eher Streusel und den Zuckerguß, aber ein kleines Stück hat sie davon auch gegessen. Danach gab es ein Festessen - nichts gegen den Osterhasen, aber sein argentinischer Artsgenosse, mit Möhren und Rotwein, hat uns super geschmeckt. Der bunte Auflauf mit viel Käse sollte dem trüben verregneten Tag entgegenwirken, für die innere Wärme sorgen und die Stimmung heben.
Am Abend gab es einen Kinderfilm. Es regnete. Johanna kuschelte sich zu ihrer Großtante auf dem Sofa und machte einfach alles mit.
Wenn ich Johanna so sehe, schön gemütlich und kuschelig, Gesellschaft leistend, frage ich mich natürlich, wie es mit ihrer Bewegung weiter sein soll - sie sitzt gern, sie muss nicht unbedingt toben und rennen und springen... Sie läuft kleinere Stücke mit uns und möchte dann schon bald getragen werden... Sie geht in den Garten und holt sich bald einen Kinderstuhl... Jetzt ist sie ein Kleinkind, aber später werden wir wahrscheinlich mit Gewichtsproblemen zu tun haben...
Es ist aber noch weit vor uns, jetzt ist sie erstmal wieder gesund und geht sofort nach Ostern wieder in den Kindergarten.

Am Ostersonntag

Am frühen Morgen hat Johanna ihre Nase in allen Farbtöpfchen gehabt, aber die sicherste Variante war die mit den Eierstiften...

Das Ei ist bemalt, auf dem Papier sind unsere Namen geschrieben: das rote ganz unten ist eigentlich "Maria", das obere blaue ist "Papa", dazwischen ist ganz deutlich "Johanna" zu lesen:-)
Johanna zeigt Papa bunte glänzende Eier, die wir zusammen in der Küche eben "bemalt" haben. Sie sehen ganz toll aus, wir wissen nicht, ob diese Technologie schon länger auf dem Markt ist. In diesem Jahr waren wir etwas spät und haben nur dunkelbraune Eier bekommen - aber es war nicht schlimm, sie glänzen unter dem bunten Überzug genauso schön.
Nun wird geprüft, wessen Ei härter ist:
Meins!
Die Sonne hat sich an diesem Tag nicht lange gezeigt. Es regnete und es sah schon fast nach Schnee aus. Wir saßen am Kamin - wie an Weihnachten, und hofften, dass die Wärme bald wieder kommt. Ein kleiner Osterspaziergang endete im Hagel, unser "Osterfeuer" haben wir durch das Brennholz im Kamin auch "absolviert".

In diesem Jahr hat sich Johanna bewusst auf die Eiersuche begeben. Die ersten gefundenen Eier hat sie brav in ein Körbchen gelegt. Danach hat sie verstanden, dass das Ei im Körbchen gleich "Ei weg" ist. Ab diesem Erkenntniszeitpunkt wurden die Eier vor Ort aufgegessen - bevor die Mama eingreift. So haben wir die Eiersuche lieber eingestellt, da sie bereits zuviel gegessen hat und wir ihr nicht immer und nicht alles wegnehmen wollten.

Johannas Gesicht sieht viel besser aus, man kann schon mit einem guten Gewissen unter die Menschen gehen, wenn das Wetter endlich erlauben wird. :-) An diesen freien Ostertagen haben wir nicht viel vor, ich bin einfach zu Hause und genieße, dass Johanna endlich, nach vielen Wochen von verschiedenen Krankheiten, wieder fit und fröhlich ist, gut und lange schläft, im Schlaf gut atmet, hat einen guten Appetit und macht einen entspannten Eindruck. Das soll bitte etwas länger halten.

Freitag, 2. April 2010

Ein Kompromiss

zwischen der angestrebten Selbständigkeit und der notwendigen Sicherheit...

Johanna möchte "groß" sein und will nicht an der Hand laufen. Sie geht meistens in die von uns vorgegebene Richtung - sie geht einfach MIT uns.
Aber nicht an der Hand.
Wenn wir die Straße überqueren müssen, ist das nicht einfach.
Wie ich bereits einmal berichtete, bieten wir Johanna an, sich an der Jacke von einem von uns zu halten.
Das tut sie dann auch. Wir müssen nur weiter üben, dass sie wirklich bis zum Ende der unsicheren Zone "an der Jacke" auch bleibt.

Heute nach den späten Mittagessen habe ich am Tisch gesagt, dass ich gern ein Tässchen Espresso trinken würde. Ich bekam keinen Espresso, aber - da alle Zeit hatten - viele Bemerkungen dazu - warum habe ich für uns immer noch keine Espresso-Maschine ausgesucht, dass es heute ein Feiertag ist und das Cafe an der Ecke geschlossen ist und und und...

Johanna, die heute auf einem "erwachsenen" Stuhl sitzen wollte, ist von ihrem Platz in dieser Zeit verschwunden.
...
Sie kam aus ihrer Spielecke, mit einem kleinen Plastiktässchen und einem kleinen Löffel in der Hand - und servierte mir mit einem strahlenden Lächeln einen "Espresso". " Mama, bitte!"
Ich habe mich über meinen "Espresso" sehr gefreut.
- Johanna, was denkst Du, möchte vielleicht auch Papa etwas bekommen?
Johanna reagierte sofort.
- Papa! Kakao?

Im Vorgarten

In diesem Jahr kann Johanna laufen und kann aktiv mithelfen.

In unserer "Osterkiste" findet man bunte Eier von allen Kindergenerationen. Jedes Jahr gehen welche kaputt, aber von jedem Jahr gibt es auch "Nachschub". Die Kiste wurde heute gründlich ausgemistet, die schönsten Eier kommen auf die Büsche. Johanna hat schnell verstanden, wie das funktioniert, sie hat ganz geschickt die Bändchen um die Äste gelegt. Erst mit ein wenig Hilfe, dann ganz alleine.
Unser Vorgarten sieht noch ganz kahl aus, die ersten wenigen Osterblumen und gekaufte Stiefmütterchen machen ihn etwas bunter. Die Mädchen freuen sich über die erledigte Arbeit und ich freue mich, dass Johanna daran auch teilnehmen konnte.


Gestern mussten wir noch den Kamin anzünden. Heute morgen wollte ich die Asche herausnehmen. Als ich mit dem vollen Aschenkasten in den Händen zur Haustür gehen wollte, und eben dachte, dass es cleverer wäre, erst die Haustür aufzumachen und dann den Kasten nehmen,

stand
strahlend,
mit einer einladenden Geste,
Johanna
dort
und hielt mir
die Tür weit auf!

Sie hat mitgedacht und offensichtlich sogar gewartet, bis ich losgehe!

Hätte mir das einer gesagt, als sie geboren wurde... hätte ich bestimmt nicht geglaubt.

Donnerstag, 1. April 2010

Wer kann damit etwas anfangen?

Ich schreibe einfach auf, was wir heute erlebt haben, und bitte diejenigen, die davon etwas gehört/gelesen/bereits selber erfahren haben, uns mit den Ratschlägen zu helfen.

Das ist kein Aprilscherz o.Ä.

Am Anfang Februar las ich einen kleinen Artikel in der Osna---- Zeitung: Zu diesem Zeitpunkt war es klar, dass der Orthopäde die von der KiÄrztin vorgeschlagene Wirbelsäulenuntersuchung bei Johanna kategorisch abgelehnt hat. Somit gerieten wir zwischen zwei Ärztemeinungen und wollten das Ganze eigentlich nicht verschärfen. So kam mir die Idee, Johanna von einer "erfahrenen Hand", aber ohne Strahlen o.Ä. untersuchen/tasten zu lassen und eine Klärung in diesem Bereich zu bekommen - so "schmerzlos" wie möglich.

Die Termine waren allerdings an diesen Tagen alle vergeben, einen mir angebotenen späteren Termin musste ich wegen Johannas Lungenentzündung vertagen und erst heute durften wir Johanna endlich in der Praxis vorstellen.

Was hatten wir denn... Eine schön eingerichtete Praxis... Kumquatspuppen... Kräutertee und Tassen stehen im Wartezimmer bereit... Kunstgegenstände... Antiquariatsmöbel... Buddhas...

Sind Sie zum Screening?

Oh... Sind wir das?
Wir sind ja zu der Untersuchung, die für die Kinder gedacht war...

Dann sind Sie doch zum Screening, kommen Sie mit!


Alles war ein wenig seltsam.
Ein Scanner, wie man ihn im Supermarkt schon mal sah, nur mit Rollen, wurde Johanna gezeigt und es wurde auf ihrem Unterarm einmal damit gefahren - sie braucht keine Angst zu haben. Hatte sie auch keine. Sie saß brav und mit geradem Rücken und wartete. Es wurde uns erklärt, dass in dieser angebotenen kostenlosen Untersuchung der obere Bereich der Wirbelsäule "gescreent" wird.
Man muss ja verstehen, dass dieser obere Bereich bei Johannas Rücken so um 3 bis 4 cm ausmacht. :-)
Na gut, diese 3 bis 4 cm hat der Scanner in so um 3 Sekunden auf Johannas Rücken zurückgelegt. Weiter nach unten durfte er aus Kostengründen offensichtlich nicht fahren :-)???

Der PC hat dieses folgende Bild generiert, das für uns ausgedruckt wurde und in einer Mappe uns ausgehändigt wurde:

Daraus soll folgen, dass Johannas erste Wirbel eine absolute Blokade aufweist, die eigentlich das ganze Nervensystem lahm legen sollte.

(?????? - meine Reaktion darauf)

Dann wurde uns eine Liste ausgehändigt, der wir entnehmen können, dass die erste Wirbel für alle möglichen Funktionen etc. "verantwortlich" ist, die bei der Fehlstellung auch "ausfallen" werden.
Jo.

Es wurde uns gesagt, dass diese (erste) kostenlose Untersuchung bei diesem Befund ein komplettes Screening als Folgeuntersuchung nach sich ziehen sollte... einen Folgetermin können wir gleich bekommen... das kostet 80 €... aber da wir im Rahmen der "kostenlosen" Erstuntersuchung in die Praxis kommen, würde es uns 80 - 20 = 60 € kosten... dann wird die ganze Wirbelsäule gescreent (die restlichen 15 cm mit dem Scanner? - meine Frage)... anschließend findet ein Beratungsgespräch statt... in dem weitere Vorgehensweise angedacht werden kann... (weitere 80-€-Termine? - meine unausgesprochene Frage ;-) )

Einen Termin haben wir bekommen.

Ohne uns groß zu fragen, hat man uns "als neue Patienten" für einen Vortrag angemeldet, der demnächst die Tätigkeit in der Praxis uns besser erläutern kann. Es wurde auch gesagt, wir können gern Freunde oder Verwandte mitbringen.

Johannas Papa war schwer auf das Ganze zu sprechen. Er ist sehr skeptisch und sieht diese "kostenlose" Beratung als eine Werbefalle an. Na ja, und ich mache mir schon Gedanken zum Thema "absolute Blokade"...

Sollte jemand dies gelesen haben und Einiges an Ratschlägen/Erfahrungen/Infos/Skepsis? mit uns teilen wollen, freuen wir uns darüber.