Montag, 6. Juli 2009

Unser 1,5. Reisetag...

Irina schreibt am 03.09.2009, der Bericht wird unter dem 06.07.09 veröffentlicht...

Ich fange eingach an. Viel zu oft habe ich gehört - Zeig´ mal doch endlich eure Bilder! Nun nehme ich mir Zeit und mache das einfach.

Die Bilder, die ich zeigen möchte, sind entstanden, weil ich mit vielen Augen sehen wollte. Als einer aus Europa, als Mutter, als Frau, als Lehrerin, als jemand, der schon hinter dem "Eisernen Vorhang" viel von Japan gehört und gelernt hat als als als... eins oder anderes der Bilder sind für bestimmte Menschen entstanden, sie werden hoffentlich "ankommen".

An unserem letzten Morgen zu Hause. Die "to do"-Listen sind durchgestrichen, der Strom wird gleich ausgeschaltet.Auf der Autobahnrasttsätte hat Johanna ein LAAAAANGES Stück alleine zurückgelegt, das war für uns damals ganz neu.
Danach ging alles viel zu schnell: ein Abschied auf dem Mittelstreifen, unser einziges Gepäckstück auf die Schulter - und weg!
Beim Einchecken hat Johanna noch die letzten Körner gegessen - sie hatte zuvor ein tolles Geschenk bekommen... sie wird solche Körner und solches Brot zwei Monate nicht bekommen können.
Im Flugzeug bewegte sich unsere "erfahrene" Fliegerin ganz sicher - natürlich wurde alles sofort ausprobiert und angeschaltet.
Der Kapitän informierte uns über den Flug. Der erste Flug soll ja uns erst mach Peking bringen, danach müssen wir weiter... So eben ein kleiner Strich auf der Welrkarte. Ich merkte, dass meine Füsse ganz schön kalt wurden.
Und nach einiger Zeit war es klar, dass man hier ernst meint. Wir kommen voran. Auf dem Display erschienen Orte, die mir auch sonst viel zusagen. Wink!
Der Papa hat den ganzen Papierkram abbekommen - die chinesischen Behörden wollen alles wissen, es gibt viele Fragebögen. Johanna, die sonst nichts auf dem Kopf haben mag, findet den Film toll und kann sich sogar mit den Kopfhörern arrangieren.
Bei diesem Bild muss ich selber innerlich immer wieder in die Hände klatschen. Die Sachen, die bei den DS-Kindern sonst oft vom Tisch herunter fliegen, bleiben schön stehen. Es wird ordentlich gegessen, sogar mit einem Messer-Gabel-Versuch. Die süss-saure Sosse schmeckt Johanna, wir haben ja geübt...
Johanna bekam von der netten Stuardess ein Basteletui und versucht, zu schneiden. Die ersten Schnitte sind super gelungen, auch wenn zwei Hände nötig waren.
Der Blick auf dem Display zeigt: es gibt kein Aussteigen und kein Zurück, wir überqueren die geografische Grenze zu Asien. Die Asienreise beginnt auch buchstäblich!
Die Ortsnamen, die danach erscheinen, machen mich ganz unruhig. Mensch, es ist ja alles so nah! Seoul - von dort haben wir am 21.07. die Flugtickets nach Peking. Das wird heissen, dass wir in Japan bereits gewesen sind... und in Korea eigentlich auch... Urumqui... Das ist doch die Stadt, in der Uyguren gerade Unruhen hatten, vielleicht wird unsere Tibetreise nicht statt finden können... Kathmandu... Eine Stadt aus den Berichten meiner Studenten aus der Uni Kharkov... Das gibt es nicht, dass ich sie hier plötzlich so nah sehe...
Aber erst müssen wir landen und eine kurze Zeit in Pekinger Flughafen verbringen.
Nach der Landung bleibt das ganze Flugzeug diszipliniert sitzen, keiner bewegt sich.
In den Gängen sind kleine Gruppen mis Gesichtsmasken zu sehen. Temperaturkontrolle.
Mit diesem kleinen Pistolenähnlichen Gerät werden Kranke ermittelt, das Gerät wird kurz an der Stirnhaut gehalten. Manche Kinder bekommen Panik und weinen. Unserem Fräulein macht keine Pistole Angst, sie streckt ihr Köpfchen entgegen - und wird aber übersehen...
Die Fragebögen zum Thema Gesundhei sind nicht ohne... nach dem besten Wissen und Gewissen und so weiter...
Endlich dürfen wir das Flugzeug verlassen. Egal, wie modern und neu der Flughafen aussieht - die unbekannten Zeichen statt gewöhnliche Buchstaben machen alles spannend...
Johanna, wo ist denn hier "o"?
Die ersten Schritte auf dem Laufband. Sie läuft einfach immer weiter... Ich wundere mich über Johannas Mut und erinnere mich an das Frühjahr 2008, als wir mit Johanna auf dem Laufband im Trainingsraum die ersten Beinbewegungen eingeübt haben.
Nach einer Nacht im Flugzeugsitzt kann Papa sich endlich bewegen - Johanna und Papa laufen einfach herum, es gibt so viel Platz...
Es ist alles so riesig hier... Die Halle auf dem oberen Bild ist ein kleines Stückchen eines Teils des Flughafens, wir müssen noch so weit laufen...
... müssen wir nicht...
...und es geht immer weiter... alles neu, alles glänzt... alles leer...
An unserem "Japan"-Terminal gibt es immer wieder ein Filmchen zu sehen: das arme kranke Schweinchen muss im Bett bleiben und darf nicht in die Schule!
Mein Versuch, eine kleine Aufnahme von peking zu bekommen, war absolut erfolglos. Zwar erahnten wir hinter dem Flughafen eine Stadtlandschft, konnten aber im dichten Nebel (Smog) nichts brauchbares festhalten. Nur die Dachkonturen erinnerten an einen Drachen...
Wir waren bereits so kaputt, dass es kaum Erinnerungen an den Anschlussflug gibt. Nach einem (kutzen???) Schlaf bemerkte ich eine Küste unten. Sind wir wirklich da?
Das stimmte. Dicht besiedelte oder für die Industriebetriebe knapp bemessene Küste, mit klaren Grenzen der Grundstücke - das war unser Ziel, in wenigen Minuten landeten wir... Was für ein Unterschied! Ein klarer Himmel, Sonnenschein, alles grün statt grau...
Sind das jetzt die ersten Schritte unsere Reise? Oder haben wir schon längst angefangen?
Es muss jetzt aufgepasst werden. man hat zig mal berichtet, es sei alles, wirklich alles ganz ganz anders...
Nun sind wir absolut gespannt!..


Die erste positive Überraschung eines menschlichen Mitdenkens traf mich .... na... in dem Toilettenraum. Das ist ein leicht zu reinigender Sitz für Kleinkinder, die mit ihren Müttern allein reisen und deshalb keine weiteren Aufsichtspersonen ausserhalb des Toilettenraums haben - sie können in diesem Sitz wunderbar warten, bis auch die Mama fertig ist...
Zwischen den fahrenden Koffern fand Maria einen Origami-Kranich. Mensch, wie schwierig ist es eigenlich, ihn zu falten... Wir mussten ihn mitnehmen.
Eine Fahrt mit dem Metro liegt hinter uns. Ich bewundere Josef total. Ich bin kaputt und habe im Moment keine Orientirung. Und er schaut eben auf sein Display, wo er den Weg zum Hotel gespeichert hat... und findet es sogar! Wir sind in Tokyo, im Bezirk Ikebukuro... eine teure Gegend, haben wir uns sagen lassen... wie auch alle andere Gegenden auch...

Solange sich Josef mit dem Weg beschäftigt, kann ich ein wenig links-rechts schauen.
Vor dem Hotel sehe ich ein Immobilienangebot.
Auf diesem Blatt kann ich nur vermuten: 90 000 Yen monatlich für einen 20 qm Raum? so um 670 €? Man hat wenig Platz hier, was werden wir wohl im Hotel haben?
Der Platz wird auch hier ganz sparsam gebraucht - ein Parkplatz vor dem Hotel... Die Balken markieren, wie der Wagen stehen muss,
die gelben "Parkuhren" kann man mit einem entsprechenden Betrag zum Herunterfahren bringen und den Parkplatz dann verlassen... Knapp...
Unser Hotel finden wir.
Das ist ein Hotel für eher junge Gäste, Studenten etc.
Unser Zimmer ist ziemlich groß.
Also - kein Platzmangel, wir überleben.
Weiter gehen unsere Gedanken nicht.
Wir müssen schlafen.


Und das ist die erste Sendung, die wir in unserem Hotelzimmer nach dem Aufwachen sehen: eine Reihe Mädchen (super schlanker Mädchen) nimmt ein einem Fresswettbewerb teil! Es werden Würstchen im Teigmantel verspeist. Die glückliche Gewinnerin:
Wir bekommen auch Hunger...

Es ist auch nicht mehr der 6. Juli, es ist ja der 07.Juli, hier läuft alles nach hiesiger Uhrzeit. Wir haben 1 oder 1,5 oder 2 Reisetage hinter uns - wie man rechnet...
Wollen wir sehen, was da draussen ist?

Bis dann!

Wir sind dann mal weg.

Sonntag, 5. Juli 2009

Reisevorbereitung

Es gelang mir nie, die jüngsten Kinder für den Vorbereitungstag irgendwo abzusetzen. Dumm von mir... Es wäre viel ruhiger und effizienter gewesen...
Die großen Kinder ziehen wieder ein, die Kleinen haben ihre neuen Spielmöglichkeiten: wie toll, man kann sich im Schrank ja verstecken!
Eine letzte, super letzte Vorbereitung: Johanna und Sushi.
Danach darf sie ihr Können wieder mal auffrischen... aber ich glaube, dort, wo wir hingehen, kommt so eine Art nicht gut an...
Na ja, das klappt soweit...
Wie ich schon sagte, ein paar Gabel kommen mit.

Samstag, 4. Juli 2009

Klettern

kann Johanna mehr oder weniger gut. Einmal ist sie leider von ihrem Hochstuhl gefallen, auf den sie kletterte und dann aber darauf noch tanzen wollte. Sie klettert aus ihrem Einkaufswagenkindersitz heraus, und aus der Babytrage leider auch...

Papa will, dass Johanna geht, Johanna will in den Buggy... na gut, dann mach´ das mal alleine! Der Papa zeigte ihr nur die "Stufe" zwischen den Rädern, auf die sie leichter treten kann...



Nach zwei Versuchen hat es geklappt - Johanna ist "drin"!
Ein wenig mehr Energie kostet es doch noch!
Eine elegante Drehung -
und ein braves Kind sitzt im Kinderwagen!
Hier ist ein letztes Tier, das wir hier sehen in diesem Sommer - ein kleiner Hase!
In der Hoffnung, noch ein Reh zu sehen, klatscht Johanna so laut wie sie kann -
es kommt leider keins... (wir haben letzte Male, als wir Rehe sahen, geklatscht, um sie zum Laufen zu bringen)
Die Packen-Aufräumen-Stimmung hällt an, ich bin glücklich, wenn Johanna endlich im Bett ist und ich mich auf andere Dinge konzentrieren kann...

Freitag, 3. Juli 2009

Langsam verabschieden...

müssen wir uns von vielen Menschen... Dingen... Ereignissen, die wir demnächst nicht erleben werden. Es ist schwer, aber wir haben uns in diesem Jahr schon so oft verabschieden müssen... schon fast Routine...

An allen Tagen in der letzten Woche haben wir unsere Freunde getroffen und schöne Stunden mit ihnen verbracht. Das sind mal leichte, mal schwerere Gespräche, mal ein Schweigen in der Hitze des Tages... Wir nehmen sie alle mit uns in die Ferne.

Johanna kommt natürlich immer mit. Hier sind ein Paar Aufnahmen des heutigen Morgens. Es ist heiß, aber sie findet das kleine Spielhäuschen so toll! - sie will die ganze Zeit darin bleiben.Auf eine Bitte sie zeigt auch, wie gut sie schon laufen kann - man sieht, sie geht noch sehr breitbeinig... irgendwann ändert sich das...

Der kleine Rasenmäher ist nicht laut, aber Johanna will ihn trotzdem "anschalten" -

und los!

Auf dem Weg nach Hause schläft Johanna ein. Ins Haus gebracht, schläft sie weiter... bis zu 4 Stunden am Stück. Ich denke, sie wächst gerade im Schlaf. Ich hoffe, für sie in den kommenden Wochen genug Raum einplanen zu können, damit sie ihre Ruhe und ihren Schlaf nicht missen muss.
Eine tolle Idee und den "praktischen Teil" dazu haben wir geschenkt bekommen: eine Menge Trockenfrüchte, in verschiedenen Sorten und Wirkungsrichtungen. Johanna mag es gern, an den Früchtestreifen zu kauen, es ist kein Zucker und sontswas dabei. Nach dieser Idee habe ich lange gesucht, bin aber nicht draufgekommen - bei vielen Wetterlagen und Klimaverhältnissen wird es uns möglich sein, bei Johanna ein gewisses "Gleichgewicht" für ihren Magen-Darm-Immunität-Bereich zu erzeugen und zu halten, den Rest muss sie schon selber leisten. ;-) An dieser Stelle vielen Dank an den Idee-Geber! Wir nehmen alles mit!
In diesen Tagen waren wir oft tief gerührt - von einem Körbchen mit Kirschen vor der Haustür, von einer liebevoll gestalteten Karte mit einem Abschiedslied, von einem Medikamenten-,
Buch-, Filmtipp, von den freundlichen Begegnungen, netten Einladungen, guten Wünschen und Hilfeangeboten. Euch allen ganz herzlichen Dank! Kommt mit! Wir werden berichten.
Wir sind u. A. auch mal gefragt worden, ob man uns schon jetzt bereits für immer verabschieden soll (???) und ob wir unsere Testamente geschrieben haben. lol. Haben wir. Da Johanna uns besonderes ins Visier vieler Ämter rücken lies, mussten wir ja die Behinderten-Testamente bereits vor langer Zeit schreiben, darüber habe ich berichtet, diese haben wir aktualisiert. Sonst überlassen wir unser Haus unseren älteren Kindern, unseren Verwandten, Freunden und Nachbarn und gehen, jeder mit dem Nötigen für 3 Tage, auf die Reise. Wir nehmen Johannas alten Kinderwagen, wir werden ihn benutzen so lange, wie wir es können werden. Die Babytrage kommt auch mit, vielleicht dient sie noch ihren letzten Dienst.

Zum Thema letzter Dienst... In unseren Hause sind in der letzten Zeit so viele Dinge kaputt gegangen... das Familienauto, die Kaffeemaschine, mein PC, dann das alte Notebook, der Staubsauger, der Gefrierschrank... Tassen... Becher... noch etwas.. so viele Dinge, die einen auch in gewisser Form begleiteten... lol lol lol Jedes mal haben wir uns nur angeschaut und lachten - na, dann müssen wir langsam los...
Wir fahren und wir haben uns oft gesagt, dass wir im Moment für Vieles offen sind. Es kam im Radio neulich ein Spruch - wer für alles offen ist, ist nicht ganz dicht. Sind wir nicht ganz dicht? Es kann auch zutreffen, wenn man uns, zwei "sesshafte" Familienmenschen (ich bin länger Mutter, als Nicht-Mutter) von außen betrachtet. Aber für die von "außen" wollen wir keine Erklärungen liefern.
Ich habe in der letzten Zeit viel gelesen und mich eigentlich vorbereitet. Aber jedes Mal stelle ich fest, dass ich immer weniger weiß, als davor, da die Horizonte einfach zu weit sind. Das, was man in vielen Jahren des Lebens und des Wachstums mitbekommt, bzw. im Rahmen eines langen Studiums o.Ä., kann man nicht in wenigen Monaten aufnehmen. Ich hoffe, wenn ich mal da bin, wird mir mein "auf die Schnelle zusammengesuchtes" Wissen etwas bringen, sodass auch andere Familienmitglieder davon profitieren können...

Donnerstag, 2. Juli 2009

Kirschen essen...

und Kirschen pflücken macht viel Spaß. Ohne Papas Hilfe wird das natürlich nicht gehen......so einen Mund hat sie! Die Kirschen schmecken!
Wir verabschieden uns jeden Tag ein wenig von dem, was wir hier verlassen... Die Felder hier, am Rande der Stadt, sehen so prächtig aus... wo gibt es noch solche Gegenden?...

Johanna scheinen unsere Gespräche zu traurig(?) zu ruhig (?) - jetzt gibt es Aktion! Eine Probe für die Bauchmuskeln! Und schon wieder will unser Mädchen alleine laufen...
Sie will nicht in den KiWagen, sie will weiter und weiter gehen, aber sie schafft das, neben dem KiWa zu gehen -
das ist schon erstmal viel, viel Wert!

Kleider

Johanna erbte viele Kleider, aber sie konnte ja noch nicht laufen - die Kleider waren nur ein zusätzlicher Hindernis. Jetzt aber soll sie alle mindestens ein Mal tragen, wir müssen dann aber ein paar mal pro Tag das Kleid wechseln, damit alle zum Zuge kommen, bevor es wieder kalt wird...

Dieses Foto wird im Winter fast unglaubwürdig wirken: Johanna sitzt auf dem Steinboden der Terrasse und ruiniert den Sandkasten, na, spielt mit dem Sand... Heute ist sehr warm, sie kann eigentlich auch ohne Kleid laufen...Johanna geht stolz mit Papas Werkzeugköfferchen - und klopft mit dem Schraubenziehergriff an allen Flächen... auch auf dem Spiegel...Johanna geht mit Papa über die Straße. Sie macht das, an der Hand zu laufen!
Vor einigen Jahren stand hier, in diesem Garten, an dieser Brücke, die Schwester Maria, mit diesem Kleid, auch die Katze, die im Hintergrund zu sehen ist, war da...
Ich habe Johanna ohne Schuhe laufen lassen. Sie ist ja noch ziemlich unsicher und wackelig, die breiten Schuhe machen den Gang stabiler, aber dieses Gefühl, auf dem Rasen zu laufen, kann man ihr nicht verwähren.



Mittwoch, 1. Juli 2009

Was weiß ich über Japan?

Die Reiseführer beteuern, dass japanische Kultur unüberschauber sei... für die Menschen aus Europa... es dauert also, bis man die Art der Kommunikation, die Körpersprache, die Gestik überhaupt zuordnen kann. Es wird bei uns dann leider nicht vorkommen, da wir nur eine kurze Zeit dort bleiben. Schade. Wir haben viele Tipps und Infos, wie man sich bewegen soll, um "sein Gesicht nicht zu verlieren", aber ein oder anderes Fettnäpfchen werden wir schon schaffen, sicher!

Was wird dann auf uns zukommen? Ich habe mir ein paar Infos zusammengesucht.


Japan besteht aus einigen Tausend Inseln.
Die Hauptinseln sind Hokkaido, Honshu, Shikoku und Kyushu.
Die Gesamtfläche ist 378.000 Quadratkilometer (Deutschland: 357,021 Quadratkilometer)
Aber drei Viertel dieser Gesamtfläche sind teils unbewohnbare bergige Gebiete.
Auf dem brauchbaren Viertel also leben 125 Millionen Menschen,
das bringt Japan auf den Platz 10 der Bevölkerungszahl (auf dem Platz 9 ist Russland, Deutschland ist auf dem Platz 15).
Auch die Dichte von 335 Einwohner pro Quadratkilometer ist beachtlich (vergleichbar mit Holland und Belgien).
Ein Viertel der Bevölkerung lebt in Tokyo. 125 : 4 = ca. 30 Millionen!
Wie wird dies auf uns wirken? Alles überfüllt? Alles zu eng? Nie alleine? Kaum einen Ort, wo man sich zurückziehen kann?
Wir sind einfach gespannt.



Was die Entwicklung der Nation und der Kultur angeht, brachten meine Recherchen erstaunliche Ergebnisse. Ich habe aus vielen Quellen bereits verstanden, dass es in Japan eher nicht empfohlen wird, chinesische Wurzeln der Kultur zu erwähnen... Was soll man denn tun, wenn die Wurzeln wirklich chinesisch sind? Eisen, chinesisches Schriftgut, chinesische Philsopohie, chinesischer Schrift - die Reihe kann man noch mit vielen Technologien und Errungenschaften vervollständigen, sogar das Rechtssystem und Verwaltungssystem von China mit einem Rat, Dayokan, und Gouverneuren, wurden übernommen.
Erst ab dem 9. Jahrhundert, mit der der Herrschaft der Fujiwara - Familie, entwickelte sich Japan zu dem jetzigen Land mit seinem Erscheinungsbild... Sie haben daraufhin gearbeitet, um
ihre chinesischen Wurzeln abzulegen und eine eigene Kultur entstehen zu lassen, die dann zur heutigen Form des lebens der japanischen Nation wurde, was "nur" in 1100 Jahren auch geschah...

viele, viel Fragen............??????? :-)
(aber eine Plastikgabel nehme ich trotzdem mit)