Johanna steigt in den Kindergarten ein

Lilypie Fourth Birthday tickers

Sonntag, 6. Juli 2008

Ohne Fotos

kann es auch gehen...
Nun habe ich gar keine Kamera mehr. In drei Tagen sind Ferien, dann habe ich Zeit für alles, was liegen geblieben ist.
Johannas Ohr sieht immer besser aus. Seit gestern abend ist es trocken und frei. Heute haben wir eine Fahrradtour gemacht, die frische Luft und der warme Wind müssen auch gut tun...

Johanna riecht nach dem Antibiotikum, aber ich hoffe, das dauert nicht mehr lange.

Ein paar Worte zu Johannas neuen Fortschritten:
Es ist überhaupt kein Problem mehr, sie auf einem Sofa oder auf einem Sessel sitzen zu lassen. Sie kann sehr sicher herunter klettern. Beine hängen lassen und den Boden „vortasten“ – das klappt gut. Ich lasse sie manchmal auf dem Sofa und lege etwas Interessantes auf den Boden davor – und schon sitzt sie unten und spielt!

Sie findet immer wieder heraus, wo und welche kausale Zusammenhänge bestehen.

Wenn der Papa am PC sitzt und schreibt, entsteht etwas auf dem Bildschirm. Das beobachtet Johanna. Nächstes Mal sitzt der Papa mit seinem Notebook. Johanna sitzt neben ihm, aber kann seitlich nichts sehen. Dann geht sie um das Notebook herum und schaut auf den Deckel. Auf Johannas Gesicht ist nur ein Riesenfragezeichen zu sehen… da ist ja auch nichts!

Die Lichtschalter im Haus kennt sie schon. Das Einschalten klappt super. Jetzt will sie auch ausschalten. Aber warum geht im Treppenhaus das Licht nicht aus, egal, wie oft sie den Schalter schon gedrückt hat? Tja, Johanna, hier ist eine Zeitschaltuhr im Spiel, das kann ich dir nicht erklären…

Johanna vermisst ihren Papa, der jetzt einige Tage unterwegs ist. Jede Bewegung an dem Briefkasten an der Haustür – Zeitung, Briefe, Werbung – verbindet sie mit „Papa!“… Sie schaut immer wieder in das Büro – nein, er sitzt da nicht… Während der Fahrradtour heute sind wir an einer Stelle vorbeigefahren, wo wir den Papa vor einiger Zeit abgeholt haben. „Papa!“ – Johannas Meinung nach müsste er hier sein!

Sie schaut sich im Spiegel an und weiß, welche Hand und welche Seite jetzt „im Spiel“ sind. Auf einigen Fotos ist Johanna mit einer Haarspange zu sehen. Ich möchte ihre Haare ein wenig wachsen lassen, deshalb brauche ich solche Spangen… Johanna mag sie nicht, in Sekunden sind die Spangen aus den Haaren herausgezogen… So muss ich mir einige Tricks einfallen lassen. Für den Moment, in dem die Spange in die Haare kommt, muss Johanna in beide Hände etwas Tolles bekommen, damit sie sich ablenkt. Das klappt noch, aber nicht immer… Und danach muss ich sehen, dass ich an unseren drei Spiegeln schön schnell vorbei laufe, damit Johanna, die bei mir auf dem Arm sitzt, sich nicht sehen kann. Sonst ist die Spange in der nächsten Sekunde weg, so schnell kann ich nicht mal ihre Hände halten oder sie ablenken. Im ersten Moment ärgert mich das, aber dann denke ich, wenn die Kleine es schafft, zu schnell für mich zu werden, dann kann sie noch Einiges im Leben schaffen…

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