Johannas Ohr sieht gut aus, es ist trocken und sauber, morgen wird sie vom KiArzt untersucht. Ich hoffe, dass er endlich das Ohr gut sehen kann.
Heute gab es den letzten Termin bei der Logopädin. Diesmal wurde etwas Interessantes geübt. Die Therapeuten meinen, dass zwei wichtige Bewegungen - etwas mit der Hand ziehen und die Zungenbewegungen - im Kopf eines Kindes verzahnt sind. Dies kann man sehr gut als Therapieübungen nutzen. So konnte Johanna erst einige Fasern aus einem Wattebällchen herausziehen, danach kurze Bänder mit einer Perle am Ende aus der Hand der Logopädin ziehen, zum Schluss gab es längere Schnüre, bei denen Johanna einige Male greifen und nachziehen musste.
Mit der Logopädin verbindet Johanna "Puste-Übungen", so wollte sie immer wieder nicht ziehen, sondern pusten. Beim Wattebällchen klappte es sogar, bei den anderen Sachen sah es nur lustig aus.
Die Logopädin hat sich Johannas "Tasche", "Tasse", "Strasse", "Da Strasse!", "Da bummm!" angehört und meinte, dass wir uns vielleicht in einem halben Jahr wieder treffen sollen. Na gut, dann bis Weihnachten!
Wir warteten am Nachmittag auf einen Besuch mit einem gedeckten Kaffeetisch. Johanna war eine kurze Zeit alleine im Raum. Als ich hereinkam, zeigte sie unter den Tisch und lächelte etwas verlegen... Erst habe ich nichts gesehen, aber als wir uns hinsetzen wollten, fand ich meinen Teller nicht. Na klar, der Teller samt zerklumpter Serviette lag unter dem Tisch... Die Tischdecke war so in Ordnung, Johanna hat also den Teller vom Tisch genommen. Ich weiß, dass ich die Teller automatisch weit vom Tischrand gestellt habe. Das heißt, Johanna ist wieder ein wenig gewachsen. Ich bin gespannt, wie viel sie zugelegt hat.
Dieser Blog wurde eingerichtet, um über unsere Tochter Johanna und ihre Umwelt zu berichten. Viele Menschen, die mit dem Down-Syndrom, der Trisomie 21 zu tun haben, suchen nach Vergleichen, ähnlichen Schicksalen oder einfach Verständnis. Mit diesem Blog können wir einen kleinen Beitrag leisten, um Verständnis zu wecken oder Einsicht in diese, unsere Welt unseren Mitmenschen zu ermöglichen.
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